Jump to content
polar-chat.de  Der Hund
gast

Massiver Stress beim Alleine sein

Empfohlene Beiträge

Hallo liebes Forum,

dass soll kein "wie kann mein Hund alleine bleiben" Thread werden - dass Problem ist wesentlich tiefer und es soll eine allgemeine Fragestellung formuliert werden, aufgrund der ich hoffe, einige Antworten zu finden.

Es geht nicht um meinen Hund, es geht um den Hund einer Freundin, mit der ich zusammen lebe.

Meinem Rueden habe ich das alleine bleiben beigebracht und wir sind auch nicht uninformiert oder hundeunerfahren, was jedoch keine Lösung des Problems ist, denn bei dieser Problematik sind wir am scheitern.

Zur Vorgeschichte : Ole ist mit sechs Wochen von seinem Wurf weggekommen und in hundeunerfahrenen Händen gelandet - d.h. alleine sein hat er nicht schrittweise gelernt, sondern wurde als Welpe einfach alleine gelassen. Als er größer wurde und das jaulen extremer, hat man ihn einfach nicht mehr alleine gelassen.

Zu 50% steckt Border Collie in Ole - er fährt total schnell hoch, ob man die Leine in die Hand nimmt oder ob man ihn kurz vorm Bäcker anbindet - er befindet sich dann in einer Art "Wahn" - wo er auch schwer anzusprechen ist bzw. gar nicht.

Es hat jetzt ein halbes Jahr gedauert, bis er mit mir und meinem Hund alleine stressfrei sein kann, ohne vor der Tuer zu liegen, zu jaulen oder zu buddeln.

Er kommt an keinen Punkt - wo er "aufgibt" - da es an der Situation ja nichts zu ändern gibt - sondern er steigert sich spiralförmig immer mehr hinein.

Jaulen, Heulen und buddeln - fast schon stereotyp und ist extrem gestresst.

Am Freitagabend haben wir beide mal im Auto gelassen ( wegen der Nachbarn ) und weil wir dachten, vielleicht klappt ja Auto besser.

Ole war komplett durchgeschwitzt, hat einen Napf leergetrunken und die Verkleidung im Auto "abgebuddelt" - also selbst die Nähe meines Hundes scheint ihn nicht zu beruhigen, die Frage ist - ob ihn ueberhaupt etwas beruhigen kann.

Meiner Meinung nach, hat er ein Trauma von der fruehen Trennung des Wurfes, kein Urvertrauen und die Vorbesitzer haben es negativ unterstuetzt - indem sie ihn einfach alleine ließen.

Er hat keine Frustrationstoleranz - man hat das Gefuehl, er "denkt wirklich" - dass ist das Ende und ich werde sterben.

Meine Frage ist die - vielleicht auch an die Hundetrainer unter Euch - wie kann man dem Hund den Stress nehmen und kann man ueberhaupt gegen ein Trauma angehen bzw dieses ritualisierte Verhalten durchbrechen ?

Danke, fuer Antworten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oh je, das hört sich nach einem schweren Problem an. Da ist Euch mit ein paar

Ratschlägen aus einem Forum wohl kaum geholfen :(

Ich würde einen guten Hundepsychologen nach Hause bestellen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, ein massives Problem, dass stimmt. Ich hatte gehofft, dass es eventuell Leute gibt, die Erfahrung mit fehlender Prägung, Unsicherheit und absoluter Verlustangst, zu tun hatten und ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben können.

Mitunter hatte ich auch gehofft, dass ein Hundetrainer eventuell seine Erfahrungswerte und sein Wissen mitteilt bezueglich unserer Problematik.

Eine Hundetrainerin hat mit Spruehhalsband gearbeitet - dass "vermeidet" jaulen - aber es nimmt ihm nicht den Stress und verstärkt den Stress, da es verunsichert und deswegen wollen wir das nicht mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

*schieb....

guter rat gefragt..... bei einer doch sehr problematischen fragestellung....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Grüße,

du wirst dich wundern, aber ich komme als erstes auf etwas ganz anderes.

Mal daran gedacht, dass der Hund allergisch auf Getreide reagiert? Und oder mal die Schilddrüse untersuchen lassen?

Bei einem Hund, der so extrem aufgeputscht ist und dies in verschiedenen Situationen sollte man auch soetwas in Betracht ziehen.

Ansonsten einen guten Trainer suchen, der sich die Sache vor Ort anschaut

gruß

sabine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du hast nicht zufällig die letzte Folge Rütter gesehen?

Da war ein Hund, der konnte auch nicht alleinesein. Er hat gekläfft, was das Zeug hält. Supernervig, aber der hatte wirklich die totale Panik und Superstress. Er war glaube so 5 und hatte nie gelernt, alleine zu sein. Bei dem sollten die Besitzer xmal am Tag für ca 1 minute rausgehen und wiederkommen. Und das langsam steigern. Und wenn es mal bei 1/2 h alleine sein können ist, dann wäre der "Knackpunkt" quasi erreicht. Ich kann Dir nicht sagen, ob das was hilft, und in Deinem Fall würde ich mir auch Hilfe holen, denn der arme Kerl leidet ja wirklich. Bei den TVbesitzern kam nix bei rum, die waren nämlich letztlich doch zu faul zum Üben... :Oo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.