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Hundeforum Der Hund
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Kastration bei Rüden

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Vielleicht sollte jeder mal überlegen aus welchen Gründen er seinen Hund kastrieren lassen möchte:

Kastration ist bei gesunden Hunden durchaus tierschutzrelevant und damit tierschutzwidrig. Ist es provokativ gesagt, im Grunde die eigene Kapitulation vor ein wenig Mehrarbeit? Der vermeintlich heilsame Ausweg aus dem Dilemma unerwünschten Jagtverhaltens, gesteigerter Sexualtität, Aggressionsverhalten insbesondere von Rüden untereinander ... usw.

Hat man denn wenigstens vorher versucht über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten einen Trainingsplan aufzustellen und diesen tagtäglich (auch wenn es nur 10-20 Minuten sind) umzusetzen? Dazu hat nun jeder Zeit!

Sicherlich gibt es ungewollte Würfe, aber man kann es sich doch nicht so leicht machen, sondern sollte eher mal ein wenig besser aufpassen, den Hund vernünftig erziehen und sich vor allen Dingen "bilden" durch LESEN.

Vor ca. 2 Jahren hat eine Bekannte Ihren Berner-Sennenhund-Rüden kastrieren lassen. Begründung: Dann wird er ruhiger! Es hat sich natürlich so gut wier nichts verändert ... und zudem war er auch vorher schon ein äußerst ruhiger Vertreter seiner Rasse.

Da fällt mir nichts mehr zu ein. Hart ausgedrückt: Wenn mir selbst ein Berner-Sennenhund zu agil ist, dann sollte man besser gar keinen Hund kaufen.

Es ist schon merkwürdig: Hunde werden in die Familie integriert, man achtet auf Tierschutz, hat sich vom Kupieren losgelöst ... aber die Kastration wird ganz locker hingenommen.

Warum kommt nur niemand auf den Gedanken Männer kastrieren zu lassen? Weit hergeholt ... ja wirklich? Warum denn, wenn es doch so schonend und vorteilhaft ist ...

Ich habe zwei unkastrierte Rüden und das ist auch gut so!

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:no1:sensation

Hab Mark`s Beitrag nicht mehr viel beizusetzen!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Also bei Magnus hat die Kastration schon geholfen. Er kommt ja vom Spanischen Tierschutz und war ein Problemhund. Er war sehr hippelig, nervös ohne Ende und stand ständig unter Stress.

Er ging gegen Rüden, Hündinnen und Welpen. Einfach gegen alles das er nicht kannte.

Mit ca. 4 Jahren haben wir ihn auf Rat des Tierarzt kastrieren lassen. Es dauerte zwar ein gutes halbes Jahr, aber man konnte sehen wie er sich veränderte. Er wurde ruhiger, viel gelassener gegenüber Hündinnen und Welpen (mit Rüden versteht er sich solange sie ihm nicht zu nahe kommen), war nicht ständig so gestresst und nervös.

Ich würde es immer wieder machen lassen außer ich möchte mit dem Hund züchten usw., dann logischerweise nicht.

Und wegen den ungeplanten Würfen: Nicht alle denken so wie die meisten hier im Forum. Da wird mit Hunden Kohle ohne Ende gemacht indem ständig Welpen erzeugt werden. Nicht umsonst sind die Zeitungen, Internet usw. übervoll mit Kleinanzeigen wo Hunde für ein paar Euro verschachert werden. Und die die übrig bleiben kommen irgendwann ins TH. Und es kann ja wohl nicht sein, dass mit den Hunden aus dem TH wieder "vermehrt" wird. Deswegen finde ich das Kastrieren nicht schlimm sondern aus Tierschutzsicht sogar notwendig. Man sieht den Leuten ja nicht an, ob denen in ein oder zwei Jahren einfällt mal Nachwuchs von Bello zu haben...

Viele Grüße

Carmen

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(bearbeitet)

Hallo Carmen,

ich hoffe mal, dass du mit dem Satz "Ich würde es immer wieder machen lassen" meintest, dass wenn massive Probleme auftreten und eine Ausnahmesituation gegeben ist, die nicht mit gezieltem Training über einen längeren Zeitraum in den Griff zu bekommen ist.

Denn eine Kastration einfach nur so (s. meinen Beitrag oben in allen Einzelheiten), weil man zu bequem ist sich den Problemen anzunemhmen ist Tierquälerei. Zudem auch genau so festgestellt durch gerichtliches Urteil (s. Beitrag "Gerichtsurteile").

Im Übrigen sollte auch jedem klar sein, dass kastrierte Rüden nicht mehr als Rüden wahrgenommen werden (können) und wie Hündinnen (teilweise läufige) Hündinnen riechen. Diese Hunde werden von anderen Rüden massiv bedrängt.

Der Mensch greift mal wieder in die Natur ein und das schlimme ist, dass die meisten ja überhaupt null Ahnung haben was eine Kastration bedeutet und wie die erwähnte Auswirkungen auf Rüden z.B. sind.

Die Kastration von Tierheimhunden ist ja gar nicht der Hauptkritikpunkt. Sondern die Kastration, die Hundehalter durchführen in dem Glauben, damit Jagtverhalten, Rüdenaggression, Nervosität und all die anderen Probleme auf einen Schlag in den Griff zu bekommen.

Und dann die mehr als (man kann es nicht anders formulieren) dumme Antwort auf die Frage: Warum lassen Sie denn Ihren Hund kastrieren? Ja, weil ich doch nicht züchten will! Ist das nicht logo? Es gibt mittlerweile mehr als 6 Millarden Menschen auf der Erde und allein in Deutschland extrem viele Singles ... warum nicht alle Männder kastrieren lassen, die keine Kinder wollen? Ja, ja Hunde sind keine Menschen, aber da würde dann zumindest schlagartig der Verstand einsetzen. Das schlimme ist jedoch, dass sich vielfach diese Leute noch nicht einmal ansatzweise Gedanken machen und informieren. Bevor ich dem Tier etwas dauerhaft "wegnehme" habe ich doch wohl die verdammte Pflicht und Schuldigkeit mich wenigstens UMFASSEND zu informieren und nicht einfach nur zum Tierarzt zu laufen.

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Also Magnus haben wir ja seitdem er ca. ein halbes Jahr alt war. Und du kannst mir glauben dass ich -bevor ich mich zu einer Kastration entschieden habe (so ca. mit 4 Jahren)- sehr wohl alles versucht habe sein Verhalten durch Training zu ändern. Vor Magnus habe ich nie einen Hupla betreten geschweige denn mir Rat von Hundetrainern oder aus Büchern geholt. Rüden, Hündinnen und Welpen hätten wir ja aus dem Weg gehen können (was wir ja auch gemacht haben) aber für Mag war so gut wie alles Stress pur. Da Magnus durch nichts abzulenken war weder Leckerli noch Spielzeug usw. war -meiner Meinung nach- für Mag die Kastration die beste Lösung.

Ein Beispiel: Hat er sein Geschäft im Garten verrichtet war es ganz normal. Sind wir raus gegangen hatte er sofort Durchfall und selbst wenn wir auf einer riesigen Wiese waren, weit und breit kein Mensch zu sehen, er hat nur die Ohren angelegt, den Schwanz eingezogen und ist geduckt eng bei uns gelaufen. Das war für ihn kein Gassigehen sondern stress und panik und so wie wir wieder zuhause waren ist er wieder aufgeblüht.

Das eine Kastration das Jagdverhalten einschränkt stimmt auf keinen Fall. Seit Mag kastriert ist und gerne nach draußen geht, jagt er auch, das hätte er vorher nicht gemacht weil er ja bei uns geblieben ist.

Und wie schon geschrieben, mit den TH und TSV Hunden ist das eben so eine Sache. Auch wenn es trotz Vertrag nicht gemacht werden muß, es wird ja überprüft ob das Tier kastriert wurde und ich denke schon, dass da was unternommen wird, wie genau das läuft weiß ich nicht, werde mich aber informieren.

Wenn sich die Leute vom Züchter oder Vermehrer Hunde holen können sie ja selbst entscheiden kastration oder nicht. Bei Hündinnen kenn ich mich nicht aus, aber so wie Renate bei einem anderen Thema geschrieben hat, ist es ja wohl so, dass es so arg werden kann (ich glaube wegen der Scheinschwangerschaft) dass selbst sie am überlegen ist ob sie Shelly kastrieren läßt und wie man weiter oben ließt ist sie ja eigentlich auch gegen das Kastrieren.

Wenn ich wieder einen Rüden vom Züchter hole werde ich den auch nicht kastrieren lassen, wenn es einer vom Tierschutz ist, ist er ja aller wahrscheinlichkeit nach schon kastriert.

Viele Grüße

Carmen

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Hallo Carmen,

Mark wollte dich hier im speziellen bestimmt nicht angreifen!

Wie wie alle wissen, setzt du dich für den Tierschutz ein und machst dir mit Sicherheit ordentlich Gedanken über Hundeerziehung.

Und wie du schon geschrieben hast, war die Kastration das beste für euren Magnus.

Hier ging es wohl im allgemeinen darum, dass manche Leute, ohne sich vorher irgendwelche Gedanken zu machen, einfach mal ratz fatz zum Tierarzt gehen, und ihren Hund unters Messer legen lassen, weil das ihrer Meinung nach die schnellste und einfachste Lösung ist.

Manche können auch gar keinen Grund für eine Kastration angeben!

Wir sind damals auch vom Tierarzt belabert worden, das dies die beste Lösung für das agressive Verhalten von Boomer sei!

Angeblich würden wir schon nach 6-8 Wochen merken, wie der Hund sichtlich ruhiger wird!

Bei uns haben diese 8 Wochen dann doch fast 2 Jahre gedauert, und nicht die Kastration sondern die intensive Auseinandersetzung mit Problem und Hund hat zu einem einigermassen erträglichen Zustand geführt!

Also du siehst, es gibt auch Hunde, die wissen nicht mal, dass sie kastriert sind!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Hmmm;

da kommt mir ja gleich der Grünkohl von heute Mittag hoch!!!

Solange es keinen überzeugenden Grund für eine Kastation bei Kenay gibt,kommt das für uns nicht in Frage.

Kenay ist sowieso total ruhig,und dann würde ich ja eine Schlaftablette hinter mir herziehen,nein Danke.

Gruß

Birgit

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Also mein Rüde ist auch kastriert und ich hatte nach der OP werder Probleme mit anderen Hunden, noch hat er sich verändert! Genau dasselbe auch bei unsrer Hündin! Ich kann absolut nichts negatives finden, was die Kastration bei Nico hätte auslösen sollen! Klar ist es nicht gut, wenn Menschen ihr Hunde kastrieren lassen, weil sie denken, er wäre danach nicht mehr so aggresiv oder sonst irgendetwas! Doch wenn man einen vernünftigen Grund hat, seinen Hund zu Kastrieren, finde ich es durchaus NICHT schlimm!! ;)

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Kleine Anmerkung zu dem Link von Sabine:

Die Lebenserwartung ist seit geraumer Zeit exkat wissenschaftlich untersucht worden und die Aussage in dem Bericht (kastrierte Rüden leben im Schnitt 2 1/2 Jahre länger) demnach falsch.

Die Lebenserwartung ist statistisch gleich.

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