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Hundeforum Der Hund
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Die besondere Hundeschule

Empfohlene Beiträge

Ob die Hundeschule sinnvoll ist weiss ich nicht, kenn ich nämlich nicht....aber was auf jeden Fall SEHR sinnvoll wäre, wäre ne Schleppleine....solche Ausflüge dürfen nämlich nicht sein...

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Da möchte ich dringend zustimmen,das ist ja wohl der Hammer!!!

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Ich war am Wochenende auf einem Seminar von dieser besonderen Hundeschule und das Stop-Konzept wurde vorgestellt.

Meiner Ansicht nach ist alles Lug und Trug. Von extremen Wiedersprüchen, über alt bekanntes neu verpackt, bis hin zu schnell vorzeigbaren Erfolgen dank direkt hinter den Ohren angebrachter, sehr dünner Moxon-Leine, war alles vorhanden.

Eigentlich sollte um 10 gestartet werden, aber los ging es frühestens um halb 11. Dann gab es teilweise unverständliche, sich ständig wiederholende Theorie, die bis 13 Uhr ging, wofür wir aber nochmal 10 Minuten Pause benötigten. Dann war Mittagspause bis kurz nach 14 Uhr. Wieder gut ne halbe Stunde Geschwafel. Dann wurde endlich etwas Paxis gemacht. Meine Hündin war mittlerweile einfach vom Rumliegen müde. Wir eierten dann ca. eine Stunde herum. Es wurde gepfiffen, man sollte die Leine senkrechtstellen und sobald der Hund Sitz oder Platz macht, Hund auflösen und Leine fallen lassen. Da meine Hündin es gewohnt ist, an lockerer Leine neben mir zu laufen und sich sofort zu setzen, wenn ich stehen bleibe, konnte ich keinen Trainingseffekt erkennen. Ebenfalls haben wir Pfeifsignale ganz anders belegt. Dass meine Hündin und auch mein Rüde beide auf Trillern mit der Pfeife auch unter größter Ablenkung durch Wild oder sonstiges, sofort Platz machen, wurde von Herrn P. belächelt und verneint, denn Gehorsam funktioniert nie 100%. Der Hund sucht immer leine Lücke. Komisch, außer, dass der Rüde vor 5 Jahren (da war er 1) mal nen kleinen Ausflug gewagt hat, sind beide seither abrufbar und ableinbar.

Er meinte, dass ein Hund, um ihn abzurufen, ja erst einmal am Abhauen sein müsste, alleine das käme bei seinem Konzept ja nicht mehr vor. Auf meine Nachfrage, wie der Hund genau durch das Erlernen des Pfeifensignals, das Interesse am Wild verliert, erhielt ich leider keine Antwort.

Übrigens gibt es keine Unterschiede zwischen Rassen. Jeder Hund kommt mit gleich viel Wille zu gefallen und beim Rudel zu sein auf die Welt.

Wir sollen keine Kommandos mehr geben, sondern alles, was der Hund tut, ist das Resultat auf unser Verhalten und der Hund denkt immer, er wäre von selbst darauf gekommen. Beispiele dafür gab es nur diese Pfiffsituation, aber für den Alltag weniger.

Auf meine Frage, wie ich das Leinenpöbel Problem meiner Hündin am Besten angehe, wurde ich darauf verwiesen, dass sich das quasi von allein erledigt, wenn ich nach dem Konzept lebe, welches ich aber offensichtlich nicht verstehe.

Zu guter Letzt wurde noch demonstriert, wie schnell das Konzept bei einem großen, schweren, kräftemäßig überlegen Hund zur Leinenführigkeit führt.

Also: Man nehme eine Moxonleine (extra dünne Ausführung), schnalle sie dem Hund direkt hinter die Ohren, dann hängt man sich die eigene 2 Meter-Leine um und hakt das Ende der Moxonleine ein. Dann geht man wie folgt: Ist der Hund hinterund, laufen wir schneller, ist er auf eigener Höhe, laufen wir extrem langsam, läuft er vor, wechseln wir die Richtung.

Dann sieht man einen Ridgeback, der eben noch sein Frauchen umgerissen hat, der wie von Zauberhand binnen Sekunden Fuß läuft. Nur blöd, dass andere, von dem Konzept überzeugte Leute, immerzu vergessen diese blöde Moxonleine zu erwähnen. Und die armen Leser hier denken, warum klappt das bei mir nicht. Leute....ihr müsst diese leine nehmen!!! Übrigens, diese fügt den Hunden keine Schmerzen zu, nein, die verändert nur die Hebelwirkung....Hääää? Ja genau, das dachte ich auch.

So, nachdem ich heute hier schon 2 Threads über diese besondere Hundeschule gelesen habe und irgendwie nirgends jemand zu lesen war, der wirklich dort war und nicht davon überzeugt ist, dachte ich, ich sollte meine Meinung unbedingt mit euch teilen. Falls es irgendwo noch einen aktuelleren Beitrag gibt, tut es mir leid, dass ich hier jetzt was altes vor krame. Falls ihr aus meinem Beitrag nicht schlau werdet, tut es mir leid, aber ich hatte echt Probleme das Erlebte anständig wieder zu geben, weil ich gar nicht wusste, wo ich anfangen soll.

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Achso, eigentlich sollte das Seminar bis 17 Uhr dauern, aber nach der Moxonleinen-Vorführung bin ich gegangen. Gekostet hat das Ganze 125 Euro und nochmal 11 Euro Fahrtkostenpauschale. Es waren ca. 19 Teilnehmer, davon vielleicht 10 mit Hund.

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Danke für den Bericht. Das deckt sich so ziemlich mit dem, was ich dort mal sah.

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Ja, schade, dass bisher so wenig Berichte von wirklichen Teilnehmern hier zu finden sind. Hätte mich schon interessiert, ob es an mir liegt oder ob noch mehr dieses Seminar so wie ich gesehen haben.

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Danke, sehr spannend und aufschlussreich.

Ein Diensthundeführer sagte mir dieser Tage, dass man mit diesen dünnen Moxonleinen sogar Nerven durchtrennen kann, die hinter den Ohren laufen, ohne dass man extrem einwirken muss.

Wenn ich auf einen Hund korrigierend einwirke, warum stehe ich dann nicht dazu? Für wie blöd wird man eigentlich gehalten?

LG Anja

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Eben, aber das Schlimme ist ja, dass alle, außer meine Freundin und ich, total begeistert gewirkt haben. Die haben total an seinen Lippen gehangen. Ich vermute, zum Schluß konnte man noch Pfeifen und Leinen bei ihm kaufen, damit man sofort mit dem Training los legen kann. Und dann zubbelt jeder Hinz und Kunz mit dieser dünnen Leine am seinem Hund rum. Und niemand hat sich an seiner lächerlichen Erklärung, warum er diese Leine verwendet, gestört.

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Weißt Du, das zieht sich letztlich durch alle Bereiche. Wenn einer gut verkaufen kann, wenn einer rhetorisch fit ist und ein Wenig Plan von Marketing und Psychologie hat, dann kann man den Menschen ein X für ein U verkaufen.

Viele Menschen haben das Bauchgefühl für das, was an Kommunikation zwischen Mensch und Hund möglich ist, verloren.

Es wird zu wenig hinterfragt. Man lässt sich blenden von schnellen Erfolgen und schönen Worten. Und oftmals sind die Leute einfach verzweifelt und greifen nach jedem Strohhalm.

Das wird sich nie ändern.

LG Anja

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Er sagte übrigens auch noch, dass es totaler Quatsch von uns Menschen wäre, hündisch kommunizieren zu wollen oder die Kommunikation unter Hunden verstehen zu wollen. Warum sollte, wenn ein neues Gruppenmitglied dazu kommt, sich die gesamte Gruppe verändern. Wenn er z.B. nach Italien auswandert, lernen die Italiener ja auch kein Deutsch, damit sie mit ihm kommunizieren können, sondern er wird italienisch lernen müssen. Somit müsste der Hund sich uns anpassen. Was ja in gewisser weise auf jeden Fall passiert, aber er hält es z.B. für Quatsch, dass wir mit heller Stimme sprechen, dass wir vermeintlich Beschwichtigung oder sonst was erkennen usw.

Im nächsten Moment sollten wir aber nicht frontal auf den Hund zu gehen, da das ja bedrohlich ist. Aha....eben sollten wir doch von unserem Hund noch erwarten, dass er das menschliche Verhalten erlernt....Wie gesagt, lauter Wiedersprüche und je nach Situation gilt dies oder jenes.

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