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Hundeforum Der Hund
Orca

Mensch aus Versehen gebissen?

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Hallo!

Mir ist heute etwas ganz schlimmes passiert, aber dafür muss ich jetzt etwas ausholen.

Ich habe einen (sehr aktiven) 2-jährigen Neufundländer, der normalerweise sehr brav ist. Sie ist Menschen gegenüber extrem anhänglich und freundlich und liebt Kinder. Sie hat die Wasserrettungs-Ausbildung und wird im September die Therapiehunde-Prüfung ablegen, ist also - zumindest laut verschiedenen Hundetrainern - "gut erzogen und sauber im Kopf".

Sie hat nur ein Riesenproblem: andere Hunde. Sie reagiert anderen Hunden gegenüber extrem enthusiastisch und emotional - egal ob positiv oder negativ. Um das ein bisschen in den Griff zu bekommen haben wir möglichst oft den Hundespielplatz besucht und auch andere Hunde eingeladen. Wir haben auch verschiedene Übungen z.B. "Platz" neben anderen Hunden gemacht - alles problemlos.

In der Hundeschule sind natürlich auch andere Hunde, und wenn "gearbeitet" wird sind die auch kein Problem (auch ohne Leine). Beim Gassigehen allerdings schon. Wenn ich meinem Hund nicht "Fuß" sage, bevor sie den anderen Hund zu Gesicht bekommt, scheint sie nur noch Augen für den Artgenossen zu haben und meine Stimme nicht einmal zu hören. In 90% der Fälle möchte sie dann unbedingt spielen und gibt erst Ruhe wenn der andere Hund "vorbei" ist (1m hinter uns ist auch "vorbei"), manchmal passiert es allerdings, das ich nur mit Mühe und ganzer Kraft eine Rauferei verhindere.

Das Problem haben wir natürlich auch in der Hundeschule angesprochen.

Hundetrainer #1 meinte: ganz klar - Hundeführerfehler (gut, stimmt sicher - also hat er mit uns (der ganzen Familie) gearbeitet, wie man in diesen Situationen besser reagieren kann, nur funktioniert das in der Praxis meist nicht)

Also haben wir einen "Hundepsychologen" empfohlen bekommen, der mit verhaltensauffälligen, aggressiven oder verängstigten Hunden arbeitet. Privat und im Tierheim. Der hat uns beim Gassigehen beobachtet und wir sind natürlich auch auf 2 verschiedene Hundespielplätze gegangen - 1x zu unserem "Stammspielplatz" und 1x zu einem unbekannten. Und dann hat er unseren Hund mit "Problemhunden" im Tierheim spielen lassen.

Die "Diagnose" war: unser Hund ist absolut normal. Er meint, wir sollten viel mehr Vertrauen in unseren Hund haben. Sie warnt, bevor etwas passiert. Sie ist gerne dominant - wenn sich der andere Hund sofort unterwirft ist alles kein Problem. Wenn der andere Hund ein eindeutiger "Anführer" ist, unterwirft sie sich (ist selten, aber sie unterwirft sich in der Regel bevor sie streitet). Sie hat keine Probleme mit Männchen, Weibchen oder kleinen Hunden. Nur 1 hält sie absolut nicht aus, und das ist wenn ein anderer Hund sich unterwirft und dann stänkert, oder von hinten angreift (wobei sie auch diese Hunde tolerieren kann, wenn z.B. ich den fremden Hund streichle, dann schaut sie nur noch böse - kann aber daran liegen, dass sie überhaupt nicht gerne sieht, wenn "ihr" Mensch einen anderen Hund streichelt, da drängt sie sich sofort dazwischen, wenn man ihr nicht "Sitz" oder "Platz" sagt).

Wir waren auch bei anderen Hundespezialisten, aber es hat immer mit einer dieser beiden Theorien geendet.

Heute ist mir etwas ganz furchtbares passiert, mit dem ich echt niemals gerechnet hätte.

Beim Gassigehen habe ich die beiden allerliebsten Spielgefährten meiner Hündin getroffen und sie losgeleint, da ich 1. niemanden weit und breit gesehen habe und 2. das Spielen an der Leine meistens in einem Kuddelmuddel endet.

Nach einer Weile (ich und der andere Besitzer haben geredet) kamen 2 Hundebesitzer, die an uns vorbeigehen wollten. Ich habe zu spät bemerkt, dass die beiden Hunde dabei hatten.

Meine Hündin ist losgerannt und hat meine Stimme ignoriert. Sie hat den einen Hund kurz beschnuppert und wollte dann den anderen, einen Windhund-Mix glaub ich, beschnuppern (ich bin gerade hingelaufen und wollte mich entschuldigen). Plötzlich haben allerdings meine Neufundländerin und der angeleinte Windhund eine Rauferei begonnen. Ich habe keine Ahnung wer und warum begonnen hat, und eigentlich ist das ja auch egal - ich war schuld, weil ich meinen Hund nicht unter Kontrolle gehabt habe.

Die Besitzerin hat geschrien und ist dazwischen gegangen. Ich habe meinen Hund dann gepackt und weggezogen. Sie hat noch einmal nach meinem Hund getreten (was ich im Geiste auch getan habe) und dann sind wir uns gegenüber gestanden.

Ich war so geschockt, dass ich meinen Hund nur angeleint habe (sie ist völlig regungslos neben mir gesessen und hat nur noch geschaut) und mich dann der anderen Besitzerin zugewandt habe.

Die hat mir gesagt, dass sie gebissen worden war. In den Oberschenkel.

Es war so furchtbar, ich habe ihr sofort meine Handynummer gegeben und sie weiß jetzt auch wo ich wohne - und ich war total froh, dass sie nicht ausgeflippt ist und sofort die Polizei gerufen hat oder so, aber sie war natürlich ziemlich sauer. Wäre ich auch, wenn so ein Neufundländer-Monster auf mich zugallopiert kommt und dann mit meinem angeleinten Hund kämpft, hätte ich wohl allen um mich herum den Kopf abgerissen.

Die Hunde waren unverletzt (falls der Windhund doch eine Wunde unterm Fell hatte, werd ich davon aber sicher noch erfahren).

Was soll ich jetzt machen?

Was passiert normalerweise in solchen Fällen?

Ich hab keine Ahnung von den Personalien der Dame, ich würde mich gerne nochmal entschuldigen (hoffentlich hat sie keinen Mann, der ihr rät, mich zu verklagen!!!)

Mein Hund hat noch nie so richtig ernst gerauft (ok, ich glaub wenn sie ernsthaft weiterraufen wollte, hätte sie sich nicht von unserer amateurhaften Trennung beeindrucken lassen, sie hat den anderen Hund bereits losgelassen gehabt als ich sie erst berührt habe).

Meistens hat sie sich knurrend 2x mit der Schulter an einen anderen Hund gerammt und dann war das Problem besprochen. Oder sie sind bellend und knurrend aufeinander zugestürmt und 2mm vor der Kollision gab es dann doch keinen Streit.

Und oft wenn meine Hündin sich mörderisch an der Leine gebärdet glaube ich nicht, dass sie wirklich Raufen möchte. Niemand der unseren Hund kennt, traut ihr ernsthaft zu, jemanden wehtun zu WOLLEN. Oder rede ich meinen Hund hier nur schön?

Unlängst hat sie ein enormes Problem mit einem Husky gehabt und wie ich meinen Hund wegziehen wollte habe ich (ein Kind hat begonnen bei dem Gebelle Panik zu kriegen) nach vorne gegriffen, um meiner Neufundländerin das Maul zuzuhalten. Keine Ahnung was für einen geistigen Aussetzer ich dabei hatte. Jedenfalls ist meine Hand in ihr Maul gekommen, und wie sie gemerkt hat, da ist was im Maul, war sofort Ruhe. Ich hab nicht einmal eine Druckstelle auf der Hand gehabt.

Bis jetzt hätte ich meinem Hund niemals zugetraut - auch nur im Versehen zu beissen.

Ich weiß nicht, was ich jetzt wegen dem Biss-Vorfall machen soll.

Und ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich unserem Hund ein bisschen mehr "Gleichgültigkeit" anderen Hunden gegenüber vermitteln kann.

Bei unseren letzten beiden Hunden war ich als Mensch der Mittelpunkt der Welt. Oft hat unsere alte Hündin jeden anderen Hund ignoriert, ausser ich bin stehen geblieben und hab "geh spielen" gesagt. Ich weiß nicht, was ich hier falsch mache. Ist es falsch, das Problem durch möglichst viel Spielmöglichkeit und Hundekontakt lösen zu wollen?

Ich würde mich jedenfalls sehr über Ratschläge freuen.

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Hallo :winken:

Das ist ja nicht so schön, was Dir da passiert ist.

Ich denke, als Erstes solltes Du lernen zu akzeptieren, dass JEDER Hund ein gewisses Aggressionspotential hat. Man muss nur anständig damit umgehen.

Bei Deinem Hund sehe ich KEINE besonders hohen Aggressionen. Darüber würde ich mir an Deiner Stelle überhaupt keine Sorgen machen. Auch der friedlichste Hund kann nicht mit JEDEM anderen Hund auskommen. Und ich sehe ganz ehrlich auch kein "Riesenproblem" mit anderen Hunden. Wenn Du sie ins "Fuß" nimmst, macht sie doch gar nix. Auch nicht im Freilauf, das ist doch super. Du kannst doch nicht von ihr verlangen, dass sie so tut, als sähe sie andere Hunde nicht. Und wenn sie spielen will, dann ist das eben so. Wenn Du nicht willst, dass sie spielen geht, nimmst Du sie eben ins "Fuß" und ansonsten laß sie doch spielen. Ich kann an dem Verhalten überhaupt nichts Schlimmes sehen. Sie ist ein junger Hund.

Wenn Du aber möchtest, dass Dein Hund andere Hunde ignoriert, dann ist es NICHT richtig, mit ihr zum "Hundespielplatz" zu gehen.

Und dass sie nix mehr hört, wenn sie einmal losgerannt ist, mag an ihrer Jugend liegen. Soweit ich weiß, sind Neufundländer Spätentwickler. Dann musst Du eben alles VOR ihr sehen, um sie ggf. rechtzeitig abrufen zu können.

Wirklich blöd ist natürlich, dass Dein freilaufender Hund zu einem angeleinten Hund hingerannt ist.

So, dann ist es zur Rauferei gekommen. Das geht schnell, wenn ein Hund frei und der andere angeleint ist. Deswegen ist nicht zwangsläufig einer der beiden Hunde besonders aggressiv.

Nun ist das Frauchen gebissen worden. War es denn sehr schlimm, also hat sie geblutet, war die Hose kaputt oder sowas? War es überhaupt Dein Hund? (Ich frage nur so, weil ich auch einmal in eine Rauferei dazwischen ging, bin gebissen worden und kann Dir beim besten Willen nicht sagen, ob es der fremde Hund war oder mein Eigener).

Das geht ja alles furchtbar schnell und das passiert eben im Kampfgetümmel. Ich würde wegen eines solchen Vorfalls nicht den Charakter des Hundes anzweifeln. Sowas KANN passieren. Und die Polizei wegen sowas zu rufen, hätte ich auch wirklich übertrieben gefunden.

Klar war die Frau aufgeregt, das ist absolut verständlich. Es war auch richtig von Dir, Deine Daten zu geben.

Hast Du denn auch etwas von der Frau? Handynummer, Addresse? Wenn ja, dann meld Dich doch morgen nochmal bei ihr und versuche, nochmal in Ruhe mit ihr über dieses Ereignis zu sprechen.

Was da rein rechtlich passieren kann, weiß ich leider nicht. Das kommt glaub ich auch auf die Wunde an. Wenn die Frau zum Arzt gegangen ist, ist dieser verpflichtet, den Biss zu melden.

Es wird aber auch zu klären sein, WELCHER der beiden Hunde sie gebissen hat. Ich will der Frau kein Unrecht tun, aber man kann sich immer hinstellen und behaupten, es sei der fremde Hund gewesen. Das kann man ja an einer (falls vorhandenen) Wunde eventuell feststellen, denn das Gebiss eines Windhundmixes und eines Neufundländers unterscheidet sich dann doch erheblich.

Und bevor nicht sicher ist, ob es nun wirklich Dein Hund war, würd ich mich erstmal nicht bekloppt machen.

Mehr kann ich Dir im Moment nicht dazu sagen, es melden sich sicher noch viele andere zu Wort.

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Hast du denn gesehen, daß die Frau gebissen wurde und wenn ja, von welchem Hund? Dieses hysterische "rumschnappen" kenn ich sehr gut von Windhunden, ist also von der Situationsbeschreibung wahrscheinlicher, daß ihr eigener Hund aus Frust geschnappt hat.

Mach dich nicht verrückt, nächstes Mal nimmst du die Personalien des Kontrahenden mit. So etwas ist wohl jedem HH schon mal geschehen - bleib ruhig und warte entspannt ab, sollte wirklich was auf dich zu kommen, sag nix von dir aus - keinerlei Aussage, sondern übergib es sofort an einen Anwalt, dann passiert dir nix.

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Hallo!

Wir hatten in der Hundeschule letztens auch, ne Hündin die einfach auf meinen Angeleinten Rüden los ging ,ich wollte meinen Hund von der Leine machen da hat die mich einfach in den Oberarm gebissen.Ich habe aber nichts gemacht ,da ich gut geimpft bin.denn die HH war auch so von ihrem Hund enttäuscht und hätte das nie erwartet.

Solange keine Gliedmassen fehlen ,braucht man ja kein Stress machen,man sieht das kann dem best erzogenem Hund Passieren.

Gruß Tanja

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Hallo :winken:

Wenn Du aber möchtest, dass Dein Hund andere Hunde ignoriert, dann ist es NICHT richtig, mit ihr zum "Hundespielplatz" zu gehen.

Hast Du denn auch etwas von der Frau? Handynummer, Addresse? Wenn ja, dann meld Dich doch morgen nochmal bei ihr und versuche, nochmal in Ruhe mit ihr über dieses Ereignis zu sprechen.

Und bevor nicht sicher ist, ob es nun wirklich Dein Hund war, würd ich mich erstmal nicht bekloppt machen.

Natürlich soll der Hund auf dem Hundespielplatz die Hunde nicht ignorieren sondern sich austoben und das ist sehr wohl sinnvoll! Hunde brauchen Hundekontakt und ist ein eingezäunter Spielplatz ideal. Ignorieren soll er auf Befehl und nicht immer!!!

Zweitens hat sie geschrieben das sie keine Adresse oder Nummer von der Dame hat, das ist leider blöd, aber vielleicht meldet sie sich ja und alles ist halb so wild. Zumal nicht klar ist, welcher Hund aus Versehen ihr Bein erwischt hat.

Da schließe ich mich den Worten an: Mach Dich nicht bekloppt! Sowas passiert nunmal und alles ist regelbar, wenn was kaputt war biete an es zu ersetzen, sei freundlich und versuche Dich zu einigen.

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Ich würde mir da auch nicht sooo einen großen Kopf machen.

Trotzdem solltet ihr nächstes Mal weniger quatschen und mehr auf die

Hunde achten. Stell dir mal vor, da wäre ein Kind zwischen gewesen?!

Also ein Therapiehund sollte doch "eigentlich" immer unter Kontrolle sein

oder?

Ich würde auch solche Hundespielwiesen meiden, denn Hunde in dem

Alter spielen meiner Meinung nach nicht mit fremden Hunden, sondern

müssen immer wieder ihre Stelllung klar machen, haben immer wieder Stress

und das ist doch nicht gut. Wenn ein Hund andere Hunde gut und länger kennt,

dann ok, dann spielen die vielleicht auch, aber mit fremden Hunden?

Meine Hündin ist 3 Jahre und sie findet es meistens ziemlich stressig und nicht

angenehm mit fremden Hunden auf eine Wiese gepackt zu werden, nach dem

Motto "macht ihr mal". Meine Kleine, die findet es "noch" ok und hat Spaß.

Aber das muss jeder selber wissen.

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Äh, sorry, hallo?

Die TE geht davon aus, dass die andere Frau GEBISSEN wurde, nicht angeschnappt!

Also ein BISS wäre für mich schon ein _klitzekleines_ Problemchen!

Ist es ein Abdruck von einem irregeleiteten Schnapper, würd ich mir auch keinen Kopf machen. Aber ein Biss? Mit Loch und Blut und so?

@TE: schreib doch mal genauer - wie verletzt war denn die Frau?

Ich bin letztes Jahr gebissen worden, war gute 6 Wochen arbeitsunfähig, es ging knapp am Muskel vorbei, musste 2x operiert werden und ich habe jetzt eine Riesennarbe in einer sehr unschönen Delle am Unterschenkel.

Mit einem Hundebiss ist wirklich nicht zu spaßen! Und zuerst waren bei mir auch nur zwei kleine Löcher von den Eckzähnen zu sehen.

Grüßle

Silvia

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Hi, ich bins wieder.

Erstmal danke, für die vielen hilfreichen Antworten!

Ok, erstmal zu dem Biss. Der beunruhigt mich wirklich extremst.

Die Dame hat gesagt, einer der Hunde hätte sie gebissen. Natürlich konnte niemand durch die Jeans beurteilen, wie schlimm die Verletzung war.

Ich habe zwar leider nicht die Personalien der Dame (wollte sie mir nicht geben, und ich wollte sie nicht nocht mehr belästigen, bei den Schmerzen in ihrem Bein), aber ich habe ihr natürlich meine Handynummer gegeben und sie weiß auch wo ich wohne (ich hoffe nur, ich hör jetzt nicht von einem Anwalt oder so!).

Sie ist dann mit ihrem Hund davongehumpelt, aber ich habe sie später wieder (beim Gassigehen) getroffen. Ich habe einem Freund von mir gesagt, er soll die Hundeleine nehmen (mein Hund hat brav Sitz gemacht und sich nicht gerührt) und bin zu ihr hin und hab mich noch mal entschuldigt (ich war knapp dran in Tränen auszubrechen, so was ist mir echt noch nie passiert!) und gefragt was der Biss macht und ob ihr Hund verletzt ist. Sie hat ziemlich kurz angebunden gemeint ihr Hund hat nix, der Biss ist 2 Zahnabdrücke (die sie desinfisziert hat) und sie wollte mich eindeutig schnell loswerden und weitergehen. Ich hab leider nicht mehr rausgekriegt, weil sie sich dann einfach umgedreht hat und weitergegangen ist. Sie hat auch nimmer gehumpelt (soweit ich das beurteilen konnte).

Allerdings macht mir der Beitrag von Silvi jetzt doch Panik. Mein Hund ist zwar versichert und diese Versicherung würde (ich hab mich erkundigt) auch die Arzkosten, usw. zahlen, aber wie ist das Rechtlich? Und Silvi: Wie war das, hast du erst ein paar Tage später gemerkt, wie ernst es wirklich ist? Hast du Schmerzensgeld kassiert und den HH verklagt? Oder reagier ich hier über?

Zu der Situation mein Hündin vs. „mit anderen Hunden spielen“.

Ich muss als erstes zugeben, dass ich, obwohl wir immer Hunde hatten, niemals ein Problem mit der Aufmerksamkeit und Gehorsamkeit des eigenen Hundes hatten. Vielleicht lag das auch daran, dass wir einfach Glück mit besonders sanften Individuen hatten – ich kann es nicht sagen. (z.B. hat sich einmal ein kläffender Westie im Bauchfell unserer alten Hündin verbissen – sie war damals 5 Jahre alt - und sie hat ihn einfach ignoriert und 4m weiter „geschleift“). Unser Erziehungskonzept war immer Hund ist schlimm – wir ignorieren ihn, Hund ist brav – loben und fördern (keine Leckerli, Stimme und Streicheln).

Bei unserer (bereits erwähnten) alten Hündin hatten wir das Problem, dass sie nicht herLAUFEN wollte, wenn wir sie gerufen haben. Sie hat zwar brav umgedreht, ist aber ich ihrem (verdammt langsamen) Tempo dahergetrottet. Wir haben das akzeptiert (jeden sein Tempo ☺), aber ihr (damit sie trotzdem „Straßensicher“ ist) beigebracht auch auf große Entfernungen sofort „Platz“ zu machen, damit wir sie bei Bedarf „abholen“ können. Egal ob da ein Hund ist, der sie zerfleischen möchte (ok, es hat geholfen, dass sie sich sogar vor einem Chihuahua auf den Rücken wirft), oder gerade ein Reh vorbeihüpft. Wir sind mit ihr nicht wirklich auf den Hundespielplatz gegangen, weil ihr die Hunde in der Nachbarschaft „genügt“ haben, bzw. sie auch kein großes Interesse am „mit Hunden spielen“ hatte.

Ich erwarte wirklich nicht, dass ein Hund ein Roboter ist. Mir ist natürlich klar, dass man bei einem lebenden, denkenden Wesen niemals zu 100% sicher sein kann, jede Handlung vorauszusehen. Und ich weiß natürlich, dass 100% der Verhaltensfehler bei einem Hund auf Menschen zurückzuführen sind. Kein Hund kommt „böse“ zur Welt, so wie auch kein Kind als Verbrecher zur Welt kommt.

Ich war bisher nicht oft auf Hundespielplätzen, das haben wir erst seit ca. 9 Monaten so eingeführt und erst seit ca. ½ Jahr spielt sie mit mehr als 2 Hunden gleichzeitig. (Davor durfte unsere Hündin leider wegen einer Operation an beiden Ellenbogen nicht spielen und nur an der Leine gehen – ein Grund warum sie 1. perfekt Fuß gehen kann und 2. laut Hundetrainer die „Hundesprache verspätet lernen muss“. (allerdings glaube ich nicht, dass es da noch sprachliche Missverständnisse gibt).

Als wir sie endlich von der Leine gelassen haben, wollten viele andere HH in unserer Umgebung nicht, dass unser ungestümer Hund mit ihren – doch wesentlich kleineren Hunden spielt. Sie meinten, es wäre zu gefährlich.

Also haben wir es mit einem Hundespielplatz versucht, weil die HH dort in der Regel weniger „zimperlich“ (wenn ich es mal so ausdrücken darf) sind. Die sagen „wenn die sichs mal ausmachen, dann is das halt so“. Da waren wir als Newcomer die hysterischen.

Mein Hund hat einige „Stammfreunde“ gekriegt (auf unserem Hundespielplatz ist relativ selten etwas los, wir treffen meistens dieselben Hunde und selten sind es mehr als 2 Spielgefährten). Wenn mein Hund vor Freude außer sich ist, wenn er andere Hunde sieht, ok. Sie darf spielen soviel sie will, aber erst wenn sie von mir ein OK dazu kriegt. Und natürlich soll sie aus dem Spiel abrufbar sein. Das funktioniert wunderbar bei bekannten Hunden.

Bei fremden Hunden ist aber Sense. Da blockt sie meine Stimme total aus. Sie nimmt auf 20m Entfernung Witterung auf und wenn ich sie nicht zuerst bei Fuß geholt habe, bevor sie den fremden Hund bemerkt, ignoriert sie mich völlig und möchte sich „anschleichen“. Und bei einem 57kg-Hund vom Wassertraining eine ziemliche Muskulatur aufgebaut hat, kann es gefährlich werden, wenn sie losstürmt.

Ich habe bemerkt, dass sie, wenn sie sich „anschleicht“ mich durchaus noch hört und beachtet (wahrscheinlich eher absichtlich nicht hören möchte). Wenn sie losstürmt, kriegt sie nichts mehr mit. Bei bekannten Hunden kommt es nicht zu dieser „Anschleich“-Situation.

Ich möchte gerne lernen, den Hund aus diesem Anschleich-Verhalt heraus durch meine Stimme aufzurütteln. Das übe ich auf einem Hundespielplatz, auf dem unbekannte (und leider auch mehr Hunde sind).

Zumindest ist diese Herangehensweise mir empfohlen worden. Aber da ich, wie gesagt, wirklich ein Problem mit ihrer „Ignoranz“ mir gegenüber habe, bin ich für alle Ratschläge offen. Ich habe schon verschiedene Dinge versucht (z.B. mit dem anderen HH abgesprochen: sie möchte zu einem Hund hin, aber ich drehe mich um und gehe einfach weg, und sie muss lernen, immer mit einem Auge auf mich zu schauen, weil sie auch in der ungünstigsten Situation nie weiß wann ich einfach die Richtung ändern könnte).

Bitte sagt mir was ich falsch mache, und wie ich mich mehr auf meinen Hund verlassen kann.

Und noch als kleine Randbemerkung:

Ja, Diva, es stimmt. Ungestüm passt nicht zu Therapiehund. ICH finde, du hast recht. Meine Mutter war aus beruflichen Gründen an einem Therapiehund interessiert. Und erstaunlicherweise verhält sich unser Bär in Gegenwart von Kindern exakt wie am Abrichteplatz. Wenn ein Kind in ihrer Gegenwart ist, bewegt sie sich wie in Zeitlupe und hat sogar einen scheinbar mordlüsternen Dobermann einfach ignoriert. Und ok, es ist wirklich toll, einen Hund zu haben, mit dem Kinder scheinbar machen können, was sie wollen (als Polster verwenden, am Fell zupfen, sie verhält sich bei Kindern ehrlich gesagt um einiges doziler und gehorsamer als uns „Rudelanführern“ gegenüber, die Grundkommandos sind auch kein Problem), aber wie gesagt, sie ist ein denkendes Wesen, und man darf bei KEINEM Hund 100% sicher sein, dass er die Geduld nicht verliert oder nicht irgendwas schief geht. Ihre Trainer haben uns seit 3 Monaten gesagt (da waren nur keine Termine frei), dass sie die Prüfung praktisch in der Tasche hat, sie ist (angeblich) geduldiger und verlässlicher als die meisten Hunde, die antreten, Futterverweigerung funktioniert etc., aber ehrlich gesagt hast du Recht. Einfach so auf andere Hunde zustürmen ist nicht ok und ganz und gar nicht „therapiehundig“.

Bitte, es wäre wirklich nett, wenn ihr mir helfen könnt!

Danke nochmal,

Orca

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Ich kenne ja Deinen Hund auch nicht, aber ich kenne ein par Therapie und Assistenzhunde

(sitze ja selber im Rollstuhl) und ich weiss, wenn sie ein spezielles Geschirr anhaben, dann

sind sie nicht mehr der Hund, sondern "arbeiten" und beachten nichts. Vielleicht ist das ja

bei Eurer auch so...

Aber wenn ein Hund einmal aus Versehen nur beisst, dann ist der Ruf halt da ne. Aber ihr

müsst die Hunde ja eh anders versichern, wenn ihr mit Menschen mit ihnen arbeitet.

Ansonsten kann ich Dir da nicht mehr helfen ehrlich gesagt, außer, dass der Hund lernen muss

die fremden Hunde zu ignorieren (damit kämpfe ich mit meinem Terrier Mops nun 2 Jahre mal

mehr mal weniger).

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Hi,

ich würde auch erst mal so ruhig wie möglich bleiben und abwarten, ob überhaupt irgendetwas kommt. Dann ist es immer noch Zeit genug eventuell selbst Schritte einzuleiten. Es ist ja auch erstmal dahingestellt, wer der "schuldige" Hund überhaupt war.

Was den Biss angeht, kann ich mir nicht vorstellen, dass da großartig etwas passiert ist. Wäre es mehr als die beiden Zahnabdrücke gewesen, wäre das sofort aber allerspätestens zuhause aufgefallen.

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