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Hundeforum Der Hund
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Schleppleine - Fragen

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Huhu,

meine Lena ist jetzt 15 Wochen alt und kommt langsam raus aus der Phase, wo sie mir auf Schritt und Tritt folgt und nicht von meiner Seite weicht. Nun möchte ich ihr natürlich auch gerne ermöglichen, draußen zu Spielen. Dummerweise ignoriert sie mein Rufen neuerdings auch mal.

Deswegen will ich mir auf jeden fall eine Schleppleine besorgen.

Nun ist die Frage: Wie lang sollte diese sein?

Und: Wie hab ich mir das vorzustellen? Wenn ich sie rufe und sie hört nicht, ziehe ich sie zu mir ran? Oder wie? Verbindet sie das Rufen dann nicht mit was schlechtem?

Wie hab ich mir das im Allgemeinen vorzustellen mit der Schleppleine?

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Da gibt es verschiedene Ansätze zu, wie man da vorgeht. Am besten ist es, Du lässt es Dir von einer kompetenten Person erklären.

Die Schleppleine ist eine super Möglichkeit, um zu trainieren. Bei einem so jungen Hund würde ich zuerst trainieren, dass er sich freiwillig an Dir orientiert und wenn er begriffen hat, dass es sich lohnt beim Spaziergang mit Dir in Kontakt zu treten, würde ich das heranrufen üben und dafür ist die Schleppleine ideal.

Es gibt die Möglichkeit dies auf verschiedene Art und Weise zu machen. Ich gehe mal davon aus, dass Du die Grundregeln kennst, die man zu beachten hat, wenn man Hunden Kommandos beibringt und möchte, dass diese auch erfolgreich und sicher gelernt werden?

Vorausgesetzt, Du hast dem Hund das Kommando beigebracht, dass er zu Dir kommen soll bzw. Du hast es zu Hause geübt und gehst jetzt mit ihm raus und forderst es ein und er reagiert nicht, kannst Du mit einem wohl dosierten Leinenruck dem Hund einen Impuls geben. In der Regel reicht ein leichter Ruck, der unmittelbar, nachdem Du das Kommando gesagt hast aus, um den Hund zu Dir kommen zu lassen.

Logischer Weise ziehst Du ihn zu Dir ran, wenn er ums Verrecken nicht zu Dir kommen will. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass Du mit der Leine lediglich Impulse zu geben versuchst, also leicht ruckst und nicht ziehst. Logischer Weise muss das Kommando zuerst kommen und der Ruck in einem verständlichen zeitlichem Rahmen erfolgen, damit er weis, warum es ruckt. Der Ruck darf nicht zuerst und auch nicht gleichzeitig mit dem Kommando kommen.

Der Hund soll ja schließlich lernen, dass das Kommando bedeutet, dass er zu Dir kommen soll und Du es auch auf Distanz durchsetzen kannst. Er soll ja nicht lernen, dass das Kommando einen unangenehmen Leinenruck bedeutet oder das Kommando mit einem Leineruck einhergeht.

Du kannst es auch mit rein positiven Mitteln versuchen und dazu auch einen Klicker verwenden. Das klappt auch sehr gut. In dem Fall dient die Leine nur zur Absicherung.

Bei einem so jungen Hund solltest Du aber zuerst die Orientierung an Dir üben. Dazu kannst Du Dich auf ein Feld begeben mit einer 5 Meter Schleppleine und den Hund einfach laufen lassen. Du schaust ihn nicht an und machst auch keine Geräusche oder sonstwie auf Dich aufmerksam. Kommt er innerhalb einiger Minuten voll allein auf Dich zu und sucht den Kontakt zu Dir, kriegt er eine tolle Belohnung und Du schickst ihn weiter und begibst Dich selber auf eine andere Stelle des Feldes und wartest erneut bis er kommt. Kommt er nach einigen Minuten nicht, gehst Du trotzdem an eine andere Stelle und wartest dort bis er kommt etc. Wenn das nach eingen Malen so gut klappt, dass es langweilig für Dich und den Hund wird, nimmst Du eine 10 Meter leine.

Wenn er das nach mehreren Trainingseinheiten auch gut verstanden hat, würde ich es mit heranrufen versuchen, aber nur dann, wenn Du der Meinung bist, dass es gelingen kann, oder er eh auf dem Weg zu Dir ist, oder Dich anschaut und Deine Aufmerksamkeit hat.

Das ganze würde ich zuerst in sehr reizarmer Umgebung machen und die Ablenkung langsam steigern.

Es wird zwischendurch immer mal vorkommen, dass er Dein Kommando ignoriert und dann kannst Du Dein Kommando mit einem Ruck durchsetzen.

Ich muss Dir sicher nicht erklären, dass Du das Kommando nicht mehrfach wiederholen darfst.

Aber wie gesagt, ist das ganze umfangreich und es ist ratsam sich einpaar schlaue Bücher zu dem Thema zu holen, oder es sich zeigen zu lassen.

Gruß

Konstantin

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Ich muss Dir sicher nicht erklären, dass Du das Kommando nicht mehrfach wiederholen darfst.

Gruß

Konstantin

Magst du aber mir mal bitte erklären warum das nicht sein soll?

Das ist mir gerade nich so ganz klar :???

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Ich denke mal so, weil der Hund sich dran gewöhnt, immer 3 mal gerufen zu werden...

Dann denkt er sich, wieso soll ich nach dem ersten mal kommen, denn Frauchen bleibt inkonsiquent*!

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Richtig! Der Hund lernt dann, nicht beim ersten Mal, sondern beim 2., 3., oder 4. zu kommen. Und meistens ist man ja auch beim zweiten und dritten Mal erregter und dann lernt der Hund erst dann kommen zu müssen, wenn man es in einem erregten Zustand sagt.

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Okay, das klingt irgendwo logisch.

Aber was tue ich dann wenn der Hund beim ersten mal Rufen nicht reagiert ???

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Wenn Du sicher bist, dass der Hund das Kommando verstanden hat und kennt, ruckst Du an der Leine, so dass sie einen Impuls bekommt um zu Dir zu kommen.

Versuch aber keine Sachen, die den Hund überfordern. Damit meine ich, dass Du die Ablenkung langsam steigerst, denn wenn der Hund zu hoch gelevelt ist und es nicht gewohnt ist auch bei Ablenkung zu kommen, reicht auch ein Ruck an der Leine nicht aus. Dann musst Du ihn heranziehen und Dein Kommando durchsetzen.

Gruß

Konstantin

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Wenn Du sicher bist, dass der Hund das Kommando verstanden hat und kennt, ruckst Du an der Leine, so dass sie einen Impuls bekommt um zu Dir zu kommen.

Versuch aber keine Sachen, die den Hund überfordern. Damit meine ich, dass Du die Ablenkung langsam steigerst, denn wenn der Hund zu hoch gelevelt ist und es nicht gewohnt ist auch bei Ablenkung zu kommen, reicht auch ein Ruck an der Leine nicht aus. Dann musst Du ihn heranziehen und Dein Kommando durchsetzen.

Gruß

Hallo wertes Forum,

nach langer Abwesenheit habe ich mal wieder Zeit, einige Beiträge zu lesen. Mir ist natuerlich der Bereich "Hundeerziehung" beruflich bedingt am wichtigsten, daher bin ich auf diesen Thread gestoßen.

Nun gibt es ja, wie mein Vorredner sagt, Moeglichkeiten, wie hier die Feldleine, um "irgendein" Kommando mit einem Impuls zu verknuepfen. Das ist oberflächlich betrachtet auch wirklich eine gute Sache; aber es hier so pauschal zu äußern erachte ich als wahrlich nicht korrekt. Ob nun "rucken" oder "heranziehen", ich unterstrich noch einmal die Schlagwörter in dem Zitat oben, ist einfach so salop ausgedrueckt wirklich großer Mist. Viel zu viele Gefahren für den Hund beinhalten den Umgang mit der Feldleine. Wenn man schon das Thema Feldleine in einem Forum via Schrift zum Thema macht, so moechte ich eigentlich lesen, dass bei Erstanwendung ein "Fachmann" dabei sein sollte, um den Umgang mit der Leine sich fachgerecht erklären zu lassen. Stichwort: Wirbelsäulenerkrankungen => jeder Arzt wird Euch darüber informieren.

Versteht mich nicht falsch; kein Gemecker soll es sein, nur eine wichtige Information, um dem Hund nicht zu schaden.

Auf bald,

Alexander

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