Jump to content

Schön, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast !

Erstelle in 30 Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich einfach mit Deinem Facebook oder Google account ein.

➡️  Hier geht's ruck zuck weiter

Hundeforum Der Hund
gast

Spielkiste für Alleinbleiber

Empfohlene Beiträge

Habe ich gerade gefunden:

Die Spielkiste

(... ein Tipp für das Allein-Bleiben)

Viele Menschen sind (meist beruflich) dazu gezwungen, ihre Hunde auch länger alleine zu lassen. Dass das nicht der Natur des Hundes entspricht, vom restlichen Rudel getrennt zu werden, wird hoffentlich jedem klar sein. Dennoch haben die wenigsten die Möglichkeit, ihre Hunde immer und überall hin mitzunehmen.

Neben vielen anderen Tipps und Hilfen bezüglich des Verhaltens des Menschen (z.B. man sollte sich nicht zu überschwänglich freuen, wenn man nach Hause zurückgekehrt UND: Man MUSS den Hund schrittweise daran gewöhnen etc.), sollte man sich Gedanken machen, wie man dem Hund die eigentliche Zeit des Alleinseins erleichtern kann.

Mit der folgenden Methode könnt ihr dem Hund helfen, die Zeit ohne euch zu überbrücken. Ich empfehle die Spielkiste daher nicht nur den Menschen, die einen Wohnungszerstörer aus Langeweile oder Protest haben, sondern generell jedem, der mich fragt, wie er den Hund an das Alleinbeleiben gewöhnen und wie er dem Hund diese Zeit möglichst spannend gestalten kann.

Die Spielkiste ist eine Beschäftigungsmöglichkeit für den Hund, bei der der Mensch nicht anwesend sein muss. Wichtig dabei ist, dass die Kiste ausschließlich mit Dingen gefüllt wird, die der Hund sonst (wenn wir daheim sind) nicht zur Verfügung hat. Denn damit stellt sie etwas besonderes dar. Spielzeuge, die immerwährend herumliegen verlieren schnell ihren Reiz. Daher wird die Spielkiste erst dann dem Hund gegeben, wenn man das Haus verlässt. Nach der Rückkehr muss sie aber (samt Inhalt) wieder weggestellt werden, sonst verliert sie ihren Reiz!!!

Materialien:

Es empfiehlt sich eine stabile Plastikbox mit geschlossenen Wänden (ohne Deckel), wie man sie häufig als Einkaufskiste verwendet. Diese Kiste wird mit allen möglichen Dingen gefüllt, die für den Hund interessant sind. Hier ein paar Möglichkeiten:

- Spielzeuge jeglicher Art (Quietschtiere, Tau, Bälle etc.)

- eine Möhre oder einen Apfel (wenn der Hund das mag)

- einen alten Socken (z.B. gefüllt mit Leckerchen)

- zerknülltes Packpapier

- ein hartes Brötchen oder einen Brotkanten

- ein altes Handtuch oder einen Stofflappen

- ein Kauknochen oder ein Schweineohr

Je ausgeklügelter die „Verpackung“ ist, desto länger ist der Hund damit beschäftigt, diese Kiste zu untersuchen, auszuräumen und aufzufressen. Um den Anreiz noch zu verstärken, kann man in der Kiste noch einzelne Leckerchen verstecken.

Gegenstände in der Kiste können wiederum mit anderen Dingen verpackt werden, z.B. Papier um den Kauknochen, den der Hund erst mal herauswurschteln muss.

Der Einsatz:

Immer wenn der Mensch für längere Zeit den Hund zurücklassen muss, bekommt dieser die Kiste hingestellt. Je ausgefeilter die Kiste gestaltet wurde, desto länger braucht der Hund, alles auszuräumen und zu entdecken. Er wird die Leckereien fressen, das Schweineohr vertilgen, das Papier zerreißen etc.

Ist er damit fertig, hat er meist den ersten Trennungsschmerz überwunden. Außerdem macht die Beschäftigung mit der Kiste den Hund müde. Je ausgefeilter ihr verschiedene Dinge verpackt habt, desto besser. Er hat in eurer Abwesenheit sozusagen auch „Arbeit“.

Außerdem hat der Hund an der Kiste sein Bedürfnis befriedigt, Dinge zu zerreißen oder zu zerkauen. Er wird mit größter Wahrscheinlichkeit eure Wohnungseinrichtung verschonen!

Ich habe die Kiste von einem meiner Hunde probespielen lassen, als ich mal wieder am Schreibtisch saß und keine Zeit für ihn hatte.

Bis er alles ausgepackt und bespielt, untersucht und aufgefressen hatte, verging in etwa eine halbe Stunde. Danach war ein sattes, befriedigtes Stöhnen zu hören, der Hund hat sich unter den Schreibtisch gelegt und für ca. zwei Stunden geruht. Sonst werde ich nämlich hier sitzend alle zwei Minuten von einer nassen Nase angestupst.

Es gibt aber auch „Entpackungskünstler“ unter den Hunden, die binnen weniger Minuten die ganze Kiste erforscht haben. Dann ist eure Kreativität weiter gefragt! Vielleicht reicht man dann zur Kiste noch einen Futterball...

Die Kiste sollte dann und wann inhaltlich verändert werden, denn die Zeit, die der Hund braucht für die ihm schnell bekannten Dinge, verkürzt sich von mal zu mal. Also gibt es in unserer Kiste immer wieder neues zu entdecken.

Mögliche Nachteile:

Ob der Einsatz der Spielkiste bei mehreren Hunden zu empfehlen ist, muss jeder Mensch für sich entscheiden. Bei futterneidischen Hunden empfehle ich sie nicht!!!

(Meine drei hingegen teilen sich eine Kiste, ohne das es Auseinandersetzungen gibt. Die Kiste ist dementsprechend aber auch für drei Hunde ausgelegt.)

Ein weiterer Nachteil ist, dass je nach Inhalt die Wohnung ein ziemliches Möhren- Stoff- und Papierschnipsel-Chaos werden kann. Dennoch ist das wohl besser, als einen unterbeschäftigten Hund mit Trennungsschmerz zu haben, der womöglich die Einrichtung zerstört.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

hört sich nicht schlecht an.

Unseren Magnus haben wir mit ca einem halben Jahr aus Spanien bekommen und der ist überhaupt nicht alleine geblieben. Der hatte allerdings seine ganz eigene Spielkiste: unser Haus!

Alle Regale mußten leergeräumt werden, die Möbel wurden ausnahmslos angefressen. Der Couchtisch wurde umgeschissen (zum Glück hat die Glasplatte das ausgehalten), ich glaube das mit dem Tisch ist passiert als er an die Decke gesprungen ist und sich an der Lampe festgebissen hat damit diese runterkracht.

Die Couch war eines Tages ein Bild des Schreckens, es war eigentlich gar keine Couch mehr, nur noch kleine Fetzen (bis auf das Gestell, das war angefressen).

Genervte Nachbarn waren fast das kleinste Problem, obwohl es schon heftig war, da er immer angefangen hat zu jaulen (die anderen haben natürlich mitgemacht) und das halbe Dorf durfte mithören. Ich hatte schon immer ein super schlechtes Gefühl wenn ich von der Arbeit nach hause gekommen bin.

Erstens hoffte ich, dass ich nicht von den Nachbarn gesehen werde und zweitens wußte ich schon was mich drinnen erwartet.

Ach ja, nicht zu vergessen: Er hat mir immer alles komplett zugekotet überall lag ein bißchen. Er hat morgens beim Gassigehen schon gewußt dass er alles bei sich behalten muß damit genug da ist wenn ich weggehe.

Viele Grüße

Cadica

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.