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Der Hund
Sukali

Einer der ärmsten Hunde der Weltgeschichte

Empfohlene Beiträge

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Hallo an alle, die sich wirklich mit Problemhunden auskennen,

habe seit dem 1. Mai eine ca. 7 Monate alte Hündin namens Maja (Dogge-Münsterländer).

Der Weg von ihrem alten zu Hause zum Neuen war schon ein Akt.

Sie hat Angst vorm Straßenverkehr,würde aber trotzdem orientierungslos über eine Hauptstraße laufen.

Habe sie von einem vornehmen Anwesen mit kleinem Bauernhof, aber ihr Leben war dort anscheinend nicht so vornehm, im Gegenteil. Sie war voller Schafsdreck, ungepflegt und extrem kopfscheu,was sich aber schon sehr gut gelegt hat.

Sie macht in die Wohnung,draußen steht sie so unter Stress,daß sie sich gar keine Zeit nimmt,etwas zu machen,sie ist nur aufmerksam und setzt sich teilweise dan hin, um alles zu beobachten, was um die rum geschieht.

Kurz vorm nach Hause-Weg fängt sie an zu ziehen,will in die Wohnung und es vergehen keine 5 Minuten, bis Maja schließlich kotet oder uriniert.

Wenn ich ihren Namen etwas energischer rufe, distanziert sie sich von mir,als würde sie denken "Gleich gibt's Schläge", klemmt den Schwanz ein, legt sich auf ihren Platz oder unterwerfend auf den Rücken.

Die Vorbesitzerin hat sie als 13 wochenalten Welpen abgegeben, sie aber angeblich nach einigen Monaten durch die Polizei wiederbekommen,weil man ihre Adresse beim Zwischenbesitzer fand.

Sie hätte Maja angeblich völlig verstört zurückbekommen, hat sich um ihre Kopfscheue aber anscheinend nicht gekümmert.

Was kann mit diesem Hund nur geschehen sein,daß wirklich vor ALLEM (außer Katzen) Angst hat. Ich werde sie auf keinen Fall abgeben, dafür habe ich sie nach einer Woche schon viel zu lieb!!!

Aber ich brauche wirklich ein paar gute und weiterhelfende Ratschläge.

Dankeschön an alle nützlichen Hilfen

Sukali :(:(

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Uff, wenn ich die Beschreibung so lese, fällt mir unser Tapsi ein.

Er kannte auch nichts, wäre auch blindlings in den Straßenverkehr gerannt, wäre er nicht permanent doppelt gesichert gewesen, wenn er sich erschreckte, und schottete sich von seiner Umwelt total ab.

Die Ratschläge hier im Forum helfen etwas weiter, aber persönliche Betreuung ist in einem solchen Fall besser. Such Dir einen guten Trainer oder Trainerin. Das und die Arbeit mit unserer Trainerin hat uns am meisten geholfen.

Ansonsten brauchst Du unendlich viel Geduld, viel Selbstbewusstsein.

Wir haben anfangs nur aus der Hand gefüttert, da er kein Hundefutter so nahm, gabs um ihm das schmackhaft zu machen gekochte Pute.

Du musst ihm zeigen, das jede Situation von Dir zu meistern ist und er Dir da vertrauen kann. Das braucht teils sehr lange.

Hat er Angst vor Menschen kannst Du, wenn er Dir vertraut, anfangen, ihn von ihm fremden Menschen füttern zu lassen. All solche Kleinigkeiten.

Ich wünsche Dir die Kraft, die Du brauchen wirst...

Noch etwas...nicht energisch rufen. Rufe fröhlich, spannend, mit immer freundlich fröhlicher Stimme. Das hilft gerade in der Anfangszeit.

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Hallo.

Ich finde es super, dass du dich um diesen armen Hund kümmerst. Meine Hündin ist auch sehr ängstlich und geht nicht gerne raus. Ich habe sie jetzt 1,5 Jahre und sie hat immernoch nicht so große Lust dazu.

Das wichtigste ist: Gib deinem Hund Zeit.

Zeit, sich einzugewöhnen, euch kenne zu lernen und vertrauen zu fassen.

Wie verhält sie sich denn dir gegenüber? Was hast du schon an Hundeerfahrung? Vielleicht kannst du dich ja mal in der Rubrik Sich besser kennen lernen vorstellen, damit es leichter ist, dir Tipps zu geben.

Hast du die Möglichkeit, zu einem Hundetrainer zu gehen? Ich denke, dass das sehr hilfreich ist. Ich konnte es leider bisher noch nicht, da meine Eltern Angst nicht als Problem ansehen, weil es angeblich keinen stört und sowieso nicht zu ändern ist.... :wall::wall::wall:

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Daß unser Besuch Maja mit Leckerlis begrüßt, gehört schon zur Etikette, jedoch ist von ihrer Seite absolute Distanz. Viel mehr Sorgen mache ich mir um Majas Stubenreinheit, weil sie auch schon auf's Bett meiner Tochter gepiselt hat, aber draußen zu sein ist für sie der blanke Horror und Unruhe. Aber ich bleibe mit ihr am Ball

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Daß unser Besuch Maja mit Leckerlis begrüßt, gehört schon zur Etikette, jedoch ist von ihrer Seite absolute Distanz. Viel mehr Sorgen mache ich mir um Majas Stubenreinheit, weil sie auch schon auf's Bett meiner Tochter gepiselt hat, aber draußen zu sein ist für sie der blanke Horror und Unruhe. Aber ich bleibe mit ihr am Ball

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Ich würde den Hund vielleicht am Anfang erstmal einfach sein lassen, wie er will. Ich meine in Bezug auf andere Menschen. Ich würde ihn einfach schauen lassen und noch nicht direkt auf ihn zugehen, bis er von selbst kommt. Dann natürlich mit Leckerchen, nur wieder nicht zu überschwänglich. Habt ihr einen Garten?

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Eigentlich habe ich mit Hundeerziehung nie Probleme gehabt, denn vor 7 Jahren habe ich zwei Welpen (Dobermanngeschwister) besessen und das waren wirklich zwei Vorzeigehunde, die zu dem auch noch superlustige Charaktere hatten. Bin mir aber 101% sicher, daß auch in Maja ein ganz toller Charakter steckt. Momentan bin ich ihre Nr. 1 und mit meinen 3 Kindern kommt sie auch klar und ist freundlich zu ihnen.Nur vor meinem Freund hat sie Bammel und allg. vor Männern. Nicht nur Menschen können seelisch gezeichnet sein, daß habe ich seit 8 Tagen begriffen, dennoch weiß ich, daß ich sie nicht bemitleiden darf und das fällt mir sehr schwer.

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Sukali, wir lebten vorher immer mit Hunden zusammen. Dennoch sind Angsthunde etwas anderes.

Stubenreinheit, damit hatten wir nie Probleme. Da würde ich vielleicht den Garten empfehlen, falls Du einen hast. Wobei unsere Mäuse im eigenen Garten nie was machen würden....

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Mit einem Garten kann ich leider nicht dienen, habe aber direkt neben dem Haus Wiese und zahlreiche Gebüsche, nur da hört sie wieder den Verkehr und kann sich mal wieder nicht gehen lassen, sitzt dann meistens im Gebüsch und beobachtet alles. Jeder Passant wird bespitzelt, als würde sie denken:,, Das ist der Jenige, der mir gleich was antun wird. Ich weiß nicht, was Maja alles durchgemacht hat, denn der Vorbesitzerin kann ich absolut kein Vertrauen schenken. Dennoch geht mir das Herz auf, wenn sie mich ab und an unzwischen freundlich, manchmal sogar dankend anwedelt.

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Also liegt es am Verkehr, wenn sie nicht draußen macht? Oder wart ihr auch schon in Gegenden, wo man nichts hört?

Ich denke, dass Problem wird nicht anders zu lösen sein als mit der Zeit. Ich weiß nicht, vielleicht solltet ihr sogar drin ein Katzenklo einrichten, auf dem sie sich lösen kann, denn es ist ja nichts, wenn sie immer die Wohnung beschmutzt. Natürlich nur so lange, bis sie sich auch draußen traut. Es liegt ja wohl hauptsächlich an der Angst.

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