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Hundeforum Der Hund
Christiana

Unser Hund hat gebissen

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Hallo an alle,

unsere "Große" hat heute morgen gebissen...

Vielleicht sollte ich erst mal vorab einiges erzählen. Picara ist nun fast 9 Monate alt, hat schon immer ein sehr dominantes Verhalten und da sie nicht wirklich hört wenn man sie von der Leine lässt, bleibt sie im Moment an der Leine, Langleine. Normalerweise ist sie lieb zu anderen Hunden und spielt mit ihnen, aber die "Kleinen" unterwirft sie immer erst einmal. Gestern waren neue Hunde da und da sie an der Leine war, ist sie komplett ausgeflippt und hat meinen Mann dann angeknurrt, als er sie zurück gezogen hat. Ich bin tagsüber an der Arbeit und mein Mann kümmert sich um die Hunde und ist eigentlich das "Alphatier". Zu Hause klappt das auch, nur wenn wir draußen sind, da meint Picara sie ist der Chef. Da wir keine erfahrenen Hundehalter sind, machen wir bestimmt einiges falsch... Deshalb hoffe ich drauf, bei Euch Ratschläge zu bekommen, was wir falsch machen und was wir ändern können. Wir wohnen in Ägypten und haben eben keine Hundeschule, wo wir hin gehen könnten... Picara haben wir mit 3 Wochen am Strand gefunden, sie war oft krank und wurde von uns bestimmt zuviel verwöhnt. Nun haben wir den "Salat"...

Aber nun zum eigentlichen Geschehen...

Heute morgen waren wir in der Wüste und nach einer Weile haben wir gedacht, lassen wir die Beiden mal los. War am Anfang auch echt super, sie haben toll mit den anderen Hunden gespielt, haben gehört wenn man sie gerufen hat, bis Picara dann einen toten Katzenkopf gefunden hat.... Zuerst haben wir sie gar nicht einfangen können, dann hatte ich sie und sie sollte ihn ausspucken. Macht sie normalerweise auch, wenn sie irgendwas im Maul hat. Ging aber gar nicht, dass sie heute ihre "Beute" hergeben sollte. Nach einer Weile hat mein Mann sie dann auf den Boden gedrückt und "Aus" gesagt, aber es hat nichts gebracht. Als er ihn ihr dann abnehmen wollte, hat sie ihn gebissen... Ich hab sie dann genommen, auch mich hat sie angeknurrt und wollte mich beissen. Ich hab sie dann angebrüllt, ihr dann aber "die Beute" aus dem Maul gezogen und weg geworfen.

Das war das 1. Mal, dass sie gebissen hat und auch dass sie gestern so heftig in der Wüste so reagiert hat... Sie war noch nie einfach und wir mussten ihr schon immer mal zeigen wer der Chef ist, aber das Fressen konnten wir ihr immer weg nehmen ohne das sie geknurrt hat. Was sollen wir tun?????

Freunde, die dabei waren, haben uns geraten sie nun erst einmal zu ignorieren. Auch das wir ihre Schüssel mit dem Fressen nehmen, so tun als ob wir daraus essen und ihr dann erst geben... Damit sie merkt, das sie an unterster Stelle steht... Ist das OK??? Obwohl ich unserer Kleinen nicht das Gefühl geben, dass sie etwas falsch gemacht hat, wollen sie nun aber beide nicht fressen...

Vielen Dank schon einmal für die Antworten...

Christiana

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Da läuft wirklich was falsch bei euch. :(

Das Mädel ist 9 Monate alt, also rutscht sie so langsam in die Pupertät, da testen die Hunde gerne mal an ob das auch alles immer so gemacht werden muss wie Frauchen und Herrchen das sagen UND versuchen die Grenzen neu anzutesten.

Ihr müsst das wirklich konsequent durchziehen und quasi ganz von vorne beginnen. Ressourcenverwaltung obliegt euch, nicht dem Hund.

Futter gibt es von euch, am besten erstmal nur aus der Hand.

Bewegungseinschränkung, hat Picara einen festen Platz im Haus?

War sie schon läufig?

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Hi Anni,

vor ca. 1 Monat war sie läufig. Einen festen Platz haben beide, aber es kann doch nicht angehen, dass sie uns beisst!!! An Futter aus der Hand habe ich auch erst gedacht, aber andere haben mir davon abgeraten...

LG

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Wer hat abgeraten?

Der Tip ist absolut gut! Wenn Du lieber den anderen glaubst die abraten warum fragst Du dann weiter?

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Hallo!

Ich sehe in der Handfütterung auch keinen Nachteil. Sie muss doch lernen, dass sie euch zu folgen hat.

Was mich an deiner Schilderung etwas irritiert, ist dass ihr sie regelrecht jagen musstet, um ihr die Beute abzunehmen. Das finde ich nicht gut, auf so ein Spiel lasse ich mich mit meiner Hündin gar nicht erst ein. Dann belohne ich sie noch dafür, dass sie Beute gemacht hat!?

Letztes Jahr hatte Dana eine riesige Rübe und schleppte sie mit sich, hielt schön nen Meter abstand, obwohl ich sie ran gerufen hatte. Wahrscheinlich habe ich nicht verbergen können, dass ich vorhatte ihr die Beute abzunehmen. Ich habe meine Hündin zweimal ran gerufen, aber sie blieb auf 1 Meter Abstand. Was tun? Ich habe mich rum gedreht und bin nach Hause gegangen, ohne ein Wort! Ich habe mich nicht umgeguckt! Den Hund komplett ignoriet! Nun habe ich das Glück, dass meine Maus alleine nach hause findet, dass wir nah am Feld wohnen, sie also nur durch unsere Anliegerstraße musste und ich da schon eine gute Bindung zu ihr hatte. Sie hat die Rübe fallen lassen und ist mir nach :D

Wenn ihr euch nicht sicher seid, leint sie lieber noch nicht ab. Dieses Beute machen, dann von euch "gejagdt" werden, ist schon Aufmerksamkeit und Belohnung genug für sie, um es erneut zu tun.

Maike

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Hallo,

na ja - so ein toter (!!!) Katzenkopf ist ja wohl für einen Hund DER absolute gigantische megatolle Superfund!

Ihr wart konsequent und habt Euch nicht einschüchtern lassen. Klingt doch gut.

Laßt den Hund doch "zufällig" öfters mal tolle Sachen finden und mit dem Befehlt "Aus" wird das dann gegen was noch Genialeres (in der wahrscheinlichen Ermangelung an toten Katzenköpfen halt was anderes Totes) getauscht.

Also "Aus" und dem Hund das Tauschobjekt vor die Nase halten.

Viele Glück

Chris

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Unsere Bekannten haben gesagt, dass ist absolut falsch!!! Laut Hundebuch etc. Ich hatte (rein instinktiv) gedacht, wenn sie nur Futter aus der Hand bekommt lernt sie wer der Chef ist. Aber deshalb schreibe ich... Möchte ja dazu lernen und habe keine Lust drauf, dass unser "Verhältnis" so bleibt...

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Dana lebt jetzt über ein Jahr bei mir und mir haben sich wirklich noch keine Nachteile verdeutlicht. Ich habe von anderen oft gehört, dass der Hund einen dann nur als Futterautomat sieht, aber so ist das nicht. Schon gefestigte Kommandos werden immer weniger belohnt. Also ich baue die Futtergabe für Sachen die der Hund schon gut kann ab. Bei neuen Kommandos wird erst mal jede Ausführung belohnt und dann mit der Zeit weniger.

Auch habe ich das Vorurteil gehört, dass der Hund ein Kommando nur dann ausführt, wenn man Futter hat, auch das stimmt nicht, zu mindest wenn man wie ich die Futtergabe auch wieder abbaut.

Zeitaufwendiger ist es für mich auch nicht. Abends wird der Becher gefüllt und über den Tag verteilt halt für jeden Spaziergang, Trainingseinheit eine entsprechende Menge rausgenommen. Wenn an einem Abend mal was übrig ist, machen wir noch Suchspiele im Garten, soll ja auch satt werden die Süße!

Ich gebe gerne Auskunft über unsere Form der Handfütterung!

Maike

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Kann es sein das sie gebissen hat weil der Zwang zu stark war? Hatte sie Angst in dem Moment als dein Mann sie zu Boden gedrückt hat?

Ich hab hier auch so ein Exemplar, man muss absolut aufpassen was man mit ihm macht. Nicht weil er dominant wäre sondern weil er Angst hat.

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"Was mich an deiner Schilderung etwas irritiert, ist dass ihr sie regelrecht jagen musstet, um ihr die Beute abzunehmen. Das finde ich nicht gut, auf so ein Spiel lasse ich mich mit meiner Hündin gar nicht erst ein. Dann belohne ich sie noch dafür, dass sie Beute gemacht hat!?"

Normalerweise würden wir auch einfach gehen und sie kommt dann schon nach... Aber im Moment haben wir leider das Problem, dass schon einige Hunde an Gift gestorben sind, nicht nur die wilden Hunde.... Und die toten Katzen haben ja evtl. auch das Gift gefressen... Ist eben etwas anderes hier, viel Müll etc. und die Menschen hier lieben nun mal nicht so Hunde... Und viele Möglichkeiten mit den Hunden spazieren zu gehen, hat man nicht... Natürlich kennen die Beiden den Weg nach Hause, aber auf der Strasse??? Da haben wir eben doch viel zu viel Angst und warten dann lieber.... Ist natürlich auch nicht richtig, aber was sollen wir tun??

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