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Hundeforum Der Hund
Ullirieke

Gedanken steuern?

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Ich hatte mal eine Hundetrainerin, die meinte, dass wenn ich z.B. zu Milo Platz und Bleib sage, ich aber in Gedanken sehe, wie er wieder aufsteht, bräuchte ich mich zu wundern, wenn er tatsächlich aufsteht und nicht bleibt.

Wenn ich nun etwas mit meinen Hunden übe, kann ich aber meine Gedanken nicht wirklich zu 100 % passend steuern. Geht Milo z.B. zum Zaun und ich rufe ihn zurück, damit er nicht hindurch schlüpft und abhaut, stelle ich mir erst vor, wie er zurückkommt. Aber auf einmal denke ich, na, der wird doch wohl nicht doch abhauen?

Hat jemand von euch vielleicht einen Tipp für mich, wie man vermeiden kann, dass sich diese negativen Gedanken immer einschleichen? Ich bekomme das irgendwie nicht auf die Reihe. :wall:

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Hat jemand von euch vielleicht einen Tipp für mich, wie man vermeiden kann, dass sich diese negativen Gedanken immer einschleichen? Ich bekomme das irgendwie nicht auf die Reihe. :wall:

Denk mal ganz fest NICHT an einen Eisbären :D - geht nicht - das Gehirn "überliest" das Wort "nicht" immer.

Also falls du das Durchziehen willst, müsstest du dir immer positive Situationen vorstellen und das wird kaum gehen fürchte ich. Ist doch ganz natürlich, dass dein Gehirn mögliche Gefahren durchkalkuliert.

Interessantes Konzept - kannte ich gar nicht... bzw. nur im Zusammenhang mit Parkplatzsuche

LG

Stefanie

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Also erstens:

Es funktioniert wirklich ;)

Wenn mal was nicht klappt, hör ich quasi meine Stimme nochmal und bemerke, dass Unsicherheit mit klang :Oo

Und zweitens: Üben, üben, üben!

Vor dem Heimweg von Greten Venn hab ich gesagt:

"Ich werde keinen Stau haben - und das find ich richtig gut!"

Dann kam auf der Autobahn ein Polizeiauto mit Blaulicht an mir vorbei - und ich hab zu mir selbst gesagt: "Auch wenn da jetzt 100 Blaulichter kommen... Ich werde KEINEN Stau haben!" und ich hatte auf 5 Stunden Fahrt auch keinen :D

Das war nur ein Positiv-Beispiel von ganz vielen aus meinem Leben.

Die Negativ-Variante gibst auch :whistle

Die Frage ist nur, was man wirklich WILL - und das kann man sich dann herbei bekennen :yes:

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:D so funktioniert Tierkommunikation.

Aber ist echt schwer, sich quasi selber zu überlisten und das hinzubekommen. Ohne langeslanges Üben geht das kaum...

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Nennt sich Self fulfilling prophecy

Kann man bei Watzlawick nachlesen :D

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In einer Notsituation z.B "Hund will über Zaun springen" wird das nicht funktionieren :)

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Nee :D wahrscheinlich muss man ihm vorher schon gew. Situationen zeigen, die nicht okay sind...

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Vor dem Heimweg von Greten Venn hab ich gesagt:

"Ich werde keinen Stau haben - und das find ich richtig gut!"

Dann kam auf der Autobahn ein Polizeiauto mit Blaulicht an mir vorbei - und ich hab zu mir selbst gesagt: "Auch wenn da jetzt 100 Blaulichter kommen... Ich werde KEINEN Stau haben!" und ich hatte auf 5 Stunden Fahrt auch keinen :D

Na Du bist vielleicht ein Optimist :D

Ich würde ganz einfach sagen, Du hast Glück gehabt ;)

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Ich kann das nur bestätigen, ist nur wirklich nicht einfach, die Ängste und negativen Gedanken abzustellen :D

(Da könnte doch jemand Schlaues mal was zu erfinden)

Wichtig ist, soweit ich weiß, auch die Art wie du deine Gedanken formulierst. Also ehe du ihn z.B. vom Zaun abrufst:

NICHT: Er wird nicht durch den Zaun ausbüchsen

Sondern: Er kommt jetzt auf Ruf und ich kann ihn dafür belohnen

Hat wohl mit der Gehirntätigkeit zu tun, weil so ein Menschenhirn in Stress-Situationen nicht zwischen so minimalen Unterschieden wie "NICHT durch den Zaun" und "durch den Zaun" unterscheiden kann. Angeblich ist man so prinzipiell mal ruhiger.

Den Tipp hat mir eine befreundete Psychologie-Studentin gegeben, nur Problem ist halt, ohne Übung kriegt man das in Spontan-Situation sicher nicht hin.

Ich zumindest nicht immer :D

Aber hilft wirklich, wenn mans schafft es so durchzuziehen, hätte nicht gedacht, dass das so einen Einfluss hat :think:

GlG

Sarah

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Öhmmm - dazu brauchts aber kein Gedanken-Vodoo!

Wenn ich meinem Hund sage, er soll sitzen, kommt das natürlich nur dann selbstsicher aus mir heraus und bei ihm an, wenn ich sicher bin dass der Hund es in der Situation kann und tut.

Wenn ich Zweifel habe ob er es schaffen wird kommt das bei hochsensiblen Hundeohren wahrscheinlich irgendwie fragend/unsicher an - und dann machen sie's wohl nicht, wenn sie grad wichtigeres zu tun hanen. ;)

Ich hab das in Tinys Sitzlernphase auf weite Distanzen so gemacht, dass ich ihn nur dann ins Sitz gerufen habe wenn ich einigermaßen sicher sein konnte, dass er das jetzt auch fertigbringt, weil anfangs zB grad nicht viel Wild unterwegs ist, nicht gleich ein Radler um die Ecke schießt, ein fremder Hund angerannt kommt, er bereits zu weit weg ist usw. Auf so weite Entfernung (bis 100 Schritt damals) etwas zuzurufen war jedesmal sowas wie eine kleine Mutprobe, ein Sprung ins kalte Wasser - denn: es MUSSTE klappen, ich war sicher: wenn es einmal nicht klappt wird es immer ein wackliges Signal. Aber es HAT immer geklappt. Ich hab lang genug geprüft ob die Situation ok ist, hab mich innerlich sozusagen aufgepusht, hab mir dieses unsichtbare Band zwischen uns vorgestellt - und sowas macht anscheinend die Stimme sicher und überzeugt davon, dass das was man möchte auch wirklich gilt.

Und wenn man in sehr kleinen Schritten agiert, die oft genug geklappt haben hat man ja auch einen Grund, mit sicherer optimistischer Stimme eine Nuance mehr zu verlangen.

Unsicher wird man, wenn das Ergebnis unsicher ist. Und das ist unsicher, wenn etwas nicht solide einstudiert wurde und von Grund auf gut gelernt ist.

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