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Hundeforum Der Hund
Peggy

Peggy und Missy stellen sich auf besonderen Wunsch mal vor!

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Peggy ist das Frauchen, 47 Jahre alt, und lebt mit Missy der alten Hündin im Herzen Schleswig-Holsteins.

Bis zu ihrem 26. Lebensjahr hatte Peggy panische Angst vor großen Hunden.

Hervorgerufen von dem Hund der Oma (Dackel), der im Alter bissig wurde und dann immer nach Beinen und Füssen der Kinder schnappte. Einen totalen Ohnmachtsanfall hatte ich mit 6 Jahren, als ich ein Geräusch an meinem kleinen Schulanfängerohr hörte, mich umdrehte, und in das riesige, sabbernde Maul einer Deutschen Dogge schaute, die direkt vor mir stand.

Seit dem Zeitpunkt bin ich dann immer lieber auf die andere Straßenseite gegangen.

Tja, und wie der Herr so`s Gescherr... mein Sohn hatte genau solche Panikanfälle wie ich. Sorry, Baby!

Und dann plötzlich war ich Besitzerin eines 60 cm großen Hundes Namens Hobo. Das kam so:

Auf einer Gartenparty bei Freunden, wir saßen alle auf dem Rasen und spielten mit den Kindern, als ein Bekannter durch die Gartenpforte kam, und gleich hinter ihm her dieser Hobo.

Er war gar nicht scheu und lief überall herum und beschnüffelte alle und alles.

Und natürlich kam er auch an mir vorbei.

Mein Herz raste, ich wäre fast wieder ohnmächtig geworden, aber der Bekannte sagte: sei ganz ruhig, das ist der liebste Hund der Welt.

Natürlich riss ich mich zusammen, ich wollte auch nicht wie ein hysterisches Huhn herum kreischen und die Kinder erschrecken.

Der Bekannte befahl dem Hund, sich in die Mitte unseres Kreises zu legen, was der auch anstandslos tat.

Ganz langsam beruhigte ich mich wieder, aber immer beobachtete ich den Hund, ob er irgendwelche Anstalten machte, mich zu beißen.

Ich sah zu, wie die Kinder ihn streichelten, hörte wie sie sagten, er hätte schönes weiches Fell.

Ich dachte die ganze Zeit nur daran, daß so ein Hund auch ganz plötzlich zum wilden, unberechenbaren Tier werden kann, wie der von meiner Oma.

Die Kinder forderten mich auf, ich solle ihn doch auch einmal streicheln.

Um nicht wie ein Feigling dazustehen, streckte ich ganz vorsichtig die Hand nach ihm aus, aber erst, als der Bekannte nickte und sein OK signalisierte.

Hobo war ein Chow-Chow-Schäferhund-Mix, 2 Jahre alt. Hatte einen schwarzen Rücken, blonde Beine mit langem Fell und einen roten Kopf. Und er fühlte sich an wie meine Katze. Weich und kuschelig. Ich hätte nie im Leben gedacht, daß ein Hund so ein weiches Fell haben könnte. Er war etwas kleiner als ein Schäferhund, hatte einen richtigen Löwenkragen in rot, er war sauber und roch sogar kuschelig. Ich hätte mein Gesicht in sein Fell kuscheln mögen.

An dem Tag erzählte mein Bekannter, er hätte den Hund nur in Pflege, sein Herrchen wäre im Urlaub.

Nach ein paar Wochen traf ich die beiden zufällig wieder. Ich fragte, ob sein Freund denn immer noch im Urlaub sei, oder warum Hobo immer noch mit ihm unterwegs wäre.

Er meinte, sein Besitzer sei umgezogen, und der Hund dürfte nicht mit in die neue Wohnung. Man würde einen neuen Besitzer für ihn suchen. Wenn keiner gefunden würde, dann sollte er ins Tierheim.

Wieder vergingen einige Wochen und ich traf die beiden wieder.

Kein neues Herrchen, Tierheim überfüllt, keine guten Aussichten für den lieben Hund.

Ich übernahm sofort die Leine und sagte:"Das ist jetzt mein Hund. Basta!"

Ich weiß bis heute nicht, was da über mich gekommen ist, aber ich habe es keine Sekunde bereut. Es war Liebe auf den 2. Blick!

Am Abend holte ich meinen Sohn aus dem Kindergarten. Ich sagte ihm so nebenbei, wir hätten jetzt einen Hund, der würde schon zu hause auf ihn warten. Sein Gesicht war so ungläubig, nie im Leben hätte er damit gerechnet, daß seine Mutter sowas zu ihm sagen würde. Zuhause angekommen mußte ich natürlich erst einmal meinem Jungen beistehen und auch ihm die Angst vor dem großen Hund nehmen. Aber das war ganz einfach.

Hobo legte sich hin und wir beide kuschelten um die Wette mit dem riesen Kuscheltier.

Hobo war der liebste, netteste, ruhigste Hund den ich seit dem kennenlernen durfte.

Wir sind dann nach einem Jahr auf einen Bauernhof gezogen. Dort durfte Hobo (ist ein amerikanischer Ausdruck für einen Streuner) nach Herzenslust herum schnüffeln. Alle Kinder aus unserer Familie oder Freundeskreis konnten mit Hobo kuscheln, toben, herumtollen, er hat alles mit sich machen lassen.

Er hatte einen Lieblingsplatz auf dem Rasen. Wenn er dort lag, dann haben wir die Babies auf ihn gelegt zum Schlafen. Er ist solange da liegen geblieben und hat sich nicht bewegt, bis das Kind wieder aufwachte.

Er hatte einige Unfälle in seinem Leben. Bei einem Kampf mit einem Dachs verlor er ein Auge, was ihn fast das Leben gekostet hätte. Ein anderes mal hat ihm ein kleiner bissiger Hund die Nase abgebissen. Hobo wollte nur mit ihm spielen, ist schwanzwedelnd auf ihn zugelaufen, um ihn zu beschnuppern, da hat der andere in Panik vor dem Großen schon zugebissen. Das Herrchen machte sich dann mit ihm aus dem Staub. Es hat Hunderte von Mark gekostet, ihn wieder zusammenzuflicken. :????!?

Hobo ist dann im Alter von 16 Jahren an den Folgen eines Gehirnschlags gestorben. Er war topfit und hatte keinerlei Wehwehchen, wir konnten uns den Grund dafür nicht erklären. 3 Tage haben wir mit vereinten Kräften versucht, ihn wieder hinzubekommen, aber alle Medikamente und alle Mühe haben nichts genutzt, wir haben ihn auf dem Rasen in seiner Lieblingskuhle einschläfern lassen.

Er hat ein Grab in seiner Lieblingswiese bekommen und sogar einen Grabstein. Wir alle, mindestens 40 Menschen, haben tagelang Rotz und Wasser geheult.

Während er aber noch lebte auf unserem Bauernhof hat er mächtig für wunderschönen Nachwuchs gesorgt. 2 x hat er die Hündin meiner Freundin geschwängert. Ihre Hündin war ein Schäferhund-Collie-Mix und hieß Miezi. Die beiden passten wunderbar zusammen: ein Amerikanischer Tramp und ein Österreichisches Stubenmädel.

Die Welpen wurden uns aus der Hand gerissen. Wir nannten sie "Wittenseer Edelwusel", jeder bekam ein Stammbuch und eine Geburtsurkunde. Und die zukünftigen Herrchen wurden von uns auf Tauglichkeit und Umgebung überprüft. Alle sind in sehr gute Hände gekommen.

Eine kleine Hündin aus dem 2. Wurf ist meine Missy. Sie ist die Erstgeborene aus dem Wurf, die Kleinste, die Schwächste. Wir haben sie 2 Tage und 2 Nächte mit der Flasche gefüttert, weil sie bei dem Andrang auf die Zitzen der Mutter keine Chance hatte, durchzukommen. Nach den 2 Tagen hatte sie Kraft genug, sich auch dort durchzusetzen.

Nachdem sie ihre Flasche geleert hatte, habe ich sie mir auf die Schulter gelegt, sie hat ihren Kopf unter meinen Haaren versteckt und ist dort eingeschlafen.

Das ist auch heute noch ihr Lieblingsplatz zum Kuscheln. Ich konnte und wollte sie damals niemandem geben, ich mußte sie einfach behalten.

Genau wie Hobo ist sie sehr lieb, hat in fast 17 Jahren noch nie jemanden angeknurrt, oder die Zähne gefletscht. Sie liebt Katzen und kuschelt mit denen und teilt ihr Futter mit ihnen.

Wir hätten schon lustige Filme drehen können als Werbung für Tierfutter: 2 große Hunde und 2 Katzen fressen aus einer Schüssel. Danach legt man sich zusammen in die Sonne und leckt sich gegenseitig die Essensreste vom Bart. Herrlich!

Ganz schrecklich fand ich auch, als Hobo Missy geschwängert hat, gleich als sie das erste mal läufig war im Alter von 7 Monaten. Ich konnte es nicht übers Herz bringen, sie die Welpen austragen zu lassen. Sie war noch so klein. Damals haben wir zusammen mit der Tierärztin entschieden, eine Totaloperation zu machen. 2 große Hunde waren mir zu dem Zeitpunkt auch genug, und wollten wir mehr, dann hätte Hobo ja noch seine Freundin Miezi gehabt. Die Angst vor Inzucht hat natürlich auch eine große Rolle gespielt.

Sie ist also nie wieder läufig geworden, oder hat Babies bekommen. So denkt sie seit dem, sie sei immer noch 7 Monate alt, und spielt und tobt wie ein junger Hund, nur etwas langsamer und gemächlicher, eben einer alten Dame entsprechend.

Missy, wie auch damals Hobo, reagieren auf S-Laute.

Missy ist ja nun fast taub, aber sonst brauchte ich nur ein langes SSS zu sagen, dann schauten beide mich an, und ich gab meine Befehle mit den Augen oder den Händen. Ich brauchte nie laut zu werden und "Sitz-Platz-Aus" zu brüllen. Ich sage einfach SSS und deute einen Befehl an, und er wird ausgeführt.

Vielleicht sollte ich Missy ein Hörgerät kaufen. ;)

Der Tierarzt meinte, wir könnten daran nichts ändern, sie ist halt schon sehr alt.

Mit Hobo konnte man sogar reden. Jedenfalls machte es manchmal den Eindruck, als könnte er jedes Wort verstehen. Natürlich sind Hunde besonders aufgeregt, sobald der Grill im Garten angezündet wird. Zu Hobo konnte ich sagen:"Hobo, das schmeckt dir gar nicht." Dann ist er weggegangen, und die Sache war für ihn erledigt. Unglaublich aber wahr.

Ich muß sagen, daß ich heutzutage immer noch etwas Angst, oder besser Respekt, habe vor fremden, großen Hunden, ich jetzt aber viel besser mit ihnen und meiner Panik umgehen kann.

Das habe ich Hobo zu verdanken.

Wahrscheinlich stören mich deshalb auch Missy´s Pfützen und ihre Taubheit nicht. Ich hab sie einfach seit über 16 Jahren lieb!

Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich will Euch nicht langweilen.

Für heute ist´s genug!

Lieben Gruß

Peggy und Missy

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Hallo Peggy,

tolle Geschichte und kein bißchen langweilig.... :)

HERZLICH WILLKOMMEN in unserem Hundeforum =)=)=)=)

Was noch fehlt, sind Fotos !!!!!!!!!!!!!!!! :klatsch::klatsch::klatsch::klatsch:

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HERZLICH WILLKOMMEN !!!!!!!!!!!!!!!!

=)=)=)=)=)=)=)=)=)=)

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:respekt::D

Respekt, Peggy!!!!!! :respekt:

Ne tolle Vorstellung! :respekt:

Ja, und wie Katja schon sagt: FOTOS !!!!!

Wir quengeln so lange, bis wir welche haben! :D

Und dann wird gelost, wer von uns deinen Hund klauen kommt! :prost:

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Hihi...

so taub und schläfrig, wie Missy im Moment bei der Hitze ist, kannst Du die sogar schlafend wegtragen... *glaub*

Sie ist im Moment noch draußen im Garten, sie ist grad so rege, da will ich sie noch nicht reinholen. Wenn die Sonne untergegangen ist, wird sie erst richtig wach. Es ist ihr zu heiß. Mir übrigens auch! Bin ein Nordi, alles über 23°C ist Afrika, nicht geeignet für Wikinger-Frauen im Hohen Alter.

Lieben Gruß

Peggy

PS: Bilder sind im Auftrag: Mein Sohn scannt Hobo ein, ich mach morgen mal Fotos von Missy!

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(bearbeitet)

Hallo,

schön das Du hierher gefunden hast.

Habe Deine Geschichte gelesen und fand sie überhaupt nicht langweilig. :klatsch:

Das ist ja schon ein Wahnsinnsalter für einen Hund, der eine 16 und Deine Missy schon 17. :respekt:

Ich hoffe ich habe auch so viel Glück.... :)

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Guten Morgen Peggy,

oh...so schön zu lesen :) !

Ja, so kanns gehen....ich freu mich für Dich, daß es so gelaufen ist und wünsch Deiner Fellnase und Dir noch viele Jahre!

Liebe Grüße

Amie

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Hallo,

auch von mir herzlich Willkommen und viel Spaß im Forum.

Eure Geschichte ist sehr schön und man merkt wie lieb du deine Hobo und Missy hattest und noch immer hast.

Ich bin schon auf die Bilder gespannt.

Lg Birgit

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Hallo,

das ist ja mal eine ausführliche Vorstellung. :respekt:

Nur die Fotos fehlen noch, aber Du hast dies ja in Auftrag gegeben.

So ists brav :D

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Hi Peggy,

:respekt: ,ganz ganz tolle Vorstellung!!!!!

Die Geschichte hätte meinetwegen ruhig noch länger sein können,du hast alles so toll beschrieben,einfach klasse =)

Freue mich das du und Missy zu uns gefunden habt,fühl dich wohl hier im Forum :party:

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