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Hundeforum Der Hund
Topi

Komme mir vor wie ein Dresseur

Empfohlene Beiträge

Ich freue mich über die Fortschritte, die mein Hund macht, zugleich wächst aber auch ein Unwohlsein in mir.

Ich komme mir vor, wie ein Dresseur.

(Ich weiß, der Begriff ist veraltet. Seit Hagenbeck nennen sich die Dresseure "Tierlehrer".)

Aber das ist doch nur ein anderes Wort.

Mein Hund macht jetzt "Platz". Das ging ganz schnell. Zuerst auf Handzeichen, nun aufs Wort.

Aber die Art, in der Ebby das macht, versetzt mir schon einen kleinen Stich.

Sie schmeißt sich sofort auf den Boden und guckt mich erwartungsvoll an. Wenn sie sich einfach ruhig ablegen würde, würde es mir anders gehen. Aber dieser Eifer...

Gestern Abend haben wir noch "bei Fuß" geübt. Sie folgt mir jetzt ohne Leine. Ich muss sie nur immer wieder rufen und loben.

Hätten früher nicht gedacht, dass der Hund das machen würde.

Die Sonne stand tief und ich konnte an unseren Schatten sehen, wie dicht sie mir folgte.

Unser Hund ist ein "richtiger" Hund. vor ein paar Tagen hat sie eine lebendige Maus ausgebuddelt und gefressen. Ich muss immer aufpassen, dass sie nicht hinter Wild herhetzt. Neulich riß sie sich zu meinem Schrecken los, kam aber auf mein Rufen zurück. :klatsch:

Gestern war ich direkt etwas froh, als sie plötzlich wieder die "alte Ebby" war. Sie hat plötzlich ihren besten Tierfreund, den Kater, über den Acker gehetzt.

Der Ärmste wußte nicht, was los wart und flüchtete sich auf eine Tanne. Und ich fand das gar nicht gut. (Aber mein Hund war wieder Hund.)

Ich hoffe, dass sich das, was der Hund jetzt lernt (und dringend lernen muß), bald normalisiert und selbstverständlich wird.

Im Augenblick ist es so, dass sie sich auf den Boden schmeißt, wenn ich etwas zu ihr sage, was sie nicht versteht.

Vielleicht ist es diese Körperhaltung und dieser Blick von unten nach oben, die mir zusetzen.

Ist einer hier, der versteht, was ich sagen will?

Ich möchte, dass sie mir entspannt folgt und, dass sie rennt und jagt und keucht, ohne andere Tiere in Angst und Schrecken zu versetzen.

Aber mein Hund hat nie gerne gespielt. Sie hat keine Lust zu Apportieren. Sie schwimmt nicht (Es wäre zu schön. Teich in der Nähe).

Grüße

Topi

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(bearbeitet)

Seit wann hast du Ebby denn? Und war sie noch ein Welpe, als sie zu dir kam?

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Ist einer hier, der versteht, was ich sagen will?

Ich befürchte ja. In meiner ersten Hundeschule wurde mir gesagt, mein Hund müsse mich wie einen Gott ansehen. Ich bekam ein ganz seltsames Gefühl in der Magengegend. Ich will nicht, daß mich irgendein Wesen, auch nicht mein Hund, wie einen Gott ansieht.

Ich habe nun Hunde ausgewählt, bei denen mir dies nie passieren wird :Oo

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Hallo Balli,

Ebby wird am 2.Juli 4 Jahre alt. Sie ist ein Malinois. Wir bekamen sie als Welpe.

Was man sonst von anderen Hundehaltern hört, traf bei uns nicht ein.

Wir haben den Hund abgeholt. Sie hat alles bei uns zuhause abgeschnüffelt (und da gab es viel. Bauernhof) und war sofort da.

Wir haben keinen Augenblick Trauer an ihr bemerkt, oder Heimweh.

Sie war schnell stubenrein.

Sie hatte immer einen eigenen Kopf. Sie ist uns anfangs oft ausgebüchst. Liebstes Hobby: hetzen.

Aber sie hat auch schnell gelernt, dass sie unserem Federvieh nichts tun darf.

Sie ist sehr schlau und lernt gerne. Sie hat eine Gestensprache entwickelt, in der sie mir mitteilt, was sie möchte.

Meine Hand ins Maul nehmen heißt: Ich habe Hunger.

ihre Schnautze auf meinen Arm legen heißt: Ich möchte raus.

Früher hat mich der Hund gehauen, wenn er raus wollte. Das hab ich ihr abgewöhnt.

Wir haben sie nicht genug gefordert. - Aber ihre Eigenwilligkeiten haben uns eigentlich auch immer gefallen. Die Alltagsbefehle bringe ich ihr erst jetzt bei.

Wir werden uns demnächst die Rettungshunde in Brandenburg angucken.

Ebby ist ein Schnüffelhund. Vielleicht ist das was für sie und uns beide.

Grüße

Topi

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Früher hat mich der Hund gehauen, wenn er raus wollte. Das hab ich ihr abgewöhnt.

Wie haut dich denn ein Hund? :D Stell ich mir lustig vor.

Die Alltagsbefehle bringe ich ihr erst jetzt bei.

Warum?

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Also andere Leute freuen sich wenn der Hund aus Freude arbeitet und mit Eifer dabei ist. Wo ist das Problem?

Und du hast eine Mali, da ist eigentlich Arbeitseifer und Power vorprogrammiert.

Ich bin immer froh wenn mein Hund freudig und mit Erwartung auf Kommandos reagiert, als wenn ich sehe das sie keine Lust hätte und nur aus reinem Zwang etwas tut. genauso sehen dann Unterordnungen auch aus.

Ein Mali will gefallen, und würde für seinen Herrn/Frauchen alles tun und das meist mit komplettem Einsatz, auch wenn er nur Sitz machen soll, [sMILIE][/sMILIE] ist nu mal so.

Förder Deinen Hund in dem was er gut kann, und wenn es fährten ist, oder Dummytraining, dann hast >Du bestimmt Spaß an ihm

Sabine

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Hallo Topi,

ich denke, Malinois wollen einfach ganz, ganz viel lernen, oder? Hm, aber anonsten kann ich dein komisches Bauchgefühl gut verstehen.

Ich habe auch zwei ganz unterschiedliche Hunde hier: Berta, English Setter, dickköpfig, nicht unterwürfig, schaut mich nicht wie einen Gott an (was für ein Blödsinn) und Fricka, die alles richtig machen will und (aus Angst?) super gehorsam ist. Ich finde das auch manchmal schrecklich, nämlich dann, wenn es gar nicht notwendig wäre. Ich freue mich immer richtig, wenn sie sich mal traut, frech zu sein.

Du, ich kenne hier in Berlin jemanden, der sich sehr gut mit Malis auskennt, eine ganz nette junge Frau - wenn du Hilfe brauchst oder Austausch willst, kann ich gerne einen Kontakt herstellen.

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Hallo Topi,

Blaze ist ein Malinois-Münsterländer Mix, hat das Aussehen und die meisten Eigenschaften vom Mali.

Er "himmelt" mich auch an, sehr oft. Egal, ob wir spazieren gehen, im Haus sind, in vertrauter oder fremder Umgebung (da noch mehr) - er schaut sehr viel, was ich mache oder ob er etwas tun soll.

Das stört mich aber nicht. Wenn es mir bei Spaziergängen zuviel wird, dann ignoriere ich ihn, indem ich ihn überhaupt icht mehr direkt anschaue. Ich verliere ihn natürlich nicht aus dem Blickfeld, vermeide aber konsequent jeden direkten Augenkontakt.

Dann wirds ihm schnell zu doof, und er macht sein Ding: schnüffeln. Entfernt sich aber nicht zu weit von mir.

Malis wollen gefallen und ihrem Menschen alles von den Augen ablesen.

Nutze das doch, was meinst du, wieviele HuBesitzer sich nur etwas mehr Aufmerksamkeit von ihrem Hund wünschen?!!!

Man sieht es doch immer wieder: Hund geht spazieren, läuft hier hin und dort hin und der Mensch ist bemüht, den Anschluß nicht zuverlieren und den Kontakt zum Hund.

Dieser findet alles, aber auch alles interesanter als seinen Menschen... der Dosenöffner und Trockenfutter-Verdiener, der da hinterher trottet ;)

Kannst ihr doch vielleicht immer zwischendurch kleine Aufgaben stellen, das hat mit Dressur doch nix zutun, eher mit Beziehung, bindung und Führung (meine Meinung).

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Hmm. Irgendwie verstehe ich schon, was gemeint ist. Arbeitseifer ja, Will to please auch, aber keine Unterwürfigkeit, stimmts?

Kann es sein, dass Du einfach eine sehr starke Körpersprache hast, dass Du eine Aura hast, an der man sich die Haare fönen kann, Dein Hund als von Dir sehr starke Willenssignale empfängt und selbst einfach "umgefönt" wird?

Bei den meisten Menschen, mit denen ich arbeite, ist das genau umgekehrt. Sie senden nichts bis chaotisches, die Hunde empfangen graues Rauschen und machen vorsichtshalber mal nix, oder beschäftigen sich eben mit Dingen, die ihnen wichtig sind, weil sie ihre Menschen eh nicht verstehen.

Vielleicht braucht Dein Hund tatsächlich eine Arbeit, bei der das Selbstbewusstsein gefördert wird und auch die Fähigkeit, eigene Lösungswege zu finden und zu gehen. Rettungshundearbeit klingt dafür wirklich gut.

LG Anja

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Hallo Anja,

ich muss euch allen bald antworten.

War ein paar Tage nicht im Internet und vorgestern ein leichter Bandscheibenvorfall.

Ich habe einen guten Draht zu unserem Hund. Habe hier ja gelernt, dass der Malinois sein Herrchen anhimmelt. Das tut meine Hündin. Schaut mir immer hinterher (ausser, sie schmollt mit mir-dann dreht sie sich weg.)

Was mir ein bisschen zu dienstfertig an ihr auffält ist wohl ein Mix aus: Freude über eine Beschäftigung, Gefallen wollen, Verspieltheit.

Es ist nun wirklich so, dass sie sich auf die Erde wirft, wenn ich Platz! sage. Aber auch, wenn ich Sitz! sage.

Das ist für sie dasselbe.

Ich weiß nun nicht, wie ich sie zum Sitzen bekomme. (Das hat sie vor dem Platz gekonnt).

Ich sage Sitz und versuche sie dann im Fallen festzuhalten.

Und mein Fehler! Manchmal, wenn sie bei Sitz flach auf dem Boden liegt und mich so von unten ankommt, streichle ich sie. - Das ist wohl nicht hilfreich. Was soll der Hund daraus schließen?

Aber sonst denke ich, bin ich klar in meinen Gesten.

Eine so große Präsenz habe ich nicht. Glaube ich nicht.

Aber den Hund und mich verbindet schon viel.

Sonntag werde ich mir die Rettungshundstaffel der Johanniter angucken.

- Mein Vater ist dagegen. Er möchte nicht, dass der Hund arbeitet. Er sagt, er möchte nur einen treuen Begleiter.

Aber ich seh das anders.

Ein Malinois möchte beschäftigt und gefordert werden. Und unser Hund-da bin ich sicher.

- besonders.

Die Meinung meines Vaters ist relevant, insofern, dass es eigentl. sein Hund ist.

Aber ich werde ihn schon überzeugen.

Grüße

Topi

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