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Hundeforum Der Hund
Schnieps

Balltraining/Balljunkie

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Hallo,

habe eine Balljunkiehündin und habe im täglichen Umgang und Spiel schon seeehr viel positive Verhaltensänderung erreicht durch konsequentes Üben.

Jetzt habe ich in einem Trainingsbuch für Treibball von Jan Nijboer gelesen, daß das TB-Training sehr gut für Balljunkies sei (also das Üben von Distanzkontrolle und Steadyness usw.), um ihnen abzugewöhnen, unkontrolliert in das Ballspiel von z.B. Kindern einzugreifen.

Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt oder anderweitig Tipps?

Ich habe das Training noch nicht begonnen.

Danke und Gruß Kersten

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Balljunkies können und müssen beim Treibball-Training vor allem Disziplin am Ball lernen. Wenn man DAS als Ziel nimmt, und nicht in 3 Wochen Turnierreife erlangen möchte, kann das eine schöne Beschäftigung für Hunde aller Rassen sein.

Erfahrungsgemäß haben Hütehunde mehr Spaß daran, aber auch anderen kann man es vermitteln.

Es gibt so genannte Ferkelbälle. Das sind Hartplastikbälle, die für Stressabbau bei Ferkeln eingesetzt werden. Die sind nahezu unkaputtbar. So lange der Hund noch versucht, in die Bälle rein zu beißen, macht es wenig Sinn, ständig die aufblasbaren Gymnastikbälle zu nehmen.

Ferkelbälle müsstest Du mal googeln, die Gymnastikbälle gibt es immer mal bei den Discountern zu absoluten Spottpreisen.

Ein kleines Einführungsseminar macht vielleicht Sinn...

LG Anja

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Hallo Anja,

danke für den Tipp.

Ich habe nicht vor, auf Turniere zu gehen, möchte das Hundi nur gerne beschäftigen und wenn man dazu noch was lernen oder Hundi in Bezug auf Bälle disziplinieren kann, umso besser! Es ist so mühsam, das Hundi im Urlaub oder sonstwo, wo Menschen/Kinder spielen (mit Bällen oder Stöcken), von Dummheiten abzuhalten oder "runterzufahren". :Oo

Kennst du Leute, die im Training mit Balljunkies Erfolg hatten?

Habe eine DSH, dachte auch deshalb, daß ihr TB Spaß bereiten könnte. Nach dem Ferkelball werde ich mich umsehen!

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Hallo Schnieps,

was verstehst Du unter Erfolg?! :)

Es fordert wahnsinnig viel Geduld und Konsequenz mit einem echten Balljunkie beim Treibball zu arbeiten. Aber es lohnt sich. Hilfreich kann es sein wenn Du mit dem Futterdummy o.ä. begleitend arbeitest und dies als Belohnung bzw. Bestätigung fürs richtige Treiben nimmst. So lernt Hund das Treibball richtige Arbeit ist.

lg

Andrea

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Denke, die Geheimwaffe liegt in einer Mischung aus gut sitzendem Abbruchsignal und Ruhe, Ruhe, Ruhe.

Es müsste möglich sein, einem Hund klar zu machen, auf welche Bälle er sein Junkietum projizieren kann und auf welche nicht.

LG Anja

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Ich mache mit meinen Jungs auch treibball.leo ist begeistert dabei,der würde aber auch nie einem kleinen Ball hinterherlaufen :D Julius wird völlig irre,wenn der einen kleinen Ball sieht oder haben darf.

Der sieht nur noch diesen Ball,keine anderen Menschen,Hunde,Tiere u.s.w. Er schnüffelt dann nicht,nimmt Null Notiz von seiner Umwelt.

Er ist auch nicht oder kaum in der Lage einen Befehl auszuüben. Bei ihm ist es wirklich eine Sucht.

Stecke ich den Ball weg,läuft er nur bei Fuß,läßt sich auch durch nichts ablenken.

Julius gehorcht ohne Ball super gut und treibball fand er (denke mal er ist Bordercolli/Holländischer Schäfermix) nicht so prickelnd. 15 Minuten war er dabei,aber nicht sehr lustvoll.

Ich habe mit ihm aufgehört.

Den kleinen Ball habe ich kaum noch dabei,anderen Hunden klaut er z.B. Glück nicht die Bälle.

Hat er keinen Ball und wir sind im Wald unterwegs und er muß auf mich warten,weil ich klöne,dann nervt er(bellt) wegen der Tannenzapfen,die ich werfen soll.

Nehme ihn jetzt immer an die Leine,damit er Ruhe gibt

Wie bekomme ich einen Ballgesteuerten Hund zu einem Hund,der sagen wir mal normal Ball spielen kann,ist der Ball weg,dann ist gut.Leo (Aussie/Bordermix) rennt nie hinter dem Ball her.

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Huhu,

genau das habe ich vor!

Und das es geht, habe ich ja schon selbst gemerkt, wir haben insgesamt ja gute Fortschritte gemacht.

Mit erfolg meine ich:

Kennst du/ihr Leute, die

1. allgemein Balljunkies gut in den Griff bekommen haben

2. speziell mit TB-Training gute Erfolge bei solchen Hunden hatten, was die Kontrolle und die Ruhe angeht?

Mein Ziel ist, daß beim Ballspiel meine Regeln eingehalten werden.....da sind wir schon (fast) immer so weit.

Aber vor allem, daß ich besser auf sie einwirken kann, wenn sie sich hochpuscht, sobald andere Menschen ins Spiel kommen, die etwas haben, was sie nicht hat und unbedingt haben will, z.B. Bälle, Stöcke...

Und ich möchte sie mental und körperlich auslasten und dabei Abwechslung bieten und nicht zuletzt unsere Zusammenarbeit und Beziehung stärken.

LG Kersten

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Ich habe auch einen Balljunkie.

Robby jagd jedoch keine Bälle von spielenden Kindern aus der Ferne.

Es gibt ja diese Wurfhilfen für Bälle. Sobald uns jemand mit so einem DIng entgegen kommt,..muss ich aufpassen....weil dann lauer Robby schon.

Treibball haben wir auch mal versucht. Robby treibt den Ball schön im Kreis,..aber Abrufen ging absulut nicht mehr.

Habe dann erstmal das Abrufen geübt, während er zum Ball hinlief. Er dürfte nicht mehr treiben. Sobald er sich zu mir drehte flog ein anderer Ball.

WIr haben es geschafft das er kurz an den Ball darf und kurz treibt. Nach 10sek. wird er jedoch abgerufen, weil er sich sonst wieder reinsteigert und nicht abrufbar ist.

Leider musste ich das Training aufgeben, da ich hier keinen Garten mehr habe und ich dazu ein eingezäuntes Grundstück bräuchte.

Wünsche dir viel Erfolg

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Hallo kersten,

wie ist sie denn mit Ball??So wie ich Julius beschrieben habe??Wir haben eine Pferdeweide und dort habe ich mir für treibball einen Platz gemacht.Mit Tor und 4 Bällen.Julius macht alles,ich kann ihn auf die Leine schicken,am Ball vorbei ablegen dann ins Tot treiben,ablegen und wieder vorraus.Er kennt links,rechts und Leine.

Julius ist überhaupt nicht verfressen und mit dem Futterdummy bringt das nicht viel.Er bringt ihn mir,Futter ist unwichtig. Leo macht alles für Futter.

Kaum hole ich den kleinen Ball raus(die Moosgummibälle sind sein ein und alles) und er ist wie in Trance.Steht vor mir,der Körper ist so angespannt,eine Pfote hoch,er guckt starr in die Augen und wartet,dass ich werfe.

Packe ich den Ball weg,dann macht er nichts mehr,himmelt meine Jackentasche an und würde mich den Rest des Tages anhimmeln.

Ich kann nicht normal mit ihm spielen,dass nervt mich.Wie machst du das denn??

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Hallo "Pepone",

Also Alischa war am Anfang auch so schlimm wie dein Julius. Ich wurde fast in die Hand gebissen vor lauter Gier nach dem Ball und angerempelt, Selbstbedienungsversuche aus der Jackentasche. Auch das Abnehmen des Balls war problematisch. Ebenso Stöcke, die versuchte sie , mir aus der Hand zu reißen, immer die Zähne ganz nahe an der Hand....

Als sie fest bei mir war, hat sie gelernt, daß Ballspielen zum tgl. Programm gehört. Wir haben das Apportieren und Auslassen des Balls geübt und ich habe ein Abbruchsignal eingeführt. Wenn der Ball in meiner Tasche verschwindet, sage ich "Schluß", dann weiß sie ,jetzt ist das Spiel beendet. Am Anfang hat sie dann auch noch genervt wie deiner, ich bin aber konsequent geblieben und sie hat das schnell kapiert. Manchmal sucht sie sich dann einen Stock als Ersatz, aber ich gehe dann nicht auf ihr Spiel ein.

Inzwischen bringt sie den Ball zuverlässig fast wie eine Hantel (Ausnahmen gibts immer wieder :D ), läßt ihn auch bei Zerrspielen immer besser aus ( d.h. nach 2x "Aus" z.B. nicht erst nach 4x, wir üben weiter) und kann im "Fuß" sitzen bleiben, wenn ich ihn werfe und erst auf Aufforderung bringen.

Das war vor 1 Jahr noch undenkbar.

Auch selbstbewußte ältere Kinder können mit ihr inzwischen Ball spielen.

Ach ja, sie bekommt den Ball fast nie umsonst, d.h. wir machen kleinere und größere Übungseinheiten Unterordnung bevor das spiel beginnt.

Ich muß auch dazu sagen, daß ich sie SchH3 ausgebildet bekommen habe und das die Triebigkeit auf den Ball bewußt gelebt wurde, um es als Motivation zu nützen.

Inzwischen apportiert sie auch den Schutzärmel zum Helfer zurück mit der "Bitte": "Anziehen!Weitermachen!" :klatsch::klatsch::klatsch:

Lg Kersten

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