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Hundeforum Der Hund
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Jack hatte gerade einen epileptischen Anfall

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Hallo Leute,

ich bin völlig fertig.

Vor zwei Stunden wurde ich wach, weil Jack extrem hechelte und unruhig war.

Ich stand auf, weil ich dachte er müsse mal nach draußen (an sich schon ungewöhnlich).

Ich wunderte mich noch, weil er wahnsinnig stark speichelte und sich schon Pfützen gebildet hatten.

Da fiel er um und fing am ganzen Körper an zu krampfen. Ich habe so gut es ging meine Decke um ihn gewickelt, damit er nicht so auf dem harten Parkett aufschlägt.

Wie lange der Anfall gedauert hat, kann ich nicht sagen, ich schätze ca 1minute.

Er hat sich danach nicht gelöst/gekotet.

Ca 10 Minuten war er kaum ansprechbar, danach konnte ich ihn zu mir rufen und durch Körperkontakt anscheinend etwas beruhigen.

Er lief zur Wohnungstür und so bin ich mit ihm ruhig (innerlich natürlich überhaupt nicht) die Straße auf und ab, er hat sich gelöst und das ruhige gehen schien ihm gut zu tun.

Grade habe ich mir von der TK Diazepam abgeholt, obwohl es ja wahrscheinlich heute Nacht nicht noch zu einem Anfall kommen wird.

Morgen früh geht der Untersuchungsmarathon los.

Vielleicht, hoffentlich war es nur eine einmalige Sache.

Aber so richtig glaube ich nicht daran, denn einige "kleine" Sachen scheinen im Nachhinein sich dadurch aufzuklären.

Jack hat mich schon zwei mal, auch jeweils so gegen 2 Uhr Nachts durch Hecheln und Unruhe geweckt.

War dann mit ihm draußen und es schien wieder gut zu sein.

Das ist aber beides schon mehrere Monate her.

In den letzten Wochen lief er manchmal unrund, weshalb auch grade seine Hüften geröngt wurden (die sind top) und ansonsten die orthopädische Untersuchung noch nicht abgeschlossen war (Orthopädin ist grade im Urlaub... ). Nun denke ich doch an eine nervale Ursache :(

Er ist nun wieder völlig ruhig, ansprechbar, schläft nun.

Habt ihr einen epileptischen Hund und Tipps für mich?

- besondere Ernährung?

-Prophylaxe (neben der eventuellen medikamentösen Therapie)

-wie sich vor/ nach dem Anfall verhalten?

- Auslöser? --- Ich habe nun erstmal nur eine mini Lampe an, denn grelles Licht ist ja kontraproduktiv, oder?

-gibt es immer schon länger vorher Anzeichen für einen nahenden Anfall?

Jack hatte gestern keinen besonderen Stress, normaler Tagesablauf, normales Verhalten.

- Wie ist es mit dem Alleinelassen? Momentan sind ja Semesterferien und er muss kaum allein sein. Soll ich ihn für die Unizeit an eine Box gewöhnen, ist das sicherer? Oder einen Sitter organisieren?

Oder sind die Anfälle sowieso eher nachts?

Ich werde ja morgen in der TK sicher auch noch Genaueres erfahren und vielleicht ist es ja gar keine Epilepsie..aber ich will mich einfach schonmal informieren und eure Erfahrungen hören.

Gute Nacht, die völlig fertige Nina.. versuche jetzt zu schlafen :(

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Du Arme!!

Ich schreibe extra nicht "ihr Armen" - richtig schlimm ist so ein Anfall nur für die, die dabei zusehen.

Sei froh, dass du so reagieren konntest.

Ursachen zu finden, ist reine Glücksache...

Raumsprays und alle anderen Arten starker Düfte, Impfungen, Narkosen, Spot-ons - das kann alles ein Auslöser sein.

Bei unkastrierten Rüden eine hormonelle "Belastung" wenn grad zu viele - oder eine bestimmte ;) Hündin läufig ist.

Bei älteren Hunden hat es leider auch oft einen Tumor als Ursache.

Ich habe stundenlange Gespräche mit unserem Tierarzt darüber geführt, da ein Pflegi von uns, in der Narkose den ersten Anfall einer ganzen Serie bekam.

Ich denke, er hatte sich da richtig reingekniet und war wirklich gut informiert.

Jedenfalls hat er davon abgeraten, ein EEG machen zu lassen, da einen das keinen Zentimeter weiter bringt.

Ein CT ist bei älteren Tieren zu empfehlen, die nötige Narkose kann allerdings dann den nächsten Anfall auslösen.

Bei diesem Tierarzt könntest du dich erkundigen - der soll gute Erfolge mit homöopathischer Behandlung bei Epilepsie haben.

Ich kenn ihn allerdings nicht selber.

Ernährung?

Auf alle Fälle getreidefrei und Magnesium als Nahrungsergänzung.

Wenn möglich, das Futter selber zubereiten, um Konservierungsstoffe u.ä. zu vermeiden.

Vielleicht kennst du einen Physiotherapeuten der die Halswirbelsäule nach Blockaden absucht?

Mehr fällt mir momentan nicht ein.

Ich hoffe, der Rest der Nacht war ruhig!:knuddel

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Hallo Nina

tut mir sehr leid was passiert ist,man ist doch sehr aufgewühlt.

Ich hatte mal jahrelang einen Hund,der Epileptiker war,also wenn du spezielle Fragen hast,her damit.Nur versuch ruhig zu bleiben und wart erst mal ab was die Ärzte sagen,wenn du Glück hast war es ja doch eine einmalige Sache...Generell ist es nämlich so,jedes Gehirn kann krampfen,wenn die gegebenen Umstände passen.Muss also nicht sein das es wieder passiert,und du brauchst dir auch keine Vorwürfe machen,du kannst den Hund ja nicht in Watte packen,und ruhiger Tag hin oder her letzlich ist Stress sicherlich ein Risikofaktor,aber sicher nicht alleiniger Auslöser!Also mach dir erst mal kein Kopf,viel Erfolg beim Doc und liebe Grüsse Melbie.

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Hallo Nina,

oweia, was für eine Nacht. :knuddel :knuddel :knuddel

Leider kann ich dir nicht viel dazu sagen, das einzige was ich weiß, ist,

Wenn es wirklich Epelpsie ist kann man diese Hunde meistens gut auf

Medikamente einstellen und das ganze so gut in den Griff kriegen.

Ich wünsche dir viel Kraft für all die vielen Untersungen die heute anliegen. :kuss:

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Hi

ich kann mit dir fühlen und ich weiss auch wie machtlos man sich in einer solchen Situation fühlt.

Mein Rocky(Weimaraner) war damals 3 als er seinen ersten Anfall hatte, mit Luminal hatten wir dann etwa einen Anfall im Monat. Die Dosierung konnte ich aber nicht runtersetzen, es kam dann gleich wieder ein Anfall wenn er seine Dosis nicht intus hatte, oder etwas verspätet gegeben wurde. Die Anfälle waren auch nicht absehbar..... ich habe Tagebuch über Futter, Wetter und Alltag geführt. Rocky wurde nur 4,5 Jahre alt. Wir mussten ihn nach massiven Anfällen im Stundentackt und von Tierarzt in Klinik eingeleiteter Narkose zur Entspannung (auch da hatte er Anfälle) einschläfern. Er hatte anscheinend Hirnschäden und war nur noch deorientiert und erschreckte ich vor sich selbst und jaulte.

Ich möchte dich jetzt nicht erschrecken, es gibt viele Hunde die ein langes gutes Leben mit dieser Krankheit erleben. Und man muss ja auch erst mal schaun ob es wieder auftritt und wie massiv. Heute können die Tierarzt dir sicher helfen und dir den großen Schrecken etwas nehmen.

Viel Glück für dich und deinen Wuff.

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Es kann auch bei einem einmaligen Anfall bleiben. Mein Feechen hatte vor 2 Jahren einen, mitten auf der Straße, der erste Tierarzt der in der Nähe war, hat das nicht erkannt und ihr eine kreislaufstabilisierende Spritze gegeben, auf dem Weg nach Hause, kam der nächste Anfall und ich bog gleich zu meinem Tierarzt ab...dort wurde Feechen an einen Tropf ( Beruhigungsmittel fragt mich nicht was genau ) gelegt und ans EKG, nach ein paar Minuten war der Spuk vorbei und seitdem trage ich Diazepam mit mir welches wie ein Zäpfchen verabreicht wird, denn im Notfall schluckt der Hund ja nix mehr...aber seitdem war auch nichts mehr, dem Himmel sei Dank!

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Hallo,

euch Allen schon mal danke für die Antworten.

Jack ist nun, wie ja auch zu ertwarten war, wieder mopsfidel, hat unbändigen Hunger und Bewegungsdrang. Von einer Erschöpfung, wie sie ja oft beschrieben wird, bemerke ich nichts..

Morgen kommen die Ergebnisse vom Blutbild und (leider erst)Anfang September habe ich einen Termin beim Neurologen in der Klinik.

Für den Fall der Fälle hab ich jetzt ja Diazepam zur Hand.

Der Tierarzt in der Klinik eben war sehr vernünftig, meinte auch, besonders bei einem so jungen Hund so wenig Medis wie nötig, wegen der Leber.

Und man weiß ja noch nicht, wie ausgeprägt es nun wirklich ist.

CT usw erstmal nicht... mal schauen, was der Neurologe dann noch sagt.

Futter werde ich auf getreidefrei umstellen, barf geht leider in meiner momentanen Wohnsituation einfach nicht dauerhaft :(

Scalibor ist ab, wer weiß...

Wie ist das denn mit dem Alleinbleiben?Da mach ich mir schon ziemlich sorgen...andererseits könnte er sich in einer Box ja wahrscheinlich noch eher stoßen und läge dann nach einem Anfall evtl in seinem eigenen Kot usw..

Werde erstmal mein ganzes Zimmer wieder mit Teppich auslegen, da kann er dann wenigstens nicht so rutschen wie gestern :(

Moorteufel, den Tierarzt werd ich mir ansehen, wenn ich im September wieder in HB bin, denn momentan studiere und lebe ich ja in Leipzig...

Oder ich schau mich hier nochmal nach einer THP um.

Anonsten werde ich mich mal wieder mehr mit Tellingtontouch usw beschäftigen, zwecks Entspannung und so..

Hach Mensch :(

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Hallo Nina,

ich kann gut nachvollziehen, wie du dich nun fühlst. Auch unser Hund hatte seitdem er zwei Jahre alt ist immer wieder leichte Krampfanfälle. Bei diesen war er allerdings immer bei vollem Bewusstsein und ansprechbar. Nur die Gliedmaßen versteiften sich vollkommen, sodass er dann auch umfiel weil er nicht mehr stehen konnte.

Die erste Diagnose war eine ganz massive Schilddrüsenunterfunktion, die wir seither mit Forthyron behandeln. Leider hatte unser Hund Anfang Mai 2009 aus dem Schlaf heraus seinen ersten heftigen Epianfall mit Bewusstseinsverlust und Laufbewegungen der Beine. Dieser Anfall war vollkommen anders, als die anderen vorher. Auf diesen ersten Anfall folgten im Abstand von je 4 Wochen noch zwei weitere, auch jeweils aus dem Schlaf heraus.

Da unser Hund zu der SD-Unterfunktion auch noch unter einer allergiebedingten Atemproblematik leidet, was die Anfälle für ihn sehr gefährlich machen kann, wurde er auf ein Epi-Medikament eingestellt. Seit dem 22. Juni 2009 hatte er nun keinen weiteren Anfall mehr und das Epi-Medikament hat bisher keinerlei Nebenwirkungen. Aber leider müssen wir noch abwarten, ob es wirklich an dem Medikament leigt. Die anfallsfreie Ziet ist noch viel zu kurz.

Vielleicht lässt du bei deinem Jack auch ein Schilddrüsenprofil erstellen, denn auch eine Unterfunktion kann Epi-ähnliche Anfälle auslösen. Berichte doch bitte weiter, was bei den Untersuchungen herauskommt.

Ich wünsche euch viel Glück.

Andrea

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Wie alt ist Jack denn?

Ich weiß von d. Vorbesitzerin dass Pina mit ca. 12 Monaten auch mal einen leichten Krampfanfall hatte. Der Tierarzt meinte dass das gar nicht so selten ist und auch nur halb so schlimm. Jetzt vor ca. 3 Monaten hatte sie auch bei mir einen leichten Krampfanfall. Es ist aber alles i.O. und sie hatte seitdem nix mehr. :yes:

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Hallo Nina,

ich lese das mit dem Scalibor erst jetzt. Dein Jack ist ein Berner-Aussi-Mix. Wie sieht es denn mit Scalibor und MDR 1-Defekt aus? Nur mal als Gedankengang.

Liebe Grüße

Andrea

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