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Hundeforum Der Hund
Nainy

Ogi-ein hartes Schicksal

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(bearbeitet)

Ogi musste leider über die Regenbogenbrücke

http://www.schwarze-hunde.de/html/ogi.html

„Ogi“ (sprich: „Ochi“), männlich, kastriert, Münsterländer-Border-Collie, 9 Jahre, 60 cm

SOS Notfall!!! Ogi hat nicht mehr viel Zeit!!!

Da Ogi seit einigen Wochen humpelt und alle Behandlungsversuche bisher keine Besserung brachten, ließen wir ihn in einer Tierklinik röntgen. Das Ergebnis war niederschmetternd und hat uns alle zutiefst erschüttert: Ogi hat Knochenkrebs!

Ausgehend vom Kniegelenk seines rechten Hinterbeines beginnt sich der Knochen zu zersetzen und es wird fortschreiten. Leider ist weder eine Heilung, noch das Stoppen dieses Prozesses möglich.

Nun bekommt Ogi Medikamente zur Stärkung des Immunsystems, damit der Krebs – wenn schon nicht aufgehalten – so doch wenigstens etwas gebremst wird, sowie zusätzlich starke Schmerzmittel. Mehr können wir leider nicht tun, denn es gibt kein Heilmittel.

Ogis Lebenserwartung beträgt nur noch wenige Monate. Wir sind total verzweifelt, denn so hat Ogi kaum eine Chance, jemals noch ein liebevolles Zuhause zu finden. Das hat Ogi nicht verdient!!! Er hat in seinem Leben bisher noch überhaupt nichts Schönes gehabt. Soll er nun genauso traurig und einsam sterben?

Ogi stammt ursprünglich aus Spanien, wo er irgendwann ausgesetzt wurde. Sicher hatte er Schlimmes hinter sich, denn vor allem bei Männern ist Ogi sehr ängstlich, dabei aber niemals aggressiv oder dominant, sondern unterwürfig und gutmütig.

Nach seinem traurigen Leben als Straßenhund kam Ogi in ein kleines Tierheim in den Bergen der Sierra Nevada. Dort ging es ihm zunächst nicht wirklich viel besser. Der Besitzer des Tierheims, ein Spanier, meinte es zwar gut, hatte aber weder Geld noch Zeit, um die bei ihm untergebrachten Hunde artgerecht zu versorgen. Es fehlte einfach an allem: die Hunde wurden weder medizinisch betreut, noch erhielten sie ordentliches Futter, sondern nur Essensresten aus Hotels. Auch die Unterbringung war katastrophal. Die Zwinger waren aus alten Bettgestellen, rostigen Drähten und allerlei Sperrmüll zusammengeschustert, so dass sich nicht wenige Hunde verletzten. Hütten gab es keine, und wenn doch, dann waren sie so dreckig und zugig, dass sie im durchaus strengen Winter in den Bergen der Sierra Nevada kaum Schutz boten.

Da Ogi sich – was für spanische Hunde ungewöhnlich ist – nicht mit anderen Hunden verträgt, war er in einem Betonverschlag untergebracht, in dem er nur den kalten Steinboden zum Liegen hatte. So lebte er mehrere Jahre lang. Er kannte keinen Auslauf, keine Leine, nichts. Tagtäglich sah er nur die Mauern und Gitter seines Käfigs.

Als sich schließlich vor etwa drei Jahren andere Tierschützer mit dem Spanier zusammenschlossen, verbesserte sich die Situation zwar merklich (inzwischen sind alle Hunde geimpft und kastriert, sie bekommen richtiges Futter und es wurden schon etliche Hütten gebaut), aber immer noch ist die Situation sehr jämmerlich und nicht mit einem deutschen Tierheim zu vergleichen. Dennoch haben wir große Hochachtung vor unseren spanischen Tierschutzkollegen, die ohne staatliche Unterstützung alle anfallenden Kosten aus ihrer eigenen Tasche zahlen.

Um wenigstens ein paar dieser armen Hunde eine Chance zu geben, übernehmen wir ab und zu ein paar von ihnen in unser Tierheim nach Kronach, wenn wir Platz haben. Vor einem guten Jahr war Ogi an der Reihe. Wir wollten ihn dort herausholen, weil er uns in der Seele reute und keinerlei Chance auf ein besseres Leben hatte.

Ogi dankt es uns jeden Tag mit seiner großen Liebe, seiner Anhänglichkeit und Schmuseleidenschaft. Menschen gegenüber ist er wirklich ein hundertprozentig lieber und gutmütiger Kerl. Er ist der geborene Schmuser, schmiegt sich an einen oder rollt sich auf den Rücken, um sich den Bauch kraulen zu lassen. Und sollte man damit aufhören, stupst er einen mit seinen Pfoten zärtlich an oder schlabbert einem die Finger ab.

Ogi lebt nun über ein Jahr bei uns und wir können es überhaupt nicht verstehen, dass ihn bisher noch niemand ins Herz geschlossen hat, denn er ist wirklich ein ganz besonders lieber Kerl. Auch in der Wohnung ist er stubenrein und total brav. Er kann sogar stundenlang allein bleiben, ohne etwas anzustellen. Er ist einfach glücklich, in seinem Körbchen zu liegen, so dass man ihn kaum merkt.

Eigentlich hat Ogi nur einen einzigen Nachteil: er mag absolut keine anderen Hunde (vor allem keine kleinen, wuscheligen) und keine Katzen. Aus diesem Grund darf er auch nie ohne Leine spazieren gehen, da er beim Anblick eines Rivalen nicht mehr gehorchen würde.

Vermutlich geht es Ogi bei uns im Tierheim besser, als er es jemals in seinem Leben hatte. Und dennoch: Tierheim ist Tierheim und eine Familie ist eine Familie! Selbst wenn wir uns noch so Mühe geben, kann das Tierheim eine eigene liebevolle Familie nicht ersetzen. Und genau dies hätte Ogi nun mehr denn je nötig. Uns blutet das Herz, wenn wir daran denken, dass Ogi im Tierheim sterben soll. Das hat er nicht verdient! Er musste sein ganzes Leben ums Überleben kämpfen – wo bleibt das Happy-End?

Wir wissen, unsere Bitte ist fast aussichtslos, aber für Ogi wollen wir die Hoffnung nicht aufgeben. Gibt es nicht irgendwo einen selbstlosen Menschen, der diesem armen, vom Schicksal gebeutelten Hund noch eine glückliche Zeit ermöglichen möchte, auch wenn es vielleicht nur noch ein paar Monate sind? Jemanden, der Ogi spüren lässt, was es bedeutet, im Kreis seiner eigenen Familie zu leben und Geborgenheit zu erfahren? Jemanden, der ihn noch etwas hätschelt und päppelt und alle Wünsche von den Augen abliest? Und nicht zuletzt natürlich jemanden, der Ogi, wenn die Schmerzen zu stark werden und Medikamente nicht mehr helfen, nicht länger leiden lässt und den letzten Gang zum Tierarzt mit ihm gemeinsam geht, so dass er sich bis zum Schluß geliebt und geborgen fühlen kann? Wir wissen, was wir da verlangen ist hart, aber noch härter ist es für Ogi, der im Tierheim allein in seinem Zwinger liegt und von einer Familie träumt. Wir würden ihm seinen letzten Wunsch so gerne erfüllen.

Und im Moment denkt Ogi auch noch lange nicht ans Sterben. Er geht trotz Humpelns sehr gerne spazieren, ist fröhlich und aufgeweckt und frisst seinen Napf jeden Tag leer. Er hat sich noch lange nicht aufgegeben. Welcher liebe Mensch macht unseren armen Ogi glücklich?

Kontakt: Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken)

09261 / 20111

tsvkc@gmx.de

www.tierheim-kronach.de

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