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Hundeforum Der Hund
schwarze Kiwi

Psychische Erkrankungen! Betroffene? Angehörige? Erfahrungsaustausch?

Empfohlene Beiträge

Hallöle,

ich lese hier in letzter Zeit immer mal wieder von einigen Usern die im Ansatz schreiben das sie auch beispielsweise Angstzustände oder ähnliches haben.

Ich dachte mir nun ich mach mal einen Thread für alle "unsererseits" die sich hier gerne austauschen möchten über Erfahrungen, Therapieformen, Klinikaufenthalte, Medikamentöse behandlung etc. pp. ....

Ich weiß das es sicherlich ein brisantes Thema ist, und wer hierzu nichts schreiben möchte obwohl er betroffen ist der muss es ja auch nicht tun ;)

und ja, natürlich erzähle ich auch von mir selber ;)

Ich weiß allerdings mal wieder nicht wo ich anfangen soll ...

Ich könnte stumpf meine Diagnosen runter schreiben

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus (F60.31)

Essstörung; nicht näher bezeichnet (F50.9)

Mittelgradige depressive Episode (F32.1)

Spezifische isolierte Phobie (F40.2)

Panikstörung; episodisch paroxysmale Angst (F41.0)

vegetative Dystonie (F45.9)

Mit der Essstörung komm ich klar, mit den Depressionen meistens, die Phobie bezieht sich auf meine Angst vor meinem Bett und meine Zahnarztphobie.

Mit der Panikstörung hab ich arg zu kämpfen.

Naja und die Diagnose Borderline ist sozusagen meine "hauptdiagnose" auch wenn ich (meiner Meinung nach) in vielen Dingen gar nicht "typisch Borderline" bin.

Mein Hauptthema hier ist die Verlustangst und die Angst vorm Alleinesein.

Momentan bin ich nicht in Therapie, aber auf der Suche nach einer ambulanten Therapie, stationär möchte ich nur gehn wenn gar nix anderes mehr geht.

Ich hab schon zwei jahre Therapie bei einer Heilpraktikerin mit Zusatzausbildung zur Psychotherapie hinter mir, es hat mir bis zu einem gewissen Punkt geholfen, aber irgendwann eifnach nichts mehr gebracht.

Anfang 2008 war ich für 12 Wochen Stationär in bad Bramstedt zur dialektisch bihavioralen Therapie.

Das hat mir sehr viel gebracht, ich bin seither einafch stabiler, auch wenn es momentan wieder ein wenig kippelt.

Ich habe mich lange Zeit selber Verletzt, aber bin nun am 17. August schon zwei Jahre davon weg und habe auch nur noch sehr sehr selten überhaupt verlangen danach.

Meine Narben habe ich Anfangs versteckt, genauso wie ich meine Krankheit Anfangs vor allen und jeden Verheimlicht habe.

Das tue ich nun nicht mehr und ich kontne feststellen das es sich so viel "einfacher" lebt.

Auf Medikamente bin ich schon angewiesen, sie machen mich einfach stabiler, bringen mich bei Panikattacken relativ schnell wieder runter oderhelfen mir zu schlafen.

Falls es interessiert, ich nehme morgens 40mg Fluoxetin, Abends zum Schlafen meistens 7,5 mg Zopiclon oder auch mal bis zu 50mg Atosil, als Bedarf nehm ich 0,5 bis 1mg Tavor oder 100mg Opipramol oder auch mal 10-20mg Atosil.

Soweit erstmal von mir, erstmal einfach nur so zu meiner "Krankengeschichte" ohne die Ursachen für das ganze zu nennen ...

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(bearbeitet)

Wirklich super mutig dass Du Dich das traust! :respekt:

Dann kann ich ja auch mal auspacken: ;)

Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr Verlustängste die mit der Zeit immer stärker wurden. Zudem war ich über 2 Jahre stark Tablettenabhängig.

Außerdem habe ich eine Störung des Selbstempfindens. Ich fühle mich wertlos. Besonders stark ist dieses Gefühl wenn ich mit anderen Personen zusammen bin. Ich fühle mich einfach nie gut genug.

Von meinem 13. bis zum 19. Lebensjahr habe ich ständig Gesprächs-Therapien gemacht die mein Selbstbewusstsein aufgebaut haben. (Ein medikamentöse Therapie fiel durch die Tablettenabhängigkeit flach :Oo ) Vor einem Jahr war ich bei der letzten Therapiesitzung und ich denke dass ich jetzt mein Leben allein in den Griff bekomme.

Mit der Zeit habe ich wieder ein soziales Umfeld um mich welches mir gut tut, gekrönt durch meinen derzeitigen HAL und natürlich die Hunde.

All dies gibt mir wirklich sehr viel Rückhalt. :yes:

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Ich finde es toll, dass Ihr Euch jetzt hier so outet. :respekt:

Ihr seid hier im Forum immer so souverän und taff und leider weiß man gar nicht, wer oder was hinter den Menschen steht.

Außer einer Magersucht bis vor einigen Jahren (38 KG bei 1,59 M) und Zigaretten und meinen desolaten Gelenken hatte/hab ich eigentlich Gsd keine Probleme.

Was ich eigentlich sagen wollte: Wenn Ihr mal einfach was rauslassen wollt, könnt Ihr mir gerne per Pn schreiben. Oft geht es einem besser, wenn man sich was von der Seele schreiben kann. :knuddel

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Danke Hanni! :kuss:

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Dann trau ich mich auch mal :)

Im April 04 habe ich meinen Job verloren (Fa. ging Pleite) und hatte auch privat viel um die Ohren.

Ende März ging es mir eines Abends von einer auf die andere Sekunde so richtig Elend. Kalter Schweiß, heftige Übelkeit, zittern, Schwindel - alles auf einmal.

Mein Mann fuhr mich ins Krankenhaus.

Nach 4 Tagen wurde ich nach ein paar Infusionen entlassen. Eine Woche später gings wieder bergab.

Es ging soweit dass ich das Haus nicht mehr verlassen habe und niemanden sehen oder mit jemandem reden wollte (außer meinem Mann und meiner Mutter die auch mal ne Depression hatte ).

Meine Mutter empfahl mir zum Neurologen zu gehen. Ich: Häh??

Also ab zum Neurologen.

Diagnose: Angstzustände, Panikattacken, Schweißaußbrüche, mittelschwere Depression.

Ich bekam Opipramol. Alles andere hab ich nicht vertragen.

Ich verlor 5 Kilo weil ich Null Hunger hatte. Das war für mich das schlimmste. Ich hatte ja nur 50kg. Ich steigerte mich da richtig rein und bekam dann erst recht nichts mehr runter. Ich hatte Null Hunger und ernährte mich wochenlang nur von Brezen und Bananen. War eine sch.. Zeit. :(

Kämpfe heute noch ab und zu mit dem Schwindel. Die Ursache dafür kennt keiner. Nicht mal ich.

Bin momentan bei einer Psychotherapeutin (was sehr geholfen hat) und nehme nur noch jeden Morgen 50mg Opipramol was ich aber bald absetzen möchte.

Mir geht´s wieder richtig gut und ich bin glücklich darüber. Ich bin so dankbar dass mein Mann in dieser Zeit zu mir gehalten hat, obwohl er es nicht verstanden hat (wie auch?) und ob ihr es glaubt oder nicht: Seit ich Amy habe ging es nochmal bergauf. Sie zaubert mir so oft ein Lächeln ins Gesicht.

Angst vorm Zahnarzt hab ich auch wie blöd, aber das war schon immer so. ;)

Fazit: Keiner kann dich verstehen, der nicht schon mal psychisch krank war.

Und ich finde es sehr mutig von dir dass du diesen Thread erstellt hast. :respekt:

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Hallo chrisy, du auch Bananen?*g*, bei mir kam noch Joghurt dazu, alles andere fand nicht mehr den Weg in meinen Magen. Wog dann noch 42 kg, Haut und Knochen. Panikattacken und Depris, unter letzterm muß ich mein restliches Leben voll leben, komme aber meistens - außer in Stresssituationen wie momentan - gut damit klar.

Der Urknall kam plötzlich, mein Internist meinte noch, dies hätte auch passieren können, wenn direkt vor mir eine Türe zugeschlagen worden wäre.

Auslöser? Von der schlechten Kindheit angefangen, bis Probleme mit der Schwiemu....... und so weiter und so fort, ein ewiger "Faden" quer durch mein Leben. Ist jetzt 20 Jahre her, war ein harter Weg bis heute, geholfen hat mir dabei sehr mein erster Puli aus dem TH, der mich forderte, die Kinder konnten sich z. T. schon selbst versorgen und ohne Puli hätte ich mich "dolle" gehen lassen können......

Medikamente noch und nöcher, bis ich den Psycho-Arzt wechselte, ein Mittel bekam, das nicht abhängig machte: APONAL und Gesprächstherapie.

Im Moment sollte ich wieder ein Medi nehmen, kann dies aber wegen meines kranken Oldies nicht, muß eben ohne durch diese Tal der Schwärze. wird aber, dies ist dies, was mir immer wieder hilft, denn bis jetzt konnte ich mich wieder jedes Mal aus diesem Loch hochziehen.

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Okay nun zu mir....

Erstmal Respekt an euch alle....

Wie man auf meinem Profil lesen kann, mache ich eine Ausbildung zu Krankenschwester, bin kurz vorm Examen, habe mehrere Stationen durchlaufen, unter anderem auch die Psychatrie...

Fälle wie eure sind mir also vertraut, auch von mir selbst...

Ich hatte ne schwere Kindheit, bin seit meinem 13. Lebensjahr quasi auf mich allein gestellt, meine Eltern haben sich getrennt als ich 5 war, meine labile Mutter krallte sich den nächst besten Typen, einen aggressiven Alki, er schlug, er spuckte, er schrie, er trank und ritt uns alle (Bruder,Mutter und mich) ins Verderben...

Als ich 10 war zog mein Bruder aus, da war er 16, mit 20 war er drogenabhängig, magersüchtig und hatte 25.000 Euro Schulden, das Ende vom Lied ein Privatinsolvenz, soviel zu meinem Bruder...

Für mich ging das Leid weiter, meine Mutter begann ebenfalls mit dem Trinken, ich war auf dem Abstellgleis, zu oft musste ich Gewalt ertragen, meine Mutter schreien hören und die leeren Bierflaschen wegbringen...

Mit 13 begann ich nachts um die Häuser zu ziehen, trank viel Alkohol und nahm Drogen, geschlafen habe ich in einer Disko, im Hinterzimmer bei den Türstehern, diese hatten Mitleid mit mir... ein Jahr lang ging das so, meine Mutter bemerkte garnicht das ich weg war, manchmal 3 Tage am Stück nichtz, in ihrem Glimmer...

Nach einem Jahr gings mir zunehmend schlechter, ich war nur noch selten in der Schule....

Um die Sache abzukürzen, ich habe mich fürs Leben entschieden, ich bin mit 16 ausgezogen, habe mein Abitur gemacht, habe meine Ausbildung bald beendet, möchte danach Humanmedizin studieren, habe meine eigene Wohnung, mein Pferd, meinen Hund und einen tollen Mann an meiner Seite.... kurz um ich bin glücklich....

Meine Mutter hat vor zwei Wochen neu geheiratet, ich hab sie da raus geholt, bin mit ihr zur Therapie gegangen und ja sie ist trocken und mittlerweile fast eine richtige Mutter, ich habe ihr verziehen.... zumindestens fast...

Mein Bruder lebt in Island, zahlt von dort seine Schulden ab, verdient Geld, nimmt keine Drogen mehr und möchte nächstes Jahr heiraten....

Mein ehemaliger Stiefvater befindet sicht im Moment auf der ITS.....

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... Fazit: Keiner kann dich verstehen, der nicht schon mal psychisch krank war...

Da muss ich dir leider recht geben, aber man sich wenigstens schlau machen und versuchen die ""Macken" des anderen als gegeben zu akzeptieren. Manchmal sind wir "Anhängsel" aber wohl auch ganz hilfreich, um aus der Isolation heraus zu finden. Die Bestätigung hilft mir wiederum, nicht aufzugeben :)

Mein Freund hat eine ähnliche Diagnose:

vegetative Dystonie

Posttraumatische Belastungsstörung und daraus resutierende Panikattacken beim Autofahren

Leider sind die beruflichen Umstände (ganz zu schweigen von der geldgierigen Ex) derzeit bei ihm auch noch so, dass an ein Absetzen von Opipramol nicht zu denken ist :(

Ich find's ungemein mutig von Euch damit an die Öffentlichkeit zu gehen, aber wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass es besser ist offensiv damit umzugehen.

LG

Andrea

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Hallo,

ich gesell mich mal mit dazu Bipo II seit 28 Jahren die Diagnose kam aber erst im Juli 2008 :wall: . Jetzt hat mein Dachschaden einen Namen und da gibt es sogar Medi`s für. =)

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Huhu.

Na dann packe ich mal meinen Koffer aus.

Vor einem Jahr hat das ganze angefangen.

In der Schule wurd eich schlechter, wurde teilweise gemobbt.

Das hat mich am Anfang sehr runter gezogen.

Dann bekamen sich meine Eltern immer öfter in die Wolle und ich zog mich also nur noch in mein Zimmer zurück.

Im November 2008 wurde ich immer mehr depressiv.

Und wurde von meiner Kinderärztin zur Psychologin geschickt.

Dort wurde es dann alles noch schlimmer, weil sich alles wieder aufwühlte.

Alle Erlebnisse von damals, die kurzzeitge Trennung meiner Eltern, Fremd Gehung von meinem Pa usw.!!!!

Im Dezember begann ich SSV und im Januar habe ich es meiner Psycho gebeichtet.

Weil ich auch mit Selbstmord Gedanken spielte, lies sie mich beinahe Zangs einweisen (die Klinik hatte ich mir angeguckt, konnte mich aber grade noch retten...) und bekam dann medikamentöse Unterstützung wie die Ärzte sagen.

Seitdem hat sich zwar zuhause was geändert, aber wirklich helfen tun die Medis nicht.

Seit gut 2 Wochen begehe ich jetzt keine SSV mehr und ich hoffe schwer, das bleibt so!

Sonst hatte ich mal Magersucht, bin aber jetzt bei 1,75 Metern und 55 Kilo.

Ich bin mit dem Gewicht zwar nicht zufrieden, aber wenns die anderen sind, die froh sind, stopfe ich halt Sachen in mich rein...

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