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Hundeforum Der Hund
Conny_HH

Unser erstes Treffen mit der Hundetrainerin

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Wir waren zusammen spazieren, sie hat einen ihrer Hunde dabei gehabt, um zu sehen, wie Tyson auf andere Hunde reagiert.

Wir haben viel geredet, sie hat viele Fragen an mich, zu meinem Hund und uns als Team gestellt und viel beobachtet.

Sie hat zb gefragt, wann ich das erste Mal Probleme mit seinem aggressiven Verhalten hatte etc.

Dann sagte sie mir, dass es momentan noch nicht realistisch ist, an diesem Problem zu arbeiten bzw dass ich mir die Arbeit in Etappen vorstellen soll und das es als erstes einmal wichtig ist, dass Tyson mich wirklich als seinen "Führer" ansehen muss, was er im Moment nicht zu 100% tut. Er respektiert mich nicht richtig, sonst würde er Kommandos, die er sicher kennt, befolgen oder erst beim 3., 4. Rufen kommen, mich nicht anspringen, mir vertrauen, dass ich heikle Situationen wie unangenehme Hundebegegnungen kläre, statt sich selbst drum zu kümmern.

Und jetzt unsere Hausaufgabe:

Ich soll das Leben meines Tysons komplett auf den Kopf stellen. Das heißt: Gewohnte Riten zb verschieben oder einfach auslassen, Futterzeiten abändenr, mal so mal so, ihn nicht mehr aufs Sofa oder ins Bett lassen und vor allem: Ich soll nicht mit ihm reden!!!

Kein Schmusen, kein spielen, kein garnix! Ihn ignorieren!!

Das alles soll bewirken, dass er durcheinander gerät, was natürllich eigentlich nicht gut ist, aber die Grundlage für die Arbeit für ein neues, entspannteres Leben ist, das auf Souveränität und Respekt aufgebaut ist.

Was sagt ihr dazu??

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Hmmm also, der erste Teil Deines Berichtes liest sich noch sehr positiv, aber die Hausaufgabe gefällt mir nicht so.

Klar braucht Dein Hund Regeln und Strukturen, aber ich denke das es ihm schon auch schaden könnte wenn Du ihn völlig ignorierst. MAL ja, aber nicht die ganze Zeit.

Wenn Du Dich damit unwohl fühlst, sprich nochmal mit der Trainerin. Es hat keinen Sinn wenn Du von der Arbeitsweise nicht restlos überzeugt bist bzw. Dich unwohl fühlst.

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Die Hausaufgabe ist natürlich zeitlich begrent auf 2 Wochen.

Sie sagte auch, dass sie es verstehen kann, wenn ich das nicht machen möchte, aber dass es sinnvoll wäre für einen Neuanfang.

Ich bin nicht unsicher, ich werde es versuchen und sehen, was passiert...

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Naja, so beim zweiten lesen hat sie vielleicht nicht Unrecht. Aber VÖLLIG ignorieren? Ich würde nochmal nachfragen, ob sie das echt so krass gemeint hat. Reden bring bei Hunden sowieso nicht immer was, sie verstehen die Worte ja nicht.

Das kann ich nachvollziehen, dass Du nicht mit ihm reden sollst.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir und Tyson viel Erfolg beim Training, hoffentlich lonht es sich =):winken:

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Wenn er Dir in neuen und gefährlichen Situationen nicht vertraut, sieht er Dich auchnicht als vollwertigen Rudelführer. Deine Trainerin möchte das ändern. Sie möchte, dass Dein Hund umdenkt. Du ja auch, sonst wärst Du nicht bei ihr. Du könntest Dir jetzt körperliche Positionskämpfe mit Deinem Hund liefern, musst und willst Du hoffentlich aber nicht.

Der souveräne Rudelführer ist derjenige, der Aufmerksamkeiten verteilt oder eben auch nicht. Dadurch, dass Du von diesem oder-auch-nicht-Recht gebrauch machst, sagst Du Deinem Hund also auch, dass Du Chefe bist. Du hinterfragst gewaltlos das Weltbild Deines Hundes. Glaub mir, für Dich wird das emotional noch schwerer, als für ihn.

Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Ansätze in der Hundeerziehung. Diese Methode finde ich nicht schlecht, weil Du nicht rumbrüllst, keine Gewalt anwendest und den Hund in Ruhe umdenken lässt.

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Doch, es ist so krass gemeint, ich soll nur das nötigste machen. Heißt, ihn füttern und ihn sein Geschäft machen lassen, nicht mehr. Eben, wie es gack so treffend beschreibt, damit ich ein Umdenken bei ihm bewirken kann.

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Für mich käme es nicht in Frage, den Hund 2 Wochen lang durch Entzug des Sozialkontakts zu bestrafen - was er natürlich nicht versteht. Neue Regeln ja, aber IMO ist es nicht nötig, das Vertrauen des Hundes so zu erschüttern. Es gibt Dinge, die ich, obwohl sie funktionieren, nie tun würde, und solch massiver psychischer Druck über so lange Zeit gehört ganz sicher dazu.

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Wahrscheinlich hat sie Recht, in der Tat :yes: . Auf's erste Lesen kam es mir nur so krass vor, aber ignorieren ist manchmal doch das Beste was man machen kann :yes: .

Wie gesagt, viel Erfolg dabei :winken: .

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@ Mezzo: Dem Hund wird der Sozialkontakt ja nicht völlig entzogen, Frauchen ist ja da ;) .

Ich denke, das bedeutet einem Hund mehr als viele Worte.

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und solch massiver psychischer Druck über so lange Zeit gehört ganz sicher dazu.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=44383&goto=844246

sehe ich eigentlich genauso, aber ich stehe immernoch ÜBER dem Hund und wenn er mich nicht als Rudelführer ansieht, ist das noch viel mehr psychischer Druck für mich für viele viele Jahre. Es soll ja nicht für immer so sein...

Mir fällt es selbst verdammt schwer, meinen Hund nciht zu beachten.

Außerdem kann ich ja kein Vertrauen erschüttern, was nicht vorhanden ist (seinerseits)

Und dass das so ist, zeigt er mir ja im Alltag immer mal wieder... :(

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