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Hundeforum Der Hund
kadda1803

Auf der Suche nach dem Weg zum Ziel (Vorsicht: lang)

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo ihr Lieben!

Ich habe nun beschlossen mir mal in wenig Zeit zu nehmen und meine/ unsere Schwierigkeiten genau zu schildern.

Balou, ein PRT, ist nun zwei Jahre alt (morgen hat er Geburtstag) und wenn ich die letzten 24 Monate Revue passieren lasse, dann muss ich eingestehen, dass doch einiges schief gelaufen ist. Er ist mein erster Hund (bin 23, Studentin und leider nicht mit Hunden groß geworden) und ich bin am Anfang trotz reichlich Lektüre viel nach dem Motto "Versuch und Irrtum" vorgegangen.

Um eines vorweg zu nehmen: Ich liebe meinen Hund, würde ihn um keinen Preis der Welt hergeben wollen und bin auch in vielen Punkten sehr stolz auf ihn/ auf uns!!

Nur reflektiere ich seit einiger Zeit unsere Beziehung kritischer als zuvor (liegt es daran, dass ich mich immer mehr mit der Philosophie der HTS auseinandersetze und dabei viele vergrabene Differenzen und Sehnsüchte erkenne?!).

Eine "kurze" Bestandaufnahme:

In unserer Wohnung ist Balou relativ ruhig. Leider klaut er gerne Essen, wenn er sich unbeobachtet fühlt, doch er folgt mir nicht ständig oder fordert "seine" Plätze ein. Hier spielt er gerne mit mir (auch ohne Spieli), übt auch Tricks, kommt jedoch nur selten, wenn ich ihn rufe. Wenn es klingelt bellt er und der Besuch ist wahnsinnig interessant - er will ihn als erstes begrüßen usw.

Draußen ist sein Verhalten sehr wechselhaft. In letzter Zeit verweigert er mir immer Stärker seine Aufmerksamkeit auf einem Spaziergang ohne Leine und Abrufen wird immer mehr zur Glückssache. Zwar läuft er mir nicht weg, doch sein Radius ist (für mich zu) groß. Mit anderen Hunden ist er friedlich, andere Besitzer springt er jedoch häufig an, wovon ich ihn nicht wirklich abhalten kann (ausser ich leine ihn an). Spielen tut er mit mir nur mit einem Futterdummy - für Futter tut er eh (fast) alles. An der Leine zieht und fiept er manchmal wie verrückt, manchmal läuft er aber auch perfekt und ruhig neben mir. Zu Freunden oder in Restaurants nehme ich ihn ehrlich gesagt nur ungern mit, da er dort nie zur Ruhe zu kommen scheint und laut fiept. Auf dem Hundeplatz ist er meist aufmerksam, jedoch auch sehr auf die Leckerlis fixiert.

Sooo, für alle die immer noch lesen (Kompliment!)...

Das "Ziel"/ meine Erkenntnis:

Ich habe für mich erkannt, dass es so nicht weitergehen kann und ich dringend an mir arbeiten muss, damit wir ein entspanntes und vor allem ruhiges gemeinsames Leben führen können. Meine Vermutungen sind, dass es mir irgendwie an Ausstrahlung für ihn fehlt, ich interessanter werden muss, vielleicht klarer die Führungsposition einnehmen sollte. Ich denke, dass die Unruhe in ihm meine eigene Unsicherheit wiederspiegelt. Ich weiß nicht genau... Gerne würde ich ihn ohne Leckerlis erziehen, da sie so sehr in seinem Fokus stehen. Ich möchte mit ihm ein echtes Team sein, Zentrum in seiner Welt. So gerne würde ich ihn öfter mitnehmen zu meinen Aktivitäten, den Tag noch mehr mit ihm teilen. Hmmm...

Ein Weg (??):

In zwei Wochen besuche ich das HTS Seminar zum Bindungsaufbau durch Spielmotivation. Ich hoffe, dass ich dort einige Ansätze finde, bei denen ich mit der Arbeit beginnen kann. Irgendwie bin ich auf der Suche nach einem Anfang und diese Suche will mir noch nicht so recht gelingen. Ich hoffe gerade, dass sich wenigstens einige den ganzen Text "antun" (ist ja doch recht lang geraten...) und vielleicht einige Tips und Ideen für mich haben, wo ich mit der Arbeit beginnen kann.

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Tips und Ideen kann ich dir nicht so wirklich geben.

Aber mir geht es genau so wie dir! Seitdem ich über die Seminare und Beiträge vom HTS-Team lese, möchte ich auch unbedingt bald dorthin! Um vorallem mich zu verbessern und die Bindung zu meinen Hunden!

Berichte bitte wie es auf dem Seminar war, wenn du dort warst!!!

Viel Spaß wünsche ich dir auf jedenfall schonmal!

:winken:

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Liebe Katharina,

nimm es mir nicht übel, ich meine das wirklich lieb wenn ich schreibe: was soll man da sagen?

Du hast bereits erkannt, dass du so mit deinem Hund nicht mehr zusammen leben möchtest.

Du hast erkannt, dass du etwas ändern willst - und das Seminar ist ein erster Schritt für euch beide.

Du hast verschiedene Baustellen erkannt und analysiert... und du bist bereit, an dir zu arbeiten.

Also... was soll man da sagen? :D:D:D

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Den hast du getan.

Was jetzt kommt, braucht Geduld, Einfühlungsvermögen, Konsequenz, einen Kopf, der sturer und dicker ist als der deines Terriers, viel viel Liebe und eine Prise Humor!

Ich wünsche dir und deinem Hundi viel Spaß und Erfolg, auf dem Seminar und darüber hinaus!

Wenn du konkrete Fragen hast, dann helfen die Fories immer so gut sie können, da kannst du dich drauf verlassen!

Liebe Grüße,

Monika

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Eine gute Idee, das Seminar zu besuchen.

Anita und Micha werden Euch bestimmt einen Weg für ein harmonisches

Miteinander zeigen.

Viel Erfolg, ich freue mich schon auf Deine Berichte und Fortschritte. :winken:

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Vielen Dank für diese ersten Antworten!

@Junkersfrau: Deine Antwort nehm ich dir auf keinen Fall übel! Ist ganz lieb von Dir und irgendwie hast du Recht. Ich hab nur das Gefühl, dass ich jeden Tag so viel falsch mache und ich würde so gern statt dessen einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen. Ich frage mich also irgendwie, was tun, bis ich den ersten Dreh raus habe?

Berichte (und hoffentlich Fortschritte) gibt's natürlich sofort =)

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Hi,

ich würde erstmal so weitermachen wie bisher und das Seminar abwarten.

Aber ich kenne das auch das Gefühl, bei jedem Hund habe ich mir bis jetzt gedacht: das und das mache ich beim nächsten Hund völlig anders.

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Du hast halt einen Terrier, der gerne eigenständig ist und auch immer mal wieder die Führungsposition anzweifelt:-)

Aber du hast ja die Sachen erkannt und bist bereit sie zu ändern! Hut ab!

Dem steht dann nichts mehr im Wege. Viel Erfolg.

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Du solltest einwenig selbstbewusster an die Sache heran gehen, denn Du machst Dich in meinen Augen viel schlechter als Du bist. Auch Dein Hund ist nicht so verkehrt geratenwie Du denkst, wenn die von Dir genannten Probleme die hauptsächlichen Probleme sind, die Ihr beide habt.

Du hast einen Terrier und anscheinend ein sehr aufgedrehtes Exemplar. So einen Hund zu händeln, ist nicht so einfach, sondern unglaublich schwer. Allein die Aufgedrehtheit ist ein wirkliches Problem, die es Dir und Deinem Hund schwer macht sich zu konzentrieren und in Spannung zu bleiben.

Im Grunde hast Du Deine Probleme erkannt. Was Du zusätzlich wirst lernen müssen und mit Deinem Hund wirst trainieren müssen, ist dass Dein Hund Geduld, in Spannung bleiben, und sich entspannen lernt. Du wirst Deinen Hund auch durch Training desensibilisieren müssen und wirst lernen müssen Deinen Hund besser lesen zu lernen, damit Du ihn noch früher und besser lenken kannst.

Ich habe auch einen sehr power-vollen und aufgedrehten Hund, der bereits bei einem Blick von mir so aufdreht, dass er fast vor Aufregung und Freude platzt. Er ist ein super positiver und freundlicher Hund, der aber aufgrund seiner Energie und Überdrehtheit schwer zu konzentrieren ist.

Ich habe in den letzten Monaten sehr an der Geduld und Selbstbeherrschung meines Hundes gearbeitet und versucht, ihn so zu händeln, dass er gar nicht so schnell in so einen Erregungszustand gerät. Es klappt jeden Tag einwenig besser und wir machen super Fortschritte.

Je nachdem wie Dein Hund geartet ist, wird es ein langer und schwerer Weg werden. Wenn er so eine Dickschädel hat wie meiner, wirst Du keine schnellen Erfolge verbuchen und selber viel Gedul dmitbringen müssen. Es lohnt sich aber und Du wirst etwas verändern.

Wir machen jeden tag einpaar neue Fortschritte, auch wenn einige Tage manchmal mit Rückschlägen aufwarten.

Zur HTS zu gehen, halteich für eine gute Entscheidung. Ich habe zwar nie an einem Seminar teilgenommen, aber habe viel Gutes gehört. Du wirst aber nicht mit einem ausgewechselten Hund zurück kehren. Die Arbeit wird erst dann richtigbeginnen.

Du wirst es aber schaffen,weil Du die nötige Einsicht und den Willen zur Veränderung hast. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Gruß

Konstantin

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... und ich würde so gern statt dessen einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen. Ich frage mich also irgendwie, was tun, bis ich den ersten Dreh raus habe?

Wenn du nicht bist zum Seminar warten willst (was aber vielleicht ganz gut wäre), dann suche dir doch EINE Sache aus, die du jetzt schon anders machen möchtest.

Dein Hund ist doch über Futter "gut zu kriegen" - dann bekommt er einen Teil nur, wenn er auch was dafür tut. Und zwar das, was DU von ihm willst.

In der Wohnung zu dir kommen, z.B.. Damit kannste doch ganz ohne großen Aufwand anfangen.

Versuche entspannt zu bleiben :) aber sei konsequent :D

Du mußt den größeren Sturkof haben - nicht er :kuss:

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Hallo Kadda,

habt Ihr Hausregeln? Uns hat das schon einmal weitergebracht. Ich habe mir übelegt, was mir wichtig ist und dann alles zusammengeschrieben. Beispiele:

Kontrolle von strategisch wichtien Punkten

Ich gehe zuerst durch die Tür und gehe an strategischen Puntken wie Abbiegungen etc. vor. Erklärung: Das hat damit zu tun, dass meine Fußupen gerne mal kreischen, wenn sie einen anderen Hund sehen und ich möchte die Situation als erste sehen, einschätzen und agieren, nicht reagieren. Selbst im Garten müssen sie an der Tür warten, ich gucke kurz raus, ob die Erzfeindin, die im Nachbargarten ist und beide Hunde auch schon einmal gejagt/angegangen ist, im Garten ist und gebe danach erst grünes Licht für den Sprintstart.

Spielzeug

Gibt es nur, wenn ich es hole. Und ich räume es auch wieder weg. Erklärung: Ich möchte die Ressourcen verwalten und Elmo fährt sich hoch, wenn er kontinuierlich von Spielzeug umgeben ist. Mein kleiner Elmo ist zudem ein kleiner Balljunkie, hier verbinde ich Bällchen spielen mit Impulskontrolle (erst Bällchen holen, wenn ich ihn dazu losschicke)

Futter

Gibt es als Belohnung für gutes Verhalten. Nicht nur bei Tricks oder bei Ausführung von Signalen. Erklärung: Gutes Verhalten soll sich für die Hunde lohnen. Allerdings: Futter/leckerchen einfach so zwischendurch gibt es gar nicht, zuvor frage ich immer etwas ab.

Bett/Sofa

Die Hunde sind dort zum schmusen sehr willkommen, aber nur auf meine Einladung hin und wenn ihre Treppe davor steht. Steht ihre Treppe nicht davor, möchte ich meine Ruhe haben. Beide bleiben dann unten. erklärung: Manchmal will ich einfach für mich sein und das sollen beide Hunde akzeptieren.

Das sind nur einige Beispiele, vielleicht hilft es Dir auch, Deine persönlichen Regeln zusammenstellen, mit ""No Gos und "Ja, das ist erwünscht". Wenn man das so klar vor sich liegen hat, ist es oft leichter, konsequent und vorhersehbar für den Hund zu sein. Zu den Regeln kannst Du auch mal nach NILIG ("nichts im Leben ist gratis") googlen, da gibt es noch einige interessante Anregungen. Vielleicht kannst Du auch den Spaßfaktor draussen etwas erhöhen? Während eines Spazierganges lasse ich die Hunde Futter suchen, sie balancieren über Baumstämme, kriegen Aufgaben gestellt. Schon allein dadurch bin interessant für sie. Das in Kombination mit sichererer Führung (meine große Baustelle ;-) könnte doch vielleicht für Dich auch im Vorfeld ganz hilfreich sein?

Liebe Grüße

Sanne

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