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Hundeforum Der Hund
Hova

An die Auswanderer unter euch ...

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Hallo zusammen

Mir ist aufgefallen, dass es unter den Foris einige gibt, die in fremden Länder wohnen und es würde mich interessieren, warum ihr ausgewandert seid. Wie hat es mit der Integration, der Sprache und der Suche nach einem Job geklappt?

Ich würde auch gerne mal auswandern, mein Beruf (Übersetzerin) bietet sich dazu gewissermassen auch an und ich finde es immer total interessant, Geschichten von Auswanderern zu hören :) .

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(bearbeitet)

Hi, (schon mal vorab ein großes sorry für den langen Bericht)

ausgewandert sind wir in erster Linie wegen den Arbeitsmöglichkeiten. Peter ist über 50 und da kann sich jeder, der realistisch ist, ausrechnen wie groß seine Berufschancen in Deutschland sind. Für mich hat sich die Frage nach Ausland sogar schon im ersten Studium gestellt, da allerdings erst noch als Auslandssemester, wurde aber nix draus. Nach meinem zweiten Studium stand ich dann auf der Straße und dauerhaft als Putze arbeiten wollte ich auch nicht. Naja zu Hartz IV muss ich wohl nix sagen *augenroll*, war für mich nie ein erstrebenswertes Ziel und die Schlachten mit den diversen Ämtern hatten wir schnell satt.

Für uns war klar, dass wieviele TV-Auswanderer es machen, es nicht unser Weg ist. Es mußte erst ein Job her und dann das Auswandern.

Die Länderauswahl war für uns nicht so riesig, da wir fremdsprachenmäßig nicht unbedingt für jedes Land geeignet sind. Da Sprache aber für Integration und Wohlfühlen entscheidend sind, kamen eigentlich nur Schweiz oder Österreich, naja zur Not noch Niederlande, in Frage.

Die Jobsuche war irgendwie cool. Jeder kennt die "tolle" Arbeit von Arbeitsamt und ARGE (ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Mitarbeiter, die wir bis dahin kennengelernt haben - sowohl in meinem Job als auch privat - waren nett gesagt naja arbeitsscheu bzw. hatten wenig Einsatzbereitschaft). Die Mitarbeiterin des Arbeitsamtes Unna verwies uns nach Dortmund an die Zentrale Auslandsvermittlung (ZAV) und unterstützte uns bei allen Formalitäten - die erste Überraschung. Die Leute von der ZAV arbeiteten fix und waren auch super hilfsbereit - die zweite Überraschung. Die ersten seriösen Jobangebote (es waren übrigens alle seriös!) kamen nach wenigen Tagen schon zu uns - Überraschungen drei und vier. Tja und dann ging alles fix. Innerhalb von 2 Wochen fanden Vorstellungsgespräche und Arbeitsstelle statt. Die nächsten Aufregungen beim Arbeitsamt wegen Antragsstellen waren dann ärgerlich und lustig zu gleich.

Schwer waren dann 6 Wochen, wo Peter schon in der Schweiz und ich alleine noch in Deutschland mit allem Organisatorischen war. GsD hatten wir die Tiere schon alle durchimpfen lassen - denn klar war für uns, entweder alle oder keiner. Ohne Auto hätte ich mit damals 5 Katzen echt auf dem Schlauch gestanden, aber so gings. Da es auch nicht mein erster Umzug war und wir eh ein Umzugsunternehmen hatten, war die meiste Arbeit das Ausmisten - mich grusels immernoch, wenn ich dran denke. Hektisch wurde es nur am Einreisetag, da wir ja im Zollamt vorbei mußten hatten wir ja auch Zeitdruck. Eigentlich war alles gut geplant, wenn auf den letzten Kilometern kein Stau gewesen wäre, aber wir haben es in den letzten 5 Minuten geschafft, ins Zollamt rein, Papiere vorgelegt und wieder raus.

Integration hier im Ort war einfacher als befürchtet. Lag aber auch zum Teil daran, dass wir uns vorher darüber im Klaren waren, dass wir Ausländer sind, gerade im Dorf von jedem beobachtet werden würden und die Leute erstmal von weitem schauen - also wir auf die Leute zugehen müssen und nicht anders rum, wir wollen ja schließlich was von ihnen. Aber war alles nicht so wild. Offizieller Einzug war zum Chilbi (Dorffest), der Bierstand genau vor der Haustür - was will man mehr um Leute kennenzulernen.

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Oh ja das interessiert mich auch :klatsch:

Das ist etwas, was mir schon seit ewigen Zeiten im Hinterkopf rumschwirrt, meinem Mann auch.

Unser Traum wäre Kanada, und da dann eine Pferderanch *träum*

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@ cookie

Ich ziehe meinen Hut vor euch. :respekt:

mfg Martin :)

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@Martin

Danke aber nicht wirklich nötig.

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Hallo!

Ich bin ebenfalls vor ca. 5 Jahren in die Schweiz gezogen. Durch die deutsche Sprache kam es mir gar nicht wie "auswandern" vor.

Ich bin aus geschäftlichen Gründen hierher gezogen und habe die ersten Jahre noch meine Wohnung in Deutschland behalten. Obwohl ich vorher einige Vorurteile hatte, hat es mir hier schon nach ganz kurzer Zeit super gut gefallen!

Ich wollte ursprünglich mal meine Ausbildung (zur Fremdsprachenkorrespondentin) in Spanien machen, aber das hat nicht geklappt, weil zu wenig Teilnehmer zusammen kamen. Dadurch, dass ich gleich intensivst ins Arbeitsleben gestolpert bin, waren dann keine langen Auslandsaufenthalte mehr möglich.

Die Schweiz ist wundervoll, traumhaft schön. Zürich eine Weltstadt und doch ein Dorf. Und wo hat man schon in mitten in der Stadt einen riesen See und die schneebedeckten Berge im Hintergrund ;) .

Nun werde ich wohl hier bleiben... Ich komme - trotz mancher Vorurteile gegenüber Deutschen (die ich teilweise auch nachvollziehen kann - sehr gut mit den Menschen hier zurecht. Wie man in den Wald hineinruft...

Die Sprache stellt ja hier kein Hindernis dar und ich liebe Schweitzerdeutsch! Im Kaffee bestellt man eine "Schale" = Milchkaffee, in der Kneipe eine "Stange"= ein Pils. Und eine grosse Unordnung ist ein "riesen Puff" ;-))).

Ich finde es auf jeden Fall spannend und ein Bereicherung. Sicher sollte man alles in Ruhe planen, aber man muss auch mal was wagen!

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Auch :respekt:

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Oh ja das interessiert mich auch :klatsch:

Das ist etwas, was mir schon seit ewigen Zeiten im Hinterkopf rumschwirrt, meinem Mann auch.

Unser Traum wäre Kanada, und da dann eine Pferderanch *träum*
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=42969&goto=814193

Meiner auch :D

Meine Tante ist mit ihrem Mann u. einen von zwei Söhnen nach Kanada ausgewandert, vor 2 1/2 Jahren. Sie hatten das damals über eine Fa gemacht, die sich auf sowas spezialisiert. Das ganze hat über ein Jahr gedauert, Sprache lernen, Arbeit und Wohnung finden. In dem Jahr waren sie 2x in Kanada um sich alles anzusehen. Sie mußten ein gewisses Kapital mitbringen, Arbeit und Wohnung vorweisen und einen Test in der Sprache ablegen. War alles gut durchdacht....

Aber sie bereuen was......das sie das ganze nicht schon viel früher gemacht haben. Wenns nach meiner Tante ging (wir zwei sind wie Schwestern) würde sie uns sofort alles bezahlen, hauptsache wir kommen nach. Denen gehts super gut, sie verdienen sehr gut, alle sind nett.

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Ich zieh' auch den Hut vor jedem Auswanderer :)

Naja zu den MEISTEN TV-Auswanderern muss man nicht viel zu sagen... aber die Reimanns haben es richtig gemacht, zumindest guck' ich die Folgen mit denen recht gerne.

Mein Traum wäre Neuseeland (ja, wenn weg, dann richtig :D) und ne Pferderanch... tjaja wird wohl immer ein Traum bleiben...

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Hey,

hier sind ja noch ein paar die von einer Pferderanch träumen :-)

Ich hätte gerne eine in Montana, aber Kanada und Neuseeland sind auch super.

Vielleicht sollten wir uns zusammen tun? :D

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