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Hundeforum Der Hund
Hansini

Ein Jahr ist es her!

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Heute vor einem Jahr hat Felix sich den Kreuzbandriss zugezogen. Ich kann gar nicht glauben, dass es schon so lange her ist. Einmal beim Ballspielen umgeknickt und schon war es geschehen. Dabei hatte ich die Situation gar nicht so ernst eingeschätzt. Er hat gehumpelt und ich bin mit ihm nach hause gelaufen. Zu hause gab es erst mal Traumeel. Die Nacht war ruhig. Morgens wollte ich mit ihm los. Nix ging. Gehumpelt hoch drei. Ich habe den Hund sofort in das Auto gepackt un ab zur Tierärztin.

Wie es so eben ist, das Wartezimmer war voll. Fünf Leute mit ernsten Problemen vor uns. Nach 1,5 Stunden waren wir dran. Die Wartezeit war die Hölle. Endlich kam die Tierärztin. Ich sagte ihr, dass ich befürchte, dass es wieder ein Bandscheibenvorfall ist. Sie lies mich mit Felix auf sie zu laufen. Der erste Satz "Scheisse, das ist das Knie!". Im Behandlungszimmer wurde die Wirbelsäule untersucht (die Tierärztin ist Chiropraktikerin). Ausswer einer leichten Blokade war nix. Sie untersuchte das Knie, Schubladentest und bestätigte die Diagnose. Da sie selbst nicht operiert, sollte ich in die Tierklinik Duisburg-Asterlagen. Das ist aber überhaupt nicht mein Fall. Mir fiel ein, dass ein Bekannter von mir seinen Hund (auch Kreuzbandriss) bei einem Tierartz in Kamp-Lintfort hat operieren lassen und sehr zufrieden war. Ich bin dann am selben Tag dann zu Dr. Wertz hin um mir ein Bild von ihm zu machen. Mein erster Eindruck war hervorragend. Sehr nett, sehr kompetent und sehr guter Umgang mit dem Hund. Er sagte auch nach der Untersuchung, dass ein Röntgenbild nicht nötig wäre, da die Diagnose eindeutig wäre. Für Freitag, den 25.07.2008 machten wir den OP Termin.

Die Zeit bis zu der OP war die Hölle. Ich habe den OP Tag herbeigesehnt. 10 Meter laufen und schon ging nix mehr. In diesen Tagen habe ich viele Tränen vergossen. Deie Nacht vor Freitag war sehr schlimm. Ich habe kein Auge zugetan. Als ich ihn hingebracht habe, ging mein Herz in die Hose. Anzusehen, wie er nach der Nakose wegsackte, sich übergab, und ihm der Tubus gesetzt wurde, war schlimm, ihn alleine dort zu lassen war fast unerträglich. Die knapp zwei Stunden bis ich ihn holen konnte, kamen mir wie zwei Tage vor. Abends jaulte und knurrte er gleichzeitig. Die Narkose lies nach und die Schmerzen kamen.

Die nächsten Tage und Wochen waren schwer. Einen Hund ruhig zu halten, der es gewöhnt ist drei Stunden am Tag und mehr zu powern, ist eine schwere Aufgabe. Der vorwurfsvolle Blick eines Hundes "Habe ich Dir was getan oder warum gehst Du nicht mehr länger mit mir?" ist unerträglich. Die mitleidigen Blicke der Menschen und das Getuschel "Das wird nix mehr. Die soll Felix einschläfern lassen! Für die Kosten der OP bekommt sie doch drei neue Mischlinge!" tun unendlich weh. Zu hoffen, dass es besser wird und immer wieder Rückschläge einstecken, geht an die Substanz. Ich habe immer nur gedacht "Ich möchte ihn noch einmal richtig rennen und toben sehen." Halt waren sehr gute Freunde und der Tierarzt, der immer wieder gesagt hat "Felix ist ein alter Hund. Da dauert der Heilungsprozess länger. Haben Sie Geduld!"

Nach 4,5 Monaten ENDLICH, lief er wieder normal. Ich lasse ihn spielen, rennen und alles machen was ihm Spass macht. Die Vorsicht ist dem Gedanken gewichen ihn glücklich sein zu lassen. Die Angst vor einem neuen Kreuzbandriss ist zwar nicht weg, aber in den Hintergrund gerückt. Die Blödmänner, die mich runtergezogen haben, interessieren mich nicht mehr. Solchen Leuten gehe ich aus dem Weg und will auch jetzt nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Ich bin glücklich, dass es ihm im Moment gut geht. Das macht viele vergessen.

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Hast viel gelernt seit dem :knuddel

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Jetzt hab ich Gänsehaut

Super, dass du immer zu ihm gehalten hast und es Felix jetzt wieder gut geht :)

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Schlimm ist, dass man selbst anfängt an seinem Handeln zu zweifeln. Dagegen anzukämpfen ist nicht immer leicht.

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Sehr bewegend, eure "Geschichte" (ist nicht abwertend gemeint).

Wenn man den Hund als hündisches Familienmitglied und als Partner sieht, dann kann man ihn doch nicht einfach im Stich lassen. Solch eine Verletzung kann sich jeder Hund zuziehen, der sich normal bewegen darf. Normales Lebensrisiko, würd ich sagen. Geht uns Menschen doch nicht anders.

Was andere Menschen meinen und raten... manchmal ist da was Gutes dabei, manchmal nicht. Da darf man sich die Rosinen rauspicken.

Aber: eine Frau muß tun, was eine Frau tun muß. :D:D:D

Das habt ihr sehr gut gemacht, ich freue mich für euch!

Und habt weiter noch viel Freude aneinander!!!

:winken:

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Es ist immer wichtig, an sich und seinen Hund zu glauben!

Das hast du getan! Ich freue mich für euch beide! =)

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Schön, dass Du durchgehalten hast und vorallem, dass wieder alles okay ist.

Ich glaube Dir gern, dass die Angst vor einem neuen Kreuzbandriss groß ist.

Die Zeit heilt alle Wunden (heißt es doch so schön) und meist vergisst man diese schwierige Zeit und den (psychischen Streß der dabei entsteht).

Mit vergessen meine ich nicht komplett, sondern es wird einfach besser, man hat es nicht mehr ganz sooo schlimm in Erinnerung.

Ich hoffe, dass das bei Dir auch so ist.

LG Katja

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Da habt ihr ja wirklich viel mitgemacht :(

Umso schöner, dass es Felix wieder richtig gut geht. :)

Und ich wünsche Euch noch viele weitere gesunde Jahre zusammen.

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Schön, dass diese Geschichte sich so positiv entwickelt hat und dein Felix wieder durch die Gegend flitzen kann. :) Der beste Beweis dafür, dass die Zweifel umsonst waren. ;)

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Der Kampf hat dich gestärkt und welcher Gang ist schon leicht, aber Felix belohnt es jeden Tag :).

Auf das ihr noch eine lange gemeinsame Zeit vor euch habt, ich drück die Daumen und alle vorhandenen Pfoten!

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