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Hundeforum Der Hund
Schnieps

Gedanken zu Gedanken über Hunde, Halter und Hundehalter ...

Empfohlene Beiträge

Ein nachdenkliches Hallo an alle!

Manchmal habe ich den Eindruck, je mehr ich lese, desto mehr mache ich falsch.......da hatte ich fast 15 Jahre einen Hund und wir waren glücklich und alles schien viel einfacher und unkomplizierter zu sein!? Da habe ich mich nicht belesen.....

Jetzt habe ich wieder einen Hund und alles scheint sooo kompliziert.....hier ein Buch, da eine Zeitschrift, dort ein Forum und manchmal ist die einzige Gemeinsamkeit, daß es eben irgendwie um Hunde geht.

Ich bin immer noch bei der Meinungsbildung, aber es kristallisiert sich einiges heraus.

Es gibt sehr viele verschiedene Hundetypen, die genausoviele verschiedene Ansprüche an ihre Erziehung und Ausbildung stellen. Auch innerhalb einer Rasse. Die "Schäferhundgruppe" scheint gerne nach vorne zu prollen, wenn sie ihre "Herde" bedroht sieht, auch wenn die Aggression nicht in einem tätlichen Angriff endet. Sie erfüllt ihren Zweck: Einschüchterung des "Gegners". Die "Jagdhundegruppe" befindet sich im Rausch der Gerüche jenseits von Gut und Böse, so daß ihr im Jagdfieber nicht mehr beizukommen ist. Nur mal zwei Beispiele und dann noch viele andere und aus allen jeglich denkbare Mischung.

Wenn ich mir nun einen Hund anschaffe, dessen Vorgeschichte ich genau kenne und seine Rasse auch, kann ich grob einschätzen, was auf mich zukommen könnte....oder auch nicht. Der Rest liegt beim Hund. Und beim Halter. Und beim Hunderhalter.

Der Hund ist Hund und bringt bestimmte Anlagen und Begabungen mit.

Der Halter ist Mensch und bringt seine Vorgeschichte, seine Anlagen und Begabungen mit.

Der Hundehalter ist ein Mensch mit Hund und beide bringen oben genanntes mit.

Wie geht das jetzt zusammen??

1. Jeder, der einen Hund hat, sollte sich mit dem Wesen des Hundes auseinandersetzen. Was für Bedürfnisse hat ein Hund? Wie sieht er seinen Menschen und seine (Um)Welt? Wie lernt ein Hund? Wie kommuniziert ein Hund? Wo liegen seine Grenzen? Etc.

2. Warum will ich mir einen Hund anschaffen??

Als Kindersatz? Als Sportgerät? Zum Schutz? Als Arbeitstier? Als Freund? Als Partner? Etc.?

Wieviel Potential zur Vermenschlichung und zum Mißbrauch des Hundes liegt schon in dieser Aufzählung!

3. Die Persönlichkeit eines Halters sollte so beschaffen sein, daß man belehrbar bleibt und alles differenziert überprüfen kann, was man so ließt und hört.

Ein Hundehalter sollte Mitmenschen und allen anderen Lebewesen Wertschätzung und Respekt entgegenbringen.

So, jetzt bin ich also Hundehalter und das Abenteuer geht los. Wie oft muß ich über meinen Schatten springen? Zählt ihr noch?

Hand aufs Herz, alle ihr Trainer und Hundeerfahrene, wie oft passiert es euch noch, daß ihr doch mal euren Hund etwas vermenschlicht? Wir sind doch Menschen! Ist doch normal, daß es uns schwer fällt, wie ein Hund zu denken. KÖNNEN WIR DAS ÜBERHAUPT?? Oder maßen wir uns da etwas an?? :kaffee:

Wie oft werden wir von unserem Hund "verhundlicht"? :D Er ist doch ein Hund! Wie könnte er anders?

Also lernen wir miteinender und aneinander ein ganzes Hundeleben lang. Und weil der Halter Mensch ist und der Hund von ihm abhängig, trägt der Halter die volle Verantwortung für sein Handeln am Hund und mit dem Hund.

Für mich wird immer wichtiger, das Wesen meines Hundes zu verstehen und in seine Seele zu blicken, um ihm gerecht zu werden. Er soll Hund sein und bleiben dürfen. Ich möchte verantwortungsvoll mit diesem wunderbaren Geschöpf umgehen, daß mir anvertraut ist. Deshalb werde ich weiter lesen. Weiter fragen. Mich outen. Oder auch nicht. Überlegen. Hinterfragen. Rat annehmen. Mich verwirren lassen.

Meinen Hund ansehen. Und wissen: wir gehören zusammen!! :kuss:

Liebe Grüße und Danke fürs lesen!

Kersten :)

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So, jetzt bin ich also Hundehalter und das Abenteuer geht los. Wie oft muß ich über meinen Schatten springen? Zählt ihr noch?

Nein, das habe ich schon lange aufgegeben ;) .

Ein toller Beitrag Kersten! =)

Ich denke, solange man versucht als Halter mit Herz und Verstand zu hinterfragen, verirrt man sich nicht so leicht im mensch-gemachten Methoden/Theorien/Meinungs-Dschungel. Aber leicht ist es sicher nicht.

Und ich teile deine Meinung, fast jeder vermenschlicht seinen Hund auf die ein oder andere Weise. Solange das in einem gewissen Rahmen bleibt, ist das denke ich sowohl für den Hund als auch für die Umwelt in Ordnung :)

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Hallo,

sehr schöner Beitrag :klatsch:

Ich vermenschliche auch - bin ja auch ein Mensch. Das hast Du auch klasse geschrieben, denn die Hunde verhundlichen uns auch........

Denke, man sollte sich selbst und seinem Verstand und sein Gefühl trauen - und manchmal bringt einem so mancher Hund das genau wieder bei :) .

Liebe Grüße

Petra

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Hallo ,

Du hast mir aus der Seele gesprochen . Nach 2 Hunden , die beide 15 Jahre alt wurden , habe ich mir nocheinmal einen Welpen zugetraut !

Jetzt in Zeiten des Internets , mache ich mir auch viel mehr Gedanken , um Erziehung , Futter und son Zeugs .

Beide Vorgänger waren übrigens super !

Trotzdem habe ich schon oft gedacht , OH GOTT was hast Du damals alles falsch gemacht !!!

Hoffentlich mache ich jetzt alles richtig , :???

die verschiedenen Beiträge machen es mir ja jetzt einfach :kaffee:

Aber ich denke , man sollte sich aus Allem das Beste für sich und den Hund raussuchen und sein eigenes Gefühl sprechen lassen :D

Toller Beitrag von Dir :respekt:

LG Birgit

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Hi,

ich denke auch, dass sich viele zu sehr den Kopf zerbrechen, anstatt einmal ihr Herz und ihren Bauch einzuschalten. Klar gibt es Dinge, die müssen nur vom Kopf kommen, nämlich die Entscheidung welcher Hund und ob überhaupt Hund. Ansonsten ist eigentlich alles eine Mischung aus Kopf, Bauch und Herz. Das gilt für den Umgang mit dem Hund, den Erziehungsstil und die Erziehungsmittel genauso wie für das Miteinander Hund/Gesellschaft.

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