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Hundeforum Der Hund
Stoner

"Hündisch" für Hunde

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Hallo allerseits!

Wir brauchen mal ein paar professionelle Tipps.

Unser Hund Tom hat leider, durch ein sehr isoliertes Leben, nie seine Muttersprache "Hündisch" gelernt.

Bis vor etwas mehr als einem Jahr lebte er wohlbehütet bei einem alten Mann, der ihn von allem "bösen" fern gehalten hat. Folglich hat Tom nie gelernt, wie sich Hunde untereinander unterhalten.

Dann kam er ins Tierheim, weil der Mann starb und die Kinder ihn nicht nehmen konnten oder wollten oder was auch immer.

Dort hat der kleine Rotzlöffel dann natürlich voll aufgedreht..... so viele Hunde auf einen Haufen waren einfach zu viel für ihn. Ganz besonders doof fand er den Staff von gegenüber, der konnte nämlich genau so laut bellen, wie Tom....was natürlich blöd war.

Tom wurde dann kastriert (wie alle anderen Rüden im TH auch) und er wurde ein klein wenig ruhiger. Das brachte ihn aber nicht weiter, was seine Kommunikationsprobleme angeht.

Nun haben wir ihn seit Ende Juni hier, nur ist unsere Gegend nicht hundefrei, sprich, es kommt immer wieder zu Begegnungen mit anderen Hunden, die Tom immer furchtbar aufregen, weil er eigentlich ja Kontakt will, aber gar nicht weiß, wie das geht.

Wir haben schon ein paar Übungseinheiten mit Hundetrainerin (Einzelstunden-Intensivkurs, ihre Gruppen sind leider etwas zu weit weg für uns, aber sie woht in unserer Nähe) hinter uns, das Problem ist nur, daß sie immer "Übungshunde" dabei hatte.

Bei den Trainingsstunden konnte sich Tom dann auch nach einer gewissen Zeit auf die anderen Hunde "einlassen". Er war natürlich an der Schleppleine, die anderen liefen frei. Aber diese Hunde waren auch sehr souverän und haben sich durchaus auch mal anbellen lassen, ohne zurückzublaffen.

Die Treffen liefen fast immer gleich ab:

Tom bellt wie bekloppt, geht auch auf die Hunde zu, bleibt aber vor ihnen stehen und macht auch sonst nichts weiter, außer bellen. Bekommt Tom Gegenwind, versteckt er sich hinter uns. Hat er sich erstmal ein klein wenig beruhigt, sprich das Bellen eingestellt, läuft er den anderen Hunden auch hinterher, ist furchtbar aufgeregt und weiß nicht wirklich, was er machen soll. Beim letzten Mal hat er dann versucht, sich dominant zu geben (Pfote auf den Rücken gelegt, Aufreiten), hat aber auch postwendend die Quittung bekommen (kurze Ansage des anderen Hundes) und hat es dann auch gelassen. Danach saß er hechelnd neben mir und hat nur noch zugeschaut, weil er jetzt gar nicht mehr wußte, wie er es machen soll.

Ich kann ja auch schlecht vor ihm her kriechen und ihm zeigen, wie es geht..... Da lande ich schneller da, wo ich nie hin wollte. Und ohne "Leihhunde" funktioniert hier nix, weil sich kein Hundehalter in unserer Umgebung seinem Gebell länger aussetzen will, was ich auch verstehe.

Es wird zwar besser, seine Distanz, in der er loskläfft, wird immer kürzer, was klasse ist, aber an eine Annährung an andere Hunde ist nicht zu denken. Mit Tube läßt er sich auch relativ gut ablenken, aber wir können ja auch nicht ständig mir Leberwurst in der Hosentasche rumrennen....

Hat jemand gute Ideen, wie wir dieses Problem am Besten lösen können?

Bei uns in der Nähe gibt es eine Hundeschule, die eine Sozialisationsgruppe haben und ich bin echt am überlegen, mit ihm das mal zu probieren. Schließlich möchte ich mit ihm auch irgendwann mal irgendwas in der Gruppe machen, ohne das er sich heiser bellt.

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Hallo Nico,

also um den regelmäßigen Besuch einer solchen Gruppe werdet ihr nicht drum herum kommen, ODER ihr schafft euch einen zweiten sehr souveränen Hund an, an dem er sich orientieren kann.

Dies wird wahrscheinlich nicht so einfach sein, von daher auf in so eine Gruppe und das so oft wie möglich und wenn er nur da sitzt er lernt auch dann.

Meine Galga hat fast ei Jahr gebraucht zu verstehen was bloß die anderen Tiere von ihr wollen und auch heute sieht es zu ulkig aus, wenn sie tobt/kommuniziert.

Ich wünsche euch viel Erfolg, Nanette

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Ein zweiter Hund kommt erstmal nicht in Frage, das würde Tom wohl auch zu sehr stressen (wir haben ja auch noch zwei Katzen hier rumlaufen).

Die Gruppe ist leider nur einmal in der Woche, aber für den Anfang wäre das schon toll. So, wie ich das gelesen habe, machen die in der Gruppe auch nix weiter, als die Hunde beobachten und im Notfall eben eingreifen und den Haltern Ratschläge geben.

Tom ist ja nicht aggressiv (auch wenn der eine oder andere Hundehalter in unserer Gegend das glaubt).

An eine Berhardiener-Hündin hat er sich auch schon zum schnüffeln ran gertraut (die Halterin ist auch cool drauf, nur leider treffen wir die beiden so selten), nur anschauen durfte sie ihn nicht, da fing er wieder an zu bellen.

Er ist auch in solchen Situationen voll auf den anderen Hund fixiert und ich muß ihm die Tube fast "reinzwingen". Wenn er erstmal nuckelt, ist es vorläufig ok, aber dafür muß ich ja auch erstmal an sein Mäulchen, was an der 2m-Führleine ja nicht so ganz einfach ist (Hund einhändig ranzuppeln, Leine so zusammen rollen, daß er nicht gleich wieder los läuft und dann irgendwie die Tube in den Hund, sieht wahrscheinlich urkomisch aus... :wall: ).

Ich würde wahnsinnig gerne irgendeinen Fun-Sport mit ihm machen. Er kennt ja nix, außer an der Leine zur Tanke zu schleichen und wenn wir hier mit ihm an der Schlepp über die Felder laufen, taut er richtig auf. Er lernt auch sehr schnell (Border-Schäfer-Mix), nur hündisch eben nicht.

Aber wenn du nen Jahr gebraucht hast, können wir schlecht erwarten, daß unser 7-jähriger Hund das in ein paar Wochen lernt, ich hab also Hoffnung ;)

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Ja, sie war ebenso alt wie er. Das dauert und die Fragezeichen über ihrem Kopf waren zu herrlich.

Zu wem geht ihr denn, gerne auch per PN

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PN ist unterwegs ;)

Das glaub ich, daß die Fragezeichen herrlich waren. Unser ist auch immer ganz huschig. Mittlerweile ist es ja so, wenn er einen Hund angeblafft hat und der geht dann einfach weg, dann will Tom hinterher und das ganz ohne Bellen und ist ganz verwirrt, warum der andere Hund denn jetzt einfach so weg geht*g. Da tut er mir ja schon ein bisschen leid.....

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Ich glaube gar nicht mal, dass er die Sprache total verlernt hat, ich glaube, er ist nur zu aufgeregt, um sie anzuwenden.

Die Sprache und ein gewisses Sozialverhalten lernen sie ja im Prinzip schon bei der Mama und den Geschwistern. Was er meiner Meinung nach braucht, ist keine Ablenkung von den Reizen, die ihn so fertig machen, sondern das gezielte Aushalten dieser Reize.

Dabei kannst Du ihm massiv selbst helfen, in dem Du ihm Sicherheit gibst. Dann würde ich beginnen, einzelne Hunde zu treffen, dass nicht gleich eine totale Überforderung herrscht. Meiner Ansicht nach würde eine solche Gruppe ihn erst mal total fertig machen und im Zweifel mehr kaputt machen, als helfen.

Es müsste jedes Mal der Reiz erhöht werden, aber eben in kleinen Schritten gegangen werden.

Puh, nicht einfach.

LG Anja

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Puh, nicht einfach.

LG Anja
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=41796&goto=787408

Stimmt. Wir haben mit unserer Trainerin da auch entsprechend begonnen. Nämlich mit einem (ihrem eigenen) kastrierten BC-Rüden. Da haben wir schon gute Erfolge erzielt.

Dann auch mal gezielt mit drei Hunden (alle entsprechend souverän), die Situation hat Nico ja oben beschrieben. Das Problem ist, dass da eine gewisse Kontinuität notwendig ist. Leider kann das kaum ein Trainer leisten (Zeit, andere Termine), und wir (Kohle...sorry!...dreimal wöchentlich oder so Einzelstunden...uff).

Und Hundebesitzer in unserer Nähe (davon hats hier viele) als Trainingspartner sind superschwer zu finden.

Tom ist ein so toller Hund, menno...der soll das auch selbst mal fühlen dürfen.

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Und Hundebesitzer in unserer Nähe (davon hats hier viele) als Trainingspartner sind superschwer zu finden.

*unterschreib*

Wart ihr eigentlich mit Tom schon mal in einer Trainingsstunde mit anderen Hunden? Ich frage deshalb, weil da die Atmosphaere eine ganz andere ist, wenn sich die anderen Hunde alle auf ihre Menschen konzentrieren. Der Reiz 'Hund' ist also da, aber weniger stark und nicht direkt auf Tom gerichtet. Und er kann sich eben auch an euch orientieren und muss nicht alleine mit den anderen Hunden 'fertig werden'. Ich habe mit meiner Kleinen auch Probleme bei Hundebegegnungen auf freier Wildbahn. Deshalb gehen wir seit 2 Wochen gezielt in eine Hundeschule, wo viele Hunde gleichzeitig in kleinen Gruppen arbeiten. Ich bilde mir ein, dass sie es immer besser aushaelt, obwohl es ihr manchmal sichtlich schwer faellt. Naja, ist nur so 'ne Idee - vielleicht passt das in eurer Situation gar nicht.

Ich wuensch euch jedenfalls viel Erfolg. Bestimmt kriegt ihr das mit der Zeit hin.

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Hey Xita!

Ja, haben wir auch gemacht. Wir sind (mit Einverständnis der anderen Teilnehmer selbstverständlich und unter Führung der Trainerin) zwei Mal hinzugekommen. Das erste Mal war anstrengend, gab aber Anlaß zur Hoffnung, Tom beruhigte sich langsam und konnte auch mal ohne Blafferei den anderen Hunden folgen und zuschauen (die anderen waren frei, Tom natürlich an der Schlepp).

Das zweite Mal ging nix, er kam und kam nicht runter und wir haben dann auch abgebrochen (er war völlig durch den Wind und gestresst). Danach haben wir wieder einen Gang zurückgeschaltet und die besagte Übungsstunde mit nur drei Hunden gemacht.

*seufzel*

Tommytröte wird natürlich auch von so manchem Hundebesitzer falsch verstanden ("nehmen Sie den aggressiven Hund da weg!"), was die Sache natürlich nicht leichter macht. :motz:

Danke für Deinen Beitrag! Ja, wir schaffen das schon...mit Geduld und Spucke. :so

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Ah, OK. Was waren das denn fuer Trainingsstunden? Du schreibst 'die anderen waren frei' - heisst das, sie wurden offline gearbeitet? Ich meinte naemlich einen Rahmen, wo alle Hunde an der Leine quasi nebeneinander her arbeiten, ohne sich zu sehr fuereinander zu interessieren.

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