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Die Hunderasse, die keiner kennt: Ariegeois!

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Ein kurzes Update zur Leistungsfähigkeit dieser Rasse da sie ja selten genug ist.

Text ist sachlich und nicht emotional zu sehen!

Inzwischen steh ich mit etwa 20 Ariegeoishaltern in Frankreich in Dauerkontakt und fachlichem Austausch.

1. wichtig ist anzumerken, ein Ariegeois ohne zweiten Laufhund ist wenn man es genau nimmt kein vollständiger Hund. Ihm fehlt etwas sehr wichtiges im Leben. Diese Rasse lebt durch ihre Meute mit der sie jagt.

2. Ich hab inzwischen Max, siehe Seite vorher, soweit daß er zur Brauchbarkeit gehen kann.

Trainiert wurde 8x ! a etwa ner 3/4 Stunde.

Kein Witz oder angeben sondern einfach Fakten.

Wichtig und das musste ich lernen ist diese Rasse nur über sanfteste Methoden zu führen, nie Gewalt! kein Zwang, kein Druck.

Ich versuchte es einmal, und er zeigte mir gepflegt den Mittelfinger.

Wichtig auch, wer diese Rasse für die Jagd sich holen will, und nur dafür sollte sie verwendet werden, muss sie "Hasenrein" bekommen und dann kann man jedes Wild spielend aufbauen.

Max ist jetzt 1 Jahr alt und arbeitet eine 300m Kaltfährte 24h Stehzeit einfach mal so aus. Als ob es ihn langweilt.

Dazu braucht es im Grunde nur einen Hund aus guter Zucht und etwas einarbeiten am Anfang mit viel Loben wenn er eine Spur unterwegs annimmt. Dann wird er von sich aus wissen was zu tun ist und es ausführen

Im Gegensatz zu den anderen Bracken die wir in Deutschland kennen arbeitet er viel langsamer und weniger unruhig auf der Fährte, aber er kommt dafür sicher zum Ziel.

Wenn man dann mal keinen Bock mehr hat weil einem der Weg einfach zum Üben zu weit ist, muss man dieses 18kg "Mistvieh"( :klatsch::wall::klatsch: ) auf n Arm nehmen und abtragen. Sonst wird er immer zurückgehen und weitersuchen wollen. Kann bei Regen und Matsch ne nette Tortur werden, insb wenn man im Bergwald arbeitet und mal eben 100 Höhenmeter wieder rauf muss.....

Bei 40°C Hitze und Trockenheit entwickelt diese Rasse ihre besondere Fähigkeit.

Sie arbeitet weiter. Andere Hunde legen sich in den Schatten und versuchen sich zu kühlen, diese Rasse ist dafür bekannt dann noch intensiv zu toben und zu arbeiten ohne dabei zu kollabieren.

Auch findet er dann noch Spuren die z.B. eine TirolerBracke, jagdlich geprüft (ich konnte es testen) nicht mehr findet. Genau für diese Wetterbedingungen wurde sie erschaffen, das muss einem klar sein wenn man diese Rasse sich zur Anschaffung überlegt

Nachdem ich den Jungen jetzt über 7 Monate aktiv auf der Jagd führe und einarbeite, bitte ein Rat an die Tierschützer, der nicht böse gemeint ist sondern dem Hund dienen soll.

Holt diese Rasse, ebenso wie z.B. einen Grand Bleu, nicht einfach blind nach Deutschland so sehr ich den Antrieb hierfür verstehen kann bei den Bedinungen die in Tierheimen dort herschen, sondern schaut ob jemand dieser Rasse etwas bieten kann das ihr entgegen kommt und dann holt sie her.

Ariegeois sind egal aus welcher Linie sie kommen, Vollprofis und Leistungshunde auf der Fährte und der Stöberarbeit. Das Mindeste um sie auszulasten ist Mantrailing oder z.B. Pettrailing

Das Einzige was sie wohl, das ist die Meinung der Franzosen, selten lernen oder nur sehr ungern, Ruhe geben wenn ein Treiben kommt oder sie im Revier ablegen wenn sie auf Jagd eingestellt sind. Das sollte man vergessen. :kaffee:

Für unseren Deutschen Grundgehorsam den wir bei der Brauchbarkeit üblicherweise verlangen, sind sie einfach nicht gezüchtet worden. Zum Glück gibt es in Deutschland noch taugliche Prüfer die begreifen was diese Rasse ist und mehr wert auf jagdliche Eignung legen als auf Gehorsam.

Wer aber einen sehr tauglichen, anhänglichen treuen Begleiter sucht für Stöberarbeit oder Nachsuche, kann nichts falsch machen.

Inzwischen hab ich da Max soweit erstmal fertig ist, ihm einen Grand Bleu de Gascogne Welpen dazugesellt.

Über die Rasse aber weiss ich noch viel zu wenig um mich hierzu äußern zu können.

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