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Hundeforum Der Hund
Xita

Was trainieren, wie trainieren und Probleme im Alltag (Roman!)

Empfohlene Beiträge

Ich habe ja eine kleine Tervuereunhuendin und frage mich im Moment, ob ich bisher nicht vieles falsch gemacht habe bzw falsch mache. Ich habe ja kaum Hundeerfahrung und habe mich deshalb erstmal vorbereitend belesen. Als Anja dann mit 4 Monaten einzog, sind wir sofort in die Welpengruppe und haben danach einen Aufbaukurs fuer junge Hunde besucht.

Es drehte sich alles ums Gehorsam. Spiele kamen ueberhaupt nicht vor, sondern ewige Wiederholungen von Sitz, Platz, Steh, Bleib... Wir haben also geuebt und geuebt und geuebt. Weil Anja so schnell lernt, bekamen wir viele, viele Aufgaben. Jetzt habe ich einen fast 7 Monate alten Hund, der viele Kommandos kennt, aber total unmotiviert und lustlos bei der Sache ist. Zu Anfang habe ich Anja gut mit Leckerli motivieren koennen, aber jetzt ist sie selbst darauf nicht mehr so scharf.

Jetzt hat bei uns in der Naehe gerade ein neuer Hundertrainer aufgemacht, der Aufbautraining fuer Junghunde, Schutzhundtraining und Agility anbietet. Ich habe mich mit dem Hund da vorgestellt und eine Schnupperstunde mitgemacht. Der Trainer hat gemeint, ich haette bei Anja zu viel mit Kontrolle gearbeitet, so dass sie teilweise Meideverhalten zeigt. Das hatte ich ja auch schon bemerkt und bin sehr ungluecklich darueber.

Der Trainier hat mir gezeigt, wie ich durch Ballspiel Anjas Beutetrieb staerken kann. Das macht ihr total Spass, und sie ist superkonzentriert bei der Sache - so motiviert und uebermuetig ist sie sonst nie. Der Trainier hat jetzt empfohlen, erstmal ganz mit dem Gehorsamstraining aufzuhoeren und mit dem Hund eine Zeitlang nur noch zu spielen. Die Kontrolle soll ich dann spaeter wieder dazunehmen, unter Anleitung und mit Motivation ueber's Spielen. Hoert sich fuer mich soweit sinnig an - und Anja hat sich auch wirklich in den letzten 2 Wochen toll veraendert, ist viel selbstbewusster und frecher geworden. Beim Training ist sie einfach gluecklich. Ich moechte dort auch gerne weiter trainieren.

Nun meine Alltagsprobleme:

1. An der Leine: Zum Spielen muss ich in den Park, 15 Minuten Strasse. Sie geht nicht gut am Halsband (das hab ich auch versaut - hab anfangs mit zu viel Erfolgsdruck gearbeitet, so dass wir es jetzt beide ziemlich stressig finden). Im Moment fuehre ich sie am Geschirr. Sie zieht meistens nicht, sondern geht ganz am Ende der Leine auf Tuchfuehlung (ich hoffe, das ist verstaendlich!). Wenn sich die Leine spannt, bleibe ich stehen. Dann muss sie zu mir zurueckkommen, sitzen, kriegt ein Lob, und es geht weiter. Aber sie laeuft einfach nicht an der lockeren Leine. Diese Methode (die mir Trainer und Freunde empfohlen haben) wende ich nun schon seit einigen Wochen an, aber es zeigt sich keine Verbesserung: Hund rennt zum Ende der Leine, ich bleibe stehen, Hund kommt zurueck, Hund sitzt, Hund kriegt Lob, wir laufen los, Hund laeuft ein paar Schritte an der lockeren Leine, Hund wird schneller und laueft wieder bis zum Ende der Leine. Ich glaube, sie sieht das ganze als eine Uebungseinheit an... Oder haben wir ein grundliegenderes Problem, dass sie zB immer so weit wie moeglich von mir weg will? Wenn wir im Park zusammen rumrennen und spielen, klebt sie bei jedem Richtungswechsel an meinem Knie!

2. Hundebegegnungen: Bei Hundebegegnungen an der Leine ist sie oft ausser Rand und Band - springt auf und ab wie ein Flummi, zieht wie verrueckt und hat mich total ausgeblendet. Meine Welpentrainerin hat empfohlen, sie durch Futter abzulenken, aber das interessiert sie in dem Moment ueberhaupt nicht. Ich gehe dann einfach am anderen Hund vorbei, ohne sie gross zu beachten. Ohne Leine ist sie interessiert, fordert vielleicht mal zum Spiel auf, laesst sich aber gut abrufen. Was kann ich tun, damit sie anderen Hunden weniger Beachtung schenkt?

Ich haette gerne eure Meinung zu dem Trainingsvorschlag - also Gehorsam auf Eis, erstmal spielen. Oder doch Gehorsam, aber anders? Ausserdem wuerde ich mich ueber Tips freuen, wie ich die Beziehung zu meiner Anja verbessern kann, und wie ich unsere beiden Hauptproblemzonen bearbeiten kann, ohne den Hund gleich wieder zu knicken. Ich weiss, dass Belgier Spaetentwickler sind, und will sie nicht ueberfordern, aber ich mache mir auch immer selber Druck, weil Hund xyz schliesslich schon mit 8 ½ Wochen dies oder jenes perfekt konnte. Anja selbst ist eher schuechtern und zurueckhaltend.

Sorry, dass das so ein Roman geworden ist, aber es hat mir geholfen, das mal ein bisschen zu strukturieren. Ich freu mich ueber jeden Tip!

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Huhu Xita,

wende dich doch mal an "Bärenkind" unsere Hundetrainerin, die mein absolutes Vertrauen geniesst! :)

Für mich persönlich schwer Tipps zu geben, da du nicht auch noch verunsichert werden sollst!

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*michanschließ*!!!

Anja ist toll und kann alles so erklären, dass man es versteht und umsetzen kann! ;)

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Hallo!

Ein wenig kommt mir das bekannt vor... ;)

Ich neige auch dazu, meine Hunde etwas zu sehr "unterzubuttern" und achte daher darauf, den gemeinsamen Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen.

So gibt es viele Spiele ohne große Anforderungen...ausserdem habe ich mittlerweile den Bogen raus, Unterordnung als Spiel "zu verkaufen".

So können wir beides vereinen.

Eine Trainingspause ist in so einem Fall sicherlich gut. Vielleicht kannst Du die Übungen auch einfach anders verpacken.

Leckerlis verstecken zu Beispiel, dabei soll der Hund erstmal im Sitz warten....oder im Platz...oder Steh...

So kombiniert ihr Spiel und "Ernst"

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Ich weiß nicht ob es so richtig ist da gibt es sicher einige die dir besser raten können als ich da ich auch noch nicht so viel Hundeerfahrung habe aber ich sag dir mal wie es bei uns war.

Balu ist auch unser erster Hund

Er hat auch immer an der Leine gezogen hat auch wenn andere Hunde da waren ganz schön Terz gemacht.

Wir haben dann auch mit der Leine gearbeitet so wie du es beschrieben hast und es hat auch nicht gleich geklappt (is ja im Prinzip auch klar so ein HUnd muß erstmal wissen was du eigendlich von ihm willst) mittlerweile hat es bei ihm Klick gemacht und er versteht was ich von ihm will. Er ist jetzt 1 Jahr alt. Und es hat auch erst vor nem Monat klick gemacht.

Im Bezug auf andere Hunde war es auch so wir sind nur hin wenn er nicht gezogen hat und mich schön beachtet hat. Und das hat bei uns nach längerer Zeit auch geklappt.

Wenn dein HUnd übers Futter nicht mag probiere über ein Spielie Aufmerksamkeit zu bekommen.

Is ja klar da ist ein toller Hundefreund der ganz toll spielen will und du hast nur einen langweiligen Hundekeks so hab ich mir das dann vorgestellt. Vielleicht hilft dir das ansonsten gibts hier bestimmt jede Menge bessere Vorschläge

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Hallo Xita,

Ich habe ja eine kleine Tervuereunhuendin und frage mich im Moment, ob ich bisher nicht vieles falsch gemacht habe bzw falsch mache...

also erstmal finde ich persönlich nicht, dass Du grundlegendes "falsch" machst, denn Du kümmerst Dich und informierst Dich, dass ist weitaus mehr, als manch anderer in Deiner Lage tun würde.

Sicher hat der ein oder andere, der mehr Hundeerfahrung besitzt als ich, noch den einen oder anderen guten Tipp für Dich.

Ich finde es gut, dass Du die Hundeschule gewechselt hast, Deiner Süßen scheint es ja nun "besser" zu gehen... von daher bestätigt das doch Deinen Schritt, die Schule zu wechseln.

Wenn Deine Hündin eine Spätentwicklerin ist, vielleicht brauchst Du dann wirklich noch eine größere Portion Geduld, als Du sie ohnhin schon aufbringst.

Vielleicht braucht sie einfach noch ein wenig mehr Zeit, um zu begreifen, wass Du z. B. an der Leine von ihr möchtest.

Hast Du schon mal versucht, die Leine mit beiden Händen vor dem Bauch zu halten, so dass sie ca. 10 cm über dem Boden hängt, wenn Deine Hündin neben Dir steht.

Wenn Du dann losgehst und sie in Deinem Blickwinkel auftaucht, dann drehst Du Dich im 90° Winkel von ihr weg.

Immer wenn sie Dich nicht überholen will, dann gehst Du gerade aus - will sie Dich überholen, dann drehst Du Dich von ihr weg, so dass sie immer hinter Dir geht - max. auf Deiner Höhe.

Das trainiert man am besten auf einer Wiese wg. dem Platz...

Was bei meinem Räuber auch verhindert hat, dass er mich an der Leine überholt ist, dass immer wenn er das vorhatte, ich mich ihm einfach in den Weg gestellt habe... bzw. mache ich das immer noch, weil er ja noch sehr sehr jung ist und wir ja mitten in der Ausbildung drin stecken. Aber es klappt sehr gut, wie ich finde.

Vielleicht hilft Dir das ja auch bzg. der Leinenführigkeit.

Was Dein Problem mit den Hundebegegnungen anbelangt, da fehlt mir einfach schlicht und ergreifend die Erfahrung, um was dazu zu sagen.

Ich wünsche Dir viel viel Erfolg und Freude bei Deinem Tun und bin schon auf viele weitere Ratschläge gespannt, weil man kann ja nur selbst auch daraus lernen.

Viele Grüße

Ela

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Bezüglich Leinenführigkeit:

Bei mir und Macho hat es überhaupt nicht geklappt mit stehenbleiben, Sitz machen lassen und weiter laufen. Er hat es nicht verstanden und wurde total hibbelig. Statt besser, wurde es schlimmer.

Bei uns hilft folgendes: Zieht er an der Leine, gehe ich rückwärts. Und zwar solange bis er sich umdreht und zu mir kommt. So merkt er ziemlich schnell, dass er nur vorwärts kommt, wenn er schön brav bei mir läuft.

Kommt er dann zu mir zurück, bekommt er ein kleines Lob. Ich gehe dann sofort wieder vorwärts. Bleibt er bei mir, fällt das Lob noch größer aus. Schaut er mich an, wird das Lob noch toller.

Es klappt mit der Leinenführigkeit noch nicht perfekt, aber es ist schon viel, viel besser geworden. Er ist ruhiger an der Leine und Konzentriert sich besser.

Ich würde aber trotzdem nochmal mit deinem Hundetrainer darüber reden. Der kennt Euch als TEam und hat vielleicht sogar eine ganz andere Idee.

Auf jeden Fall braucht man ganz viel Geduld. Aber das wirst Du schon schaffen!

Viel spaß Euch beiden beim Training! :winken:

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Hallo!

Also meine Maus ist nun 9 Monate alt und das 1. was mit wichtig war ist das alltagstaugliche an der Leine gehen, sitzen oder warten (platz) und ruhig und verträglich zu sein. Wir gehen 1 mal die Woche zur Unterordnung und höre nach der Hälfte auf, wenn sie grade richtig motiviert ist, damit sie die Lust nicht verliert (man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist). Und ich arbeite in der UO und bei Tricks mit Clicker, weil ich gemerkt habe, dass sie das sehr motiviert und anspornt.

Ich würde das "Grundgehorsam" erstmal nur im Alltag verwenden, wenn es sein "muss" und dann auch immer mit einem Spiel oder Click - Lecker belohnen.

Mehr kann ich Dir leider nicht sagen - Frag Anja Bärenkind! :-)

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Achso zum Thema Leinenführigkeit. Wenn sie mal ziehen sollte oder unaufmerksam ist, dann mache ich eine Linksdrehung gegen sie und dränge sie quasi weg mit einen SCHHHH Laut. Mittlerweile reicht ein SCHHHH :-)

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hi,

du hast ne Belgiermaus - da heisst es spielen, spielen, spielen.......

Das wurde mir von mehreren Züchtern und Haltern bestätigt.

Bindung kriegst du beim Belgier geschenkt wenn du viel mit ihm spielst und arbeitest.

Der Belgier lernt am besten über Spiel - nicht mit übertriebenen Druck.

Das blöde ist halt bei unseren Hunden - sie bieten sehr früh - sehr viel an. Und das nimmt man dann gerne an. :(

Hab Akiro auch viel nachgesehen im 1. Jahr - weil ich wusste der Belgier ist ein absoluter Spätentwickler wird mit 3 Jahren erst Erwachsen.

Kann dir zu dem Thema das Buch von Karla Klapproth empfehen: Der Belgische Schäferhund

Karla züchtet seit über 30 Jahren Tervueren unter dem Zwingernamen von Güldenwerth - war viele Jahre Hauptzuchtwartin im DKBS (Deutscher Klub für Belgische Schäferhunde).

Sie ist mit Herz und Seele dabei.

lg

Monika mit Kirolein

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      in Hundeerziehung & Probleme

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      in Hundeerziehung & Probleme


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