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Noch jemand mit Migräne hier? Wie geht ihr damit um?

Empfohlene Beiträge

SabineG   

Hallo ihr Mitgeplagten,

ich wollte euch mal was fragen: ich hatte diese Woche mehrere kleine Migräneattacken, die mit Medis ganz gut in den Griff zu kriegen waren. Allerdings war ich die ganze Zeit sehr müde und ko, ich denke das hing auch damit zusammen.

Heute auch, ich könnte glatt schlafen gehen. Habe ganz leichte Kopfschmerzen und - und darum gehts jetzt - vorhin sehr starkes Flimmern im rechten Gesichtsfeld gehabt, einige Minuten lang. Das Flimmern ist jetzt weg, geblieben ist ein merkwürdiges Gefühl im rechten Gesichtsfeld, so als wäre da ein ganz leichter Schatten (wie eine Vignette beim Foto).

Kennt ihr sowas auch? Ich kann mir so ein Flimmern als Aura VOR einer Migräne vorstellen, aber danach?

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gast   
(bearbeitet)

Ich auch. Bei mir geht es immer linksseitig los und wandert dann über zwei - drei Tage auf rechts. Der Witz, auch die Haare sitzen dann umgekehrt. Flimmern vor den Augen, Lichtblitze und manchmal auch Übelkeit, wobei ich grad während der Kopfschmerzen Übelkeit habe, nicht vorher.

Auslöser ist bei mir vor allem

- Stress, der Anfall kommt aber immer erst, wenn der Stress weg ist, also Urlaub, Wochenende, oder nach der Prüfung, Event etc.

- besonders schlimm ist es, wenn zugleich Wetterumschwung ist, vor allem vor Gewitter, vor Schneefall etc. Sobald es dann gewittert oder schneit kann ich wieder klar sehen. Vor solchen Wetterlagen hab ich das Gefühl zu Boden gepresst zu werden, mir ist schwindlig, ich bin totmüde und kann z.b. beim Autofahren nicht mehr weiter fahren, muss sofort raus und schlafen, sonst wird mir kotzübel.

- Alkohol wirkt nur dann auslösend, wenn auch oben genanntes auftritt, vor allem Stress und zu wenig Schlaf, dann vor allem nur Weißwein.

- Kaffeeentzug, ich trink eigentlich nur morgens ein Haferl Kaffee, früher als ich auch tagsüber Kaffee trank und dann darauf verzichten musste oder weniger trank, kam prompt ein Anfall.

- Änderung des Tagesablaufs, vor allem zu lange Schlafen.

Wenn ich merke, dass ein Schub anfährt, schmeiß ich sofort hochdosiert Aspirin ein, das hilft dann meistens. Wenn ich das nicht rechtzeitig mache, hilft Aspirin gar nichts mehr und auch kein anderes Mittel, dann hilft nur alles was entspannt, z.B. warmes Bad (nicht zu heiß) und schlafen, dunkel, absolute Stille, wenn ich überhaupt schlafen kann. Was auch super hilft ist, Chi Gong oder andere Entspannungstechniken.

Zum Glück hab ich mir mein Leben mittlerweile so eingerichtet, dass ich kaum noch Stress ausgesetzt bin, bzw. die Dinge auch entspannter nehme, und somit auch kaum noch Anfälle habe.

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FinleysWorld   

Hallo!

Ich habe keine diagnostizierte Migräne, nur meine Mutter hatte dies.

Aber mit 11 jahren bekam ich zum ersten mal so schlimme Kopfschmerzen, die mich bis heute immer wieder heim suchen, so 2-3 mal pro Woche.

Früher sagte man mir, ich bilde mir diese Schmerzen nur ein. Ich nahm dann Tabletten meiner Mutter, da mir kein Arzt was verschreiben wollte.

Heute komme ich mit Novalgintropfen sehr gut zurecht. Je nach Intensität nehme ich zwischen 20-50 Tropfen.

Ich merke allerdings in den letzten Monaten, dass sich die Kopfschmerzen verändern. Ich habe immer mehr so Attacken mit Übelkeit, Schwindel und "Gelehmtheit".

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SabineG   

Na Suse, dann wirds wohl doch Migräne sein.

Ich hab das auch jahrelang nicht so genannt, hatte einfach "Kopfschmerzen" mit Untertemperatur, Übelkeit, Licht- und Geräsuchempfindlichkeit, Kreislaufproblemen und Müdigkeit, Anschwellen der Nasenschleimhaut, Mundtrockenheit, ach was weiß ich noch alles.

Irgendwann hat ein Arzt, glaube ich, von Migräne gesprochen. OK, dann heißt es halt so, macht die Sache auch nicht besser.... :Oo

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FinleysWorld   

Ich denke schon, dass ich Migräne habe, aber es hat eben bislang keiner bestätigt.

Im Vergleich zu anderen komme ich damit ja auch recht gut zurecht. Ich muss nur immer meine Tropfen griffbereit haben.

Mein Doc hat sich zuletzt schwer getan, sie mir noch zu verschreiben und ich hab n wenig Angst davor, dass er es beim nächsten mal nicht mehr macht. Andere Schmerzmittel helfen mir leider überhaupt nix.

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SabineG   

Hast du mal ein richtiges Triptan ausprobiert? Das war bei mir wirklich das erste was helfen konnte, zusammen mit einer Ibu und viel viel Wasser trinken.

Einmal wurde mir Tramal gespritzt, das half auch, später dann von Tramal Tropfen wurde mir nur speiübel.

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FinleysWorld   

Triptane habe ich noch nicht versucht, da ich mich ehrlicherweise noch nie wieder darauf habe untersuchen lassen. Wie gesagt, als ich 11 Jahre alt war begannen die Kopfschmerzen. Ich war beim HNO, beim Neurologen, beim Chirurgen, wurde echt durchgereicht, aber niemand konnte etwas finden. Beim Neurologen saß ich damals auf dem Stuhl und man schrieb ein EEG. Dabei bekam ich eine heftige Kopfschmerzattacke, die aber im EEG nicht nachweisbar war.

Schlussendlich hieß es dann also: "Das Kind bildet sich die Schmerzen ein!"

Erst als ich 7 Jahre später wegen Rheuma Novalgin verschrieben bekam, konnte ich meine Schmerzen in den Griff bekommen. Nur meine Familie hat mir geglaubt, dass ich Kopfweh habe. Meine Mutter gab mir immer eine 3/4 Tablette Migräne-Kranit. Ne Halbe war zu wenig, eine ganze ließ mich aus den Latschen kippen...

Ibuprofen hilft leider gar nix, auch mit 800mg dosiert nicht, genau wie die gängingen Mittel Voltaren oder ASS. Auf Paracetamol reagiere ich mit massiven Temperaturabfall bis auf 34°C, da gehts mir auch nicht gut mit. Tramal und Tilidin haben keine Linderung gebracht.

Und leider merke ich auch Unterschiede beim Novalgin. Am besten hilft mir das von Ratiopharm. Bei anderen Firmen benötige ich mitunter die doppelte Menge.

Wie wurde denn bei euch dir Diagnose gestellt?

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Flohsack   

Bei mir hat der Hausarzt sie einfach nach der Beschreibung stellen können. Ich bin da ein ganz klassischer Fall.

Früher linderte Novalgin die Beschwerden leicht, manchmal halfen auch Gelonida.

Heute nehme ich Triptane und die Migräne hat ihren Schrecken verloren. Und allein weil ich weiß, dass sie keine großen Probleme mehr macht, bekomme ich viel weniger Anfälle.

Früher waren wichtige Termine immer Stress, weil "Hoffentlich, bitte, bitte, keine Migräne!" Allein das löste schnell mal eine aus.

Heut weiß ich, dass Spuk in spätestens anderthalb Stunden im Griff ist und es passiert wenig.

Mittlerweile musste ich zweimal das Triptan wechseln, aber generell ist super damit.

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Minnie75   

Bei mir hat es auch der Hausarzt diagnostiziert.

Bei mir entwickelt sich ganz oft eine Migräne "über Nacht", das heißt, ich gehe abends normal ins Bett und morgens wache ich mit einer starken Migräne auf. Mein Arzt meinte, dies sei ein ziemlich sicheres Zeichen für Migräne und gegen normale Kopfschmerzen.

Allerdings werde ich auch tagsüber von der Migräne überfallen.

Akkupunktur hatte bei mir gar keinen Erfolg. Etwas gebessert hat es sich, seit dem ich eine Pille habe, die man durch nimmt und ich keine Menstruation mehr habe. Ich denke die Hormonschwankungen vorher haben auch dazu beigetragen.

Genaue Auslöser konnte ich noch nicht feststellen. Oder, doch. Einen von wahrscheinlich vielen. Ich kann es nicht vertragen am Wochenende mal länger zu schlafen (also so bis 8; in der Woche stehe ich 5.30 auf). Das heißt für mich, dass ich auch am Wochenende früh aufstehe, um zumindest diesem Auslöser aus dem Weg zu gehen. So gehe ich meist ganz entspannt ne schöne große Gassi-Runde und hole frische Brötchen, während alle anderen noch schlafen.

Seit dem es die Triptane gibt, hab ich das Ganze eigentlich ganz gut im Griff. Wenn ich es dann rechtzeitig merke und einnehme. Wenn nicht, dann nützen sie mir gar nichts mehr. In solchen Fälle nehme ich Ibu-Lysin mit einem Kaffee dazu. Koffein scheint die Wirkung zu fördern. Zumindest bei mir. Wenn ich Glück habe, bin ich nach einem Tag dann durch damit.

Und damit bin ich schon glücklich. Vor Triptan &Co. habe ich manchmal 3 Tage im dunklen Zimmer gelegen, bis sich endlich eine Besserung einstellte.

Momentan bin ich so immer im Zwiespalt mit mir selber. Einerseits weiß ich, dass die Triptane mir helfen. Andererseits macht es mich wütend, immer wieder Schmerztabletten nehmen zu müssen, da ich darauf häufig mit Abgeschlagenheit und Müdigkeit reagiere.

Allerdings hat mein Arzt jetzt herausgefunden, dass ich eine Autoimmunerkrankung habe. Eventuell erklärt sich auch einiges damit und es könnte sein, wenn diese Werte richtig eingestellt sind, dass es dann weniger wird.

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SabineG   

Bei mir wurde die Diagnose auch durch die Hausärztin gestellt, über die Anamnese und ein Kopfschmerzprotokoll.

Ibu allein hat bei mir auch nie geholfen, aber zusammen mit einem Triptan hilft es mittlerweile meistens recht gut.

Mit der Angst vor einer Attacke sprecht ihr etwas an was mir auch gut bekannt ist. Ich hatte beispielsweise immer Migräne wenn ich bei Freunden oder meinen Eltern übernachtet habe. Da vergeht einem irgendwann wirklich die Lust auf solche Besuche wenn man schon befürchten muss dort morgens gleich kotzend im Badezimmer zu sitzen....

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