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polar-chat.de  Der Hund
Flamelll

Ob die Zeit da ist, loszulassen ...??

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Hallo,

seit Wochen merke ich schon das meine älteste Hündin, Funny, so langsam aber sicher immer mehr abbaut. Sie ist jetzt ca.12,5 J. alt, was für einen Hund von Beagle-Größe doch eigentlich kein Alter sein sollte, oder?!

Es ist schlimm zuzusehen, wie eine imposante, starke Hündin jetzt wackelig und orientierungslos über die Wege trottet. Mein starker Begleiter seit nun mehr fast 13 Jahren...

Ja, diese Orientierungslosigkeit ist ihr Hauptproblem. Wir waren bereits bei zwei Tierärzten und beide sagen die Augen sind zwar leicht trübe, aber sie müsste noch sehen. Auch wenn wir eine Feder vor ihrem Kopf fallen lassen, reagiert sie sofort.

Ihr Gehör funktioniert noch tadellos und trotzdem kann sie sich nicht mehr orientieren.??

Sie läuft mit voller Wucht gegen unsere Türen und steht oft Minutenlang in einer Ecke und findet den Rückwärtsgang bzw. den Ausweg nicht mehr.

Dann steht sie da, lässt die Rute hängen und blickt traurig zu Boden - solange bis sie jemand findet und ihr hilft.

Eine permante Unruhe begleitet sie und lässt sie nur noch 4-6 Stunden am Tag+Nacht schlafen. Oft wandert sie dafür die ganze Nacht durch unsere Räume, verirrt sich, verletzt sich (z.b. durch einen Blumtopf den sie umwirft oder ein Kabel das in einer Ecke noch zu tief hängt).

Letzte Nacht bin ich 6mal aufgestanden, hab sie zurück in ihren Korb gesetzt und gewartet, bis sie sich wie in Zeitlupe, ganz langsam und vorsichtig hinsetzte und irgendwann wieder hinlegte.

Sie frisst noch und geht ein bisschen spazieren, hat ihre hellen Momente, vielleicht 2-3mal am Tag.

Ich glaube sie leidet und doch fühle ich mich wie ein Mörder, wenn ich an einschläfern denke...

ratlose und unendlich traurige Grüsse

Jessy

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Huhu Jessy,

ich drück dich mal!

Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, das ist die Liebe die wir unseren Tieren geben können.

Den Weg musst du mit deiner Hündin gehen, sie wird es dir zeigen wann der richtige Zeitpunkt ist. :kuss:

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Hi Jessy,

du wirst es spüren wenn es angebracht ist.

Funny wird es dir zeigen - wie es auch meine Jenny gemacht hat.

Hier noch ein wunderbares Buch zu diesem Thema

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41FR9A-WRoL._SL500_AA240_.jpg

lg

Monika

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Das buch kann ich auch sehr empfehlen.

Ich würde es mit Karsivan probieren, damit ist Tabs nochmal richtig aufgeblüht, er hatte auch mit Demenz zu kämpfen

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Hallo

ein schlimmes Thema, um das niemand von uns herum kommen wird.

Allerdings würde ich noch nicht so schnell ans einschläfern denken. Gibst Du ihr Karsivan?

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Meine Daisy ist inzwischen 15, sieht so gut wie nix mehr, hört fast nix mehr, trottelt durch die Gegend, pinkelt inzwischen rein, weil sie es nicht mehr richtig kontrollieren kann, schläft viel und bekam vor 4 Jahren vom Tierarzt prophezeit, dass sie höchstens noch 1 Jahr lebt. :kaffee:

Gut, sie ist alt, krank und gebrechlich und ich sehe auch ständig, dass sie mehr und mehr abbaut. Aber so lange sie keine Schmerzen hat und ich das Gefühl habe, sie genießt ihr Leben so gut es eben möglich ist, werde ich nichts unternehmen. Ich bin sicher, sie wird es mir sagen, wenn sie nicht mehr mag. Vielleicht schläft sie auch einfach irgendwann ein, wer weiß.

Vielleicht macht dir das etwas Mut. Aber die Entscheidung musst du selbst treffen. Die kann dir niemand abnehmen.

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Das hört sich sehr traurig an :(

Aber ich denke, solange sie keine Schmerzen hat und Du ihr hilfst und

sie den Tag, die Sonne und Schmuseeinheiten noch geniessen kann, ist

es noch nicht soweit.

Ich drück Dich mal :knuddel

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Hallo ,

das tut mir sehr leid , und auch unser Bobby hatte diese Probleme !

Karvisan hat ihm eine Weile geholfen .

Er war allerdings auch blind und taub .

Das ging etwa 1,5 Jahre so , dann hatte er (mit15 Jahren ) noch Krampfanfälle dazu .

Als er sich am 7. April so gar nicht davon erholen wollte , sagte unser Tierarzt , daß es besser sei ihn von seinen Leiden zu erlösen . Wir haben auch wirklich gemerkt , daß er nicht mehr wollte .

Ich lag die ganze Nacht vorher und den Tag über bei Ihm und dachte nur : Schlaf doch einfach ein mein Schatz !

Dann haben wir die schwere Entscheidung getroffen , und er ist ruhig und ohne Schmerzen eingeschlafen !

Ich halte Dir die Daumen , mit dem Wissen , daß es sehr schwer ist , und wünsche viel Kraft !!!

LG Birgit

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Ich kann Dich gut verstehen. Mit meiner Sandy (am 02.01.09 gestorben) hatte ich die gleichen Probleme. Durchblutungsmedis haben eine ganze Zeit noch gut geholfen.

Man merkt den Zeitpunkt wirklich, an dem der Hund nicht mehr will. An Sandys letzten Tag war mittags der Tierarzt bei uns und gab ihr Spritzen gegen das Wasser in der Lunge und ein Beruhigungsmittel. Sie hatte dann noch einige schöne Stunden, hat viel und ruhig geschlafen. Am Abend hat sie noch etwas von ihrem Lieblingsessen gegessen und ist dann friedlich auf dem Sofa gestorben. Wir waren bei ihr, haben sie gestreichelt und gehalten.

Wir mussten uns auch immer wieder mit dem Gedanken der Einschläferung beschäftigen. Gott sei dank durfte Sandy den Zeitpunkt selbst bestimmen. Das beruhigt mich auch jetzt noch und machte mir den Abschied etwas leichter.

Ich wünsche Dir, dass Ihr die richtige Entscheidung treffen werdet.

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Ach Jessy,

der Gedanke an diese Entscheidung quält einen immer wieder, wenn´s dem Hund nicht gut geht.

Aber Altwerden ist keine Krankheit.

Beobachte Dich mal selber( garantiert ohne vorwurfsvollen Unterton geschrieben - ich hab´s selber ja auch schon hinter mir!)

Wenn bei den Hunde-Senioren die Sinne schlechter werden, Ohren, Augen, wachsen die eh schon besser ausgeprägten Antennen für Stimmungen.

Wenn Du jetzt - wie ich´s mir auch oft nicht verkneifen konnte- Deinen mit Pipi in den Augen ansiehst... der merkt es!

Der merkt auch ein aufgesetztes Lächeln.

Und er versteht nicht, warum Du traurig bist - er empfindet seinen Zustand ja sicher nicht als unnormal.

Aber man kann´s ja auch nich abschalten.

Ich war bei unserem alten Jungen nur ganz sicher, daß sein trauriger Blick meistens von mir provoziert wurde.

Versuch doch das Karsivan mal, bei unserem hat es super geholfen und ihm wirklich noch eine schöne Zeit ermöglicht.

Meistens regelt sich der Tag/Nachtrhythmus damit auch wieder.

Fühl Dich mal ganz doll gedrückt.

Das sind so ziemlich die schwersten Entscheidungen im Leben...

LG, Ulrike

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