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Hundeforum Der Hund
bite

Ich muss meinen Süßen einschläfern - Was tun mit Zweithund?

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Hallo liebe Hundefreunde!

Ich quäle mich seit Tagen mit einer Frage, und hoffe, dass ihr mir helfen könnt, eine Lösung zu finden: Mein Rhodesian Ridgeback Rüde "Yawo" ist erst fünf Jahre alt, leidet aber seit sechs Monaten an einem bösartigen Tumor im Unterkiefer (Fibrosarkom). Wir haben alles versucht (OP, Bestrahlung, Chemo - die allerdings abgebrochen, weil er sie nicht gut vertragen hat). Es gibt leider kein Happy End. Damit versuche ich mich seit März, als der Tumor nach der OP explosionsartig zurück gekehrt ist, auseinanderzusetzen. Inzwischen habe ich mich mit der Aussichtslosigkeit soweit das überhaupt möglich ist, halbwegs abgefunden. Es ist trotzdem schrecklich, einem Tumor beim Wachsen zuzusehen und zu wissen, dass er den geliebten Hund umbringen wird. Aber da muss ich wohl durch.

Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, wie Yawos letzte Stunden ablaufen werden (das hilft ein bisschen, weil ich das Gefühl habe, wenigstens etwas vorbereitet zu sein ...). Eine befreundete Tierärztin wird ihn erlösen. Entweder zuhause oder in dem der Ordination angeschlossenen Physioinstitut, indem wir sie oft besuchen und wo Yawo keine Tierarztangst hat, sondern sich sehr wohl fühlt. Ich weiß einfach nicht, ob ich das Bild des toten Hundes in unserem Wohnzimmer auf seinem Platz je wieder aus dem Kopf kriege - deshalb eventuell diese Variante.

Nun mein Problem: Yawo hat einen Partner - "Lupo", unseren neunjährigen Dalmatinerrüden. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Wie gehe ich damit um - soll Lupo beim Einschläfern dabei sein, oder Yawo danach noch einmal sehen und beschnüffeln können, oder ist es besser, wenn er es gar nicht mitbekommt?

Ich habe sehr viel Hundeerfahrung, bin schon mit einem Hunden aufgewachsen, habe mich leider auch schon von einigen geliebten Vierbeinern verabscheiden müssen. Aber ich war noch nie in der Situation, dass das Einschläfern "geplant" war und ein Zweithund da ist. Lupos vorige Partnerin, meine Doggenhündin "Lara" ist leider auch viel zu früh, aber unerwartet und beim Tierarzt gestorben. Lupo war zuhause. Er hat dann natürlich mitgekriegt, dass wir völlig aufgelöst sind und davor auch gespürt, dass Lara krank war. Dann war sie plötzlich nicht mehr da. Nachdem Lupo sehr getrauert hat, kam nach einer Woche Baby Yawo zu uns. Lupo ging es ziemlich schnell wieder gut.

Ja, und jetzt wird er zum zweiten Mal von seinem Partner verlassen. Eine Horrorvorstellung.

Wie kann ich diese Situation für ihn möglichst schmerzfrei und natürlich gestalten? Wir müssen mit unserem Schmerz irgendwie fertig werden. Ich kann mir zwar im Moment nicht vorstellen wie, aber Lupo soll möglichst wenig leiden.

Danke für eure Ratschläge!

Liebe Grüße aus Wien

Birgit, Yawo + Lupo

PS: Die Fotos sind von unserem (leider wohl letzten) Urlaub mit unseren Beiden. Wir waren mit ihnen im Juni in der Provence. Es war eine ganz tolle und intensive Zeit, für die ich wirklich dankbar bin.

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Hallo Birgit,

helfen kann ich dir leider nicht.

Ich kann dir nur alle Kraft der Welt wünschen, wenn du diese Entscheidung treffen mußt.

Ich schicke dir mal ein paar :kuss::kuss::kuss: rüber und wünsche dir / euch alles Gute und die Kraft und die Weisheit, den richtigen Moment für diesen schweren Entschluß zu finden!!

Arrgyle

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Hi,

das ist eine schwere Entscheidung die Du da treffen mußt, das tut mir sehr leid.

Wir standen auch schon 2x vor so einer Entscheidung, allerdings altersbedingt.

Auch hier waren immer Zweithund oder mehr vorhanden.

Wir haben es nicht zu Hause getan, jedoch sind unsere Tiere hier im Garten

begraben.

Ich wollte das unseren anderen Hunden nicht zumuten.

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Dein Zweithund MUSS sich verabschieden können!!!

Wenn er weiß, was mit seinem Kumpel ist, dann kann er es wesentlich schneller verarbeiten.

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(bearbeitet)

Hallo!

Puh - du merkst ja schon...es lesen viele, aber da kann man im ersten Moment gar nichts schreiben.

So ein bildhübscher Junge!

Ich kenne 2 Hunde, denen das Stück Kiefer entfernt werden konnte. Liegt das bei Yawo so ungünstig, daß sich da keiner an die OP traut? Oder hat der Krebs schon so gestreut?

Was du mit Lupo machst - ich weiß es nicht..

Ich würde, glaube ich, das Risiko eingehen, daß ich das Bild im Wohnimmer schwer loswerde und ihn zu Hause erlösen.

Aber Lupo könnte doch sicher auch mit in die Praxis und sich verabschieden, oder?

Wir haben unseren Jungen im Garten, in der Sonne unter seinem Lieblingsbaum auf den Tierarzt warten lassen und sind nachher nur zum Verabschieden mit seiner "Lebensgefährtin" hin gegangen

.

Wer weiß, ob das richtig war - sie hat nur geschnuppert und hat ihn nicht gesucht - später...

Aber richtig fröhlich ist sie auch nie wieder geworden.

Hoffentlich findet ihr eine Lösung, mit der ihr "danach" gut weiter leben könnt!

:knuddel

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Mal ganz ehrlich, Hunde wissen das meistens, sie haben ein Gespür für sowas,

die merken das. Die verabschieden sich meiner Meinung nach schon im Vorfeld.

Den Hund dabei haben?

Ich halte das für nicht gut aber das muss jeder selber wissen.

Du wirst sicher die richtige Entscheidung treffen.

Das mal zu Winnies Aussage.

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Dabei sein lassen meint auch keiner - nur dran schnuppern lassen, wenn "es" vorbei ist.

Oh ne - den 2.Hund dabei zusehen lassen wär ja echt grausam...

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Was für ein schöner Hund!

Was für eine schreckliche Situation!

Ich habe zwar nur einen Hund, aber ich glaube, ich würde den Gefährten sich verabschieden lassen!

Ich glaube schon, daß man ihm das schon zumuten kann, er wird spüren, dass der andere gegangen ist.

Ich wünsche euch allen viel Kraft!

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ich habe dies einmal miterlebt. Gisi mußte während einer OP eingeschläfert werden. Um ihn richtig zu beerdigen, brauchte ich noch 2 Tage um das Grab auszuschaufeln. Sein Körper blieb in diesen Tagen in der Klinik. Während dieser Zeit hat Nele überall nach ihm gesucht. Als ich seine Leiche abgeholt habe, war Nele dabei. Sie schrie während der ganzen zwei stündigen Autofahrt. Danach allerdings hat sie nie wieder nach ihm gesucht. So schmerzlich das auch für mich war, ich würde es wieder so machen. Sie hat dadurch auf ihre Weise Abschied genommen und es in gewisser Weise auch begriffen.

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Hallo!

Vielen Dank für euer Mitgefühl und eure Antworten! Hoffentlich habe ich noch ein bisschen Zeit, um das alles sickern zu lassen und die richtige Entscheidung zu treffen. Noch geht es Yawo den Umständen entsprechend gut. Er kann fressen, spielt und tobt mit Lupo, genießt den Sommer im garten, er ist zwar etwas "verlangsamt" für einen Fünfjährigen, aber hat nun mal Krebs.

Wenn er nicht mehr fressen kann, oder keinen Spaß mehr am Leben hat, werde ich keine Minute zögern ihn zu erlösen. So hart das für uns sein wird, das sind wir unseren treuen Gefährten schuldig. Er ist so ein toller Hund, ich liebe ihn über alles - und er soll nicht leiden.

@ moorteufel: Wir haben das befallene Kieferstück am 10.2. operieren lassen. Dabei wurde ein Teil des Unterkiefers inkl. 5 Zähnen entfernt. Die ersten Tage waren sehr hart (für alle Beteiligten). Aber nach einer Woche ging es Yawo wieder wirklich gut und er konnte wieder alles (natürlich bis auf Hartes) fressen. Wir waren voller Hoffnung. Leider nicht lange. Trotz gutem Histobefund, der aussagte, dass der Tumor abgekapselt war und im Gesunden entfernt wurde, ergab das Kontroll-CT nach vier Wochen eine explosionsartige neuerliche Ausbreitung des Tumors, der eigentlich ein Weichteiltumor ist und in der Maulschleimhaut einen "perfekten Nährboden" findet. Fibrosarkome haben leider eine enorm hohe Rezidivrate, sie kommen in 75% der Fälle wieder.

Durch die Palliativbestrahlung, die wir dann 6x auf der Onkologie der Uniklinik Wien machen ließen, konnte das Wachstum für eine Zeit eingedämmt bzw. verlangsamt, und vor allem der Hund schmerzfrei gehalten werden. Inzwischen wächst der Tumor sichtlich wieder. Yawo bekommt nun eine relativ geringe Dosis an Schmerzmitteln, weil er einfach gute und schlechtere Tage hat und es schwer ist festzustellen, wann er Schmerzen hat. Damit kommen wir derzeit sehr gut aus.

Danke euch allen und liebe Grüße

Birgit, Yawo + Lupo

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