Jump to content

Über 36.000 Hundefreunde

Jetzt in wenigen Sekunden kostenlos ein Konto erstellen oder direkt mit Deinem Facebook oder Google account anmelden.

➡️  Registrieren / Anmelden

Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Meine persönlichen 4 Hundehalterkategorien - In welche würdet ihr euch einsortieren?

Empfohlene Beiträge

Durch meine Hundearbeit habe ich in den letzten Jahren für mich persönlich 4 bzw. 5 Kategorien für Hundehalter definiert, die ich einmal so wertneutral wie möglich vorstellen möchte.

Das bedeutet nicht, dass ich jemanden sehe und mich bemühe, ihn sofort in eine von 4 Schubladen zu stecken, denn es zeigt sich eher rückwirkend, wenn die Menschen ein paar Jahre mit ihrem Hund verbracht haben, auch durchaus nicht in meiner Betreuung, welcher Gruppe sie tatsächlich angehören. Manche wechseln auch die Gruppe mit Hund Nummer 5 bis 9 ;) .

Ich möchte Euch meine Gedanken gerne einmal beschreiben und würde mich freuen, wenn zahlreich abgestimmt wird.

Die Voraussetzung ist für alle folgendermaßen: Ein Hund kommt ins Haus und nach einiger Zeit oder von Anfang an schleichend zeigen sich mehr oder weniger stark ausgeprägte Verhaltensweisen des Hundes, die einen reibungslosen Umgang, Freilauf, Kontakt mit anderen Hunden, Besuche, Urlaube, Einkäufe, Restaurantbesuche etc. erschweren oder unmöglich machen.

1) Hundehalter 1 sucht sich im Internet, in Büchern oder bei einer Hundeschule Hilfe, durch die an den Auffälligkeiten gezielt gearbeitet wird. Dem Hund wird anhand verschiedener Hilfsmittel gezeigt, was unerwünscht ist und wie er sich korrekt zu verhalten hat. Im Wesentlichen wird am Hund und den ganz konkreten Problembereichen über Konditionierung gearbeitet. Dieser Hundehalter hat einen im Alltag relativ gut funktionierenden Hund mit einigen Einschränkungen, bei denen man aber nur minimale Abstriche macht, die einen nicht weiter beeinträchtigen. Z.B. Anleinen im Wald aufgrund von Jagdmotivation. Der Hund ist aber eigentlich recht gut geführt. Das letzte Quäntchen zum Superteam fehlt vielleicht, aber man empfindet kein Defizit, sondern ist einfach so zufrieden wie es ist.

2) Hundehalter 2 beginnt, seinen Alltag um den Hund herum so einzurichten, dass der Hund sein Verhalten weiter ausleben kann, aber letztlich niemand (außer man selbst) davon beeinträchtigt wird. Kommt Besuch, schickt/sperrt man den Hund eben in andere Räume, man geht so spazieren, dass man kaum jemandem begegnet, man betreibt ein mehr oder weniger großes Management, um das Leben mit dem Hund zu bestreiten, hat vielleicht einen Hundesitter, geht generell ohne Hund in die Stadt, zu Einladungen etc. und schafft sich evtl. einen Zweithund an, damit der erste Beschäftigung hat. Die Hunde bekommen viel Liebe und Aufmerksamkeit, es fehlt ihnen quasi an nichts außer an Führung und klaren Regeln. Aber man arrangiert sich, auch wenn man sich dabei kräftig verbiegen muss, aber das tut man ja gerne, da man den Hund sehr liebt und er Hund bleiben muss. Der Hundehalter hat übrigens ein erhebliches Repertoire an Erklärungen für die Ursachen des Verhaltens. Häufig argumentierte Gründe liegen z.B. in der Rasse oder in einer schlimmen Vorgeschichte aufgrund von Tierschutzfällen.

3) Hundehalter 3 unterteilt sich in 2 Typen

Hundehalter 3.1 startet ein paar Versuche durch "Kaufberatung" bei Zoohandlungen, Internetshops, TV-Serien, mit diversen Hilfsmitteln, wendet sie selbst an und scheitert. Der Hund wird mit der Aussage "wir haben ja alles versucht" abgegeben. Sei es ins Tierheim oder über private Vermittlung. Häufig kommen spontane Hundehaarallergien bei Kindern oder Partnern zu Tage, die die Entscheidung beschleunigen.

Hundehalter 3.2 nimmt sich mehrere Trainer, versucht jeweils, die gelehrte Methode umzusetzen, und scheitert an der Tatsache, dass er zum aktuellen Zeitpunkt mit dem aktuellen Hund schlicht und ergreifend nicht zusammen passt. Dieser Hundehalter hat entweder eine besondere Lebenssituation, die nicht zu den Bedürfnissen des Hundes passt, oder er hat für sein Hundeführungstalent einen zu anspruchsvollen Hund, oder es passt schlicht von der Chemie nicht. Der Hund wird schweren Herzens aber zum Wohle des Tieres abgegeben.

4) Hundehalter 4 merkt selbst oder bekommt gezeigt, dass das die Ursache des Verhaltens seines Hundes im eigenen Verhalten, im eigenen Leben in der eigenen Einstellung zu finden ist. Dieser Hundehalter geht unter professioneller Anleitung oder auch durchaus alleine einen relativ steinigen Weg, verlässt seine eigene Komfortzone zugunsten des Hundes, um zu verstehen, warum der Hund sich in den entsprechenden Situationen genau so und nicht anders verhält. Dieser Hundehalter geht einen langen Weg, er eiert manchmal etwas von links nach rechts, verwendet vielleicht auch mal kurzzeitig das eine oder andere Hilfsmittel, aber er geht stetig voran und lernt permanent über sich selbst genauso viel wie über seinen Hund. Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus diesen Hundehaltern Menschen, die Hunde lesen und verstehen können. Sie streben nicht mehr nach Perfektion, sondern lernen, sich selbst einzuschätzen und in den entsprechenden Situationen angemessen zu handeln. Außenstehende sprechen gerne von Dreamteams.

So und nun bin ich gespannt, wo Ihr Euch wiederfindet.

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

In keiner der Schubladen

gruß

sabine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Schwer irgendwie.

So ganz am Anfang, ca. das erste Jahr als ich den Dicken hatte, hätte Hundehalter Typ 2 voll auf uns gepasst.

Hat sich mittlerweile aber eher auf Typ 4 gebessert, weil eigentlich sehr sehr viel an mir und den Umgang mit meinem Mopshund lag und immernoch liegt. Perfekt sind wir auch nicht, aber wir haben schon sehr viel geschafft, was teilweise ewig gedauert hat und das ist die Hauptsache.

Ein Dreamteam ist vielleicht auch was anderes, aber ich finde, wir haben uns schon toll gemacht und bin guter Dinge, dass es weiterhin gut laufen wird. Wir machen uns keinen Stress mehr und das merkt man.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei mir isses klar ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Keine Ahnung, Anja

sag DU'S mir :D

e015.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hab mich auch erkannt. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oh nein, wie schrecklich!!!

Ich glaube, wir finden uns ein bisschen bei Typ 2 wieder, aber nicht ganz so heftig. Ein bisschen tendieren wir auch zu Typ 4.

Lg, Sherry

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Schwierig irgendwie, eine Kombination aus 1 und 4 falls das geht.

An der reinen 1 stört mich die Konditionierung und die Hilfsmittel, das ist bei uns nicht der Fall. Aber die 4 ist es eigentlich auch nicht, denn so Probleme dass ich von einem steinigen Weg sprechen könnte haben wir nicht gehabt.

Bei mir ist da aber auch irgendwie die Grundvoraussetzung nicht gegeben, große Probleme gabs bei uns nicht. (Gewitterpanik höchstens, in dem Fall bin ich dann aber Typ 2 und gehe bei so einem Wetter nicht mit ihr raus ;) )

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo.Also bei uns ist es so das wir uns im Internet umschauen zwecks Hilfe wenn wir probleme haben mit unseren Hunden.Wenn das nicht klappt würen wir in eine HS gehen.

Wir haben auch das Problem das unsere Hunde(nur an der Leine) andere Hunde anbellen.Und auch manchmal andere Menschen.Nun haben wir aber jemand hier bei uns gegenüber wohnen die hatte auch mal einen Hund und auch erfahrung.Sie hat uns geraten wenn sie bellen sofort ablenken.

Und das klappt gut.Nur unsere Sunny lässt sich nicht ablenken,aber da ihr Kumpel nicht bellt tut sie es auch nicht mehr so intensiv.Bellt kurz und dann ist es gut.

Nun haben wir auch hier mehrmals gelesen das einige HH hier ihre Hunde bei sich an der seite dann laufen lassen. :danke

Das tun wir jetzt auch und es ist viel entspannter seitdem.Wenn ich den anderen Hund rechtzeitig sehe.. :so und unsere Hunde dürfen auch mal ohne leine laufen im park wo dann keine Autos fahren..kommen aber andere Menschen oder andere Hunde kommen sie an die Leine..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Schwierig und gemischt (gehe jetzt mal von Chili aus)

Einerseits funktioniert der Alltag eigentlich recht problemlos, andererseits muss ich schon etwas um unsere Probleme herumnavigieren. zB einsperren, wenn wir Besuch begrüßen, einsperren, wenn ich weg bin, damit sie nicht unbeaufsichtigt mit den Katzen zusammen ist.

Also da schonmal eine Mischung aus 1 und 2 - dann auch noch stimmungsabhängig, weil manchmal alles funktioniert und manchmal nichts ;)

Außerdem kann ich sicher sagen, dass die meisten Probleme, die wir haben und hatten, schon bestanden haben, als ich sie wieder übernommen habe. An anderen wiederum bin sicher ich schuld.

Also Mischung aus 1, 2 und 4 *find*

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.