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Hundeforum Der Hund
Xita

Was trainieren, wie trainieren und Probleme im Alltag (Roman!)

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So viele Antworten! Vielen lieben Dank fuer die Tips und das Verstaendnis - das hilft auch schon viel weiter. Ich bin ja schon froh zu hoeren, dass es auch anderen so geht und es manchmal eben laenger dauert. Leider bin ich von Natur aus sehr ungeduldig. Aber das hilft nicht, das kann man sich bei Hunden nicht erlauben.

@all: Eure Leinentips sind prima, ich werde sie ausprobieren. An der Leine im Feld zu arbeiten, ist ja eigentlich auch ein nettes Spiel, oder? Mein jetztiger Trainer hat gemeint, ich solle mir ueber das Fussgehen usw im Moment keine Gedanken machen, einfach am Geschirr laufen lassen, aber ich moechte gerne, dass sie wenigstens ein paar Schritte neben mir laufen kann, wenn ich 'Ran' sage - zB wenn andere Fussgaenger entgegenkommen.

@Cassya: Ich werde auf jeden Fall auch ein paar Kommandos ins Spiel einbauen, das ist eine richtig gute Idee.

Wie ist das mit Baerenkind, einfach eine PN schicken? Ich sitze ja in England, da kann ich nicht einfach einen Termin vereinbaren. ;) Macht sie auch Telefonberatung? Naja, kann ich sie ja auch selber fragen!

@Revanche, damit, dass sie so frueh so viel anbieten, hast du 100% Recht. Wie sehr man da aufpassen muss, habe ich ja jetzt gemerkt. Hier sind Belgier (noch) sehr selten, man trifft also kaum jemanden, der sich damit auskennt. Ich bin ja nur froh, dass ich durch einen riesigen Zufall diesen neuen Trainer gefunden habe. Und danke fuer den Buchtip!

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Huhu Xita,

einfach PN an Anja! :)

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Huhu fellow german person in England :winken: Verstaerkung :D

ich finde was dein neuer Trainer sagt durchaus sehr sinnvoll. Meine Schaefihuendin ist zwar nicht unbedingt schuechtern, aber sie ist schnell entmutigt und will dann nicht mehr weiter machen. Frueher hab ich auch oft zu viel auf einmal gewollt. Seit dem ich das weiss kann ich drauf achten und mir manchmal auf die Finger hauen. Seit dem haben wir viel mehr Spass und sie hat Bock wie verrueckt.

Ich wuerde somit erstmal auf jegliche 'Arbeit'/Gehorsamkeitsuebungen verzichten und nur Spass haben. Im Alltag bleibt der Gehorsam natuerlich. Einen Freibrief fuer alles was ihr einfaellt gibts natuerlich nicht - so ordentlich wie moeglich an der Leine gehen, Sitz an der Strasse, wieder kommen auf Zuruf oder was auch immer eure Rituale sind.

Ansonsten wuerde ich dem neuen Trainer eine Chance geben. Vielleicht hat er schon den richtigen Weg fuer euch.

Und ich kann Ela nur zustimmen, grundsaetzlich falsch hast du bestimmt nichts gemacht. Zu viel Kontrolle ist leichter auszugleichen als zu wenig.

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Ich finde diese Trennung von Spiel und Arbeit immer sehr schade. Denn richtig angefangen sind die Gehorsamsübungen doch nichts anderes als ein Spiel nach Regeln - oder sollten es zumindest sein.

Ganz blöd gefragt: Hast du schon mal an Clickertraining gedacht? Und damit meine ich jetzt nicht "Knackfrosch nehmen und ansonsten weiter wie bisher", sondern tatsächlich mal über freies Formen oder Targeting zu arbeiten. Dabei erarbeitet sich dein Hund die Übungen selbst, wird ganz oft bestätigt (hat also viele Erfolgserlebnisse) und empfindet das ganze als spannendes Ratespiel. Als Belohnung nach dem Click lässt sich Spiel genauso einsetzen wie Leckerchen, im Gegenteil, je abwechslungsreicher die Belohnungen desto spannender das Spiel!

Wenn du jemanden in der Nähe hast der wirklich gut clickern kann dann lass dir das doch einfach mal vorführen; ansonsten gibt es auch Clips und DVD's, auf denen man recht gut erkennen kann wie begeistert und förmlich elektrisiert die meisten Hunde auf diese Art Training reagieren. Diese Hunde MÜSSEN nicht arbeiten, sie DÜRFEN!

Guck mal, ich hab das auf meiner HP versucht zu erklären und auch einen kleinen Clip eingestellt, bei dem wir auf dem Sommerfest unseres Vereins anhand eines Tricks vorgeführt haben, wie man eine neue Übung anclickern kann; beachte dabei mal Kayas Körpersprache! :D

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Spiel, Spaß und Lernen gehören immer zusammen!

Wie sollte ein Hund auch mit Begeisterung lernen wollen, wenns ihm keinen Spaß macht? ;)

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Vielen Dank nochmal fuer eure Tips zum Leinentraining. Mittlerweile weiss ich auch, was ich die ganze Zeit falsch gemacht habe: Ich habe die Huendin nicht dazu angehalten, neben mir zu gehen, sondern hauptsaechlich darauf geachtet, dass die Leine durchhaengt. Aber wenn sie vor mir laeuft, ist es ja beliebig schwierig fuer sie, ein Auge bzw Ohr auf mich zu haben. Ueber's Wochenende habe ich strikt darauf geachtet, dass sie neben mir laeuft. Wenn sie nach vorne stuermt, kommt sofort ein Richtungswechsel (Umdrehen oder Rueckwaertslaufen, funktioniert beides gut). In der kurzen Zeit hat sich ihre Aufmerksamkeit schon sehr verbessert. Wenn's eng wird, muss sie jetzt hinter mir laufen - das hat sie eigentlich auch gleich begriffen. Nachdem ich monatelang gedacht habe, ich sei zu debil, um dem armen Hund das Fussgehen beizubringen, habe ich jetzt wirklich Hoffnung, dass sie in ein, zwei Monaten vielleicht ganz vernuenftig neben mir laeuft! Und das beste: Es passiert alles voellig stressfrei - der Hund ist nicht von staendigen Korrekturen oder Kommados genervt, sondern muss einfach nur ein bisschen besser aufpassen. =)

Das spielerische Trainieren klappt bisher auch ganz gut. Natuerlich muss sie weiterhin an der Strasse sitzen und warten. Beim Ballspielen kriegt sie dann immer mal ein 'Aus' Kommando. Wenn wir ein bisschen ueber die Wiese gefetzt sind, lasse ich sie 'Platz' machen, dann muss sie warten, waehrend ich weglaufe, dann ein 'Sitz' aus der Entfernung, dann nochmal warten, und dann - hurra! - rufe ich sie und sie kommt wie aus der Pistole geschossen. Das funktioniert super, weil sie gespannt wie ein Flitzebogen auf das 'Hier' wartet, dass sie auch super motiviert ist, das 'Sitz' und 'Platz' auszufuehren. Wenn irgendwo interessanter Muell rumliegt, ueben wir auch noch das liegenlassen. Vor allem macht es ihr wirklich Spass, und das ganz ohne Leckerli!

@Silkies - ich hab mir begeistert das Clicker-Video angeschaut. Eine Bekannte von mir hat mir schon mal eine sehr gute Clicker-Trainerin empfohlen. Da ich inzwischen schon so viele Trainer durchprobiert habe :Oo , wollte ich jetzt unmittelbar nicht schon wieder was ganz neues anfangen --- aber ich denke, das wuerde meiner Kleinen richtig Spass machen.

@kamalii - *winkewinke* nach London! Super - noch ein 'Ex-Pat'! Ich hatte mit meiner Huendin die gleiche Erfahrung - sie hat auch immer sehr schnell das Interesse am Spielen verloren. Deswegen bin ich so froh, dass wir mittlerweile ein paar Spiele gefunden haben, die ihr total Spass machen.

Mit den anderen Baustellen werde ich mich an Anja-Baerenkind wenden!

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Suuuuper =)

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Fürs Leinenlaufentraining hast du ja schon gute Tipps bekommen und scheinbar auch schon Erfolge - toll! Weiter so. Was Leinenbegegnungen mit anderen Hunden anbelangt, so würde ich dir empfehlen, ein "Signal" einzuführen. Und zwar beginne doch mal, vor einem Spiel z.B. die Luft kurz hörbar einzuziehen oder mit der Zunge zu schnalzen, anfangs dann sofort ein Spiel folgen lassen, damit Anja das richtig verknüpfen lernt. Wenn sie dein "Signalgeräusch" mal richtig verknüpft hat, kannst du die Zeitspanne ruhig ein wenig verlängern (Sekunden, nicht Minuten!). Kommt dann, wenn sie das gut kennt ein Hund und sie muss den an der Leine kreuzen, dann setz das Signal ein und belohne sie - nach dem ruhigen Kreuzen - mit einem Spiel. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern braucht geduldige Aufbauarbeit.

Bis du das erarbeitet hast, würde ich immer, wenn ein Hund entgegenkommt und du merkst, dass sie flippen will, sofort kehrtmachen, ihr also die Gelegenheit nehmen, an der Leine herumzujecken. Sie soll sich das nicht zu sehr angewöhnen. Geh dann auf Distanz, bei der du sicher bist, dass sie ruhig bleiben kann, lass sie sitzen oder heiss sie, dich ansehen und lass den Hund passieren und lauf erst dann wieder los. Sie muss merken, dass DU bestimmst, ob sie Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen darf oder eben nicht und dass ihr alles Herumgehample nichts nützt. Ich persönlich würde dafür sorgen, dass sie gar nicht dazu kommt an der Leine herumzuspringen. Ideal ist, wenn du den Zeitpunkt erwischt, bevor sie springt und dann schon kehrt machst.

Du wirst mit der Zeit Sicherheit bekommen und die Körpersprache immer besser kennenlernen! Ich hab einen Berger des Pyrénées und die sind in vielen Dingen sehr ähnlich, auch Spätzünder, auch Arbeitstiere und auch sensibel und eher unsicher, aber sehr temperamentvoll und willig, wenn man weiss, wie führen. Ich baue unterwegs alles Mögliche mit ein, um zu üben: Lady soll unter einer Bank durchkriechen, um einen Baum laufen, mir zwischen den Beinen durchspringen (mal von hinten nach vorne, mal von vorne nach hinten, das braucht Vertrauen vom Hund!), mal auf meiner rechten Seite laufen, dann hinter mir durch auf die linke Seite wechseln und dort einige Meter laufen, dann wieder hinter mir durch nach rechts wechseln usw. Aber ich verpacke das alles spielerisch, dann renne ich wieder ein wenig mit ihr, laufe ein paar Schritte vorwärts, sie muss schön im Fuss laufen, dann muss sie im Bleib warten, ich laufe um sie herum usw. Auf einem Spaziergang übe ich ständig, aber nie als Drill, sondern immer als "kurze Zwischeneinlagen" und dann gibts wieder ein wenig Spiel. Der Vorteil dabei ist, erstens gibt es eine gute Bindung vom Hund zum Halter, zweitens gewinnen die Hunde an Selbstsicherheit (bewältigte Aufgaben und viel Lob!) und drittens macht es Spass :)

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hi xita

sei nicht ganz so streng mit dir selbst, ich glaube du machst das schon! du willst das beste für den hund, das merkt man. dass du durch die betonung des spielens etwas druck rausnimmst und den hund motivierst find ich super

ich möchte vor allem zu dem problem mit dem ziehen an der leine etwas sagen, da mein hund genau daselbe gemacht hat. ich persönlich habe die erfahrung gemacht, dass die folgendes vorgehen besser wirkt:

wenn der hund zieht, stehen bleiben, "NEIN" und dann erstmal warten. wenn er von alleine auf dich zukommt umso besser. wenn nicht: ein freundliches "komm" (damit meine ich jetzt nicht den befehl "hier", bei dem der hund ja normalerweise vor seinem herrchen absitzen muss, sondern einfach nur ein anlocken, damit er weiß dass er wieder näher zu dir soll). wenn er dann vor oder neben dir "rumsteht" gehst du weiter. bei meinem hund bewirkt ein lob in diesem moment, dass er wieder losprescht (im sinne von "juhu ich hab meinen job erfüllt und jetzt geb ich wieder vollgas!"). besser ist es daher, das weitergehen als positive bestärkung zu nutzen. denn das ist ja was der hund möchte: den spaziergang fortsetzen. das weitergehen kommentiere ich daher nicht. ist mir am anfang shcwer gefallen, da ich meinen hund natürlich am liebsten lobe wenn er das richtige tut, aber in diesem fall war es kontraproduktiv. mit dem beschriebenen prozedere hab ich super erfahrungen gemacht. der hund versteht es sehr schnell.

ich wünsche dir weiterhin viel spaß und erfolg!

isa

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