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Hundeforum Der Hund
Tanya30

Erfahrungsberichte positive Bestärkung

Empfohlene Beiträge

Guten Morgen zusammen,

ich arbeite ja seit einem halben Jahr bei meinem Rotti mit positiver Bestärkung/Stimme, weil er ein Problem mit vielen Hunden und einigen Menschen hat. Mittlerweile habe ich es auch drauf, genau den Zeitpunkt abzupassen, wenn er einen Hund sieht und sofort Leckerli rein (jetzt schon weniger Leckerli, aber ganz ohne geht nicht). Das klappt mittlerweile super, daß er an fast allen Hunden in etwas Abstand vorbeigeht ohne permanent auszuflippen.

Vielleicht bin ich mal wieder zu ungeduldig, frage mich aber, ob er irgendwann wirklich mit dieser Methode OHNE Leckerli und entspannt an den meisten Hunden vorbeilaufen kann? Wie sind da eure Erfahrungswerte was die endgültigen Resultate angeht?

Ich bin schon überzeugt von der Methde, klappt ja auch. Hätte nur gerne Mal positive Endergebnisse (auch wenn das Lernen ja immer weiter geht...)

Ich hoffe, Ihr versteht was ich meine :)

Lg

Tanya

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Hallo Tanya,

das größte Problem an der Sache ist nicht das Leckerli oder daß Du das eines Tages weglassen kannst, oder die Methode.

Der Punkt ist, welche Einstellung Du selbst zu den Hundebegegnungen hast und was Du auf Deinen Hund überträgst bzw. wie Du für ihn rüber kommst. Und der Gesamteindruck, den Dein Hund von Dir hat, entsteht nicht nur beim Gassigehen, sondern im ständigen Umgang, auch in für Dich vielleicht nicht wahrnehmbaren Kleinigkeiten.

Für mich hört sich das jetzt irgendwie so an, daß Ihr einen Hund seht, Du denkst Oh Gott, schnell ein Leckerli, bietest es Deinem Hund möglicherweise grad in dem Augenblick an, wo er den anderen schon mal mit den Augen fixiert und versuchst dann, immer mit dem Hintergedanken, oh hoffentlich flippt er nicht aus, Deinen Hund von dem anderen abzulenken. Ist das so?

Die Frage ist doch zunächst einmal, warum Dein Rotti ausflippt. Ist er unsicher, wurde er vielleicht versehentlich unbewusst öfter bestärkt für sein Ausflippen, in dem man z.B. sagt, "ist ja guuuuut", wenn er rumbölkt, oder wurde er mal gebissen... ?

Wenn Dein Hund spürt, daß Du mit Hundebegegnungen keine Probleme hast, daß Du tagtäglich so viele gute Entscheidungen zu SEINER Sicherheit fällst, daß er gar nicht mehr selbst agieren muss, DANN wird er ohne Leckerli an anderen Hunden vorbei gehen können. Die eigene Stimmungsübertragung ist nicht zu unterschätzen, sie verstehen uns in der Regel besser, als wir sie...

LG Anja

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eine Umerziehung braucht eben ihre Zeit. Du weist doch sicher wie schwer es selbst uns Menschen fällt sich lässtiger Macken zu entledigen! dein Rotti braucht schon etwas Zeit. Du bist aber doch schon soweit zufrieden, also hast du doch schon dein Erfolgserlebniss! Wie du schreibst bist du auf dem besten Weg mit deinem Rottweiler( finde ich übrigens super geniale Hunde- arbeite sehr gerne mit ihnen) als nur Mut und weiter so! Toi,toi,toi :D

Gruß

Ravannah mit Fellkindern

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So wie du es beschreibst, hört es sich für mich an, als ob du ihn mit dem Leckerchen ablenkst. Das funktioniert vielleicht, aber damit geht man nicht immer die Ursache an. Besser ist es, wenn du ihn für ein positives Verhalten belohnst, damit er lernt "bin ich ruhig, bekomme ich das Leckerchen". Nur so kann er verknüpfen, was du von ihm haben willst. Wenn du ihn nur mit dem Leckerchen ablenkst, d.h. ihm das Futter vor die Nase hälst , bevor er Theater macht, kann er das nicht und dann kann es sein, dass du die nächsten Jahre noch mit dem Leckerchen vor seiner Nase laufen must.

Versuche doch mal, ihm ein Signal "schau (mich an)" beizubringen. Das wendest du dann an, wenn euch andere Hunde entgegen kommen. Gleichzeitig gehst du einen kleinen Bogen, also nicht frontal auf die anderen Hunde zu. Damit bist du auf seinen Konflikt eingegangen, hast ihm aber auch eine Lösung in "seiner" Sprache gezeigt (Bogen laufen = Beschwichtigungssignal). Achte auch darauf, dass du ein wenig vor deinem Hund läuftst, damit du Führung übernimmst und er sich bei dir sicher fühlen kann.

Dafür, dass dein Hund dich angeschaut hat - sich also nicht auf die anderen Hunde fixiert hat - kannst du ihn dann belohnen. Er hat in diesem Fall also erst ein erwünschtes positives Verhalten gezeigt und sich damit die Belohnung verdient. So kann die Verknüpfung " mache ich kein Theather, werde ich belohnt" entstehen, die du dir wünscht.

Ganz viel später fängt man dann an, langsam die Belohnung über Futter abzubauen. Lobe auch jetzt schon viel mit der Stimme!

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Hallo,

ich bleibe bei Hundebegegnungen mittlerweile ganz entspannt, rede beruhigend mit ihm und halt das Leckerli. Anfangs war es nicht so, da war ich schon panisch, wenn bsp. ein anderer Rüde kam...Aber mittlerweile klappt das supergut und sogar schon teilweise ohne Leine. Das ich mich jetzt entspannt verhalte (bzw. manchmal versuche es nicht zu zeigen) hat sich definitiv auf den Hund übertragen :)

Bin auch zu Geschirr übergegangen und versuche die Leine bei Hundebegegnungen immer locker zu lassen.

Also so in etwa: Hund kommt uns entgegen, ich weiche etwas aus (kleine Bogen, damit sie nicht frontal aufeinander zulaufen), sobald meiner den anderen sieht gibts ein Leckerli und dann geht er auch meist entspannt weiter. Wenn ich das Leckeli nicht direkt beim ersten Sehen gebe, fängt er an zu fixieren und dann ist auch schon zu spät...

Er ist ein super gestresster Hund, neun Jahre als und noch kein Jahr bei mir. Scheint viel mitgemacht zu haben in der Vergangeheit (auch Schläge), aber seit ER beschlossen hat mir zu vertrauen, gehts immer besser! Und seit ich versuche, ihm stressige Situationen zu ersparen.

Klar freuen mich die Fortschritte und ich weiß, daß es langsam geht. Hätte aber trotzdem Mal gern von Leute gehört die sagen "ja, unser Hund geht jetzt (und wenns erst nach fünf Jahren ist...) entspannt an anderen Hunden vorbei" :)

Ah, da kam ja gerad noch ne Nachricht... Das Kommando "Schau her" habe ich ihm beigebracht, allerdings dient es dazu, daß er kommt, wenn er weiter entfernt ist. Ich versuche übrigens (auch mit Trainer) nach den Calming Signals zu trainieren. Hatte die ganze Problematik schonmal im Forum "agressive Hunde" gepostet, da steht mehr. (gestresster, agressiver Hund)

Wie gesagt, wollte nur mal so die Erfolgsaussichten wissen...

Ach ja, mein Trainer sagt - Leckerlin gleich beim Ansehen eines Anderen - falsch???

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Okay, die Informationen sind jetzt für mich schon viel aussagefähiger. Leider kann ich Dir bei der Vorgeschichte auch keine Zeitprognosen abgeben, dann wäre ich Hellseher und steinreich ;) .

Allerdings finde ich, bei dem, was Du da schreibst, hast Du schon wirklich einiges Erreicht, auf das Du stolz sein kannst!!!!! Somit wird es bestimmt auch weiter gehen, nur daß die Erfolge nicht immer gleich stetig sind und manches eben auch ein Leben lang in einem Tier drin bleibt. Aber so klingt es doch schon gut!!!!

Weiter so! LG Anja

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:respekt: das du dir dieses Tier genommen hast. Hört sich ja schlimm an, der Arme! 9 Jahre sind ja nicht zu unterschätzen! Du wirst wohl viel Liebe und Konsequentz für ihn brauchen und noch mehr Liebe und Geduld! Aber wer so mutig ist wie du es ja schon warst, der wird in seinen Bemühungen auch belohnt. Und bei den Erfahrungen die dein Hund schon hat machen müssen, hat er dir ja das schönste Geschenk schon gemacht: dir zu vertrauen! Also bleib am Ball! Wenn dein Trainer sagt das es mit dem Leckerli vorab nicht gut ist, hat er üblicherweise Recht! Aber nicht jeder Hund lernt gleich! Manche Hunde empfinden den Erstkontakt mit Artgenossen als Bedrängung und da haben wir auch schon mit Taktischer vorab Ablenkung gute Erfahrungen gemacht! Denn der Hund kann das ja auch so versteheh: oh,wann immer ein Artgenosse kommt ist das was tolles denn dann gibt es was feines! Bei einem Tier wie dem deinen ist eine Prognose schwierig und kein erfahrener Trainer kann einfach so sein Erziehungsprogramm ( wie bei jungen nicht Vorbelasteten Hunden) durchziehen. Er wird immer ganz individuell mit so einem Fellkind arbeiten und manchmal ganz unkonventionelle Mittel oder Methoden einsetzen müssen! Hertz und Verstand, Kompetenz und Verständniss sind der Schlüssel für so einen vorbelasteten Hund! Aber: wo ein Wille( mit Liebe) ist auch ein Weg!

Ravannah mit Fellkindern

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Danke für die Antworten!

Ich glaube, daß anfangs auch seine Krankheit eine große Rolle gespielt hat, er schien extreme Schmerzen zu haben (Gelenke). Im Tierheim ist angeblich nichts aufgefallen... Dort war er angeblich mit Allem und Jedem verträglich. Wie auch immer, ich mache natürlich weiter! Auch wenn er nicht einfach ist - ich liebe diesen Hund :)

Eine Zeitprognose kann mir keiner geben und sicher wird er auch immer wieder Rückfälle haben. Wollte auch generell nur mal hören, ob sich die Methode auf Dauer und langfristig festsetzt. Kenne zwar viele die so trainieren, aber keine endgültigen Resultate. Wahrscheinlich bleibt es echt ein lebenslanges Lernen :)

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genau so sehe ich es auch! Du hast ja die Herausforderung gesucht und angenommen! Sonst hättest du dir einen Welpen geholt oder noch besser so ein Plastikfifi mit Batterieleine! Die große Wahrheit lautet: der einfache Hund geht gerne mal unter- der Problematische aber weckt Gefühle und Instinkte und rückt so in unser Zentrum! Sag mal was wiegt denn dein Rottweiler? Mußt du nicht Budybulding machen wenn er so ab dreht um ihn zu Halten? Ich wiege 55Kg. und habe oft mühe solche ,,Kälbchen`` zu halten. Wie oft bin ich schon wenn ich kurz unaufmerksam war( ich weis- selbst schuld) tierisch hinter einem Vierbeiner hergeflogen!

Ravannah undB :holy:schen !

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39 Kilo wiegt der Gute - ein recht schlanker Vertreter seiner Rasse.... Aber mit dem Halten klappt ganz gut (ich wiege 65 kg), auch wenns ein Kraftakt ist :) Seit ich das Geschirr habe gehts noch besser.

Ich finde übrigens, daß auch ältere, kranke Hunde IMMER eine Chance verdient haben, aus dem Tierheim rauszukommen! Meinen letzten Rotti (übrigens ein traumhaftes Lamm, nicht alle Tierheimhunde sind gestört!), hab ich mit acht Jahren rausgeholt und er durfte seine letzten anderthalb Jahre nochmal richtig glücklich sein. Habe ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet und finds grausam, wenn die Hunde dort sterben, so ohne Bezugsperson.

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