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Hundeforum Der Hund
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Angstaggressiv

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Hallo,

Kurz zum Hund:

Jessy ist 3,5 jahre alt, eine Labradorhündin, ist Angstaggressiv gegen unsichere aggressive und ängstliche hunde (also sie geht auch los wenn ein hund wegrennt) bis jetzt gab es noch keine "richtige" beißerei, mit verletztungen.

Wieso sie so geworden ist:

Sie war immer schon eher unsicher und wurde mit ca 4 monaten von einem hund zwiemlich heftig gebissen, dann hab ich versucht sie durch häufige hundezonenbesuche weniger ängstlich zu machen -aber es hat genau das gegenteil bewirkt- und als sie anfing auf hunde hin zu schnappen dachre ich sie sei dominant und selbstbewusst geworden, dabei waren es die ersten ansätze ihrer angstaggression

dann hab ich sie eher mit groben wilden hunden spielen lassen u sie wurde immer aggressiver. (bitte keine vorwurfsreden ich weiß das ich nen blödsinn gemacht hab u das hab ich auch erkannt, aber jetzt gehts mir um das lösen von dem problem)

jetzt ist sie recht aggressiv vorallem an der leine aber auch ohne. sie geht auf besonders auf kleine hunde (auch welpen) vorallem auf ängstliche oder "leinenkeifer". - auf alle außer selbstbewusste hunde die "einfach herkommen und schnüffeln" da ist sie dann unterwürfig oder uninterressiert

Was ich schon probiert habe:

als ich noch an meine dominantstheorie dachte mit rütteldose, wasserbomben - abschrecksachen

jetzt wo ich weiß wieso es so ist, und es hat auch schon viel verbessert aber trozdem ist es jedesmal eine herausforderung:

- versucht aggressionsverhalten durch "mich anschauen" zu ersetzen

- viel unterordnung

- immer lockere leine (ohne ist zu riskant)

- neben hunden arbeiten

- langsam an hunde "heranführen"

- Wenn die aggression im rahmen war mit einem ihr vertrauten hund, nicht eingreifen sondern selber regeln lassen

- Bachblüten

- trauma aufarbeiten durch Tierkommunikation

Hättet ihr noch tipps wie ich das verhalten in den griff bekommen könnte, und auch was ich tun kann, wenn sie an der leine "ausflipt"

Bin mal gespannt

Alles Liebe

Sarah

PS

bitte keine erläuterung ihres verhaltens (ist sie wircklich angstaggressiv,...) sondern nur tipps gegen angstaggression - ich weiß das sie angtaggressiv ist, und bin mir 100% sicher. - Danke

PPS

Bitte keine ratschläge wie: "guten hundetrainer suchen" etc. - ich bin ja hier weil ich ratschläge für das verhalten bekommen will und nicht eine "weiterwesung an den nächsten" - bitte einfach nur ratschläge wie ich allgemein ängste abbauen kann

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Hallo! Versuch dem Hund durch sichere Führung die Angst zu nehmen, setze ihr Regeln und Grenzen und vor allem halte ihr Hunde vom Leib! Sie scheint sehr gut ohne fremde Hunde auszukommen und möchte nichts mit denen zu tun haben. Sie soll bei dir dich Sicherheit bekommen und nicht noch zu ihren "Feinden" hingeführt werden. Wenn sie merkt, du verlangst Hundekontakte nicht mehr, dann wirds sie vielleicht auch an der Leine ruhiger und wenn dann ein Hund unvorhergesehen kommt, sollte sie Schutz bei dir bekommen. Ist nicht so einfach und braucht Zeit.

Das du den Hund total verhunzt hast weisst du ja zum Glück und ich bin immer froh, wenn sich Leute das eingestehen und sich ändern wollen.

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Hui, da hast Du Dir ja eine unangenehme Verhaltenskette gebastelt. Ist ziemlich schwer was zu sagen - "ohne was sagen zu duerfen " - ich versuche es jetzt mal. Ein Hund der mal gebissen wurde, muss nicht gleich sein Leben lang traumatisiert sein - wichtig ist, dass Tempo und Verhalten seines Hundes richtig einzuschätzen und ihn langsam und gezielt an andere Hunde heran zu fuehren. Viel Hundekontakt kann auch viel Stress bedeuten - gerade auf Auslaufflächen. Das ist Deiner Huendin passiert, dazu kommt die Verknuepfung, anderer Hund und ich erschrecke mich ( Ruetteldose ) - gar nicht gut.

Ich denke, Blickkontakt ist das A und O - sehr wichtig, damit sie ansprechbar bleibt und ist - wuerde ich auch so handhaben. Wichtig ist das Timing - immer schon an der Grenze der Ansprechbarkeit arbeiten - merkst Du, es wird zuviel oder zu nah - geh aus dem Stresslevel - also zurueck oder laufe einen Bogen.

Ansonsten klingt es eher nach Mobbing - das sie auf kleine Hunde geht und Welpen ( Welpenschutz gibt es nicht und viele Hunde nerven Welpen - wuerde ich sie nicht mehr hin lassen ). Ohne Leine ist zu riskant - Frage : lässt sie sich nicht abrufen, wenn ein Hund kommt? Solltest Du vielleicht auch noch am Rueckruf arbeiten. Dein Hund muss auch nicht ständig Hundekontakt haben - ist sie sicher abrufbar und leinenfuehrig, ist Dein Leben leichter. Jegliches Mobbing wuerde ich unterbinden, sonst zeigt verstärkt solches Verhalten und Du hast als Mensch, durchaus das Recht - Deinem Hund zu zeigen, welches Verhalten erwuenscht ist und welches nicht.

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Hallo,

Erstmal danke für deine antwort!! ging ja schnell!!

Naja, sie mag ja prizipiell ja hunde, und lauft auch rum und spielt, aber das braucht halt zeit...

ich kann ihr "hunde nicht vom leib halten" ich muss schaun das ich sie halte...

außerdem kommt es ja nichtmal mehr dazu - wenn ich nur an ruhigen hunden vorbei gehe "flipt sie aus"

Ist das was ich bisher versucht habe "richtig"?? Was wäre jetzt gut das ich täglich trainiere?? Was kann ich speiell für übungen machen??

Ganz Liebe Grüße

Sarah

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Ist halt jetzt die Frage - ob Dir Freilauf zu riskant ist - folglich solltest Du einen guten Rueckruf etabliert haben, um sie dann zu sichern - hört sich so an, als ob viele freilaufende Hunde bei Dir unterwegs sind - leinen sie nicht an, wenn Du anleinst? Ansonsten bruelle ihnen was zu, von wegen - Dein Hund beisst oder so *schmunzel* - aber, es wird immer freilaufende losstuermende Hunde geben ( war gerade in Berlin *ächz* zum Glueck, ist mein Ruede sehr entspannt ). Der Punkt ist : sie sollte im besten Fall gar nicht zu dem Punkt kommen, wo du sie nicht mehr halten kannst - denn da steckt sie so in ihrem ritualisierten Verhalten und steht so unter Stress, dass sie nicht mehr ansprechbar ist und das ist extrem wichtig. Also - aus dem Stresslevel gehen - entweder umdrehen, auf das Feld laufen, Bögen laufen etc. und Blickkontakt aufbauen - mit Clicker wäre sehr sinnvoll und die absolte Mega-Belohnung, wenn sie sich auf Dich konzentriert.

Du solltest immer täglich trainieren - versuche in keine Situationen zu kommen, wo sie ihr altes Verhaltensschema zeigt - wie sieht es mit Spielzeug aus? Mach Dich interessant, arbeite an der Bindung.

Es gibt noch die Methode des Parallel - Laufens - bedeutet, dass zwei Mensch-Hund Teams in gewisser Distanz Leinenfuehrigkeit trainieren - die Distanz wird dann je nach Entwicklungsgrad der Hunde verringert.

Laursen - kann Dir Tipps dazu geben, einfach mal eine PN schicken.

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Ist halt jetzt die Frage - ob Dir Freilauf zu riskant ist - folglich solltest Du einen guten Rueckruf etabliert haben, um sie dann zu sichern

--Naja, das "hier"... geht so, also wenn sie nen hund sieht auf den sie losgehen will, interressiert schüffelt, durch ein loch in nachbars garten geht (wo sie genau weiß ich hab keine chance) oder futter findet hab ich keine chance....

Aber wie soll ich das ändern?? in der situation ist ihr kein leckerli der welt wichtiger... oder wie korrigiere ich sie??

aber ich glaub sie nimmt mich grundsätzlich nicht ernst, heute gabs auch nen vorfall, ich war im wasser und sie will immer angespritz werden, und wie ich aus dem wasser gegangen bin ist sie zu mir hingerannt hat geknurrt und geschnappt, hab sie dann mit müh und not ein "sitz" machen lassen... ich versuche jetzt das "umzuleiten" auf ein tau, und tau zu werfen, bis jetzt klappts, aber in manchen situationen knurrt sie mich auch an, z.b wenn sie liegt und nicht gestreichelt werden will, dann knurrt sie kurz und geht weg, oder wenn sie sich in die ecke getrieben fühlt, also auch angst....was tun??

- hört sich so an, als ob viele freilaufende Hunde bei Dir unterwegs sind

---nein, eben nicht, fast gar keine... im winter wohnen wir in der wohnung, im sommer im garten, beim garten gibts kaum hunde, da wird sie sehr aggressiv, im winter treffen wir oft hunde, da gehts halbwegs

- leinen sie nicht an, wenn Du anleinst? Ansonsten bruelle ihnen was zu, von wegen - Dein Hund beisst oder so *schmunzel* - aber, es wird immer freilaufende losstuermende Hunde geben ( war gerade in Berlin *ächz* zum Glueck, ist mein Ruede sehr entspannt ). Der Punkt ist : sie sollte im besten Fall gar nicht zu dem Punkt kommen, wo du sie nicht mehr halten kannst - denn da steckt sie so in ihrem ritualisierten Verhalten und steht so unter Stress, dass sie nicht mehr ansprechbar ist und das ist extrem wichtig. Also - aus dem Stresslevel gehen - entweder umdrehen, auf das Feld laufen, Bögen laufen.

---wir haben oft leider kaum ausweichmöglichkeiten hier...und sonst bin ich froh wenn ich sie halten kann... was hlätst du von haltis??

und Blickkontakt aufbauen - mit Clicker wäre sehr sinnvoll und die absolte Mega-Belohnung, wenn sie sich auf Dich konzentriert.

--ich werds versuchen!!

Du solltest immer täglich trainieren - versuche in keine Situationen zu kommen, wo sie ihr altes Verhaltensschema zeigt - wie sieht es mit Spielzeug aus? Mach Dich interessant, arbeite an der Bindung.

---Spielzeug ist in der situation uninterressant, max futter.

was kann ich für die bindung tun??

Es gibt noch die Methode des Parallel - Laufens - bedeutet, dass zwei Mensch-Hund Teams in gewisser Distanz Leinenfuehrigkeit trainieren - die Distanz wird dann je nach Entwicklungsgrad der Hunde verringert.

Laursen - kann Dir Tipps dazu geben, einfach mal eine PN schicken

---ich glaub das ist für uns eher wenigr interressant, weil sobald sie einen hund ein wenig kennt klappt das wunderbar, kritisch wirds erst wieder beim spielen

Bin dir für deine tipps schon mal sehr dankbar!!!

Ganz liebe grüße

Sarah

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Meine Hundetrainerin hat mir dazu geraten, daß Hund das Angstobjekt im Auge behalten darf. Der Click erfolgt für ruhigen Blickkontakt zum Angstobjekt. So belege ich es auch gleichzeitig positiv.

Ich könnte noch viel schreiben, aber ich kenne Deinen Hund nicht und es würde letzten Endes alles auf das hinauslaufen was Du mit Deinem PS und Deinem PPS ausgeschlossen haben willst. Schade.

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Hallo,

Werde das gleich heute versuchen und dann berichten!!

LG

sarah

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Mit Pepper habe ich auch eine zeitlang den ruhigen Blick auf das Hassobjekt schön geclickert.

Hat uns aber leider auf Dauer nicht geholfen. Bin nicht so der Konditionierfan beim Thema Führung.

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Hallo,

möchte das nochmal sagen:

ich glaub sie nimmt mich grundsätzlich nicht ernst, heute gabs auch nen vorfall, ich war im wasser und sie will immer angespritz werden, und wie ich aus dem wasser gegangen bin ist sie zu mir hingerannt hat geknurrt und geschnappt, hab sie dann mit müh und not ein "sitz" machen lassen... ich versuche jetzt das "umzuleiten" auf ein tau, und tau zu werfen, bis jetzt klappts, aber in manchen situationen knurrt sie mich auch an, z.b wenn sie liegt und nicht gestreichelt werden will, dann knurrt sie kurz und geht weg, oder wenn sie sich in die ecke getrieben fühlt, also auch angst....was tun??

und was wegen besser "hier" folgen??

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