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Hundeforum Der Hund
archiv-master

Aktivierungsreiz, was ist das?

Empfohlene Beiträge

Hi Leute !

kann mir wer bei Euch erklären, was in der Hundeerziehung ein Aktivierungsreiz ist ?

Habe davon gelesen, aber auch beim googlen nix Gescheites gefunden.

2. Frage ( betrifft gsd nicht mich) Aggression gegenüber anderen Rüden, seit

Ihr der Meinung, die ließe sich nur durch UO in den Griff bekommen oder

durch andere Methoden ( welche ) ?

lg

Regina

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Hi Leute !

kann mir wer bei Euch erklären, was in der Hundeerziehung ein Aktivierungsreiz ist ?

Habe davon gelesen, aber auch beim googlen nix Gescheites gefunden.

Hab ich noch nie was von gehört! :???

2. Frage ( betrifft gsd nicht mich) Aggression gegenüber anderen Rüden, seit

Ihr der Meinung, die ließe sich nur durch UO in den Griff bekommen oder

durch andere Methoden ( welche ) ?

Ich denke, hier sollte erst mal geklärt werden, WARUM besteht diese Aggression!

Ich habe auch so einen *Stinker* hier, aber erst als wir ausgelotet haben, WARUM reagiert er so, konnte ich gezielt eingreifen.

Habe auch 4 Jahre mit *Unterordnung* versucht, das in den Griff zu bekommen, mit sehr mässigem Erfolg. :(

Aber nach der Analyse des Grundes geh ich recht locker an anderen Rüden vorbei, weil ich weiss, wie ich reagieren muss. :P

Es kommt immer auf den jeweiligen Hund an.

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Zu der ersten Frage kann ich dir auch nichts sagen :???

Zu der zweiten würd ich als Laie mal jein weil man wie Renate schon gesagt hat erstmal schauen müßte warum und weshalb.

Ich habe ja auch so ein pöpel Mädel und mit Hündinnen versteht sie sich gar nicht.Meine anfängliche Unsicherheit wegen Beissereien hat das alles nur verschlimmert und ich arbeite jetzt dran mit viel Ruhe und ignorieren das zu beheben.

Lg Birgit

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Hallo Regina,

Aktivierungsreiz hab ich so noch nie gehört. In welchem Zusammenhang? Mit der Aggression?

Könnte mir vorstellen, daß das dann der Reiz sein muss, der die Aggression auslöst. Also aktiviert. Z.B. großer, blonder Hund oder Fahrradfahrer, oder eine Hupe oder was auch immer einen Hund zum Ausrasten bringt, weil er etwas damit verknüpft hat.

Was die zweite Frage betrifft, so ist ein ausgewogenes Verhältnis von Bindung, Führung und Vertrauen hilfreich, um so ein Problem in den Griff zu kriegen.

Wir arbeiten gerade mit 2 Rüden, die gebissen wurden und nun meinen, auf ihre Feindbilder losgehen zu müssen.

Die Teams gehen jetzt erst mal so weit zurück, daß den Hunden im Alltag jegliche Begegnung erspart wird. Ausgenommen sind Hunde, mit denen sie sicher befreundet sind und wo keine Probleme sind. Also der Mensch lernt erst mal, den Hund aus komischen Situationen heraus zu führen, bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Parallel wird kräftig an der Bindung gearbeitet, die in beiden Fällen eher nicht vorhanden ist. Also Blickkontakt aufgebauen, Spielen aufgebauen und über diese Komponenten wollen wir dem Hund zeigen, daß er a) seinem Menschen wieder vertrauen kann, da dieser für ihn Situationen regelt B) er mit seinem Menschen kommunizieren kann und auch endlich wieder was zurück kommt und c) er sich langfristig an anderen Hunden vorbei führen lassen kann, ohne daß er selbst Aggression zeigen muss.

Beide Fälle sind allerdings keine echten Problemhunde, sondern einfach Hunde, die aus Unwissenheit der Besitzer für genau das Verkehrte bestätigt wurden, die beim Gassigehen alles immer selbst regeln mussten, und mit denen einfach nicht kommuniziert wurde.

In beiden Fällen kam auch großes Erstaunen, als wir die Körpersprache des Hundes erklärt haben, während wir Begegnungen provozierten. Also es war jeweils so, daß der Hund auf einem abgezäunten Platz mit seinem Besitzer gearbeitet wurde und auf den anderen Plätzen Hunde oder ein Feindbild saß, sich bewegte oder lag. Ich wollte den Leuten einfach zeigen, woran sie erkennen, ob der Hund einfach neben ihnen geht, mit ihnen kommuniziert, oder sich gerade fertig macht zum Loslegen. Der Aha-Effekt war groß. Für mich immer wieder faszinierend, wie wenig die meisten Menschen ihre Hunde lesen können!

Wie das bei dem Dir vorliegenden Fall aussieht, müsste man sehen und durch gestellte Situationen testen.

Liebe Grüße

Anja

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(bearbeitet)

Hallo!

Der Begriff Aktivierungsreiz taucht sehr häufig im Zusammenhang mit den Teleimpulsgeräten auf. Man spricht hier von Aktivierungs- und Hemmreizen.

Während ein Aktivierungsreiz einen Hund dazu verlasst seine Handlung zu verstärken (z.B. stärker in den Beissärmel zu beissen), führt der Hemmreiz dazu, dass er seine Handlung einstellt ("Aus" lässt).

Bei sehr starken Hunden wird mit dem Vorhaben einen Hemmreiz zu setzen das Gerät eingesetzt und das Ergebnis ist oft eine Aktivierung des Hundes, da der Schmerz den Hund stärker macht und nicht schwächer.

Das war jetzt mal eine neutrale Beschreibung der Begriffe, was ich davon halte das lasse ich jetzt mal dahin gestellt.

Was die Agression angeht. Agression, egal welche Ursache sie hat, muss immer zunächst abgebrochen werden, das bedeutet, der Hund muss für mich in der Konfrontation ansprechbar sein. Die Ursache spielt dann für das weitere Vorgehen eine wichtige Rolle, mit Unsicherheit muss man anders umgehen, als mit Stärke.

Um Agression abbrechen zu können, muss der Mensch aber "Rechte" erwerben. Und da ist Grunderziehung schon der richtige Weg. Ich kann nicht erwarten, dass mein Hund sich von seinem Vorhaben in der Konfrontation abbringen lässt, wenn er z.B. bereits bei geringer Ablenkung wie ein Stier an der Leine zieht.

Versuche ich ohne das Fundament (Grunderziehung) Agression abzubrechen, richtet sich diese oft gegen den Besitzer. Aus Sicht des Hundes zu Recht.

Um in Konfrontationen etwas von meinem Hund zu fordern, muss ich auch im Alltag geben und nehmen können. Anders kann es langfristig nicht funktionieren.

Ein wirkungsvoller Agressionsabbruch ist keine Sache der Technik (Methode), sondern eine der Einstellung der Hundehalters zu der Schwierigkeit.

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Danke , wie immer , für Eure schnellen Antworten!! :klatsch:

stelle jetzt mal rein, wie ich das in einem Thread gefunden habe und bei mir diese Frage ausgelöst hat :

Also ich hatte mit meinem Labbi selbiges Problem (ja auch ein Labbi kann dieses Problem haben ) und habe es ohne aversive Mittel in Griff bekommen.

Bei wem ich trainiert habe möchte ich jetzt nicht kundtun, jedoch kann ich dir sagen, daß es auch nicht nötig ist. Als ich bei U.... war, begrüsste er mich im Vollschutzgewand, und erklärte mir, daß er dies als Schutz vor den Hunden an hat Als ob mein Hund schon mal einen Menschen gebissen hätte.

Da auch ich kein "dummes" Kind bin, habe ich mich im Vorfeld schon mit div. Ausbildungsmethoden vertraut (Bücher) gemacht, und wusste ziemlich genau was ich will, und was nicht.

Auch mir wurde sinngemäß erklärt das Futterbelohnung negativ ist, und der Hund alleinig für das Lob zu gehorchen hat. Irgendwie erinnerte mich die Ausführungen von U.... sehr an das Konzept von Schlegel

Da er noch zu tun hatte, konnte ich bei den Übungen der anderen Hunde zusehen, was mich dazu veranlasste ohne meinen Hund vorzuführen nach Hause zu fahren.

Nach mehrmaligen Anschauungsunterrichten in diversen Vereinen fand ich dann meinen Trainer welcher mir den Weg über Bindung, Vertrauen und Gehorsam zeigte.

Heute bin ich soweit, daß ich meinen Hund frei mit Beisskorb laufen lassen kann, und sollte eine Spannungssituation entstehen, rufe ich meinen Hund zu mir.

Ich gebe dir mal den Tipp und frage deinen Trainer nach Aktivierungsreizen, welche kein Meideverhalten/Stressverhalten erzeugen

Mit diese kryptischen Andeutung konnte ich nix anfangen......

lg

Regina

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