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Hundeforum Der Hund
N.adine

Schlechtes Gewissen ...

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Kennt das jemand?

Vor 6 Tagen musste ich Curly erlösen lassen. Der Tierarzt war bei mir zu Hause und Curly konnte in gewohnter Umgebung ihre Reise antreten.

Im Wohnzimmer ist sie über die Regenbogenbrücke gegangen.

Ich kann hier im Wohnzimmer einfach nichts machen, ich kann nicht saugen, ich will den Tisch nicht abwischen, auf dem sie gelegen hat, ich kann einfach nichts, weil ich sonst schlechte Gedanken kriege.

Ich denke, ich würde das, was hier noch ist von ihr (z.B. einzelne Haare) einfach so wegmachen.

Kann ich nur sehr schwer beschreiben.

Zudem habe ich seit 1 Woche so gut wie nichts mehr gegessen, ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, etwas zu essen....

Wer hat Erfahrungen?

Vielen Dank im Voraus

Nadine

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Ich kenne das ganz genau. man hat ein schlechtes Gewissen weil die Welt sich weiterdreht, und genau das will man nicht. Man will alles anhalten. Loslassen fühlt sich an wie ein Verrat.

Ich habe die Haare von dem Bettlaken gekratzt und aufgehoben.

Da hilft nur Zeit

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Hi,

ich kenne das zu gut. Mein erster Hund ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen.

Normalerweise war er tagsüber immer unten bei meinen Eltern. Aber an diesem Tag ist er zu uns nach oben gelaufen.

Vielleicht weil er was gemerkt hat und mich suchen wollte. Ich weiss es nicht.

Als die Feuerwehr die Wohnung freigegeben hat damit ich noch schauen kann ob irgendetwas an Wertgegenständen zu retten ist, konnte ich das nicht. Es war mir sch....egal ohne irgendwas da zu stehen. Die Mitarbeiter des Abrissunternehmens die die Überreste des Hauses nachher abgerissen haben, haben diverse Sachen für mich gesammelt die sie aus der Wohnung holen konnten. Ich habe alles verschenkt.

Auch heute nach 10 Jahren kann ich nicht an meinen Hund denken ohne zu weinen. Fotos angucken geht gar nicht. Der Schmerz bleibt immer, aber irgendwann hält man ihn aus.

Traurige Grüße

Andrea

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Hallo,

ich hab zwar noch nie einen Hund gehen lassen müssen aber ich kann dich sehr gut verstehen und kann auch gut nachvollziehen wie es dir geht.

Laß dir Zeit, du hast bestimmt das richtige getan und deinem Hund den größten Liebesdienst gegeben, den man einem Tier geben kann.

Schau dir bitte dieses Video an, vielleicht hilft dir es ja ein wenig http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html

Deiner Fellnase wünsche ich eine gute Reise, dort wo er nun ist geht es ihm bestimmt wieder gut und er würde es nicht wollen, das du so leidest. :knuddel :knuddel

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Mir ging es nach Amun´s Tod genauso wie Dir. Es ist jetzt 2,5 Monate her.

Nichts gegessen, kaum geschlafen, unter Tränen wieder aufgewacht. Ich konnte die Wohnung tagelang nicht saugen, aus dem gleichen Grund wie Du. Mein Freund hat das dann irgendwann gemacht. Die ersten Nächte schliefen wir im Wohnzimmer auf Matratzen, so wie die letzten Nächte die er noch bei uns war. Der Garten sah aus als würde er jeden Moment zurück kommen, seine Spielsachen überall verteilt. Die Decke, mit der ich ihn die letzten Nächte zugedeckt hatte nahm ich mit ins Bett.

Mein Freund ergriff die Initiative in jeder Hinsicht, Umzug wieder ins Schlafzimmer in unser Bett, das Staubsaugen, und gemeinsam seine Spielsachen und alles zusammen zuräumen. Alles haben wir fein säuberlich in eine große Futterbox von früher gelegt, sortiert und dabei jeden Gegenstand nochmal lange angeschaut, Kuscheltiere umarmt und viel geweint.

Bei der Einäscherung, eine Woche nach seinem Tod waren wir dabei, konnten ihn nochmal sehen. Sehr schlimm empfanden wir auch die Zeit, bis wir seine Urne bekamen. Seit er "wieder da ist" geht es uns etwas besser.

Wir sprechen jeden Tag von und über ihn, hören Lieder, die uns an Früher erinnern. Wenn ich Bilder von ihm sehe ( außer die, die immer schon aufgestellt waren) breche ich in Tränen aus. Wir haben so viele Fotos und Videos, aber es ist noch zu früh, ich kann es noch nicht.

Fühl Dich unbekannterweise gedrückt. Ich hoffe dass es Dir bald ein bißchen besser geht .

Der letzte Gang

Bin ich einst gebrechlich und schwach

Und quälende Pein hält mich wach

Was du dann tun musst - tu es allein,

Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl,

Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,

muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voller Glück.

Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,

Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.

Und halte mich fest und red mir gut zu,

bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen,

es war deine Liebe, die du mir erwiesen,

Vertrauender Laut ein letztes Mal -

Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist

- der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint,

Es soll nicht sein, dass dein Herz um mich weint.

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Hallo Nadine,

komm' ich drück dich mal ganz lieb. :knuddel

Ich kann dich gut verstehen, weil wir Ende July unseren Lucky gehen lassen mussten und ja, ich habe auch wie du gedacht.

Jetzt noch mal saugen und noch einmal wischen und bald ist nicht mehr viel von ihm da ..., aber es ist ja Gott sei Dank so, dass die Erinnerungen an unsere Hunde ganz tief in unserem Herzen aufbewahrt sind und da bleiben sie auch immer.

Bewahre dir irgendein Teil von Curly auf, was Curly gern gehabt hat und halte es bei dir.

Du darfst dich aber nicht selber so dermaßen quälen, dass du aufhörst zu essen. :(

Trauern ist gut und richtig, aber versuche auch einen Weg zu finden, um loszulassen und dafür wünsche ich dir viel viel Kraft. :knuddel

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Ich kann dich so gut verstehen. Man möchte alles behalten, was an den gegangenen Hund erinnert, auf diese Weise möchte man ihn festhalten.

Alles, was an ihn erinnert und was man betrachtet, tut so unendlich weh. Man sitzt nur da und weint, das Leben scheint keinen Sinn mehr zu machen.

Erst, als wir wieder ein Hundebaby umsorgen durften, wurde das Gefühl besser und der Abschiedsschmerz erträglicher - man wird gebraucht und kann seine Liebe wieder einem Tier zuteil werden lassen.

Allerdings - der Hund im Regenbogenland bleibt für immer im Herzen.

Alles Liebe,

Anja

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Hallo Nadine,

ich drück dich auch ganz lieb!

Ich versteh dich auch voll und ganz. Ich mußte meinen Crissi am Dienstagabend bei uns zu Hause gehen lassen, allein der Gedanke daran treibt mir schon wieder Tränen in die Augen. Mir geht es genauso wie dir, ich kann in unserer Wohnung auch nichts wegräumen, geschweige denn sauber machen. Überall liegt noch irgendwas von ihm rum, auch wenns eine Sabberspur von der Küche bis ins Wohnzimmer ist....er fehlt mir so. Ich hab auch ein schlechtes Gewissen ob die Entscheidung die ich getroffe habe, die richtige war und die Frage wird mich auch noch lange beschäftigen. In mir ist grade eine totale Leere. Ich hoffe nur, das es ihm gut geht. Die beiden werden wohl grade über die Regenbogenwiese laufen und wie verrückt miteinander spielen....

Ganz liebe Grüße

Beate

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