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Hundeforum Der Hund
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Mann verprügelt Hund - und ich konnte mal wieder nichts tun :(

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Ich weiß gar nicht, ob das eine gute Idee ist, das hier zu schreiben, aber es regt mich schon den ganzen Tag furchtbar auf. Vielleicht hilft es ja.

Ich war heute früh mit dem Schnuffi im Wald und auf einem recht engen Wegstück, wo man wegen Sumpf und Wasser auf der einen und dichtestem Unterholz auf der anderen Seite nicht ausweichen kann, kam mir ein Mann um mitte 50, anfang 60 mit einem kleinen Münsterländer an der Leine entgegen. Ich hab meinen kurz genommen, da er nunmal nicht so ein Rüdenfreund ist. Sie fingen an, sich etwas aufzupuschen und anzuprollen, aber alles im Rahmen und nichts dramatisches. Da geht der Typ drei Schritte mit seinem Hund zurück und fängt übelst an, mit der Leine auf ihn einzuprügeln?! Boah! Ich wär dem am liebsten direkt ins Gesicht gesprungen!!

Dann waren wir aneinander vorbei und der Hund bellte kurz darauf nochmal in unsere Richtung - und der fing wieder an zu prügeln! Waaaaaaaah! Da bin ich echt ausgetickt, hab den Schnuffi an den nächsten Baum gebunden und bin dem Typen hinterher und hab ihn in Grund und boden geschrien. Ich hab mich SO zusammengerissen, ihm keine runterzuhauen. Hab ihn echt nicht angefasst, weil ich keine Lust hatte, dass die Bullen dann noch zu MIR kommen, weil ich dem Hund helfen wollte. Und der erklärte mir dann ganz "plausibel", dass das ein Jagdhund wäre, die müsse man verprügeln, sonst würden die ja nie was kapieren. Mann ey.

Was macht man in so Situationen nur? Ich war echt so auf 180, dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Es gab natürlich - wie immer in solchen Situationen - niemanden sonst, der es gesehen hätte. Die Polizei zu rufen erschien mir völlig sinnlos, die haben ja schon nichts gemacht, als mein eigener Hund im Winter halb totgebissen wurde. Ist ja halt "nur" ein Hund. (Die konnten da wohl auch nicht viel machen). Das Ordnungsamt schert sich hier auch nen Sch** um sowas (mit denen hatte ich auch mittlerweile oft genug zu tun, dass ich weiß, wie die da so drauf sind). Und den Typen hab ich hier vorher noch nie gesehen, also ich hab keine Ahnung, wer das ist und wo der wohnt, dass man ihm das Vetamt schicken könnte. Zumal die ja auch nichts machen können, wenn sie nicht direkt sehen, dass der Hund gerade misshandelt wird.

Es ist echt alles so aussichtslos. Ich bin SO sauer und so traurig, dass einem da immer so die Hände gebunden sind. Als ich dann wieder einigermaßen runtergekommen war, kam mir der Gedanke, ich hätte ihm hinterherlaufen sollen und gucken, ob er in ein Auto steigt, dass ich mir das Kennzeichen notieren kann. Da stand nämlich eins im Wald mit einer Hundebox hinten drin, das ich da vorher auch noch nie gesehen habe und hatte mich schon gewundert, warum jemand aus Plön (eher ländliche Gegend) extra nach Kiel fährt, um mit seinem Hund in den Wald zu gehen?! Leider war es da schon zu spät und der Typ war über alle Berge.

Und zu allem Überfluss kam mir um die nächste Ecke dann auch noch eine Frau mit nem kleinen Dobi entgegen, gerade 4 Monate alt - und natürlich sowohl Rute als auch Ohren kupiert. Wo lebe ich hier bloß?! Ich könnte immernoch so an die Decke gehen!!!

Und nun hab ich echt Schiss, dass der Penner Jäger ist und wenn der mich mal aus dem Hinterhalt mit Schnuffi im Visier hat, mal eben meinen Hund erschießt. :( Alles zum kotzen ey!

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...Erlebnisse, die man nicht wirklich braucht. :(

Bring dich selbst nicht noch in Gefahr - oder besser gesagt:euch.

Menschen, die so drauf sind, sind zu wer -weiß -was fähig.

Stell dir mal vor, Schnuffi steht da angebunden am Baum und der Typ geht dir an den Kragen.

Will ich gar nicht drüber nachdenken!

Ja, das KFZ-Kennzeichen wäre genial gewesen...

Aber, vielleicht ist es gar nicht verkehrt, wenigstens mal mit der Polizei zu sprechen.

Ich habe eher die Erfahrung gemacht, die würden gerne was tun,kriegen aber meist von anderer Seite nen Riegel vorgeschoben.

Ich habe schon 2x auf Anraten eines Beamten eine Anzeige erstattet und es würde in einem Fall sogar noch extra ein Team von außerhalb dazugerufen um Fotos zu machen.

Da hatte ein stadtbekanntes Team,Rotti und Neufundländer einer Ärztin hier, mein fahrendes Auto angegriffen und reichlich beschädigt.

Die haben mich richtig bekniet, die Besitzerin anzuzeigen, weil da schon etliche Sachen vorgefallen waren.

Das Verfahren ist von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden, weil der Besitzerin keine Absicht :Oo nachzuweisen war und der Rotti den Wesenstest hatte.

Man kriegt den Blick des Hundes aber nicht aus dem Kopf, nicht?

Machen kannst du sonst ja nichts, aber sollte dann noch mal eine Meldung von jemandem kommen, liegt wenigstens schon mal was vor.

Und mit einer einigermaßen guten Beschreibung von Hund und Halter, kann man dann ja sicher ein Verbindung herstellen.

Zu dem kupierten Dobi fällt mir auch nix ein...das wird anscheinend wieder mehr.

Ich hab hier bei uns auch schon wieder öfter Hunde mit hochgeklebten Ohren gesehen.

Die Leute haben überhaupt kein Unrechtsbewußtsein - geschweige denn Mitgefühl. :(

MEIN Hund - da mit kann ich machen was ICH will!

Wie kann man an einem Lebewesen Eigentum erwerben?

Ach ja - ich vergaß: ist ja nur ne Sache!

Grübel nicht.....

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Sowas ist übel, man kann ja nicht immer mit einem Baseballschläger rumlaufen und solchen Idioten auf die Birne hauen..auch wenn man da ab und an Lust drauf hätte.

Aber nun zu denken das er im Wald auf Dich lauert um Deinen Hund zu erschießen halte ich für arg überzogen!

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das mit dem Jäger ist übel. War bestimmt so ein alter Sack, denn irgendwie hoffe ich, die sterben mal weg.

Wenn die Ohren des Dobis noch geklebt waren, kann man Anzeige erstatten, denn nicht nur das Schneiden, sondern auch die Wundheilung muss im Ausland erfolgen. Das ist meist nicht der Fall.

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@ paige: Nein, die Ohren waren schon abgeheilt. Nix mehr hochgeklebt. Die Frau mit dem Kleinen hatte einen osteuropäischen Akzent. Vllt. hat sie den Hund ja einfach dort irgendwo gekauft.

Und ja, der Typ war so ein richtiger alter Widerling! Mich schüttelts jetzt noch, wenn ich an den denke. Zu Hause steckt er sicher den Hund in den Zwinger und verprügelt Frau und Kinder. Genau so einer war das!

@feeleweele: Ich hab leider schon mehr als genug Erfahrungen mit solchen Spinnern. Einer wollte mal auf meinen angeleinten (!) Hund schießen, als seine Jagdhündin nicht auf einem schmalen Waldweg an ihm vorbei wollte (der hatte er wahrscheinlich auch jegliches Vertrauen in die Menschheit herausgeschlagen). Natürlich hat er dann nichts gemacht, aber hauptsache, sich erstmal wichtig machen. Ich traue diesen Leuten echt alles zu. Naja, nicht nur diesen. Was soll dem denn passieren? Wenn der irgendwo im Wald auf Pirsch ist, ob legal oder nicht (soweit ich weiß hat das Gebiet dort ein anderer Jagdpächter und der ist durchaus nett und hat auch nichts gegen unangeleinte hörende Hunde) und von einem Versteck aus schießt, würde ich nie beweisen können, dass er das war. Nee, bei sowas bin ich wirklich paranoid (und das nicht gerade zu unrecht). Die denken doch, wenn sie ihr Gewehr dabei haben, dürfen sie alles.

@moorteufel: Ich kann den Mann zwar so einigermaßen beschreiben und weiß ja auch, was es für ein Hund war, aber wenn der wirklich aus Plön ist, wird den hier sowieso keiner kennen. Und mit Anzeige gegen Unbekannt ist es ja leider echt so eine Sache. Das ist ja schon schwierig, wenn man als Mensch betroffen ist (Diebstahl o.ä. - auch schon oft genug erlebt), aber dann nehme man noch die allseits bekannte Einstellung zu Tieren dazu und dann kommt wohl leider wirklich gar nichts mehr bei raus. Evtl. werd ich mal beim zuständigen OA in Plön anrufen. Da mach ich mir etwas mehr Hoffnung als in Kiel. Wie gesagt, mit der zuständigen Dame dort hatte ich schon mehrfach zu tun - die interessiert das alles kein bisschen. Das Verfahren gegen den Halter des Hundes, der meinen Schnuffi im Winter halb totgebissen hat, wurde ja auch einfach mal eingestellt, trotz Anzeige bei Polizei und OA und vorhandenem Namen und Adresse des Besitzers.

Es müsste doch eigentlich sowas wie eine Jagdaufsichtsbehörde geben, oder? Vielleicht sollte ich da mal fragen. Ich weiß nun allerdings erstens nicht, ob der Typ wirklich (aktiver) Jäger ist, oder einfach nur ein Idiot, der gerne mit seinem Jagdhund angibt und zweitens, ob das nicht alles genau solche Deppen sind, die solche "Erziehungsmaßnahmen" für normal und richtig halten. Leider ist das (und schlimmeres) auch in der professionellen Jagdhundeausbildung noch immer Gang und Gäbe. Eine ehemalige Freundin von mir ist studierte Försterin und nun auch Jägerin und als wir zum Anfang ihren Studiums noch Kontakt hatten, hat sie mir erzählt, was da so abgeht. Nein danke.

Um mich hab ich mir in dem Moment auch wirklich keine Sorgen gemacht, mit dem wär ich fertig geworden. ;) Ich denke mal, was das angeht, kann ich mich recht gut einschätzen. Man muss wohl in so Situationen einfach nur Psycho genug rüberkommen. Der hatte schon ordentlich Angst vor mir. Und wär der auf mich losgegangen, hätte ich wirklich die Polizei gerufen und dann hätte er was erleben können.

Na mal sehen. Ich denke mal OA Plön und Jagdaufsicht sind zumindest mal zwei Ideen...

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Ja, mach das mal, dann hast du es wenigstens versucht.

Furchtbare Geschichte. Ein Hundeleben kann schrecklich sein, wenn der Arme so einem sadistischen Menschen ausgeliefert ist.

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