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polar-chat.de  Der Hund
Torfi

Schutztrieb mal nützlich?!

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Ein geretteter Beitrag, vor dem reset des Forums.

Torfi

(Rettungshund)

Hallo ihr Lieben!

Bin im Moment ein wenig am Grübeln über die "Unarten" die unsere Hunde so haben...

Folgendes:

Ich war am Wochenende mit Freundinnen abends einen Heben in der Innenstadt. Ich (glücklicherweise) meine Maus dabei. War ein lustiger Abend, nach Auflösung der Runde bin ich, allein, zum Parkplatz gegangen. Parkplätze sind bei uns immer rar und ich hatte am frühen Abend nur einen in der hintersten Ecke bei der Berufsschule gefunden.

Nachts sehr dunkel und "heimelig". Naja, Beine in die Hand und so schnell wie möglich zum Auto, dachte ich.

Da kam mir ein Rudel, bestehend aus drei jungen Herren ausländischer Herkunft, entgegen. (Ich tippe auf Türkei) Bevor jemand schreit, nein ich habe nichts gegen Ausländer, waren nur eben welche.

Die "Herren" kamen auf uns zu und liessen sich dabei über, mhm... über die Vorzüge meiner sekundären Geschlechtsmerkmale aus. Dann versuchte man(n) mich zu überzeugen mich ihnen doch den Rest des Abends anzuschliessen.

Dies musste ich leider abschlägig bescheiden. Ich habe mich tatsächlich bemüht höflich zu bleiben :Oo

Die Maus stand derweil mustergültig neben mir und hat die Typen nur misstrauisch beäugt.

Nun die Diskussion ging weiter und plötzlich packt mich einer der Typen am Arm und versucht mich irgendwie an sich ran zu ziehen. *BAH*

Ich war total perplex, aber Gila ist durchgestartet! Sie ist laut bellend und zähnefletschend gegen den Kerl gesprungen, hat ihn aber (glücklicherweise, nachher hätten die MICH noch angezeigt :Oo ) nur an der Jacke erwischt.

SO hab ich meinen Hund noch nie gesehen, echt nicht, also ich hätte Angst bekommen :D

Der Meinung war der Kerl dann wohl auch (ein paar Gehirnzellen scheinen also noch zu funktionieren) meinte irgendwas von wegen: "Boah nee der Hund da is ja gefährlich" und die haben sich dann vom Acker gemacht.

Ich zitternd zum Auto, Hund rein. Ich musste erstmal drei Zigaretten rauchen, ehe ich los fahren konnte.

Da mache ich mir nun schon so lange Gedanken über den Schutztrieb meines Hundes und muss dann feststellen, dass es wohl Situationen gibt, in denen ich froh sein sollte, dass sie den hat.

:think:

Meint ihr, der Vorfall hat uns erziehungstechnisch zurückgeworfen? Oder kann sie unterscheiden, wann sie schützen soll und wann nicht, also zwischen "Ernstfall" und harmlosem Passant?

Ich frage, weil wir das grade "am in den Griff bekommen" sind. Muss ich nun wieder von Vorn anfangen?

GlG

Sarah

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cookie

(Sporthund)

Hi,

eventuell hat es euch etwas zurückgeworfen.

Aber Sinn und Zweck eines Schutztriebes ist es ja, das Rudel zu beschützen. Bei unseren Hunden ist es halt so, dass sie vom Rudelanführer zur Verteidigung ein Signal bekommen bzw. auf Hilflosigkeit reagieren - zumindest dann, wenn das Zugehörigkeitsgefühl vorhanden ist. Das Schwierige bei der Erziehung ist halt, dem Hund zu vermitteln, das ist eine Situation wo ich als Mensch das mache. Eventuell braucht sie da jetzt nochmal "Nachhilfe".

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Chubais

(Rudelführer)

Von vorne anfangen womit? Ist sie unkontrolliert auf Menschen los gegangen ?

Ich habe Hunde mit und ohne Schutztrieb, das ist eben so. Ich käme nicht auf die Idee das als "Unart" zu sehen. Jagdhunde haben Jagdtrieb, Gebrauchshunde eben Schutztrieb.

Sicherlich mit einem Hund mit Schutztrieb macht man bestimmte Dinge einfach nicht so unbesorgt, wie mit einem ohne.

Ich öffne sicher nicht den Kofferraum, wenn Schäferlein darin tobt, weil irgendein Depp meint er müsse am Auto herum hampeln...

Im dunkeln gehe immer ich zuerst um Kurven. Alles so Kleinigkeiten eben.

Dabei ist meine Schäferin eine ganz liebe trotzdem sie hat Schutztrieb und, wenn nötig merkt man das auch. das ist einfach etwas, das ich bedenke, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin. Genauso, wie ich bedenke das meine Windigen nunmal Jäger sind. Die Leine ich ja auch nicht ab, wenn Wild vor der Nase steht.

Ich weiß nicht, wie es bei deinem Hund ist. Meine kann sehr gut unterscheiden ob uns gut oder böse gegenüber steht. Sie merken es am verhalten des Gegenübers, an unserem und deren Geruch.

Und ich finde das dein Hund in der Situation sehr adäquat reagiert hat. Der ist ja erst nach vorn als du direkt angegriffen wurdest und es war wohl auch eher ein Warnschnapper. Hätte er den Kerle wirklich erwischen wollen, wäre ihm das sicher gelungen ;)

Gruß Iris

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Torfi

(Rettungshund)

Schonmal danke ihr Beiden!

Bei unseren Hunden ist es halt so, dass sie vom Rudelanführer zur Verteidigung ein Signal bekommen bzw. auf Hilflosigkeit reagieren - zumindest dann, wenn das Zugehörigkeitsgefühl vorhanden ist. Das Schwierige bei der Erziehung ist halt, dem Hund zu vermitteln, das ist eine Situation wo ich als Mensch das mache. Eventuell braucht sie da jetzt nochmal "Nachhilfe".

Ich vermute mal, dass meine Schockreatkion sie in dem Fall dazu bewogen hat zu reagieren?!

Ich werde in den nächsten Wochen vermehrt darauf achten, ob sie jetzt in best. Situationen überzogen reagiert. Vllt. kann Michael uns da bei unserem Termin auch etwas helfen.

Von vorne anfangen womit? Ist sie unkontrolliert auf Menschen los gegangen ?

Ich habe Hunde mit und ohne Schutztrieb, das ist eben so. Ich käme nicht auf die Idee das als "Unart" zu sehen. Jagdhunde haben Jagdtrieb, Gebrauchshunde eben Schutztrieb.

Nein so dramatisch war es nicht. :) Sie hat nur, grade im Dunkeln, oft auf Männer reagiert, die dicht an uns vorbeigegangen sind. Oder hat z.B. einen Bekannten "bedroht", als der mich aus Spaß festgehalten hat. Aber sie hat stets nur gedroht, nie gebissen, deshalb meine Sorge.

Mit Unart meinte ich Verhaltensweisen, die Mensch gerne abmildern würde, deshalb die Anführungszeichen :)

Ich weiß nicht, wie es bei deinem Hund ist. Meine kann sehr gut unterscheiden ob uns gut oder böse gegenüber steht. Sie merken es am verhalten des Gegenübers, an unserem und deren Geruch.

Und ich finde das dein Hund in der Situation sehr adäquat reagiert hat. Der ist ja erst nach vorn als du direkt angegriffen wurdest und es war wohl auch eher ein Warnschnapper. Hätte er den Kerle wirklich erwischen wollen, wäre ihm das sicher gelungen

Mhm also früher konnte sie es eher nicht, mittlerweile habe ich schon den Eindruck, habe nur Angst vor einem "Rückfall".

Da hast du wohl Recht, wenn sie ihn hätte beissen wollen, hätte sie es vermutlich geschafft, schnell genug ist sie definitiv :) . Von der Seite habe ich das noch gar nicht gesehen! Und ich war ihr in dem Moment auch "dankbar".

GlG

Sarah

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Junkersfrau

(Rettungshund)

Hallo,

ich würde mir ähnliche Gedanken machen, wie du auch. Als Ersthundehalterin habe ich da leider keinen Tip für dich und auch keine Erfahrung...

Habe aber schon oft darüber nachgedacht, wie Blaze wohl im Falle des Falles reagiert.

Ich an deiner Stelle wäre quasi gewarnt, würde in solchen Situationen gut auf meinen Hund achten und den Menschen, der mich so auf diese Art und Weise anspricht, auch ggf. warnen.

Andrerseits wäre es auch beruhigend für mich, zu wissen, dass Blaze mich im Ernstfall beschützt und kein Fersengeld gibt.

Weil der Schaden und die Konsequenzen jedoch nicht unbeträchtlich sein können, wäre ich echt vorsichtig.

Gestern Abend ist uns folgendes passiert: wir (mein Mann, Blaze und ich) waren zur letzten Runde im Park unterwegs, Blaze angeleint. Ein uns bekannter Hund mit Herrchen kam offline entgegen, ich habe Blaze dann auch abgeleint (war sonst keiner mehr unterwegs).

Bei bisherigen Begegnungen haben sich die Hunde beschnüffelt und dann weitgehend ignoriert.

Gestern war es anders. Stefan und ich saßen auf einer Bank, der andere Herr stand, und die Hunde um uns herum. Im wahrsten Sinne des Wortes: sowohl Blaze alsauch der andere Hund rannten immer um die Bank herum, Blaze mit einer Bürste und knurrend. Blaze hat den anderen eher gejagt als spielerisch verfolgt.

Wollte er uns beschützen? Oder nur vermeiden, dass der andere Hund an "unsere" Bank kommt?

Wir Menschen beendetet das Gespräch dann sowieso, ergab sich halt, und sind in entgegengesetzte Richutng weiter.

Dein Beitrag paßt also ziemlich zu dem, was mich im Moment beschäftigt. Weil BLaze aus dem Tierheim kommt, weiß ich auch nicht, ob er auf dem HuPla "gearbeitet" wurde, mit Beißarm und so...

Dir wünsche ich weiterhin gefahrloses nach Hause kommen, wenn du nächtens unterwegs bist.

Und paßt auf euch auf ;)

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Chubais

(Rudelführer)

Nein so dramatisch war es nicht. Sie hat nur, grade im Dunkeln, oft auf Männer reagiert, die dicht an uns vorbeigegangen sind. Oder hat z.B. einen Bekannten "bedroht", als der mich aus Spaß festgehalten hat. Aber sie hat stets nur gedroht, nie gebissen, deshalb meine Sorge.

Mit Unart meinte ich Verhaltensweisen, die Mensch gerne abmildern würde, deshalb die Anführungszeichen .

Ja schau das ist so das klassische Verhalten eines Hundes mit Schutztrieb, Bei den Weimaranern auch Mannschärfe genannt, weil die Hunde oft auf Männer stärker reagieren als auf Frauen oder Kinder.

Gerade im dunkeln macht sich das bemerkbar, bei Menschen die Alkohol getrunken haben oder sich seltsam bewegen. Das ist einfach etwas, worauf man achten muß und wenn man das tut, weiß man auch das der Hund nun reagieren könnte und man kann ihn z.B. hinter sich nehmen, dann schützt er auch nicht. Wer vorne läuft schützt das Rudel.

Und mit der Zeit, wenn man das tut merkt der Hund auch, das er nicht immer reagieren muß und wird gelassener.

Das sie auf deinen Bekannten reagiert hat ist auch etwas, das vorkommt. Ich muß meinem Hund entweder vorher schon signalisieren, das seine Hilfe gerade nicht gebraucht wird z.B. in dem ich ihn nach hinten weg ablege. Oder ich übe so etwas geziehlt mit ihm. Das ich wirklich ganz bewußt mit jemandem herum albere, aber immer ein Auge auf den Hund habe um ihn sofort einbremsen zu können. Sie lernen mit der Zeit dazu und werden auch gelassener.

Und du kannst ruhig davon ausgehen, das dein Hund seine Zähne sehr bewußt einsetzt. Sie wissen schon wie fest sie zufassen müssen und wohin um zu verletzen, wenn sie das wirklich wollen ;)

Gruß Iris

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cookie

(Sporthund)

Mitglied seit: 29.11.08

Beiträge: 509

Wohnort: Oberhelfenschwil

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Jo das kann ich für Sammy nur bestätigen, dass er genau weiß, wann wer verbellt werden muss und wann nicht. So geht er im Dunkeln an zig Leuten vorbei; aber ist ihm einer unheimlich, dann werde ich früh genug gewarnt, um zu reagieren. Ich vertrau ihm in dem Punkt dann bedingungslos. Soll nicht heißen, dass ich ihn auf die Menschen dann losgehen lasse, sondern viel mehr, dass ich seine Warnung sehr ernst nehme und dementsprechend reagiere. Der Hund wird auf die abgelegene Seite genommen, aber meine Körpersprache sagt dem anderen Menschen "sprich mich nicht an" (ich schaue gerade aus und grüße nicht); oder was auch schon vorgekommen ist, dass ich dann mit dem Hund die Straßenseite wechsle. Aber ich würde definitiv nicht den Anderen warnen, meine Körpersprache signalisiert eh schon, sprich mich nicht an. Der Hund ist kurz gehalten und knurrt nur. Wenn der andere dann meint mich anpacken zu können: selbst schuld.

Aber das funktioniert nur, wenn der Hund schon weiß, Frauchen regelt das im Prinzip schon, ich bin für den Notfall da. Wenn ein Hund jeden als potentiellen Angreifer sieht, würde ich auch daran arbeiten, den Schutztrieb einzudämmen.

Wir hatten auch mal eine schöne Geschichte zum Thema Schutztrieb:

Als mein Mann und ich unsere inoffizielle Zeit noch hatten, haben wir uns immer in einem Park getroffen, Sammy war mit dabei. Nun muss ich sagen, dass Sammy eine Schmusebacke und zu Menschen meist freundlich ist.

An einem Abend waren wir nicht so aufmerksam was unser Umfeld angeht, wir haben ausgiebig geknutscht :D . Plötzlich fängt Sammy an ganz dunkel und gefährlich an zu knurren. So knurren habe ich ihn bis heute (das ist immerhin 4 Jahre her) nie wieder gehört, was folgte war ein Rascheln im Gebüsch. Kurze Zeit später saßen wir auf einer Bank in dem Park und unterhielten uns, als ein Mann (Hut und Mantel) an uns vorbei ging. Sammy hat wieder gewarnt. Rofl an Hand der Reaktion des Mannes (der ist fast zwischen die Bäume auf der anderen Seite des Weges gesprungen) konnten wir genau absehen, dass das wohl "unser" Spanner war.

lg Tanja

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Torfi

(Rettungshund)

Mitglied seit: 09.04.09

Beiträge: 199

Wohnort: Nähe Trier

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Dein Beitrag paßt also ziemlich zu dem, was mich im Moment beschäftigt. Weil BLaze aus dem Tierheim kommt, weiß ich auch nicht, ob er auf dem HuPla "gearbeitet" wurde, mit Beißarm und so...

Dir wünsche ich weiterhin gefahrloses nach Hause kommen, wenn du nächtens unterwegs bist.

Und paßt auf euch auf ;)

Wenn man nur immer wüsste, wies in der Vergangenheit ausgesehen hat, dann könnte man besser reagieren.

Ich dank dir :kuss: Aber du siehst ja, wenn ich nicht ordentlich aufpasse, machts mein besseres Ich ;)

Gerade im dunkeln macht sich das bemerkbar, bei Menschen die Alkohol getrunken haben oder sich seltsam bewegen. Das ist einfach etwas, worauf man achten muß und wenn man das tut, weiß man auch das der Hund nun reagieren könnte und man kann ihn z.B. hinter sich nehmen, dann schützt er auch nicht. Wer vorne läuft schützt das Rudel.

Und mit der Zeit, wenn man das tut merkt der Hund auch, das er nicht immer reagieren muß und wird gelassener.

Das sie auf deinen Bekannten reagiert hat ist auch etwas, das vorkommt. Ich muß meinem Hund entweder vorher schon signalisieren, das seine Hilfe gerade nicht gebraucht wird z.B. in dem ich ihn nach hinten weg ablege. Oder ich übe so etwas geziehlt mit ihm. Das ich wirklich ganz bewußt mit jemandem herum albere, aber immer ein Auge auf den Hund habe um ihn sofort einbremsen zu können. Sie lernen mit der Zeit dazu und werden auch gelassener.

Danke für die Tipps, werde versuchen sie vor Allem im Dunkeln hinter mir zu führen. Vllt. bekomme ich ja auch noch ein paar männliche Bekannte zum Üben motiviert.

Das mit dem gelassen sein ist ja immer mein großes Thema ;)

Interessant finde ich ja, dass es scheints nicht unüblich ist, dass Hunde gezielt auf Männer reagieren und vor allem nachts?!

Das sie nachts aufmerksamer sind ist ja irgendwie logisch, aber warum die Reaktion auf Männer? Ich hatte immer auf negative Erfahrungen getippt.

@cookie Ihr habt einen Privatsphären-Schutzhund :klatsch:

Hat er gut gemacht!

GlG

Sarah

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border-speed

(Rudelführer)

Mitglied seit: 03.10.08

Beiträge: 1750

Wohnort: Schwanewede

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Ich finde das der Hund nur seinen natürlichen Schutztrieb ausgelebt hat und ich weiß nicht wo jetzt das Problem sein soll. Er hat gemerkt, das du in der Situation relativ hilflos warst und sich in meinen Augen nur normal verhalten.

Border haben wenig Schutztrieb, aber wenns draußen dunkel ist und mir irgendwas unheimlich ist dann sind sie auch sehr wachsam und passen auf.

Ich an deiner Stelle, wäre froh das die Situation so glimplich ausgegangen ist. Natürlich soll man den Hund nicht den eigenen Job machen lassen, aber in dem Falle würde ich es als gelungene Unterstützung sehen ;)

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LG Tina und die beiden Chaos Border und Sunny im Herzen

http://picasaweb.google.de/borderspeed/MeinBorderCollie#

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Manne

(Hütehund)

Mitglied seit: 25.02.09

Beiträge: 911

Wohnort: Stromberg

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Unsere Madame hat da eher einen territorialen Schutztrieb.

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Chubais

(Rudelführer)

Mitglied seit: 12.06.07

Beiträge: 1484

Wohnort: Velbert

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Tja warum auf Männer? Wahrscheinlich liegt es an deren Auftreten. Ein Mann bewegt sich anders als eine Frau, die Stimme ist tiefer, der Geruch ein anderer.

Vllt ist das aber auch über die Gernerationen in unsere Hunde rein gezüchtet worden. Weil, es einfach fast immer Männer sind von denen übles droht. Zumindest, wenn es sich um Angelegenheiten handelt, wo der Hund zum Schutz dient.

Wer bricht ein? Wer ist der Wilddieb? Wer überfällt einen Nachts? Es sind oft Männer und waren es auch Früher schon. Womöglich entstand es dadurch unabsichtliche/absichtliche Zuchtauslese, auf die Hunde die eben auf Männer reagieren.

Gruß Iris

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Lache nicht über einen Hund, der einen Schritt zurück geht, er könnte Anlauf nehmen ....

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meiwa

(Sporthund)

Mitglied seit: 17.07.08

Beiträge: 635

Wohnort: Rhein-Erftkreis

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geändert von: meiwa - Heute, 14:20:39

Bei uns war es früher auch so, dass Iva gegen alles und jeden massiv vorgehen wollte. Mittlerweile hat sie gelernt, dass die meisten Menschen harmlos sind.

Trotzdem, wie Iris auch schon schrieb, kann ich mit ihr noch lang nicht all das machen, was ich mit dem Michel kann. Das ist eben einfach so bei einem Hund mit Schutztrieb.

Natürlich soll es nicht Ziel der Privathundehaltung sein, sich von seinem Hund schützen lassen zu müssen. Immerhin bin ich für den Hund verantwortlich und nicht er für mich. Und eigentlich möchte ich Iva und auch mir Situationen ersparen, in denen ich hilfslos wirke und sie das Gefühl hat, aktiv werden zu müssen. Dennoch gab es schon Situationen, in denen ich mich durch Iva´s Anwesenheit einfach ruhiger gefühlt habe.

Weihnachten vor 2 Jahren bin ich gegen 18.00 Uhr mit den Hunden raus (auf eine unbeleuchtete Wiese, Iva offline, Michel online) und höre einen anderen Hund fürchterlich weinen. Ich bin dem Geschrei nachgegangen und stieß auf einen Mann, der auf seinen vielleicht 4 Monate alten Hund einprügelte.

Sowas geht ja gar nicht und das hab ich dem auch unmissverständlich klargemacht. Nachdem er mir wiederholt vergeblich den Mund verboten und mir gedroht hat, ließ er von dem Hund ab und kam schnellen Schrittes auf mich zu, indem offenkundigen Vorhaben, mich mit einem tätlichen Angriff zum Schweigen zu bringen oder zur Flucht zu bewegen. Da ich eine recht zierliche Person bin, wurde mir ganz schnell gaaaanz anders ........ :(

Ihm wurde es auch ganz anders, als Iva ihm ihrerseits unmissverständlich klarmachte, was sie von solchen Attacken gegen mich hält.

Im Nachhinein hab ich festgestellt, dass ich mich durch ihre Anwesenheit im Vorteil gefühlt habe und habe mich lange gefragt, ob ich leichtfertig meinen Hund als "Leibwächter" missbraucht habe.

Sicherlich hab ich meinen Hund in eine Situation gebracht, die ich eigentlich hätte vermeiden sollen. Trotzdem, sie hat nach meiner Meinung richtig reagiert und war trotz ihrer Erregtheit kontrollierbar. Sie ließ auf meinen Zuruf sofort wieder von dem Mann ab.

Und einen Schaden hat sie auch nicht davon getragen. Nach wie vor stuft sie die meisten Menschen als harmlos ein, wenn sie sich mal nicht ganz sicher ist, gibt es ein kurzes Zeichen von mir und gut ist. ;)

Edit: wenn Du auch in Zukunft cool und gelassen bleibst, wird Dein Hund keinen Handlungsbedarf sehen, wo keiner ist. Den Schutztrieb sollte man jedoch nicht vergessen und dem Hund dementsprechend klarmachen, dass Du eventuelle Konfrontationen ganz gut selbst meistern kannst. Kannst Du das mal nicht - wie an dem besagten Abend - wird er es von allein merken und eingreifen. In meinen Augen hat der Hund alles richtig gemacht.

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Das Schönste an einem Hund: Mit ihm kannst Du ohne Scham herumalbern, und er wird niemals auf Dich herabblicken, im Gegenteil, er wird mitmachen.

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border-speed

(Rudelführer)

Mitglied seit: 03.10.08

Beiträge: 1750

Wohnort: Schwanewede

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Vor ca. 10 Jahren ging ich auch abends durch einen kaum beleuchteten Park nach Hause. Ich hatte meine Schäfi Maus dabei und war guter Dinge, als plötzlich ein Typ vor mir stand. Er fing an mich verbal anzugreifen und lies einige Obszönitäten los.

Ich muß dazu sagen, das meine Schäfihündin damals die Schutzhund 1 hatte.

Als der Typ immer zudringlicher wurde und auch noch nach mir griff, habe ich ihr damals das Kommando gegeben und sie hing ihm am Arm. Ich konnte mich befreien und zusammen sind wir dann durchgestartet.

Und ich gebe auch heute noch ehrlich zu, ich war froh das mein Hund damals auf Kommando zugepackt hat.

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LG Tina und die beiden Chaos Border und Sunny im Herzen

http://picasaweb.google.de/borderspeed/MeinBorderCollie#

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Chubais

(Rudelführer)

Mitglied seit: 12.06.07

Beiträge: 1484

Wohnort: Velbert

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Kannst Du das mal nicht - wie an dem besagten Abend - wird er es von allein merken und eingreifen. In meinen Augen hat der Hund alles richtig gemacht.

Joop, es geht nicht darum sich wie Graf Kox breitbeinig durch die Welt zu bewegen nur weil man einen Hund mit Schutztrieb hat. Eher im Gegenteil. Genau deshalb behneme ich mich eher Rücksichtsvoll und zeige meinem Hund, das er gar nicht immer aufpassen braucht.

Wenn es nötig ist, wird er es tun. Das muß man nicht üben und nicht testen, das ist einfach so.

Gruß Iris

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Lache nicht über einen Hund, der einen Schritt zurück geht, er könnte Anlauf nehmen ....

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