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Hundeforum Der Hund
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Gehorsam kontra Instinkt

Empfohlene Beiträge

Hi,

Peter und ich haben uns heute morgen auf dem Weg mit Sammy drüber unterhalten.

Ist es möglich beides unter einen Hut zu bekommen? Absoluten Gehorsam und trotzdem noch Instinkt für die Situationen incl. passender Reaktion?

Beispiel zum Teil abgeleitet aus Beiträgen hier im Forum - also rein fiktiv:

Hund soll in der Fußgängerzone an einer bestimmten Stelle liegen bleiben und ihr entfernt euch. Nun klaut euch einer die Handtasche und ihr ruft um Hilfe (aber ihr gebt nicht das Auflöskommando sondern wirklich "Hilfe"). Der absolute Gehorsam würde ja nun vom Hund erwarten, sich nicht von der Stelle zu rühren. Zumindest bei Sammy wäre der Instinkt, zu uns zu laufen und zu schützen.

Wie ist eure Einschätzung - auch bitte gerne von den Trainern hier auf dem Board ;) ?

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Eine sehr interessante Frage, rein aus dem Bauchgefühl würde ich mal bei 95 % aller

Hunde auf Instinkt tippen.

Wenn bei einem Hund Gehorsam vor Instink kommt, dann muss er aber schon sehr, sehr, sehr

gut im Gehorsam stehen.

Ein Beispiel nanntest Du mit der Handtasche, aber ich denke da eher an einen Sprung

über eine Klippe (okay etwas drastisch ;) ) aber welcher Hund würde wirklich springen...

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Hi,

Ist es möglich beides unter einen Hut zu bekommen? Absoluten Gehorsam und trotzdem noch Instinkt für die Situationen incl. passender Reaktion?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=43092&goto=816853

Meiner Meinung nach geht das nicht zusammen, denn absoluter Gehorsam heisst ja, dass der Hund wirklich nur wie programmiert "funktioniert". Ich wage aber zu bezweifeln, ob absoluter Gehorsam in der Art überhaupt erreichbar ist - wenn ja, dann nur bei einer verschwinden kleinen Anzahl von Hunden. Ich habe jedenfalls noch nie einen absolut immer 100% gehorsamen Hund getroffen....

Für mich stellt sich eher die Frage, wie weit man es mit dem Gehorsam bringen kann, und das ist bis zu einem gewissen Grad auch rasseabhängig. Hunde, die über Generationen auf selbständiges Arbeiten gezüchtet wurden werden immer viel mehr intelligenten Ungehorsam zeigen als solche, bei denen es wichtig war, dass sie sehr gehorsam sind.

Faszinierend finde ich Rassen, die beides vereinen sollten, das ist fast so etwas wie die Quadratur des Kreises. Die zwar zur engen Zusammenarbeit bereit und fähig sind, aber trotzdem immer wieder überzeugt werden wollen und eben auch mal ihre eigenen Entscheidungen treffen - manchmal in Momenten, die UNS unpassend vorkommen. Die gelten dann oft als stur, oder dumm, weil es einfach länger dauert sie auszubilden.

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Huhu,

es geht schon, einem Hund nahezu perfekten Gehorsam beizubringen, ihn aber parallel dennoch permanent denken und auch handlen zu lassen.

Das klingt nach der Quadratur des Kreises, ist für mich auch persönlich die Königsdisziplin.

Es gehören einige Ausbildungsbereiche in die Kathegorie intelligenter Ungehorsam, wozu z.B. Rettungshundeausbildung und Blindenführhundeausbildung, sowie andere Servicehundeausbildungen gehören.

Hunde, die zu intelligentem Ungehorsam neben nahezu perfektem Gehorsam in der Lage sind, müssen meines Erachtens nach ein sehr starkes Wesen haben, um in der entsprechenden Situation in der Lage zu sein, das richtige zu entscheiden.

LG Anja

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Das wird dann gehen , wenn du KEIN absolutes Kommando nutzt. Also "Platz" da hat er zu liegen, egal, was kommt. Aber "Steh" z.B. könntest du so konditionieren, das er es selber aufheben darf. Nur , wenn du dann mit dem Hund Unterwegs bist mußt du schon auch das passende Kommando erteilen ;)

Bei sichtigen Katzen, wäre es wohl "Platz". Nachts im dunklem eher "steh" ;)

Gruß Iris

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Also meine Hunde müssen nicht absolut gehorchen. Wenn ich sie zum Bsp. ablege, wenn ein Jogger kommt und der Jogger kommt zu nah, dann dürfen sie selber entscheiden aufzustehen und sich zu entfernen, das natürlich auch bei Hunden oder so. Oder der Hund liegt auf dem Hundeplatz und ich unterhalte mich, er darf aber aufstehen um zu trinken, sich zu kratzen oder wenn es ihm einfach zu eng wird. Ich finde es sehr wichtig, das Hunde noch entscheiden und denken dürfen, vor allem, wenn es um Instinkte geht.

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Hi,

sorry ich muss dieses Uralt-Thema von mir mal wieder aufgreifen, ging vorher bei mir einfach unter - finde die Thematik aber nach wievor spannend.

@chubais

Das ist aber nicht genau das, was ich gemeint habe. Wir haben bei Sammy ja auch mit absoluten und anderen Kommandos gearbeitet. Aber mir ging es jetzt wirklich um die Situationen, in denen ich ein absolutes Kommando gegeben habe.

@DieDiva

Sehe ich identisch, trotzdem gibt es Momente für mich, in denen ich dem Hund keinen Entscheidungsspielraum einräumen möchte und in denen dann ein absolutes Kommando von mir kommt.

@all

Welche Vorraussetzungen sowohl vom Hund als auch vom Hundehalter müssen für den intelligenten Ungehorsam vorhanden sein, außer den von mezzo und Bärenkind genannten?

Gibt es Unterschiede in der Grunderziehung (mehr Belohnung des positiven Verhaltens und mehr Ignorieren des unerwünschten z.B.)?

Kann die Erwartungshaltung den Hund auch überfordern, wenn ja wann?

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Ich weiß, war halt mein Gedanke dazu.

Hätte ich noch einige...

Nimm doch mal ein anderes Beispiel ;) Du gibst ein absolutes Platz neben einem Gebäude. in dem Explodiert etwas, oder es brennt, oder Erdbeben... Meinst dein Hund bleibt da liegen? Warum sollte er dann liegen bleiben, wenn er mit bekommt du bist in Not? Vorausgesetzt er schützt dich.

Ich denke meine Windige wird mich nicht schützen (bei attacken von Menschen), es ist ihr nicht in die wiege gelegt. Die würde wohl zugucken...

Aber interessantes Thema insbesondere weil es ja Mode ist, das Hund nicht zu schützen haben ;)

Gruß Iris

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Naja ist ja schon ein Unterschied, ob das Leben vom Hund direkt bedroht ist oder "nur" das vom Hundehalter. Es macht ja auch nicht jeder Hund, dass er den Halter vor Notsituationen wie Erdbeben warnt

Jo leider ist das inzwischen ein absolutes Tabu in vielen Gesellschaften. Für mich geht da die ursprüngliche Aufgabe des Hundes zu sehr flöten.

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Also ich kenn das von meinem alten Hund.

Wenn ich mal Sitz! oder Platz! gesagt habe, dann blieb er auch sitzen oder liegen, bis ich ihn gerufen habe.

Doch einmal waren wir mit einer Freundin unterwegs und ich habe meinem Hund das Kommando Platz! gegeben und bin weitergegangen, um ihn von der ferne zu rufen.

Er stand auch nicht auf wenn ein Hund kam oder so, er hat immer gewartet.

Doch an dem Tag kamen uns 2 betrunkene Männer entgegen und versperrten uns den Weg.

Als sie dann noch auf uns zu kamen und uns bedrängten sprang mein Hund auf und kam angelaufen, knurrend und bellend...

Ich denke mal Hunde haben so ein Gespür für die Situationen in denen sie ein Kommando mal selber aufheben können, was aber nicht bedeuten muss das sie das Komando dann ständig selber aufheben ;)

LG

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