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Hundeforum Der Hund

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

gestern saß ich zuhause und schaute mir das Fotoalbum mit Bildern von meinem ersten Hund einer (D. Dogge) an. Ein kleiner Film der Erinnerungen lief plötzlich in mir ab. Scheila so nannten wir sie war ca. 10 Wochen alt, als wir sie beim Züchter, einem Bekannten meines Vaters abholten. Ich konnte es gar nicht glauben, einen eigenen Hund, denn meine Eltern waren keine Hundeleute. Alles kam so überraschend dass wir total unvorbereitet ohne Futter, Halsband und Leine da standen. Mir war es egal, erst mal ins Auto packen und mitnehmen.

Ein toller Hund wie sich dann herausstellte, mit einem wunderbaren Charakter. In den 9 Jahren die sie mit uns zusammen lebte keine einzige Beißerei. Sie war lieb zu jedermann, und beschützte ohne aggressiv zu sein, meine Mutter in der einen oder anderen Situation.

Nach und nach kamen auch so die Erinnerungen zurück, wie ich sie erzogen habe, ohne Unterstützung auf mich alleine gestellt.

Sie lernte auf ihren Namen zu hören, auf Zuruf (Hier) zu kommen, Sitz und Platz zu machen, bei Fuß zu gehen und nicht zu jagen. Alles ging wahnsinnig schnell, sie hatte eine gute Auffassungsgabe, das machte es mir sehr leicht. Ich selbst war überrascht wie einfach Hunde Erziehung war. Ja und heute mache ich das noch genauso.

Die Erziehung meiner Hunde fängt also nicht erst dann an, wenn ich sie draußen observiere, damit ich im Falle eines Falles eingreifen kann, das Observieren ist nur die Weiterführung der vorher erfolgten Grundausbildung.

Lg Hans Georg

Einmal fragen, bedeutet einmal Scham, niemals fragen ein Leben lang Scham.

(Japan; unbekannt)

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In meinen Erinnerungen tauchen viele Hunde auf.....Timmy , mein erster Hund, ein Pudel...ich war ugf. 7 Jahre alt.....und bekam den Hund als Zuwendungsersatz, weil meine Eltern keine Zeit hatten. Ich hab ihn geliebt......und wenn ich zurückblicke, dan hab ich ihn oft aus Unwissenheit gequält....entschuldigung. Erziehung hat er nie genossen, konnte nicht allein bleiben und hat Fremde gezwickt. Er wurde "abgeschafft" als ich eine Schwester bekam......Abgeschafft, gemeinsam mit unserem Dackel, der damals schon zur Oma abgeschoben worden war, wo beide noch in glücklichen Zeiten selber für Sozialisierung gesorgt hatten, indem sie sich unter dem Zaun durchbuddelten und alleine Gassi gingen. Dackelchen hat MICH erzogen, indem er mir klar zu verstehen gab, dass ich mit der Hand niy in der Futterschüssel zu suchen habe, während er frißt. AUTSCH. Irgendwann wurden beide entsorgt und waren nicht mehr da.

Als Schwester größer wurde kam wieder ein Dackel. Der lief einmal nem Hasen hinterher, wurde von meinem Schuh getroffen und lief danach keinem Hasen mehr hinterher. Zumindest nicht, wenn ich sauer war und ihn unter Druck setzte, dann traute er sich nicht. Er hat meine kleine Schwester miterzogen und ihr klargemacht, dass man Dackelohren nicht mit Filzstift bemalt, auch wenn da ein lila Stempel drin ist und dass man auch nicht an seinen Lefzen rumzieht um in seinem Maul Zahnarzt zu spielen....AUTSCH. Die Schwester ist nun Zahnarzthelferin...hihi.

Diesen Hunden folgten weitere andere Hundekameraden, die mit meinem steigenden Alter auch vermehrt Erziehung bekamen, Befehle befolgten, guten Grundgehorsam erlangten. Einige, so wie Timmy II, der die kleinste meiner Schwestern anknurrte und mit dem Mama nicht zurechtkam, der wurde eingeschläfert, während ich in der Ausbildung war.

Dasselbe Schicksal ereilte den Schäferhund meines Exmannes, weil er auch die Schwester anknurrte und später meine Mutter.......Tollwutverdacht..und entsorgt. Wir konnten uns nur auf die Schilderungen meiner Mutter verlassen.......Tollwut wurde untersucht und nicht bestätigt.

Andere wurden Gott sei Dank in verständigere Hände abgegeben.

All diese Erinnerungen lassen mich heute noch weinen.

Andere jedoch machen mich froh, glücklich und stolz....nämlich die, die ich hab, als ich angefangen hab, meine Hunde zu beobachten, verstehen zu lernen und ein ganz anderes Verhältnis zu ihnen erreichte.

Die Lebensumstände haben sich geändert, ich hab weiterhin Fehler gemacht, viel draus gelernt, hab ne Phase der Verunsicherung durchgemacht, und mit mir meine jetzigen Schätze, Snoopy und Laika. Ich wollte es besser machen wie früher, hab Rat gesucht......und ne Zeitlang vergessen, was ich als Kind schon empfunden und gesehen hatte........sooo viel Unverständnis und Ignoranz den Tieren gegenüber.

Durch die Auseinandersetzung mit ganz vielen verschiedenen Sichtweisen, theoretischem Wissen, praktischen Erfahrungen,hab ich nun Hundekameraden an meiner Seite, die nicht perfekt funktionieren........aber , auf die ich in manchen Situationen verflixt stolz bin, weil sie mit mir auf eine Art durchs Leben gehen, die auf einem beständigen gegenseitigen Wahrnehmen beruht und daraus resultierend, einem wachsenden gegenseitigen Verständnis.

Wir leben anders als früher zusammen: nicht sie als Hunde neben mir, deren Rolle ist gehorsam zu sein.........sondern die mich begleiten und mit wachsendem Vertrauen mit mir "erleben"...nicht neben mir leben.

Ich möchte nicht mit früher tauschen. Ich liebe es, täglich zu beobachten und zu lernen.......zu beobachten, WAS wir GEMEINSAM schon gelernt haben!

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Hallo angiem,

deinen Bericht habe ich sehr aufmerksam gelesen und finde in sehr gut und vor allem Aufrichtig. Warum habe ich aber das Gefühl das deine Botschaft an mich folgendes sagt:

H.G. deine Hunde müssen auf dich hören, du befehligst sie nur, ich aber (angiem) lebe mit meinen Hunden auf Gegenseitigkeit.

Meine Frage an dich, was lässt dich das glauben?

Lg Hans Georg

Einmal fragen, bedeutet einmal Scham, niemals fragen ein Leben lang Scham.

(Japan; unbekannt)

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Ich bin generell fasziniert über die Masse an Gedanken und Formulierungen, die Angie in Verbindung mit ihren Hunden täglich, stündlich erlebt und für uns alle hier wieder gibt. Ich lese ihre "Romane" zu ihrem Lern- und Arbeitsprozess wirklich gerne.

Für mich persönlich und meinen Hund wäre das alles jedoch einen deutlichen Tick zuviel Thematisierung, obwohl auch ich mich super viel mit dem Thema Hund und Erziehung beschäftige. Ich würde aber eher kirre werden, wenn ich in dieser Intensität an mir und meinem Hund arbeiten würde.

Deshalb ist mein Fazit bei allem was ich lese: Ich schau mir gerne an, was andere machen, ich hinterfrage manches, ich diskutiere auch gerne mal was aus, aber ich bin mit meinem Hund doch ein individuelles Team und deshalb kann niemand anders mir das Gefühl vermitteln, daß ich irgendwas anders tun oder empfinden muß.

Das Gefühl etwas ändern zu müssen kann sich nur einstellen, in dem ich selbst mein Tun regelmäßig reflektiere und ein Puzzlestein von einem anderen Team bei mir in eine Stelle passt, wo noch Baustelle drüber steht oder spontan eine eröffnet wurde.

Den erhobenen Finger sehe ich bei Angies Beiträgen nicht. Nur Begeisterung über ihre Fortschritte, die ihrem Wunsch gemäß auf alle überschwappen soll. Wo ist das Problem?

LG Anja

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(bearbeitet)

Hallo!

Houston, there is no Problem!

Ausser vielleicht, dass die hohe Kunst der Selbsteinschätzung ist, wenn Realität und Wunschdenken übereinstimmen.

@Angiem: Es hat lange gedauert, bis ich meinen Frieden mit all den Hundeseelen gemacht habe, an denen ich unwissentlich und wissentlich Verbrechen begangen habe. Hunde schliessen viel schneller Frieden mit Dir, als Menschen das tun.

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Hallo Bärenkind,

Probleme sehe ich keine. Die Frage die ich gestellt habe bedeutet, wenn jemand etwas von mir wissen möchte, egal was es ist, ich bin bereit zu antworten. Einen erhobenen Zeigefinger sehe ich von ihr auch nicht.

Missionieren will ich nicht, denn das hat einen nicht sehr angenehmen Beigeschmack, da er mit Zwang und Gewalt zutun hat(Stichwort Kirchengeschichte). Aber überzeugen schon, z.B. P.-Leine, und P.–Kette.

Lg Hans Georg

Einmal fragen, bedeutet einmal Scham, niemals fragen ein Leben lang Scham.

(Japan; unbekannt)

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Ich selbst war überrascht wie einfach Hunde Erziehung war. Ja und heute mache ich das noch genauso.

Na, das ist ja beneidenswert, dass das scheinbar mal so *nebenbei* mit der Hundeerziehung bei dir läuft!

Wenn ich das so lese, mach ich wohl so einiges falsch, denn ich kann nicht sagen, dass Hundeerziehung *einfach* ist!

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Hallo Renate,

einige verpacken ihre Arten der Erziehung in große Mystische Worte, Worte die im Prinzip eigentlich an Anämie leiten. Das was ein Hund mit Sicherheit nicht braucht ist eine Habachtstellung um seinem Herrchen oder Frauchen in jeder Sekund zu diensten zu sein, nichts dreht sich dabei um den Hund, dafür aber alles um den Hundeführer. Diese Art und Weise erzeugt Sklaven aber keine glücklichen Hunde.

Ich habe keine Sklaven, meine Hunde haben große Freiheiten und dürfen laufen, ohne permanent und schon gar nicht im Hinterkopf, auf mich achten zu müssen.

Ich Vertraue meinen Hunden, ob sie mir Vertrauen kann ich sie nicht fragen. Da unterscheide ich mich von anderen, die behaupten dass sie es sogar wissen. Nur beweisen können sie es nicht.

Der Hund hat mehrere Sinnesorgane, die er auch zu nutzen Versteht. Wenn er irgendwo gedankenverloren ein Mauseloch prüft und ich will dass er zu mir kommt, dann rufe ich ihn, und er wird kommen, wenn er es irgendwann vorher gelernt hat. Das ist kein Mysterium, sondern ein ganz simples Naturgesetz, das Hören.

Es ist in der Tat einfach wenn man mit dem Hund lebt, statt ihn dauernd kontrollieren zu wollen.

Lg Hans Georg

Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden, aber nicht einfacher(Einstein)

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Hallo zusammen,

Ja mit dem Frieden schließen, oft ist der Wunsch Vater des Gedanken.

Lg Hans Georg

Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden, aber nicht einfacher.

(A.Einstein)

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einige verpacken ihre Arten der Erziehung in große Mystische Worte, Worte die im Prinzip eigentlich an Anämie leiten. Das was ein Hund mit Sicherheit nicht braucht ist eine Habachtstellung um seinem Herrchen oder Frauchen in jeder Sekund zu diensten zu sein, nichts dreht sich dabei um den Hund, dafür aber alles um den Hundeführer. Diese Art und Weise erzeugt Sklaven aber keine glücklichen Hunde.

Ich habe keine Sklaven, meine Hunde haben große Freiheiten und dürfen laufen, ohne permanent und schon gar nicht im Hinterkopf, auf mich achten zu müssen.

...........

Es ist in der Tat einfach wenn man mit dem Hund lebt, statt ihn dauernd kontrollieren zu wollen.

Ich habe auch keine *Sklaven* neben mir laufen!

Meine Hunde haben auch ein grosses Mass an Freiheiten, und dennoch verlange ich von ihnen, dass sie im gewissen Rahmen auf mich achten!

Wenn ich spazieren gehe, möchte ich nicht als ständig kommandogebendes Wesen durch die Pampa rennen, sondern wenn ICH stillschweigend die Richtung wechsele, haben meine Hunde mir zu folgen.

Hierzu gehört ein gewisses achten auf mich!

Ich praktiziere mit meinen Hunden auch ein *Miteinander*, aber auch hier gehört, meiner Umwelt zu liebe schon, auch ein gesundes Mittelmass an *Kontrolle* über meine Hunde!

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