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Hundeforum Der Hund
Sheala

Rechtslage? Als private Hundesitterin von Besucherhund gebissen

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Hallo Ihr Lieben,

mir ist was ganz schlimmes passiert: Habe leider ausnahmsweise aus Gefälligkeit den Hund (10-jähriger Golden Retriver) von einem wildfremden Pärchen in Pflege genommen. Die wollten für 3 Tage verreisen und bekamen über eine weitläufige Bekannte von mir den Tip mich zu fragen, weil ich total hundelieb sei und selbst seit zig Jahren eigene Hunde habe.

Ich wollte erst nicht, weil ich selbst verreisen wollte und auch keine professionelle Tiersitterin bin. Ich fragte die Leute warum sie den Hund nicht in ein Pfötchenhotel geben würden. Das sei ihnen mit 90 € pro Tag zu teuer, sie wollten mir freiwillig 30 € als Aufwandsentshädigung, Leckerchen etc. geben. Nach längerer Überredung und aufgrund ihrer Notlage sagte ich schließlich (leider) zu.

Direkt am ersten Tag abends im Wohnzimmer stand der Retriever plötzlich super bedrohlich vor meinem 16 Jahre alten, zerbrechlichen kleinen Rüden, der ebenfalls knurrte. Ich stand sofort auf, stellte mich neben die beiden mit strengem AUS-Kommando, ohne einen der beiden Hunden anzufassen. Der Retriever reagierte in keinster Weise, da wollte ich einen einen kleinen Schritt auf die beiden zumachen - doch in der selben Sekunde fasste der Retriever meinen Fuss, riss ihn wie eine Beute und biss 3 mal nach! Danach fletschte er mir noch richtig angriffslustig die Zähne! Ich war alleine- ohne Zeugen - holte den Notarzt und nach dem Krankenhaus nachts um 24 Uhr telefonierte ich in der Gegend rum, um für die restlichen 2 Tage eine andere Betreuerin zu finden. Dieser Frau gab ich 60 €, damit sie ihn überhaupt genommen hat. Als die Besitzer 2 Tage später zurück kamen sagte ich ihnen was passiert war. Die Besitzerin heulte sofort los, weil sie Angst hatte, dass er nun eingeschläfert werden müsse. Sie versprachen mir die Hundeversicherung einzuschalten und boten auch ihre Hilfe für Einkäufe etc. an, was ich jedoch nicht in Anspruch nahm, weil sie 30 Minuten entfernt wohnen. Nach 10 Tagen hatten sie es zwar endlich ihrer Hundeversicherung gemeldet, doch auf meine 2 Anrufe (weil ich noch Fragen an sie hatte) kam nie mehr ein Rückruf. Wochen später habe ich von 2 Leuten erfahren, dass sie nicht glauben würden, dass es ihr Hund war, der mich gebissen habe...(!!) Als ich dann nach ca. 6 Wochen eine e-mail an sie schrieb, und auch sagte, wie enttäuscht ich über dieses Verhalten sei, kam eine MEGA freche e-mail zurück mit schlimmen Unterstellungen, Rechtsanwalt-Drohungen und sogar "schwarzarbeit" Unterstellungen !! Darauf antwortete ich nicht mehr! E

Einige Tage später teilte deren Hundeversicherung meiner Anwältin mit, dass sie nicht in der Pflicht sei mir Schadenersatz, Schmerzensgeld und auch keine Heilbehandlungskosten zahlen werde und müsse, weil ich es angeblich gewerblich (gegen ein Entgeld) gemacht habe...! - Dies haben die Hundebesitzer 7 Wohen später eiskalt der Hundeversicherung mitgeteilt. Obwohl ich keine Hundesitterin bin und nur aus Gefälligkeit - einmalig - so dumm war, diesen Hund in Pfelge zu nehmen und in deren Not zu helfen!

Meine Anwältin sagte nun, dass ich entscheiden müsse, die Besitzer nun eventuell zivilrechtlich auf Schadenersatz zu verklagen. Aber falls ich verliere, kann ich nochmal ca. 2-3000 € an Kosten zahlen! Ich kann seit 12 Wochen immer noch nicht wieder laufen, die Wunden eitern immer noch und die Gefahr der Amputation war auch einige Wochen gegeben, da sich eine ganz gefährliche WUNDROSE gebildet hatte...!

FRAGE:

1. kennt jemand von Euch einen ähnlichen Fall, wo die Versicherung (hier: HDI Gerling) wegen o.g. Gründe die Haftung ausschliesst? Meine Hundeversicherung (RHION) deckt die Schäden durch das Hüten Dritter Personen mit ab - außer bei gewerblichem Hüten.

2. Ist eine einmalige Hundesitterleistung eine gewerbliche Dienstleistung???

(P.S. die 30 € habe ich nicht gefordert und auch nicht vorher bekommen! Auch gab es keinen Vertrag und keine Quittung. Die Kosten für Notarzt, Medikamentenzuzahlung und Teppich-Blutreinigung waren höher als die 30 €, die sie mir später gaben.)

3. Wenn es keine Chane gibt, die Versicherung in die Haftungspflicht zu nehmen, wie sind die Chancen, die Besitzer für die Schäden in Haftung zu nehmen???

Ich habe genügend Zeugen, dass ich keine gewerbliche Hundesitterin bin.

4. Der Hund lebt übrigens in NRW bei dem Ehepaar und ist aber auf den Vater der Ehefrau in Bayern versichert und angemeldet. Wer ist hierbei vor Gericht zu verklagen?

Sorry, dass der Blog sooo lange geworden ist. Aber, kann mir jemand helfen, wie ich nun vorgehen soll oder gibt es Gerichtsurteile die ihr kennt in ähnlichen Fällen??

1000 Dank für hilfreiche Antworten von Euch, Sheala

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Also zunächstmal über den Vorwurf der Schwarzarbeit mußt Du Dir keine Sorgen machen. 30.-€ sind durchaus als Aufwandentschädigung und nicht als Entgeld zu sehen.

Was nun zivilrechtliche Forderungen betrifft hat Deine Anwältin sicherlich recht. Zumal man nachweisen müßte das die Infizierung mit Enterobacter cloacae durch den Hund und nicht erst später erfolgt ist.

das sich die gegnerische Versicherung nach den Aussagen der Versicherungsnehmern vor der Zahlung drücken möchte ist klar.

Alles in Allem wirst Du es wohl als "Lehrgeld" verbuchen müssen.

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(bearbeitet)

Uuaaaah, mir ist grade ganz kurz schlecht geworden bei den Fotos. Also nichts gegen deine Füße, aber die Wunden sind Uaaaah. ;) Da hat der Hund aber auch echt heftig zu gepackt oder?

Einen Tipp kann ich dir da leider nicht geben, weil ich mich da nicht auskenne. Aber ich hoffe für dich dass sich alles klären wird! Und Gute Besserung an deine Füße! ;)

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Hallo Stroch und Axel, danke erst mal für Deine Antwort. Allerdings geht es nicht um die Frage, welche Bakterien in meinem Fuss sind, sondern darum, dass doch eigentlich die Versicherung zahlen muss, wenn ich nachweisen kann, dass ich keine gewerbliche Hundesitterin bin, oder? Und warum muss ich es als Lehrgeld verbuchen, wenn es vom Gesetz (BGB) her ganz klar für jeden Hundehalter die "Gefährdungshaftung" gibt - egal, ob er eine Verischerung hat oder nicht!?

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Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für meine wortwahl!

Diesen Leuten müsste man mal buchstäblich vor die Füsse spucken...

Klar der Hund war es nicht, wahrscheinlich wars das Marienkäferchen, dass da vorbei flog...

Das sieht ja wohl jeder Blindfisch das da ein Hund kräftig zugebissen hat, und ich glaube kaum, das dein 16-jähriger Hund noch solch (!) eine beisskraft hat.

Wenn ich du wäre, würde ich ganz frech hingehen und die Hunde testen lassen, deren ihren Hund und deinen "Opi", und da wird ja wohl gesehen wer dir solch einen Biss zugefügt hat...

auch wenn ich hier völlig falsch liege, aber meine Meinung musste jetzt mal raus, seid mir nicht böse!

und dir hoffe ich das du wieder gesund wirst, und das die Leute dafür zahlen müssen !!

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In meinem (jedenfalls juristisch) laienhaften Denken, würde ich meinen, dass jeder Hundehalter für das Treiben seines Hundes haftbar ist. Dabei finde ich es völlig unerheblich, ob Du gesittet hast, oder nicht. Das sind doch 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.

Fakt ist, der Hund hat gebissen, er ist versichert und die Versicherung muss zahlen.

In jedem Fall würde ich eine zivilrechtliche Klage anstreben. Wer genau dann zu verklagen ist, sollte Deine Anwältin wissen.

Hast Du denn keine Rechtsschutzversicherung?

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Es dürfte unerheblich sein ob Du eine gew. Hundesitterin bist oder nicht solange die Gegenpartei behauptet Du seist gar nicht von ihrem Hund gebissen worden. Was ich eventuell machen würde wäre denen mal mit dem Ordnungsamt zu drohen. Wenn da gleich eingangs geheult wurde der Hund würde vielleicht eingeschläfert war da unter Umständen in der Vergangenheit schon mal was. Der Leidtragende ist dann aber in erster Linie der Hund. die "Gefährdungshaftung" gibt es natürlich, nur wird die Beweislast halt bei Dir liegen.

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Hast du nicht vielleicht durch eine Kreditkarte eine Rechtsschutzversicherung?

Kommt vielleicht der Notarzt als Zeuge in Frage?, wenn für ihn aufgrund der Situation, in der er dich und die Hunde angetroffen hat, eindeutig hervorging, dass diese Wunden nur der (irgendwie verstörte...was immer) große Gasthund und nicht dein kleiner alter Hund verursacht haben kann?Hast du Anzeige erstattet?

Menschlich gesehen ist das Verhalten dieser Retrieverhalter ungeheuerlich (hast du ihnen die Fotos bzw deinen Fuß gezeigt? Vielleicht kommt dann doch noch das schlechte Gewissen durch?) - aber vor Gericht braucht es Beweise. Gab es Zeugen, als die dir ihre Hilfe zum Einkaufenangeboten haben? Das ist ja auch eine Art Schuldeingeständnis. Ist dieser Hund schon vorher (amtlich dokumentiert) verhaltensauffällig geworden?

Ich würde den Fall an die örtliche Presse bringen, vielleicht macht denen diese Art Druck durch die Öffentlichkeit Dampf.

Auf jeden Fall baldige Besserung - die Wunden sehen echt schlimm aus und wenn man dermaßen im Regen stehengelassen wird --- :motz: es tut mir ehrlich leid, dass deine Hilfsbereitschaft so übel vergolten wurde.

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Hallo Ihr Lieben, danke für Eure Anworten,

also, das Ordungsamt und das Veterinärsamt habe ich bereits angerufen und man stelle sich vor: sie machen da gar nichts, weil es nicht in einer öffentlichen Anlage passiert ist sondern in meinem Wohnzimmer!!! Ich wollte nämlich mit deren Hilfe bewirken, dass die Halter mir den Impfausweis wegen Tollwutgefahr u.a. als beglaubigte Kopie besorgen, weil die HH mir den Impfausweis nicht freiwillig vorzeigen...! Der Beitzer ist übrigens einer der berühmtesten deutshen Virologen und Chef des größten Virologischen Instituts in Germany... hochdotiert und menschlich.... OHNE WORTE! Geld haben die auf jeden Fall genug - Charakter - NULL! Lügen, was das Zeug hält. Und haben scheinbar wirklich was zu verbergen, denn als der Ehemann mir den Hund brachte, sagte er mir, dass der Hund früher hätte eigentlich eingeshläfert werden sollte, bevor seine Frau ihn zu sich nahm....! Auch das streiten sie heute als Hirngespinst ab! Aber ich frage mich ernsthaft, was hier böses vor sich geht!? Sogar das Ordungsamt haben sie mir auf den Hals geschickt letzte Woche -.: der wollte sich nur mal meinen alten Hund anschauen.... ungalublich! Auf so was regagieren die, aber nicht auf meine schlimme Notlage...

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Liebe Romana, ich danke Dir für Deine Anteilnahme und auch Deinen Tip mit der Presse. Meine Anwältin hatte dazu jedoh eine gespaltene Meinung. Anzeige habe ich aus leider Tierliebe jedoh leider nicht erstattet - kann man das noch im Nachhinein? Die Notärzte waren Zuegen, denn sie sagten, sie kommen nicht in die Wohnung, wenn der Hund noch drin sei - sie sahen ihn dann auf meinem Balkon sitzen... Als die Gespäche und das Geheule beim abholen des Hundes waren, hatte meinen EX Freund als Zeugen dabei. Blumen haben sie mir auch am nächsten Tag per Fleurop mit Beileid-Karte geschickt, habe ich aufgehoben und fotografiert.

Soweit, habe ich keine Angst, Zeugen zu finden.

Doch trotzdem, sagte die Anwältin, dass es nur eine ca. 50%-ige Chance bei Gericht geben würde... Ich verstehe die Welt nicht mehr! Habe nun seit 12 Wochen täglich Heulkrämpfe, bin mit meinen Nerven VÖLLIG AM ENDE....

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