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Hundeforum Der Hund
wildwife

Kassenpatient = Mensch zweiter Klasse

Empfohlene Beiträge

Hallo Fories

Ich habe die Überschrift extra nicht mit Fragezeichen versehen denn nach diversen Arztbesuchen

ist das für mich keine Frage mehr.Was ich da gestern erlebt habe schlägt dem Fass wirklich den

Boden aus:

gestern hatte ich einen Termin bei einem Neurologen hier im Ort.Seit einiger Zeit habe ich arge

Probleme mit meinem Rücken und meiner Halswirbelsäule.In dieser Praxis war ich vor 2 Jahren

schon mal da ich auch damals schon Probleme mit dem Rücken hatte.Meine Erfahrungen vor 2

Jahren waren schon nicht berauschend aber es gibt hier halt keine andere Praxis.

Gestern ging ich also bewaffnet mit meinen Bildern aus dem Kernspin dort hin.Laut Befund stehe

ich an zwei Stellen der Halswirbelsäule kurz vor einem Bandscheibenvorfall und an einer Stelle

der Brustwirbelsäule.Dies äußert sich u.a.durch kribbeln in Hand,Finger und Rücken.Ferner gibt es eine Fehlstellung der Halswirbelsäule die auch schmerzhaft ist.

Der Arzt kam,

ich folgte ihm ins Behandlungszimmer.Kein "Guten Tag,ich heiße..",im Stechschritt vor mir her.

Kurz hinsetzen,kurze Erklärung meinerseits über meine Beschwerden.Dann ausziehen,kurze

Untersuchung,wieder anziehen.Er schrieb dann an seinem PC und ich war Luft.Die Aufnahmen des

MRT waren für ihn uninteressant,sie wurden kaum eines Blickes gewürdigt ebenso wenig wie der

Befund des Radiologen.Er tippte und tippte "Bericht ist gleich fertig,können Sie mitnehmen."

Ich versuchte noch ihm zu erklären das ich große Probleme habe (darauf möchte ich jetzt hier

nicht näher eingehen),er hörte gar nicht zu.Dann schrieb er eine erneute Überweisung zum

Kernspin um den Kopf noch mal zu untersuchen.Eventuell könne da ein Nerv schuld sein an

meiner Migräne und meinen Gesichtsschmerzen.

Hä,Gesichtsschmerzen??Wer hat davon was gesagt??Als ich fast panisch sage ich könne da nicht

noch mal rein (Klaustrophobie,für die ersten Bilder brauchte ich schon zwei Anläufe) schob er

die Überweisung rüber,sagte "Dann gehen Sie rein wenn Sie können.",stand auf und ging aus

dem Zimmer.

Ich sammelte meine Bilder wieder ein,schob sie in den Umschlag und verließ total geknickt den

Raum.Draußen stand ich dann,wartete auf den Bericht und ging dann.

Dieser sogenannte Arzt hat mich behandelt wie einen Bittsteller.Die Krönung des Tages war dann

noch der Anruf bei einem Orthopäden mit der Bitte um einen Termin."Sind Sie privat versichert?"

Nein,bin ich nicht und so habe ich Mitte August einen Termin..

Sorry,ist etwas lang geworden aber ich koche gerade innerlich!Ja,ich gestehe es:

Ich bin eine arme Kassensau!

Gruß

Sabine

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(bearbeitet)

Hmmm, ich wurde letzte Woche in ner Tagesklinik operiert.

Hat alles fein geklappt.

Von der Narbe wird nichts mehr zu sehen sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, was man besser hätte machen können, wenn ich Privatpatient wär.

Ach soo:

Privatpatienten haben drot auch noch ne extra Sprechzeit - recht spät abends.

Ich mach den Ärzten selbst keinen Vorwurf.

Es ist doch relativ logisch, dass auf die "tolle" Gesundheitsreform" irgendwie reagiert wird.

Bei den Kassenpatienten machts die Menge.

Wer würde schon mehr Zeit und Aufwand investieren, wenn es sich nicht lohnt, weil man nur ein paar mickrige Euro pauschal verrechnen kann?

Schuld hatt die Regierung - nicht die Ärzte.

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Guten Morgen,Winnie

Für mich hat gerade das was gestern passiert ist zwei Aspekte:

zum einen natürlich der desolate Zustand unseres Gesundheitssystems das die Patienten in

zwei Klassen teilt.Zum anderen aber auch der menschliche Aspekt:dieser Arzt war,was das angeht

eine absolute Niete.Wie kann man einen Patienten so abkanzeln??Ihn behandeln als ob er Luft

wäre und ihm das Gefühl geben er muss schnell wieder raus aus der Praxis?

Gruß

Sabine

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Also das mit den Teminen kenne ich von meiner Mama auch, grad bei Spezialisten...privat? Nein...ok dann ca in einem halben Jahr, es sei denn sie zahlen das selber!!!

Zum Arzt selber.....mhhh ich hab mal in den gelben Seiten geschaut, der ist im Umkreis von 16km der einzigste, somit fertigt er einfach nur ab. Das ist auch so bei meinem Hausarzt....ich hatte nach der Geburt schmerzen in der Hand (wo der Zugang war) hab ihm alles erklärt, und er hat mir ne Überweisung geschrieben zum Röntgen....ohne sich irgendwas anzusehen zu fragen oder mich anzusehen. Wie bei dir stur in den Computer geschaut. Allerding kann ich mir im näheren Umkreis einen anderen Arzt suchen.....ob das jetzt an privat oder kasse lag, mag ich bezweifeln....

Es ist schwer sich da rein zu versetzten, wie Wuff schon schrieb....die Ärzte sind da nicht schuld....obwohl ich genug Ärzte kenne die trotz dieser Politik sich genug Zeit für ihre Patienten nehmen....Menschlichkeit nennt man das glaub ich....

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Hallo,

da mein Mann - wie schon mal beschrieben - an Krebs erkrankt ist, habe ich in den letzten zwei Jahren mehr Arztkontakt als mir lieb ist.

Mein Feststellung, ob in der Praxis oder im Krankenhaus, es kommt auch darauf an, wie ich auftrete.

Da mein Mann z.Zt. nicht reden kann, übernehme ich das. Nachdem ich mal richtig Theater gemacht habe und auch die Krankenkasse hinzugezogen habe, geht es jetzt wesentlich besser.

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Da ich ja schon Knochentechnisch einiges hinter mir haben lasse ich mittlerweile meinen Hausarzt Termine bei Fachärzten machen und da klappt es viel schneller.

Die hauen einem teilweise die Diagnosen von wegen OP und Lähmung um die Ohren das einem der Boden unter den Füßen weggrissen wird aber Zeit ist Geld und der nächste wartet schon :(

Es ist wirklich Traurig was hier abgeht und wie man behandelt wird.

Lg Birgit

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Also ich bin fassungslos :??? So etwas ist mir noch nie passiert, da bin ich ja echt froh das ich ländlich lebe und hier eigentlich jeder jeden kennt und der Doc jeden gleich behandelt. Echt traurig wie weit es schon gekommen ist...kopfschütteln.

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Hallo!

Ich hatte zu der Zeit, als ich noch gesetzlich versichert war, GsD keine solchen Probleme...

Inzwischen bin ich "zwangsweise" privat versichert - ich meine, als Selbstständiger bleibt

einem ja fast keine andere Wahl - für eine Krankenvollversicherung würde ich bei einer

gesetzlichen Krankenkasse wesentlich mehr bezahlen und trotzdem weniger Leistungen

bekommen. Da wär man ja bescheuert, wenn man das machen würde.

Allerdings sind mir die "Extrawürste" beim Arzt schon fast peinlich :Oo Ich würde es aber

auch besser und gerechter finden, wenn alle gleich behandelt würden und Notfälle

bevorzugt würden statt Privatpatienten. Naja, hat halt schon einige Lücken unser Gesundheitssystem :motz:

jedoch darf man nicht vergessen, dass es in anderen Ländern auch durchaus noch

schlimmer ist :(

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Soll man lachen oder weinen was in unserem Staate abgeht?

Mein Mann hatte einen leichten Schlaganfall, durch Untersuchungen alles belegbar. Mußte letzte Woche zum Neurologen, der diese Diagnose anzweifelte!!!!. Sein Auftreten war so, daß mein Mann die Praxis ohne Untersuchung mit den Worten: "Ihre schlechte Laune können Sie ablassen, an wem Sie wollen, nicht an mir" verlies. Ausnahme? Garantiert nicht, denn mit diesem Arzt hatte ich auch schon meine negativen Erfahrungen gemacht. Im Zweifelsfalle melde ich so etwas in Zukunft meiner Krankenkasse! :so

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Hallo Sabine,

ich kann Dir nur zustimmen. Meine Wirbelsäule ist vom C1 bis LWS7 von Geburt an defekt.

Außer Schmerzmittel bekomme ich gar nichts. Wenn ich beim Orthopäden einen Termin

haben möchte, muß ich grundsätzlich 4 Wochen drauf warten, oder in die Sprechstunde

kommen und ca. 5-6 Stunden warten. Kann so lange aber auf den Sch***stühlen nicht

sitzen, rausgehen darf man auch nicht.

Physiotherapie wird mit Hinblick auf mein Alter und dem Kosten-Nutzenverhältnis abgewimmelt.

Wo sind wir eigentlich hingekommen :motz::motz:

Es ist doch wohl eine Frechheit :wall::wall:

Kann mir also mit Diclofenac lieber Leber und Nieren kaputtmachen. Muß sogar manchmal

Tramal nehmen.

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