Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Dota

Mitmenschen beschwichtigen?

Empfohlene Beiträge

Seit Ostern lebt eine vermutlich ca. 2-jährige größere Mischlingsdame bei mir. Ihre Vergangenheit ist quasi unbekannt, sie kommt aus Spanien, wurde dort hochträchtig in der Nähe einer Tötungsstation angebunden und von Jugendlichen mit Stöcken traktiert. Schließlich brachte sie jemand in die Tötungsstation, dort bekam sie ihr Jungen, die sofort getötet wurden. Ein Tierschützer holte sie raus und sie wurde nach Deutschland gebracht auf eine Pflegestelle. Die wohl letzte Station ihres Lebens bin ich.

Dota (ja, ich war bei meinem Usernamen unkreativ) ist ein sehr freundlicher Hund. So einer von der Art, die dem Einbrecher noch helfen, die Sachen herauszutragen. Sie ist recht unproblematisch, passt sich an, eher der stille und ruhige Typ.

Wenn ich mit ihr spazieren gehen, "freut" sie sich über alle Menschen, die uns zu nahe kommen, die laut sind, die aus Hundesicht komische Dinge tun. Sie macht an manchen Tagen einen Affentanz, wenn wir Mitbewohner im Haus (WG) treffen, an anderen Tagen interessiert sie sich überhaupt nicht für sie. Sie hat auch keinerlei Wachinstinkt. Oft hebt sie nichtmal Kopf, wenn die Tür aufgeht. Bellen tut sie nie!

Wenn ich nach Hause komme, bleibt sie erstmal auf ihren Platz liegen und beobachtet mich. Dann kommt sie langsam zu mir, schwänzelt etwas, lässt sich kraulen und gut ist. Auch in anderen Situation mit mir, ist sie inzwischen nie überdreht (beim Spielen usw. anfangs dreht sie da auch durch, nun gar nicht mehr). Aber bei meinem Mitbewohnern, Menschen auf der Straße und vor allem andere Hundehalter, die sie ansprechen, dreht Dota voll auf. Sie springt sie an, schleckt sie ab, kriecht ihnen fast auf den Schoss, schmeißt sich auf den Rücken ect.

Anfangs war ich ein wenig beleidigt. Nachdem ich diese Trotzphase überwunden hatte, konnte ich distanzierter über ihr Verhalten nachdenken und komme zu folgendem Schluss: Dota freut sich nicht über ihre Mitmenschen, sondern ist bei Begegnungen aufgeregt und versucht sie zu beschwingen. Kann das sein? Kann es sei, das Begegnungen mit Menschen Stress in ihr auslösen und sie deshalb dieses Verhalten zeigt? Oder rede ich mir das schön, weil sie sich ja über mich nicht so "freut"?

Seit einiger Zeit lasse ich sie bei nahen Menschenbegegnungen, neben mir auf der anderen Seite des Menschens laufen. Dann wedelt sie höchstens kurz und geht ihrer Wege. Das bestätigt meine Theorie.

Manche Menschen drehen aber bei dem Anblick meines Hundes ebenso ab, wie mein Hund. Dann freuen sich alle einen Kasper. Soll ich das zulassen oder besser unterbinden? Meine Bedenken dabei sind, dass Dota ja nicht unterscheiden kann, wer so einen engen Körperkontakt haben will und wer nicht. Da braucht nur ein Mensch sagen: "Ach wie süüüüß!" und schon ist mein Hund Feuer und Flamme! Das sind so meine täglichen Bruchsekundenentscheidungen. Zulassen oder nicht? Konsequent unterbinden oder Fallentscheidungen daraus machen? :think:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Moin!

Das mit der Trotzphase hast du nett geschrieben! *lach*

Daß diese "Anködelei" eine Art Beschwichtigung sein soll (ich vermute, daß meinst du mit "beschwingen"?), dachte ich auch gleich.

Ist doch toll, wenn du dem Stress auf deine Art jetzt aus dem Weg gehst.

Ich würde ,glaube ich, auch erstmal konsequent unterbinden, daß andere dicht an sie ran kommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das mit der Trotzphase hast du nett geschrieben! *lach*

Finde ich auch.

Deine Beobachtungen lassen eigentlich fast keinen anderen Schluss zu. Vielleicht hat sie einfach gelernt, dass dieses Verhalten die positivsten Auswirkungen auf Menschen hat. :think:

Auf jeden Fall ist es sehr interessant. Schön, dass du die Maus aufgenommen hast. :kuss:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi,

für mich spricht auch alles für Stress und Beschwichtigung.

Aber das wäre für mein Handeln noch nicht mal ausschlaggebend. Wie du ja schon selbst geschrieben hast, gibt es ja auch Menschen, die einen engen Körperkontakt nicht wünschen (Sonntagskleidung, Regenwetter etc.pp). Aus dem Grunde würde ich weiter so vorgehen und Kontakt nicht zu lassen.

Erst einmal auch in Kontakte Ruhe reinbringen mit gewohnten Menschen. Für mich heißt das alle 4 Pfoten gehören auf den Boden (egal wie groß der Hund ist) und es wird nach Möglichkeit nicht geleckt und nicht gebellt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke für eure Antworten! :winken:

Ich fühle mich meiner Gedankengänge bestätigt. Die meisten Menschen meinen: Schwanzwedeln= große Freude.

Erst einmal auch in Kontakte Ruhe reinbringen mit gewohnten Menschen. Für mich heißt das alle 4 Pfoten gehören auf den Boden (egal wie groß der Hund ist) und es wird nach Möglichkeit nicht geleckt und nicht gebellt.

Ja, das werde ich in Angriff nehmen, bzw. bin schon dabei. Mit viel Geduld und Konsequent wird das eines Tages klappen. :so

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.