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Hundeforum Der Hund
hugoli

Tumor im Darmtrakt

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Hallo, ich bin neu in der Hundewelt und im Moment total verzweifelt. Meine Schäferhündin "MERCI" ist am 11.11.09 abends beim Tierarzt verstorben.

Die Geschichte ging vor 3 Jahren los, als wir von der Stadt aufs Land zogen. Jemand fragte mich, willst du diesen Hund kaufen, ich kann mit ihr nichts anfangen. Ich sagte ja, denn ich hatte mich sofort verliebt in diesen Wildfang. Sie kam aus der Stadt (Neubauwohnung) und hatte es nicht gut. Am Anfang war sie sehr ängstlich und es dauerte lange, bis sie vertrauen zu uns hatte. Nach ca. einen Jahr mussten wir sie operieren lassen, sie hatte eine vereiterte Gebährmutter. Die OP verlief gut und schon bald war sie wieder wohl auf. Wir waren immer sehr gut zu ihr und liebten sie über Alles.

Dann ging es los, vor 5 Wochen merkten wir, dass sie Probleme mit dem Verdauen hatte. Sie erbrach manchmal, was sich dann wieder legte und es ging ihr wieder prächtig. Plötzlich ging das mit den erbrechen wieder los und wir gingen zum Tierarzt. Er gab ihr Spitzen, da er einen Virus vermutete. Später, als es nicht besser wurde, röntge man sie und nahm Blut. Der Befund, alles i.O.

Der Zustand verschlechterte sich immer mehr. Sie hatte fürchterliches Magenbrummen und musste ständig aufstoßen. Sie fraß und erbrach es gleich wieder. Nachts war sie sehr unruhig, sie konnte nicht schlafen. Wir nahmen sie mit ins Schlafzimmer, da ging es einigermaßen. Ich denke, sie wollte nicht allein sein.

Wir gingen wieder zum Tierarzt und er war ratlos. Er sagte, er wolle sie aufmachen. Ich war verzweifelt und ging zu einen anderen Tierarzt. Dieser vertrat die gleiche Meinung wie mein Tierarzt. Schließlich beschlossen wir, dem Rat zu folgen. An diesen Tag, hatte ich schon eine Vorahnung. Ich hab mich am Nachmittag neben sie gelegt und sie lange gestreichelt. Mir war da schon bewusst, dass war der Abschied.

Beim Arzt wurde sie nochmal geröntgt, Kontrastmittel usw. Man sah auf dem Bildern, dass alles im Magen blieb. Es blieb nichts anderes übrig, sie musste operiert werden. Nach kurzer Zeit rief man mich in den OP. Der Arzt zeigte mir einen Faust großen Tumor, welcher den gesamten Darmtrakt abschnürte. Der Tumor war nicht zu entfernen. Ich musste die Entscheidung treffen wovor ich mich immer fürchtete. Der Arzt lies sie in der Narkose einschlafen. Ich fühle mich schlecht und schuldig. Hätte ich irgend etwas anders machen sollen. Sie fehlt uns so, sie war unser Sonnenschein.

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Mensch, das tut mir so unendlich leid. Du brauchst dir mit Sicherheit keine Gedanken oder Vorwürfe machen. Du hättest nichts anderes machen können. Du hast alles getan, bist zu verschiedenen Tierärzten gegangen und hast versucht, deiner Maus zu helfen. Und du hast ihr schon vorher geholfen, indem du ihr noch ein so schönes, liebevolles zu Hause gegeben hast.

Indem du sie hast gehen lassen, hast du ihr den größten Liebesbeweis gegeben, den es gibt. Jetzt, hinter der Regenbogenbrücke, geht es ihr wieder richtig gut. Dort kann sie mit ihren Freunden ohne Schmerzen über die Wiese toben. Und sie wird nie weg sein, denn in deinem Herzen wird sie immer weiterleben. Und ich bin mir sicher, daß deine Maus jetzt von oben herab guckt und dir unendlich dankbar ist, daß du sie von den Qualen erlöst hast.

Ich wünsche deiner Maus eine gute Reise über die Regenbogenbrücke.

Laß dich ganz lieb drücken. :kuss:

Liebe Grüße.

Steffi

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Danke für die liebevolle Antwort. Es tut trotzdem sehr weh, alles erinnert an sie. Bin mir nicht sicher, ob ich noch einmal einen Hund möchte. Werde wahrscheinlich nie wieder so lieben können.

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Natürlich tut das weh. Das weiß ich. Aber in einem Herzen ist nicht nur Platz für einen Hund. Denn ein Herz hat ganz viel Liebe und ganz viel Platz. Und ich bin mir sicher, daß es deine Maus freuen würde, wenn ein Freund von ihr, dem es auch nicht gut geht, auch an deiner Liebe teihaben kann.

Aber du mußt ja nichts überstürzen. Nimm dir die Zeit zum Trauern, die du brauchst. Das ist ganz, ganz wichtig. Geh vielleicht in ein Tierheim, wenn dir danach ist, um dort mit den Hunden spazieren zu gehen. Denn in dir wird eine riesengroße Leere sein. Und ich bin mir sicher, irgendwann triffst du wieder einen Hund, wenn die Zeit da ist, in den du dich wieder auf den ersten Blick verliebst. Das kann in einer Woche, in einem Monat oder auch in einem Jahr sein.

Nur bitte bekomm nicht das Gefühl, daß du deine Maus dann "ersetzt". Denn ersetzen kann KEIN anderer Hund deine Maus. Denn sie wird immer einen Platz in deinem Herzen und deine Liebe haben. Aber es ist ein neues Familienmitglied, mit einem ganz eigenen Charakter und Wesen. Dann sind sie zu zweit in deinem Herzen.

Aber noch einmal: Es ist ganz, ganz wichtig, daß du dir die Zeit zum Trauern nimmst, die du brauchst.

Ich drücke dich. :knuddel

Mitfühlende und verstehende Grüße.

Steffi :kuss:

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Die Entscheidung über Leben oder Tod treffen zu müssen steht uns nach meiner Ansicht eigentlich nicht zu, aber Du hast Dich richtig entschieden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Schuldgefühle lange bleiben, sie sind auch ein Zeichen dafür, dass man sich diese ungeheuerliche Entscheidung nicht leicht gemacht hat.

Irgendwann habe ich mir verziehen, nur das hat mir geholfen, nicht die Worte der Anderen, dass ich alles richtig gemacht habe.

Der Anlass ist zwar traurig, durch den Du den Weg in dieses Forum gefunden hast. Die Menschen hier werden Dir aber helfen.

Sei willkommen.

Lieben gruß

Regina

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Der Arzt lies sie in der Narkose einschlafen. Ich fühle mich schlecht und schuldig. Hätte ich irgend etwas anders machen sollen. Sie fehlt uns so, sie war unser Sonnenschein.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=44221&goto=840880

Ich hatte von einige Zeit was ähnliches: eien Quicklebendigen Hund zum Tierazt - der stellte einen inoperablen Tumor fest: Lebenserwartung wenige Stunden.

Musste auch eingeschläfert werden.

Nein ich fühlte micht nicht irgentwie schuldig.. ja, traurig! aber auch erleichtert das das Tier nicht elend sterben/ leiden musste.

Hier haben es Hunde besser als Menschen!

Wer als Mensch was länger lebt wird so was mehrfach erleben - es war nicht der erste Hund der eingeschläfert wurde. Alle Hündinenn die Meine Eltern und ich hatten starben an Krebs. alle wurden eingeschläfert, alle mussten nicht leiden, alle auf dem Grundstück begraben.

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Ich musste vor einigen Wochen auch eine solche Entscheidung treffen....

Schuldig habe ich mich nicht gefühlt. Ich konnte sie erlösen, anstatt sie leiden zu lassen.

Du hast Deinem Hund einen letzten Liebesdienst erwiesen. Du warst starkt, dafür hast Du ihr Schmerzen und Leid erspart. Sie konnte friedlich gehen.

Lass sie los, es geht ihr nun gut.

Eine gute Reise über die Regenbogenbrücke!

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Hallo,

mein Beileid, das ist so traurig!

Ich finde du hast alles richtig gemacht. Ihr Leben war sicher zu kurz, aber bei euch hatte sie es so gut! Und die Entscheidung sie gehen zu lassen, war auch richtig. Falsch wäre es gewesen, sie aus egoistischen Gründen noch halten zu wollen, obwohl sie Schmerzen litt und nicht mehr fressen konnte. Diesen gnädigen Tod warst du ihr schuldig!

Mach dir bitte keine Vorwürfe....warum auch?? Krebs ist Krebs, da ist man machtlos!

Ich habe nicht ganz ein Jahr nach dem Tod meines ersten Hundes wieder einen Hund bekommen, hat sich so ergeben und heute bin ich so froh darüber, obwohl ich meinen ersten Hund teilweise immer noch vermisse und viel an ihn denke. Du wirst für dich wissen, wann du soweit bist, wieder einem Hund ein schönes zuhause zu geben!

:kuss: LG Kersten

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