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Hundeforum Der Hund
jucoli

Der Hund von der Müllkippe

Empfohlene Beiträge

Vor einiger Zeit habe ich einen Verlag gefunden, www.mariposa-verlag,de ,

der wunderschöne Hundebücher hat.

Ein Buch davon hat mich besinders berührt:" Spaniens vergessene Hunde", deshalb habe ich im o.g. Verlag angefragt, ob ich euch eine Geschichte aus diesem Buch vorstellen darf.

Frau Stüwe vom Verlag hat sich unser Forum angeschaut und fand es " persönlich sehr gut".

Ich danke für die Genehmigung des Verlages.

DER HUND VON DER MÜLLKIPPE

Ein magerer Hund schleicht geduckz über die Müllhalde. Er schnuppert an den zerdrückten Konservebdosen und wühlt mit der Nase in den kläglichen Resten. Plötzlich springt er jaulend zurück. Er hat sich die Pfote an einer Glasscherbe blutig geschnitten. Aber dem hund bleibt keine andere Wahl. Er muß sich sein Futter mühsam zusammensuchen. Er lebt auf dieser Müllhalde, denn er ist ein ausgestoßener Galgo. Ein Galgo der zur Hasen

jagd eingesetzt wird. Die spanischen Tierschützer haben dem Hund den Namen Olba gegeben, denn es handelt sich um eine Hündin.

Olba lebt seit 6 Monaten auf der Strasse. Davor war sie eine art lebende Gebärmaschine, lebte in einem dunklem Verschlag. Schon bei der 1. Läufigkeit werden diese Galgos gedeckt und werfen 2 mal pro Jahr Welpen.Olba hat beinahe nichts zu fressen bekommen. Sie sollte Gewinn bringen, aber nichts kosten. Außerdem hat der Galguero sie mit Schlägen u. Fußtritten traktiert, sie angeschrien u. brennende Zigaretten auf ihren Körper ausgedrückt. Alles aus purem Sadismus.

Die galgos haben in Spanien kein Lobby. Kaum jemand weiß, daß sie wunderbare, sanftmütige Familienhunde sind. Diese Windhunde sind sehr duldsam u. ohne Aggression. Deswegen sind sie leider auch die geborenen Opfer für brutale Menschen.

Olba hat mit vielen anderen galgos zusammengelebt. einige sind zum Training an die Stoßstange eines Autos gebunden worden. Dan mußten sie laufen bis zu Umfallen. Ein alter Rüde wurde zu Tode geschleift, ein anderre brach sich ein Bein u. wurde infach erschossen. Olba hat einen sehr schwachen Wurf geworfen. Sie waren krank u. der Galgouero hat sie herzlos auf den Müll geworfen. Olba trauerte um ihre Welpen u. suchte sie.Das hat den Mann Freude bereitet.Einer von Olbas Welpen ist von Kindern zu Tode gesteinigt worden. Seitdem hat Olba wahsinnige Angst, wenn sie Kindergeschrei hört. Außer Leid u. Quälerei hat sie bisher nichts erleben dürfen. Und da sie zu einer duldsamen, sanften rasse gehört, hat sie sich nie gegen ihre Peiniger zur Wehr gesetzt. Sie hat alles ertragen u. ist dabei immer verstörter u. ängstlicher geworden. Am Ende hat der Mann sie mit einem Fußtritt aus dem Schuppen befördert. Er hat die Hündin mit einer Schlinge um den Hals an einen Ast gebunden. Olba hattte Glück im Unglück, der Ast ist gebrochen.Sie konnte flüchten, aber seitdem ist ihr rechtes interbeingebrochen. Sie schleppt es hinter sich her u. erleidet dabei fast unerträgliche Schmerzen.

Nahezu verhungert vegetiert sie nun im Müll. Mit ihrem gebrochenen Bein kann sie nicht richtig jagen. Sie lebt von Schnecken u. verfaulten Essensresten. Außerdem hat sie Würmer u. chronisch entzündete Ohren. Diese jucken immer u. Olba kratzt sich blutig.

Sie nimmt Reißaus vor den anderen Strassenhunden, denn diese sind stärker als sie . Hier herrcht eine strenge Hierachie. Es geht um Leben oder Tod. Nur der Starke kann auf Dauer überleben

Es ist kein schönes leben, was Olba auf der Müllhalde führt.

Die Tierschützer haben sie entdeckt u. wollen sie retten, bevor es zu spät ist. Sie haben Olba beobachtet u. eine Lebendfalle aufgestellt. Aber die Galga ist zu ängstlich. Die Lebendfalle duftet zwar nach Futter, aber sie riecht auch bedrohlich nach Mensch. Olba umschleicht das merkwürdige Gebilde u. schnüffelt daran. Sie will flüchten, ihr Instinkt warnt sie, aber dann siegt der nagende Hunger über die Furcht. Schließlich betritt sie die Falle u. ist gefangen. Im Gefängnis gibt es wenigstens Futter u. frisches Wasser.

Am späten Abend wird sie in ihrem Käfig abgeholt. Verstört drückt sie sich in die Ecke u. zittert. Sie traut keinem Menschen mehr u. erwartet die gewohnten Schläge.

Olba landet in einem TH, dort sitzt sie völlig verängstigt an der Wand u. würde sich am liebsten verstecken. Sie fürchtet sich auch vor dem Heulen u. Bellen der anderen Hunde. Noch hat Olba nicht verstanden, daß sie gerettet ist.

Ihr Leben ist jetzt besser als auf der Strasse , aber die spanischen Tierschützer haben kein Geld. Sie tun ihr Bestes , opfern jede freie Minute u. jeden Cent, aber es sind einfach zu viele Hunde, die Hilfe brauchen. Der platz u. das Futter reichen nicht aus. Die Hunde müßen untersucht werden, dann entwurmt u. geimpft. Danach werden sie kastriert u. mühsam aufgepäppelt. Dünn bleiben sie trotzdem und ängstlich.

Olba steht längst im Internet u. wartet, ohne es zu wissen, auf eine liebe Pflegefamilie. Sie soll nach D gebracht werden, um eine neue Chance zu bekommen. Aber erst müßen sich Menschen finden, die bereit sind, sie in Pflege zu nehmen. Das wird keine leichte Aufgabe, Olba ist extrem verstört. Sie duckt sich u. zittert, sobald sie nur menschliche Stimmen hört. Und sie läßt sich nicht anfassen. Berührt sie jemand, erstarrt sie. Sie braucht danach Stunden, im sich einigermaßen zu erholen. Vor Angst uriniert sie oft. Ihr gebrochenes Bein ist operiert worden, aber es war nicht mehr zu retten. Nun muß es amputiert werden.

Mit 3 Beinen u. ihrer extremen Angst ist Olba ein Notfall- Galgo, für den sich eine Pflegefamilie nur schwer entscheiden kann.

Sie muß daher mehrere Wochen im spanischen TH bleiben. Dann endlich melden sich Interessenten. Sie haben bereits einen kastrierten Galgo- Rüde, der ebenfalls aus Spanien gerettet worden ist. Auch zeno war ein Angsthund mit schecklicher Vergangenheit. Die Familie weiß als, worauf sie sich einllässt u. verfügt über die nötige Geduld u. Erfahrung mit verstörten Strassenhunden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um einen Hund wie Olba aufzunehmen.

Dann ist es soweit. Nach einer Vorkontrolle der zukünftigen Pflegeeltern kommt Olba zusammen mit anderen Windhunden nach Deutschland. Ihre Familie wartet am vereinbarten Treffpunkt. Die Hündin wird mit guten Wünschen ins Auto geladen, wo sie sich ängstlich in ihrer Box kauert. Der galgo- Rüde Zeno wedelt freundlich, aber als er sich der Box nähert, erklingt ein Knurren. Olba hat einfach zu große Angst. In ihrem neuen Heim öffnet der Mann die Box. Dann entfernt er sich er u. seine Frau haben durch Zeno einiges gelernt. Futter u. Wasser stehen vor der hundekiste u. als Olba sich unbeobachtet fühlt, treibt sie der Hunger endlich heraus. Sie schaut in jede Richtung,stürzt sich auf die Näpfe u. saust anschließend schnell wieder zurück in ihre schützende Höhle. Die nächsten Stunden läßt sie sich nicht blicken. Schließlich kann die Frau Olba mit Futter hinauslocken. So kann die Box mit Decken ausgepolstert werden. Aber die Hündin kriecht geduckt u. zittert. Sobald die Frau nur hustet, flieht die Galga in äußerster Panik.

Zeno ignoriert sie einfach, sie tut, als wäre der Rüde nicht vorhanden. Der Hund war bei seiner Ankunft genauso verstört. Inzwischen ist er ein fröhlicher u. verschmuster Familienhund geworden. Nur ableinen kann man Zeno nicht, denn er hat einen starken Jagdtrieb. Die Familie hat daraufhin den Garten mit einen 2,5m hohen Zaun umgeben. Galgos sind sportliche Hunde u. der Garten muß ausbruchsicher gemacht werden. Als Zeno in den garten läuft, beobachtet Olba ihn. Auch sie muß hinaus, aber vor Angst hockt sie sich nieder u. uriniert im Haus.

Als die Frau sie behutsam in den Garten führen will, flüchtet Olba u. verkriecht sich unter einem Busch.Dort fühlt sie sich etwas sicherer. Zeno umspringt den Strauch u. steckt neugierig die lange Nase hinein, aber er wird durch ein unfreundliches Keifen vertrieben. Erst als die Familie die Box vor den Busch stellt, springt Olba hinein u. kann ins Haus getragen werden. So geht das auch die folgenden Tage. Zeno versucht es immer wieder, sich ihr zu nähern, aber er wird abgewiesen.

Olba läßt sich noch kein Geschirr anziehen, außerdem ist sie viel zu ängstlich, um spazieren zu gehn. Ihre Pflegemame hockt sich vor die Box u. redet leise mit dem Hund. Olba spitzt immmerhin die Ohren u. hört zu. Am 4. Tag wedelt sie 3 mal zaghaft mit der Rute, aber streicheln lassen, will sie sich immer noch nicht. Sie duckt sich u. schlottert vor Angst, wenn sich ihr jemand nähert.

Immerhin betritt sie inzwischen freiwillig den Garten u. knurrt Zeno nicht mehr an, der sie beschnüffelt. Aber als er die Galga zum Spiel auffordert, reagiert sie irritiert u. hilflos. in ihrem Leben ist bisher kein platz zum Spielen gewesen. Fröhlichkeit kennt sie nicht, nur leid u. Furcht. Als sie das este mal an der Leine geht, legt sie die Ohren an u. klemmt den Schwanz zwischen die Beine. Sobald sie Passanten bemerkt, wimmert sie leise.

Olba wird zutraulicher. Sie wedelt zunehmend mit dem schwanz, wenn ihre Pflegeeltern mit ihr reden Sie wird langsam stubenrein. Wenn sie allerdings in Panik gerät, uriniert sie weiterhin vor lauter Furcht u. es spielt keine Rolle , ob sie im Haus oder im Garten ist. Ihre Familie braucht viel Liebe u. Geduld für den Hund.

Mit ihren 3 Beinen kann Olba keine weiten Spaziergänge machen u. das Treppensteigen schafft sie auch nicht. Aber im Großen u. Ganzen kommt sie mit ihrer Behinderung gut zurecht. Viele Passanten werfenmitleidige Blicke auf den Hund . Einige haben kein Verständnis u. machen unverschämte Bemerkungen.

Die Familie stört das nicht. Seit die Hündin eines Morgens dicht an Zeno gekuschelt in dessen Korb liegt, haben sie beschlossen, Olba zu behalten.

Die Gewöhnung an die neue Umgebung bleibt schwierig. Olba ist weiterhin schreckhaft. Aber sie macht täglich Fortschritte u. sie entwickelt sich zu einem sehr anhänglichen u. liebebedürftigen Tier. Zenos Freude über Rudelzuwachs nimmt zu. Allerdings bleiben Kinder für die Hündin stets unheimliche Wesen, u. bei fremden Besuchern humpelt sie so rasch sie kann hinter das schützende Sofa u. bellt. Laute Geräusche u. Menschen mit Stöcken bleiben ihr ein Greul.Durch den Umgang mit dem fröhlichen Rüden lernt die verschüchterte Hündin das Spielen. Und als sie das erste mal Zenos Spielaufforderung annimmt u. ausgelassen durch den Garten tollt, weiß die Familie, daß das schwerste geschafft ist. Und Oba wird ihre böse Vergangenheit irgendwann verarbeiten u. überwinden können

Sie kuschelt viel mit ihren Zweibeinern, hat einen großen Nachholbedarf an Liebe u. Zuneigung. Ganz sanft wird sie in solchen Momenten u. seufzt wohlig. Für Zeno ist sie eine gute Gefährtin u. kräftig zugenommen hat sie auch.OLba ist aufgeblüht u. hat wieder Spaß am Leben gefunden. Sie genießt es, in Ruhe zu schlafen und sich geborgen zu fühlen. Nachts leidet sie noch lange unter schrecklichen Albträumen, wimmert u. zuckt. Dann muß ihr Frauchen sie wecken u. trösten. Der galgo rührt ihre neue Familie zu Tränen, es ist unfassbar, was Menschen diesen wunderbaren, sanftmütigen Tieren antun.

Ein Blick in Olbas braune u. friedliche Hundeaugen genügt, um zu begreifen, wie wichtig es ist, diese Tiere zu retten. Nach all der Qual haben sich die spanischen

.

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puhh... sehr heftige Geschichte, wie sie leider viele Hunde erleiden müssen. Aber es ist immer wiedr schön zu wissen, dass es trotzdem noch einige Menschen gibt, die versuchen wenigsten einigen dieser geschunden Seelen wieder ein bisschen Freude zu schenken. Respekt an alle die, die sich jetzt angesprochen fühlen!

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Sehr beeindruckend, diese traurige Geschichte, zum Glück mit einem Happy End !

Mein Bruder hat 3 Hunde aus Notfällen, darunter auch einen Dalmatinerrüden der aus der Tötungsstation in Spanien gerettet wurde. Bei manchen Hunden ist es eine schwierige Aufgabe, sie wieder zu fröhlichen Gefährten

zu machen. Die Galgos haben ja noch einen ganz besonderen Status in Spanien, schlimmer kann ein Hundeleben schon gar nicht mehr sein. Wir freuen uns immer, wenn wir einen sehen, der seine Scheu und Menschenangst überwunden hat.

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das könnte die geschichte von meinem asta sein. passt ja beinahe haarklein.

".....Und sie reagieren mit großer Dankbarkeit u. geben die Zuneigung, die ihnen entgegengebracht wird, tausendfach zurück" <---- diesen satz kann ich nur millionenfach bejahen!

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