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Hundeforum Der Hund
mialour

Mangelt es an Bindung? Hundehalter-Vergleich

Empfohlene Beiträge

Hallo Foris,

mich beschäftigt seit längerem eine Frage.

Eigentlich immer, wenn man in größeren Städten unterwegs ist, begegnen einem Obdachlose oder Punks mit ihren Hunden.

Sicherlich ist es immer unterschiedlich, wie glücklich diese Hunde sind, trotzdem stelle ich mir diese Frage.

Denn immer wieder fällt mir auf, was für eine extreme Rudeldynamik sich in diesen Verhältnissen entwickelt und wie stark die Bindung zwischen Mensch und Hund ist- egal um wieviele Menschen und Tiere es sich 'im Rudel' handelt.

Klar, es geht ja quasi ums gemeinsame Überleben und man ist immer und überall zusammen.

Und so ist es auffällig, dass IMMER der Hund nach dem HH schaut.

Vor einiger Zeit lief ich die Berliner Friedrichstraße entlang- wer sie kennt weiß, was ich meine- es ist viel los und es kann sehr unübersichtlich werden- eine Shopping-und Flaniermeile ähnlich der des Ku'damms. Und da lief vor mir ein "Punker-Pärchen" mit ihrem Hund (Mix), ohne Leine, der Hund IMMER mit dem Kopf am Oberschenkel und 1A bei Fuß. Der HH schaute nicht ein Mal nach dem Hund und hatte sicherlich auch keine Tüte Frolic in der Hand.

Nun gingen die 2 in die U-Bahn (also die Treppe hinunter) und sahen dort die Bahn stehen- rannten los OHNE sich nur einziges Mal nach dem Hund umgedreht zu haben und sprangen rein- der Hund hat haarscharf aufgepasst, den Anschluss nicht zu verlieren.

Ich fand das mehr als beeindruckend und denke nicht, dass es dem Hund dort schlecht ging. Der wäre für sein Herrchen durchs Feuer gegangen.

Wenn ich mir nun vorstelle, ich würde meinen Hund auf dieser Flaniermeile ableinen- wäre ich wohl allein unterwegs, während er sich von Wurstbude zu Wurstbude fressen würde. :Oo

Nun stellt sich mir die Frage- ist das gleichbedeutend mit einer schlechteren Bindung?

Ich denke nicht, dass die Zwei im Hundeauslaufgebiet stehen und nach ihrem Hund rufen müssen, geschweigedenn ihn holen müssten....

Ich hoffe es war einigermaßen verständlich was ich meine und worauf ich hinaus will... :D

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Bin gespannt auf die Antworten??

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Tja, erstaunlich, aber so gehts ;)

Wir SUper-Hundehalter würden zig Mal den Hund rufen, damit er den Anschluss nciht verliert... mit dem Ergebnis, dass der Hund nicht mehr aufpassen muss, weil ihm ja alles geSAGT wird ;)

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Also ich kann sagen, dass ich meine Hunde auch nicht viel rufe und sie auch immer in meiner Nähe sind. Allerdings kann man ja irgendwie als "Normalo" seinen Hund nicht überall frei laufen lassen um das mal zu testen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es mit der älteren Hündin von mir auch so klappen würde. Die Kleine ist noch zu neugierig und unsicher. Wir machen uns einfach viel zu sehr nen Kopf, wenn wir mit dem Hund losziehen und der Hund denk: Frauchen meldet sich schon, wenn etwas ist, passt also weniger auf und macht eher sein Ding.

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Hallo!

Für Punks sind die Tiere die besseren Menschen. Sie verbringen sehr viel Zeit mit ihren Hunden und teilen Schlaftplatz und Essen mit ihnen. Eine sehr starke Symbiose.

Ich glaube der Hund spürt diese bedingungslose Liebe, die ihn der Mensch entgegenbringt.

Liebe Grüße

Melly

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Es ist eben keine Liebe! ;)

Es ist eine Gemeinschaft!

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Das hängt vielleicht mit den vielen Ortswechseln zusammen, die Hund und Halter zusammen durchleben, sie bleiben ja selten lange am selben Platz. Es gibt keinen festen Hafen im Leben von beiden, das weiß der Hund genauso gut wie seine Besitzer.

Deswegen denke ich, sieht so ein Hund viel eher zu das er dranbleibt, als ein Hund der ein festes zu Hause hat. Schlecht geht es diesen Hunden nicht unbedingt, weil ein Obdachloser ja nicht automatisch jemand ist, der seinen Hund schlägt, anschreit und hungern lässt.

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Mein erster Hund ist auch sein Lebenlang ( 15 Jahre ) ohne Leine ausgekommen, ich hab mitten in Düsseldorf gewohnt, mein Hund war immer da wo ich war! Ob neben dem Fahrrad, an der Ampel ( o.k., ich hab Sitz und Rüber" gesagt ) oder sonstwo...wenn ich heute darüber nachdenke sträuben sich mir die Nackenhaare! Heute bin ich eher übervorsichtig...

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Ich sehe da einen Zusammenhang mit der Umgebung. Eine Stadt ist von Menschen geprägt, der Hund anhand der Eindrücke überfordert, da orientiert er sich stark an seinem Halter. Würde man das gleiche Team aufs Land schicken sähe die Situation nach kurzer Zeit sicher anders aus.

Begegnungen hätten meiner Meinung nach einen ganz anderen Stellenwert als in der Stadt, da sie viel viel seltener wären und somit zu etwas besonderem würden.

Auch meine Hunde legen ihren Fokus automatisch mehr auf mich wenn ich mich mit ihnen ins Getümmel stürze, aber das tun sie nicht weil ihre Bindung dann besser wird. Sie dann dann gestresst und verunsichert und orientieren sich halt an mir.

Selbst wenn das dann nach toller Bindung aussehen mag, mir gefallen sie besser, wenn sie in unserem gewohnten ländlichen Umfeld einfach auch mal Augen für andere Dinge als für mich haben.

Ich würde es nicht so sehen, daß es diesen Hunden schlecht geht, mittlerweile gibt es ja auch häufig kostenlose TA-betreuung für die Hund von Obdachlosen und emotional besteht sicher eine enge Beziehung, aber ich würd den Hunden vielleicht wünschen daß sie irgendwie "natürlicher" Leben könnten.

Vielleicht liegt es auch daran, daß ich selbst das Landleben liebe und in der Stadt eingehen würde. :Oo

Sicherlich spielt es auch eine große Rolle, daß die Obdachlosen und Punks sich wahrscheinlich garnicht so viele Gedanken machen wie wir und einen intuitiveren Umgang mit ihren Hunden haben.

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Perfekt ausgedrückt Anyanka :yes:

So seh ich das auch: Packt so ein Team für 4 Wochen auf´s Land, da wird sich was verändern.

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