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Hundefell Infektionsrisiko

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Das Fell von Hunden kann mit einer weitaus größeren großen Zahl von Eiern des Hundespulwurms Toxocara canis kontaminiert sein als der Erdboden. Zu diesem Fazit kommen Wissenschaftler aus Großbritannien und Irland. Für ihre Untersuchungen, deren Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "The Veterinary Record" veröffentlicht wurden, hatten sie Fellproben von 60 Hunden von verschiedenen Orten in Irland und Großbritannien untersucht. In jeder vierten Fellprobe wurden sie fündig. Bei einer näheren Untersuchung von 71 Eiern erwiesen sich 4,2 Prozent als "embryoniert" und 23,9 Prozent als "im Prozess der Embryonierung befindlich".

Dabei waren die gefundenen Mengen beachtlich. Bei den "embyonierten" Eiern wurde 180 und bei den "im Prozeß der Embryonierung befindlichen" Eier wurde 20 pro Gramm Fell entdeckt. Die Autoren weisen darauf hin, dass dies Mengen weit über denen liegen, die gewöhnlich im Erdboden gefunden werden. Somit gehe von direkten Kontakt mit Hunden ein weitaus größeres Infektionsrisiko aus als von kontaminiertem Erdboden.

Der Hundespulwurm - Toxocara canis - ist ein häufiger Parasit von Hund, Wolf und Fuchs. Der Mensch kann sich mit so genannten "embryonierten" Eiern des Hundespulwurms infizieren. Während sich in Hund, Wolf oder Fuchs als Endwirt die befruchteten Eier zu erwachsenen, etwa 16 cm langen Hundepulwürmern entwickeln, erfolgt im Menschen die Entwicklung des Hundespulwurms nur bis zum Larvenstadium. Als Wanderlarven (Larva migrans viszeralis) führen sie beim Fehlwirt Mensch zur so genannten "Toxocariasis". Häufig verläuft die Infektion symptomlos. Das Blutbild der Patienten zeigt häufig (80 Prozent) eine deutliche Vermehrung der eosinophilen Granulozyten. Ebenso ist das Gesamt-Immunglobulin E (IgE) im Blut erhöht. Außerdem können als klinische Symptome zusätzlich Fieber (80 Prozent), eine krankhafte Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), Husten mit asthmatischen Beschwerden (70 Prozent), Magen-Darm-Beschwerden oder Nesselsucht (Urtikaria) auftreten. Ebenso neurologische Symptome, wie zum Beispiel epileptische Anfälle oder Lähmungserscheinungen bei Wanderlarvenbefall des Gehirns (20 Prozent), Endophthalmitis (Infektion im Inneren des Auges) oder Chorioretinitis (Aderhaut- und Netzhautentzündung des Auges) bei Wanderlarvenbefall des Auges, der zur Erblindung des betroffeneren Auges führen kann. Diese Erkrankungen können noch Jahre nach der Ansteckung auftreten.

Quelle: Wolfe A. and I. P. Wright, Human toxocariasis and direct contact with dogs, The Vet Record, Vol 152, Number 14, pp 419-422, 5th April 2003

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