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Hundeforum Der Hund
Blausternchen

Muss mich mal ausningeln - verliebt in Hund

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Ich war vor ca. einer Woche in einem Tierheim, welches ca. eine dreiviertel Stunde entfernt liegt. Ich fragte dort nach einem Kleinen Hund mit Begruendung meiner vielen Treppen. Statt eines kleinen Hundes, stellte man mir einen vor, der ca. 50cm Stockmaß hat (ca 2 Jahre laut deren Aussage, ich vermute es koennten auch 3 sein) .. und ich dumme Kuh verliebte mich sofort :-( Als erstes natuerlich in ihr Aeußeres und gleich drauf auch in ihren Charakter - einfach nur super freundlich. Trotz meiner inneren Bedenken ging ich kurz mit ihr Spazieren. Da sie aber gerade erst 3 Stunden auf Tour war und es im Anschluss Futter geben sollte, war sie nicht so ganz willig, was das Mitgehen betraf. Sie blieb immer wieder stehen und schaute zurueck, aber auf ein "Komm" und kurzes, aber kraeftiges zuckeln an der Leine kam sie immer wieder. Da wir (meine Mum und ihr Hund waren mit) aber der Meinung war, dass sie jetzt wohl doch schon etwas kaputt war (wir wussten da noch nicht, dass sie gleich gefuettert werden sollte), beliesen wir es bei 5 Minuten in den Wald und zurueck. Durch diesen kurzen Ausflug wussten wir aber, dass sie sich mit Joon versteht und mit Lilli kein Problem hat. Wir brachten sie zurueck und vereinbarten, dass wir am Nachmittag noch mal zu einem laengeren Ausflug kommen, aber auch, dass ich sie definitiv nehme. Sie wollten sie mir schon fast sofort mitgeben, da wir einen relativ weiten Weg haben! Ich war zu vernarrt um mir zu sagen, dass es wegen der Treppen gar nicht so gut ist, sie zu nehmen. Ich plante im Kopf eher schon einen baldmoeglichen Umzug!

Wir fuhren Heim, aßen, Lilli (Tochter) durfte eine Stunde schlafen (war total Knuelle als ich sie weckte) und dann gings schnellstmoeglich wieder los. Unterwegs unterhielten meine Mum und ich uns, was ich in den naechsten Tagen zu erledigen haette (Napf und Leine wollte ich ja nach dem zukuenftigen Hund kaufen, bis dahin mit Napf provisieren und ne Ersatzleine meiner Mum nehmen, die fuer alle Groeßen geeignet ist). Ich freute mich tierisch auf unseren ersten gemeinsamen Ausflug gleich!

Dann war die Begrueßung "ich habe mit dem Chef telephoniert und die Treppen sind doch zu viele". Meine Mundwinkel fielen nach unten. Dann meinte sie, "ich hol mal die Korsan", ohne zu fragen, ob wir unter den Umstaenden ueberhaupt noch mit ihr Spazieren gehen wollten. Waerend sie weg war, fragte meine Mum, ob wir denn wirklich spazieren wollen mit ihr und ich antwortete, dass Korsan extra meinetwegen jetzt warten musste und ich ein schlechtes Gewissen bekaeme, wenn sie jetzt drinnen bleiben wuerde. Als sie wieder kam diskutierten wir noch kurz. Ich sagte ihr meinen Gedanken, wegen des Umzugs, den ich nun schon im Kopf durchgegangen bin, sie reagierte aber nicht wirklich positiv, sondern eher mit einem verstaendnissvollem "hmm" und so ungefaehr war die ganze Unterhaltung der naechsten ca. 10 Minuten. Am Ende sagte sie: "na ueberlegen Sie`s sich". Wir liefen los und es war einfach super. Zuerst war sie noch verhalten, ganz anfangs sah sie auch wieder staendig zurueck, aber bald nicht mehr. Mit der Zeit taute sie auf, folgte Joon, schnuffelte fast immer da, wo Joon schnuffelte und meine Tochter rief immer "bomm Busal" (heißt "komm Korsan"). Es war toll mit dem Hund zu spazieren, sie ist super gelehrig und freute sich immer, wenn sie gelobt wurde. Nach ca. einer Stunde kamen wir an eine Pfuetze, so groß wie ein Teich, wo wir die Hunde saufen lassen wollten. Joon watete ihrer Manier nach sofort hindurch, waerend sie kraeftig schluerfte. Korsan trottete ihr etwas verhalten hinterher. Aber das "verhalten sein" war nicht von langer Dauer! Einmal laengs durch den kleinen "Teich" hindurch, dann war flitzen angesagt. Hin und her erst im Trab, dann im Galopp und springend und ueberhaupt :D Sie tobte sich die Seele aus dem Leib, ließ sich einmal mitten im Matsch direkt am Rand der Pfuetze fallen, um sich den Hintern zu kratzen und dann gings weiter. Es war eine Freude sie zu beobachten (sie war uebrigens an Joons Schleppleine, die ich anfangs noch sorgfaelltig uebers Wasser hielt - vollkommen umsonst *g*). Es machte richtig Spaß sie zu beobachten und immer mehr war ich der Meinung, dass dies der perfekte Hund fuer uns ist. Auch meine Mum war sich immer sicherer, dass dieser Hund gut zu mir passt und bestaerkte mich darin, ihn trotzdem zu nehmen. Schließlich war ja die letzte Aussage der Tierheimfrau "Ueberlegen Sie`s sich". Darein interpretierten wir mit der Zeit, dass es wohl doch uns ueberlassen sei und kein definitives "Nein" war.

Wir zoegerten den Spaziergang so lang wie moeglich hinaus, damit wir viel von der Kleinen haben.

Dann gaben wir sie ab und DANN wurde uns ein klares "Nein" gesagt. Wirklich erst dann, war es richtig klar, vorher waren die Formulierungen sehr schwammrig.

Waehrend wir Heim fuhren, aergerten wir uns ueber die Art des Heims. Ich sagte ja schließlich von anfang an, dass ich hoch oben wohne und einen kleinen Hund suche. Da koennen die mir doch nicht einfach einen anderen anbieten!

Zu Hause schimpften wir auch darueber, dass dieses Tierheim Hunde, die eine feste Hand brauchen, an Leute vermitteln, die wohl noch keine wirkliche Ahnung von Hunden haben (uns begegnete eine Frau mit einem Tierheimhund, von dem sie sagte, der wuerde nur aus purem Stursinn stehen bleiben und nicht weiter gehen und diese Frau redete beschwichtigend auf den Hund ein und lockte mit Leckerlies - kann mir nicht vorstellen, dass das die richtige Methode ist). Jedenfalls soll der Hund an diese Frau gehen, wenn er die Probezeit nicht "besteht" bei anderen Interessenten. Darueber meckerten wir dann jedenfalls, dass NUR auf Aeußere Bedingungen geachtet wird, aber nicht danach, ob Hund und zukuenftiger Besitzer ueberhaupt zueinander passen! Klar, ist das Aeußere auch wichtig, aber viel wichtiger ist die Chemie zwischen Hund und Mensch.

Naja, ich redete mir den Hund mehr oder weniger erfolgreich aus dem Kopf, aber erzaehlte ganz begeistert Freunden von mir, dass dieser Hund toll ist und sie sich den doch mal angucken sollen (sie waren auch auf der Suche nach einem Hund). Meine Freundin wurde schon etwas angesteckt mit meiner Euphorie, aber ihr Mann wehrte sich heftig. Nicht huepsch genug, das eine blinde Auge sieht nicht schoen aus, der Weg ist viel zu lang. Ich versuchte zu vermitteln, dass sie sich Korsan doch nur mal angucken sollten und dass sie ein perfekter Anfaengerhund ist. Wenn er ihnen vor Ort nicht zusagt oder die Chemie nicht stimmt, dann sollen sie es doch sein lassen, aber angucken koennen sie ihn sich doch mal. Ich konnte sie nicht ueberzeugen :-(

Und nun komme ich dazu, weswegen ich gerade wieder etwas down bin und mich hier jetzt ausheulen musste.

Heute waren sie in einem Tierheim und haben einen Hund gefunden - und haben mich jetzt erst mal mit Fragen geloechert, wie sie am besten mit ihm umgehen. Trinkt nicht, laeuft schlecht mit, will nicht ins Haus, muss die Treppen hoch getragen werden, absolut nicht im Ansatz erzogen (vermutlich 1 bis 2 Jahre alt) und stubenrein auch nicht (Straßenhund laut Tierheim - und sie wissen noch nicht mal, wie sie einen Hund stubenrein bekommen) *seufz* Da hab ich die Welt nicht mehr verstanden. Fuer diesen Hund sind sie die selbe Strecke gefahren, wie fuer Korsan, fuer die ihnen der Weg zu weit war. Den Hund empfinde ich nicht als Anfaengerhund, aber gut, das kann sich ja aendern. Ich helfe ihnen natuerlich trotzdem soweit ich kann! Und ich werde mich bemuehen ihnen nicht zu zeigen, dass ich etwas sauer bin, dass sie sich Korsan nicht mal angeguckt haben und natuerlich bemuehe ich mich auch gar nicht mehr sauer darueber zu sein, daran muss ich aber eben noch etwas arbeiten. Das hat mich jetzt nur einfach wieder total runtergezogen, weil ich echt verliebt in Korsan bin und viel besser haette damit leben koennen, wenn sie guten Freunden gehoert, als dass ich sie gar nicht mehr zu Gesicht bekomme. Ich habe sogar Momente wo ich mir sage, ich lass das erst mal mit dem Hundekauf, wenn ich nur noch an Korsan denke, wenn ich abends die Augen zu mache. Nicht dass ich dann einen Hund habe und immer denke: "Korsan waere mir lieber gewesen".

Meine Freundin hat mir damit auch nicht grad geholfen, indem sie mir sagte, dass das Tierheim, aus dem sie ihren Hund jetzt haben, mir einen großen Hund, wie Korsan vermutlich vermittelt haetten (sie hatten wohl kurz darueber gesprochen, ueber meinen "Fall").

Ich bin auch deshalb jetzt etwas betruebt, weil Korsan fuer mich in jeglicher Form verloren ist. Ich kannte diesen Hund gar nicht wirklich! Ich verstehe eigentlich gar nicht, wie man sich derart in einen Hund vernarren kann, den man nur so kurz kennt :-/ Aber es ist leider so. Ich spiele immer noch mit dem Gedanken doch umzuziehen, dann bekomme ich Korsan - wenn sie noch da ist. Es wuerde nicht mal was nuetzen mich jetzt auf Wohnungssuche zu begeben, einen Vertrag zu machen und diesen den Leuten aus dem Tierheim vorzulegen, damit sie glauben, dass ich auch wirklich umziehe. Ich wuerde den Hund trotzdem erst nach dem Umzug bekommen.

Irgendwie ist das immer so, egal ob Pferd oder Hund, wenn ich ein Tier wie kein anderes liebe, dann passiert irgendwas (wird verkauft, stirbt, etc. blabla).

So, vielen lieben Dank an diejenigen, die sich durch meinen kleinen Roman gequaeltn haben - und mir eventuell auch dabei helfen, mir den Hund auszureden ;o)

Ps: ich mein mit verliebt natuerlich nicht den eigentlichen Sinn des Verliebtseins ;o) Kann jetzt leider keine Gaensefuesschen mehr in den Titel editieren.

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Hallo Blausternchen,

fühl dich erstmal gedrückt.

Die Tierheim Bedingungen - die oftmals wirkürlich sind - werde ich auch nie verstehen.

Mein dickes kommt zwar auch aus dem TH - aber wir haben ihn damals auch nur (mit meinem Exfreund - dem das Haus gehört hat) bekommen weil Eigentum vorhanden war. Innerhalb von 2 Std. hatten wir ein Welpi auf dem Arm - dabei wollten wir erstmal nur fragen wie der Vorgang ablaufen würde etc. (schlussendlich war es dann auch so das 2 seiner Brüder wieder im TH gelandet sind - unvermittelbar wegen einer angeblichen hohen Aggressionspotenzial :( )

Nachdem ich dieses Th aber kenne weiß ich das selbiges eben auch guten Plätzen - Hunde vorenthält - aus wirklich - nicht nachvollziehbaren Gründen. Eben weil Menschen z. B. arbeiten (aber dafür eben Hundesitter haben etc.)

LG

Bine

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Das ist wirklich unverstaendlich! Anstatt lieber mal nach mehr Hintergrund zu fragen, Vor- und Nachkontrollen zu machen, wird einfach unterstellt, dass es den Hunden dort nicht gut geht :-/ Tja, Kontrollen sind wohl zu teuer, nehme ich an :-(

Damit komm ich auch gleich zu einem Interessenanruf bei einem Tierheim in Baden-Wuertemberg, von dem ich einen Hund in einer Anzeige gefunden hab. Er waere klein und von der Beschreibung her perfekt. Ich rief an. meine Tochter plapperte lauthals neben mir. "Haben sie ein kleines Kind?", "ja", "wie alt", "2,5", "in Familien mit kleinen Kindern vermitteln wir nicht, wir haben da schlechte Erfahrungen". 2 Leute haben nach ihrer Aussage wegen zu viel Stress den Hund zurueck gegeben. Nun trifft dies halt auch auf alle (wieviele) Millionen Eltern in Deutschland zu! Vor allem meinte sie, ich solle doch in 2 Jahren noch mal nach einem Hund suchen. Was ist mit einem 4,5 Jahre alten Kind denn weniger stressig??? Und sie meinte "und irgendwann kommt sie ja auch in den Kindergarten", ich "sie ist schon im Kindergarten" - Hoffnungsfunke, dass sie dadurch vielleicht meint, ich haette weniger Stress. Reaktion: "Wirklich" (nahezu geschockte Tonlage). Aeh ... warum soll ein 2,5 Jahre altes Kind denn nicht in den KiGa??? Ok, ich habe keinen Job, aber soll ich in meine Bewerbungen schreiben "habe ein kleines Kind, bis dies einen Kindergartenplatz bekommt, muessten sie noch auf mich warten" .. ?

Grrrrr ...

Nach dem Vorgang der eigentlichen Uebergabe habe ich auch gefragt (als ich noch dachte, ich bekomme sie), irgendwie wurde mir dazu nichts gesagt :-/ Mir wurde auch nicht gesagt, was ich alles haette mitbringen sollen.

Uebrigens: Danke fuer den Imagineren "Drueck"(er) :o)

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Die "Ausgangslage" ist bestimmt nicht die, die TH hören wollen. Kleines Kind - keinen Job.

Zwei Punkte wo TH wohl schon sofort in ihren Erfahrungspool zurückgreifen (im übrigen - Vor und Nachkontrollen werden von ehrenam. Leuten übernommen). Da kann es sicherlich sein das sie viele schlechte Erfahrungen gesammelt haben, ich selber übernehme auch VK und habe auch schon ab und an sagen müssen - nein - hier nicht.

Aber da war eben erstemal jemand dort und hat sich die Verhältnisse angesehn und danach geurteilt (eben den kurzen Einblick den man dann mitbekommt). Genauso habe ich - mittlerweile gute Bekannte - die - obwohl kleine Kinder - eben einen kl. Hundepups bekommen haben (sprich Welpi) - weil sie m. M. nach dafür - bzw. die Kombination aus diesem Hund und dieser Familie - geeignet waren.

Hast du den - wenn ich so frei sein darf - einen Plan - wenn du dann wieder einen Job hast - wo dann der Hund bleiben wird. Ich frage nur nach, den die Frage ist erstmal für das Hundeseelchen wichtig und - hast du dann diese Antwort auch dem jeweiligen TH gesagt ?

LG

Bine

P.S. Entschuldige falls ich in meiner Antwort etwas wirr sein sollte - bin ein klein weng müde :)

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Das ich keinen Job hab, sag ich schon mal keinem, davon wusste bislang niemand was. Ich glaube, das geht die nix an. Wenn ich einen Wuff hab, dann ist fuer eine angemessene Unterbringung des Hundes gesorgt (Mutter, Freunde). Hat meine Mum keine Zeit, meine Freunde arbeiten (fuer sie ungluecklicherweise) so, dass immer einer Frei hat, wenn der andere auf der Arbeit ist. Da wird mein neuer Hund auch herzlich willkommen sein.

Zu den Nachkontrollen: Beide Hunde, die meine Mum im Laufe ihres Lebens aus dem Tierheim geholt hat, wurden nie nachkontrolliert (ist aber ein anderes). Die wussten ja noch nicht mal, wie Joon ZU IHNEN gekommen ist ;o) Das konnte ihr keiner sagen.

Edit: noe schreibst nicht wirr :o) Ich hatte aber gerade einen seltsamen Satz verfasst, den ich zum Glueck noch vorm Abschicken bemerkt hab. Wusste selber nicht, was ich damit sagen wollte *lol*

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Hallo Blausternchen,

oje, das ist ja nicht schön. Leider handeln viele Tierheime völlig willkürlich, warum auch immer.

Ich war mit meinem damaligen Freund in einem Tierheim. Wir suchten einen netten Hund. Gefunden haben wir einen. Dieser Hund saß mit einem weiteren Hund im Zwinger und da die beiden ein Herz und eine Seele waren, beschlossen wir, beide zu nehmen. Wir haben sie jeden Tag besucht, bis sie zur Vermittlung frei waren.

Am Tag VOR der Vermittlung sagte man uns, dass es noch 5 (!!!!!) weitere Interessenten für die Hunde gibt. Und wer am Vermittlungstag zuerst da ist, kriegt sie! :wall: Wettrennen um Hunde also?

Wir haben sie natürlich nicht bekommen und sie wurden getrennt vermittelt. Nachher sagte man uns, dass wir sie sowieso nicht bekommen hätten. :??? Schließlich trennen sich junge Paare oft, außerdem wären wir berufstätig. Glaub mir, da fiel es mir schwer, meine gute Kinderstube nicht zu vergessen. :motz:

Wir bekamen von anderer Stelle dann doch noch einen Hund. 2 Jahre später trennten wir uns tatsächlich - und schlugen uns fast die Köpfe ein um das Tier.

Gut, er hat gewonnen (der Exfreund). Daraufhin ging ich erneut in besagtes Tierheim und fand dort einen Hund, bei dem es sofort gefunkt hat. Ich ging mit meinem besten Freund hin, den sie für meinen Partner hielten. Ich wurde dieses Mal NICHT nach einer Berufstätigkeit gefragt. Es war dieses Mal also alles egal. Reine Willkür.

Ich bekam den Hund. Keine Ahnung, warum. Dass der Hund Angst hatte, sah ich. Dass das Tier aber schwerst misshandelt worden war, erfuhr ich erst viel später. Nach meinem damaligen Kenntnisstand über (insbesondere misshandelte) Hunde, hätte ich dieses Tier eigentlich gar nicht bekommen dürfen.

Ein Schäferhund, der auf Hunde und Menschen gleichermaßen losging. Na Herzlichen Glückwunsch. :wall:

Ich hatte bis dahin nur problemlose Hunde gehabt. Aufgewachsen bin ich mit kleinen, weitgehend aggressionsfreien Hunden und mit meinem Exfreund hatte ich eine Flatcoated-Hündin, die offenbar glaubte, ein Schaf zu sein. Und dann gaben die mir SOLCH einen Hund!!! :wall:

Aber ich habe sie vom ersten Augenblick an geliebt, war nicht gewillt aufzugeben und habe das mit ihr durchgestanden und viel dazugelernt. Nach 11 Monaten intensiver Arbeit war sie ein fast normaler Hund. Vom Tierheim war es absolut verantwortungslos und hätte böse ins Auge gehen können. Wäre sie in den falschen Händen gelandet.....ich will´s mir gar nicht ausmalen....aber Schäferhunde will man eben loswerden, die sind ja eh so schlecht vermittelbar. Es gab keine Nachkontrolle, nix. Versteh mich nicht falsch; ich habe meine Entscheidung FÜR diese Hündin NIE bereut. Heute kann ich mich fast blind auf sie verlassen; sie ist einfach perfekt. Trotzdem war es nicht einfach.

Leider kann ich Dir nicht viel weiterhelfen, außer Dir zu sagen, dass Du nicht die Einzige bist, die der Willkür mancher "Tierschützer" ausgesetzt ist.

An Deiner Stelle würde ich um den Hund kämpfen. Ich will Dir keinen Floh ins Ohr setzen; ich würde das wirklich so machen. Kampflos aufgeben würde ich den Hund nicht, wenn Du Dich doch so verliebt hast. Versuche doch, diese Leute von der Ernsthaftigkeit Deines Anliegens zu Überzeugen. Aufgeben kannst Du immernoch.

Wie Du Dich auch entscheidest - ich wünsche Dir alles Gute dafür!

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Ich bin jetzt ehrlich geschockt, ueber das, was du da mehrfach erlebt hast :-/ Ist ja wirklich heftig! Zum Glueck habe ich etwas Hundeverstand, aber du hattest diesen ja auch und trotzdem nicht gesehen, wie gefaehrlich der Schaeferhund war. Hast du ihn eigentlich immer noch?

Gestern Abend, hab ich dann den Plan gefasst, dass ich heute los laufe und mich nach einer neuen Wohnung innerhalb meiner Wohngesellschaft erkundige, in der Hoffnung, dass ich meine Kuendigungsfrist auf einen Monat reduziert wird. Sobald ich den Vertrag unterschrieben bekommen habe, wollte ich zu dem Heim fahren und fragen, ob ich den Hund nun bekommen habe. Aber irgendwie hat meine Mum es mir gestern Nacht indirekt ausgeredet. Vielleicht sollt ich das aber doch so machen. Ich weiß nur nicht, ob ich Hund und Umzug auf einmal bezahlen kann :-/ Naja, irgendwie wuerde es schon gehen. Ich kann auf jeden Fall schon mal fragen.

Wie ich sonst um die Huendin kaempfen sollte, weiß ich leider nicht. Ich hab ja den Leiter extra noch mal angerufen, da kam man mir aber nur wieder mit schlechten Erfahrungen ...

Ich bin auch mal sehr gespannt, wie meine Freunde mit ihrem Hund, den sie vermittelt bekamen zurecht kommen. Ich hoffe, dass sie Kraft genug haben. Ich stell mir das nicht leicht vor, einen 1+ jaehrigen Hund stubenrein zu bekommen - erst recht nicht, wenn man nicht weiß, wie man anfangen soll. Ich war ehrlich etwas entsetzt, als sie mir von dem Hund berichteten. Also nicht vom Hundekauf sondern, wie er sich verhaelt. Aber lieb scheint er immerhin zu sein und wedelt mit der Rute, wenn sie kurz allein war und dann wieder gesellschaft von den neuen Bossen bekommt :o) Das ist schon mal ein guter Start, denke ich.

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Hallo Blausternchen,

ich kann gut verstehen, dass man sich so in ein Tier "verliebt" und nur noch daran denken kann. Man sollte sich aber auch immer fragen, ob man in dieser Schwärmerei nicht zu weit geht. Und die Wohnung Hals über Kopf kündigen und umziehen, nur damit du genau diesen Hund bekommst obwohl du noch nichtmal weißt, ob es mit der Kündigungsfrist und mit den Finanzen passt...da wäre für mich die Grenze.

Du hast doch geschrieben, dass du dich zwischenzeitlich schon für einen anderen Hund interessiert hattest. Meinst du nicht, dass du mit ein bißchen Suchen wieder einen anderen findest, der dir vom TH übergeben werden kann und der ein bißchen weniger Einsatz von dir erfordert? Ich bin sicher, dass du diesen Hund dann auch sehr lieben wirst :)

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Blausternchen, mein Hund war nie gefährlich. Die war einfach nur so fürchterlich verängstigt, dass sie sich mit ihren Zähnen alles vom Leib halten wollte. Gefährlich war, dass ich auf sowas nicht vorbereitet war.

Richtig ernsthaft zugebissen hat und hätte sie nie, sie war ja nicht böse. Sie hatte einfach Angst. Trotzdem hätte man dadurch in Teufels Küche kommen können.

Als sie gemerkt hat, dass ihr von mir, meiner Familie, Freunden etc nichts Böses droht und ich ihr auch klargemacht habe, was ich von ihrer Schnapperei halte, hat sie damit aufgehört. Sie ist eine ganz liebe Hündin, die einfach erst lernen musste, dass nicht Mensch = Schmerz bedeutet.

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Ach so. Schoen :o)

Das aendert zwar nix an der Tatsache, dass das Tierheim achtlos gehandelt hat, aber es war das Beste, was deiner Huendin passieren konnte :o) Wohl Schicksaal :D

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