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Hundeforum Der Hund
wautzi

Pferdefrage: Reiten im Schritt, was für Übungen?

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Hallo liebe Pferdefreunde :winken:

seit einigen Wochen habe ich wieder ein RB, Gerry, 7 Jahre alter Friese. Ein riesiger, aber total lieber Kerl.

Nun hat er seit 3 Wochen nix gemacht, da er einen Abszess im Huf hatte. Seit Sonntag darf er wieder. Die Besitzerin hat ihn schon longiert und ist 2 mal kurz im Gelände gewesen. Nun gehöre ich zu der Sorte Reiter: wenn ich was mache, dann richtig. Das bedeutet, ich finde das Reiten muss jetzt wieder aufgebaut werden. Und nicht mit Geländeritten, sondern mit Schrittarbeit und Longieren in der Halle/ auf dem Platz.

Es schaut so aus, an der Longe ist er schon im Schritt und Trab gegangen. Wenn ich reite, soll ich nur Schritt reiten. So ca. 20 - 30 Minuten. Da freue ich mich schon drauf, auch wenn es nur im Schritt ist.

Was könnte ich alles machen? Habt ihr Ideen? Also die normalen Hufschlagfiguren sind klar. Aber irgendwie werden die auf die Dauer langweilig. Ich will bei der Gelegenheit auch am v/a arbeiten, da ich normalerweise ca. ne halbe Stunde brauche, um auch einen vernünftigen Trab "heraus zu arbeiten". Da eigent sich diese Aufbauzeit sehr gut. Ich reite auch normalerweise erst solange im Schritt, bis er den Kopf unten hat. Aber sowie ich trabe ist der Schädel wieder oben. Dann dauert es ne Weile bis er im Trab auch wieder runter kommt.

Fallen euch spezielle oder besonders geeignete Übungen ein, um die Aufbauphase sinnvoll zu nutzen?

Viele Grüße vom wautzi :winken:

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Du mußt ihn locker machen.Das heißt, stelle ihn durch. Lasse den äusseren Zügel stehen und stelle ihn mit dem inneren Zügel deutlich nach innen. Mit Kreuz und Schenkel an den Zügel ran treiben. Du hälst ihn so lange in der Stellung bis er nach gibt. Gibt er nach gibst du auch mit dem inneren Zügel nach

Dann machst du das gleiche mit aussen. Du hälst den inneren Zügel gegen und stellst ihn deutlich nach aussen.Auch wieder genug treiben und nachgeben wenn er nachgibt

So kannst du seine Halsmuskel locker machen. Du kannst das auch im Stand üben. Wenn er richtig locker ist , siehst du im Stand den Halswirbel hin und her springen

Beachte immer,ein Zügel hält und der andere stellt.Gibt das Pferd nach, gibt der stellende Zügel auch kurz nach um dann erneut wieder zu stellen

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Hol die Anregungen bei Peter Pfister (ein gigantischer Reiter!),

mach Seitengänge, Rückwärtsrichten, Cavaletti-Arbeit, stell Pylone auf, reite Slalom und Achter, baue Gassen in Dual-Aktivierung, usw.

Es gibt zig Möglichkeiten.

Was hast du gegen Gelände? Ich bin gezwungen, im Gelände zu reiten und habe festgestellt, dass man fast jede Gymnastizierung auch wunderbar im Gelände machen kann. Slalom und Achter um die Bäume, Wege, die vor Stämmen und Ästen nur so wimmeln. Da muss das Pferdchen die Beine heben und den Kopf senken.

Geländereiten hat zu Unrecht den Ruf der Bummelreiterei.

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Ich wuerde auch zuerst Bodenarbeit machen, damit sich die Hals- und Rueckenmuskulatur aufbauen kann. Zirkel, Seitengaenge etc kann man alles wunderbar von unten aufbauen.

Danach wuerde ich mit stinknormaler Zirkelarbeit anfangen. Das muss nicht langweilig sein! Wenn du im Schritt einen korrekten Zirkel reitest, wird er sich auch fallen lassen. Laesst er sich nicht fallen, stimmt etwas mit dem Zirkel nicht. Bei mir ist es dann meistens so, dass ich nicht richtig sitze (vor allem verdrehe ich gerne meine Schultern bzw ziehe die aeussere Schulter hoch...).

Dann kannst du Zirkel verkleinern und vergroessern. Wenn du das akkurat reitest, ist es eine super Aufbauarbeit fuer die HH. Beim Vergroessern kannst du ihn immer mal ein paar Schritte uebertreten lassen. Dabei darauf achten, dass er nicht ueber die Schulter ausfaellt.

Eine andere fantastische Uebung ist das Schulterherein. Mit ein paar Tritten anfangen, nicht zu stark abstellen, immer darauf achten, dass die HH mitkommt und dass es weder uebereilt noch zu lahm ist.

Sonst kannst du noch

- eine lange Seite auf dem vierten Hufschlag in Aussenstellung reiten (gar nicht so einfach ohne Bande...)

- von der kurzen Seite auf den vierten Hufschlag abbiegen, ein paar Schritte geradeaus, dann Schulterherein zurueck auf den ersten Hufschlag

- Tempiwechsel auf der geraden oder gebogenen Linie

- Cavaletti auf der geraden oder gebogenen Linie

- die Uebungen bunt kombinieren

Alle diese Uebungen sollte dir dabei helfen, ihn v/a zu reiten. Sie sind aber ganz schoen anstrengend, und so wuerde ich eher mit 15 Minuten anfangen, vielleicht nach einer Viertelstunde Schritt im Gelaende?

Wenn du mit der Trabarbeit anfaengst, wieder Zirkelarbeit, bis er sich fallenlaesst. Ich hatte letzten Sommer eine kleine, kurze, tonnige Isistute mit dickem, kurzen, tiefangesetzten Hals, die immer nur rennen wollte. Die Zirkelarbeit hat bei ihr wahre Wunder vollbracht.

Viel Spass. Gibt's eigentlich Fotos? Friesen sind sooooo schoen!

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Was hat der Bub denn in den drei Wochen gemacht, als er nicht gearbeitet werden durfte? Fest in der Box gestanden? Paddock? Weidegang?

DAVON würde ich es doch abhängig machen!

Ein Pferd, das wochenlang fest stand, gleich mit Seitengängen und anderen versammelnden Lektionen zu arbeiten, halte ich für außerst kontraproduktiv. Das führt nur zu (weiterer) Verkrampfung und Verkürzung der Muskulatur. Ich würde so ein Pferd sich tatsächlich erst mal gaaanz gemütlich lang machen lassen: Raus ins Gelände und am langen oder gar hingegebenen Zügel ganz entspannt durch die Gegend laufen lassen. Lieber dreimal den Schritt verlängern (Hinterhand zu fleißigem Untertreten anregen!) als einmal Schritt verkürzen/versammeln.

Wenn schon Stangenarbeit, dann ebenfalls am gaanz langen Zügel - das dürfen dann aber auch gerne umgefallene Bäume sein, oder?

Ein gesundes Pferd, das frisch aus der Box in die Halle kommt, holt ihr doch hoffentlich auch nicht gleich in die Versammlung, oder?

LG

Tina

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Tina,

ich hole überhaupt kein Pferd gezwungen in die Versammlung. Daher gibt es bei mir weder Hilfszügel noch scharfe Gebisse. Das Pferd soll sich lang machen, solange es das braucht und mag. Wann es bereit ist zur Versammlung zeigt es dir schon.

Im übrigen glaube ich nicht, dass ein Pferd nach 3 Wochen schon so zusammengefallen ist, dass man bei Null anfängt. Wirklich nicht.

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Seitengaenge sind loesende Uebungen.

Rueckwaertsrichten ist eine versammelnde Uebung.

Im Uebrigen hat Paige recht - das Pferd bietet von sich aus die Versammlung - ebenso wie das Loesen ins V/a - an. Alles andere ist kontraproduktiv.

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am langen oder gar hingegebenen Zügel ganz entspannt durch die Gegend laufen lassen. Lieber dreimal den Schritt verlängern (Hinterhand zu fleißigem Untertreten anregen!) als einmal Schritt verkürzen/versammeln.

Lieber wuerde ich in leichter Anlehnung arbeiten, damit das Pferd nicht auseinandergefallen am langen Zuegel auf der Vorhand latscht - oder andernfalls durch zu fleissiges Treiben ins Eilen (und damit wieder auf die Vorhand) verfaellt.

Man stelle es sich vor wie eine Zahnpastatube - wenn man hinten drueckt wie bloed, ohne das vorne der Deckel drauf ist, laeuft die Zahnpasta (= Koerperspannung) aus. Hat man den Deckel drauf, also reitet man in leichter Anlehnung, indem sich das Pferd an den Zuegel heranstreckt (nicht, indem der Reiter den Kopf in irgendeine gefaellige Position zieht), so baut sich im Pferd die Koerperspannung auf, die es fuer ein korrektes v/a braucht.

Ist hier sehr gut erklaert.

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Ich würd auch erstmal 2 Tage am langen Zügel ins Gelände und den kleinen einfach mal ausdehnen lassen.

Warum mußt er denn so lang stehen? Ein Abszess ist doch normal in ein paar Tagen erledigt.

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