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Leistungsdruck in Hundevereinen

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Hallo! Muss mich mal wieder ausheulen und würde gern auch Eure Meinung zu dem Thema hören, regt mich nämlich grad total auf! :[

Also, ich bin ja in einem Hundeverein, wir machen dort Turnierhundesport und Obedience, außerdem generelle Unterordnung mit Ziel BH

Der Verein bietet eigentlich fast jeden Tag irgendwas an, und manche Mitglieder sind auch immer da. Jetzt is das bei mir halt so, dass ich zum einen noch andere Freizeitaktivitäten und auch noch andere ehrenamtliche Verpflichtungen habe, bin aber in der Regel zweimal die Woche auf dem Hundeplatz (abgesehen davon beschäftige ich mich sowieso zuhause mit den Hunden, is ja klar).

Nun war es bei mir so, dass ich zum einen auf einigen Seminaren war, zum anderen im Urlaub, außerdem hatte ich zunächst schriftliches Examen, für das ich eben auch lernen musste, und jetzt gab es einen Trauerfall in der Familie und ich habe nächste Woche mündliches Examen, wofür ich jetzt naklar auch lernen muss und wegen des Trauerfalles auch ziemlich im Rückstand bin, weil ich da einfach keinen Nerv zum Lernen hatte. :(

Dadurch war ich in der näheren Vergangenheit nicht sooo regelmäßig auf dem Hundeplatz und hab auch für dieses Wochenende abgesagt, weil ich´s sonst einfach net packe. Die Trainer haben mir daraufhin zum einen gesagt, dass ich mir ja dann die BH erst mal abschminken kann, weil ich so oft nicht da war (egal, ob Hund und ich das trotzdem können) und zum anderen, dass ich mir doch generell mal Gedanken machen soll, ob Hundesport das Richtige für mich ist! ?!?

Finde das eine Frechheit! Zumal ich auch in der Welpen-und Junghundegruppe helfe und da noch NIE gefehlt habe! DAS zählt aber nicht! Und dass mein Hund eigentlich (fast) alles top kann, zählt auch nicht! Es zählt nur, wie oft man da ist und was für Leistungen man erbringt, sprich zu wievielen Turnieren man fährt und wieviele Auszeichnungen man da für den Verein holt! :heul:

Ich mach das alles echt gern und hab mein Hund hat auch Spaß daran! Aber ich denke halt, dass doch einige andere Dinge Vorrang haben müssen, jedenfalls vor dem Training auf dem Hundeplatz. Finde es auch wichtiger, dass mein Hund und ich auch privat ein TEAM sind und der Hund nicht nur auf dem Hundeplatz gehorcht, das gibt´s ja auch!

Das ist aber eben nicht das Ziel eines Vereins, wie mir scheint! Ich mache den Sport halt hauptsächlich, damit mein Hund auch mal anders ausgelastet wird, finde das dafür auch ideal, es gibt ja auch private Hundeschulen, die solche Spiel- und Spaßgruppen anbieten, aber da fühlen Hund und ich uns doch etwas unterfordert (schon in der Gegend fast alles ausprobiert). Ich möchte ja schon gerne was erreichen, mit meinem Hund zusammen, aber eben als TEAM an sich, nicht nur als Leistungsträger für einen Verein - und wenn wir (jedenfalls im Moment) kein solcher sind, werden wir rausgeschmissen??? :heul:

Sorry für den langen Beitrag! Wie seht Ihr das mit den Vereinen generell? Und sollte ich mir was anderes suchen...und was?

LG!

Anja und Hundis

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Hallo Anja,

unter Druck und Leistungszwang würde ich mich von einem Hundeverein niemals setzen lassen :( ,ich sag immer:

Das einzige was ich MUSS ist auf Toilette gehen!!

Wenn du in den letzten Wochen wenig Zeit hattest ist es eben so,ich finde Studium geht dem Hobby vor,und der Hundeplatz ist doch dein Hobby zum Ausgleich!

Ob du dir nun was anderes suchst ist deine Sache,ich würde dort mit den Leuten noch mal reden und ihnen alles genau erklären.......und wenn sie es dann immer noch nicht verstehen und weiter Druck aufbauen würde ich gehen.

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Ach Anja, ich glaube sowas in der Art hat fast jeder schon erlebt, das gibt es überall.

Ich war auch in einem Verein, bis Unstimmigkeiten aufkamen (nach fast 3 Jahren) und ich dann augetreten bin, weil ich dort nie wieder mit der unbeschwerten Freude hätte arbeiten können.

Hundeverein heißt für mich Freizeit und in der Zeit möchte ich mit Freude und Begeisterung mit meinem Hund arbeiten. Geht das nicht, bin ich da nicht richtig.

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Es ist echt traurig wenn dann so ein Druck entsteht.Ich dachte immer es soll Freude machen :(

Tut mir echt Leid für dich, lass dich deshalb nicht entmutigen.Ich finde du hast die richtige Einstellung und es gibt auch ein Leben nach dem Hundeverein

Lg Birgit

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Hallo Anja,

also...ich glaube ich kenne Dein Problem...denn ich kenne auch diesen Verein, bei dem ich meine Welpen und Junghundegruppe gemacht habe. ;)

Für diese Kurse war eine Mitgliedschaft im Verein nicht notwendig...

Bis hier also alles o.k... :D

Leider hatte ich den Eindruck, das gerade dieser Verein sehr viel Wert auf die Teilnahme am Wettkämpfen legt, mir wurde stets gesagt, das man sich als HundeSPORTverein sieht und für Leute die einfach WAS mit ihrem Hund machen wollen nicht das Richtige ist...

Damit war für mich das Thema also gegessen, da ich mich mit Danu einfach nicht festlegen wollte und konnte.

Und dabei hätte ich gerne mitgemacht v.a. weil ihr der einzige Verein seit der hier in der Umgebung Obedience macht.

Ich finde es sehr sehr schade das dies immer wieder ein Problem in den Vereinen ist...einfach nur Spaß haben scheint meist nicht das Hauptanliegen zu sein...

Aus diesem Grund bin ich damals auch aus unserem Verein ausgetreten, denn wer sich und somit den Verein nicht auf Wettkämpfen präsentieren wollte, der hatte da einfach keine Zukunft...

Das schlimme daran ist, das man eigentlich gerne dort ist...aber insgeheim doch irgendwie Druck ausgeübt wird, man sofort ein schlechtes Gewissen bekommt wenn man dann mal wieder nicht da ist...

Ich hoffe sehr das Du einen Weg findest, zumal ich denke, das es einfach Zeiten gibt das geht nicht alles und das sollte man schon verstehen...

Ich drücke die Daumen das Du Deinen Weg findest, aber laß Dich nicht unter Druck setzen, mach es so wie Du es für Dich und Deinen Hund für richtig haltet...denn eines ist sicher...der Hundeverein sollte SPAß machen!

Und wenn Du meinst, das Dein Hund die BH schaffen, dann bestehe drauf sie zu laufen!!!

LG Steffi und Danu

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Lass dich auf keinen Fall unter Druck setzen. Es ist deine Freizeit und die soll nicht in Stress oder Erfolgsdruck ausarten...

Was die BH betrifft, frag doch einfach in einem anderen Verein nach ob du sie dort laufen kannst, sollte kein Problem sein. Bei uns im Verein haben das auch schon viele gemacht...

Viele Grüße

Carmen

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Da kann ich mich den Anderen nur anschliessen, daß da solcher Druck ausgeübt wird, hat mit einem Vereinsleben nix zu tun.

Finde ich ne ganze schöne Frechheit, was sie da zu Dir gesagt haben.

LG Conny

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Hi@all: Danke für die Aufmunterungen, jetzt geht´s auch schon wieder, aber den Tag war ich echt super frustriert von den Leuten...bin ich jetzt auch immer noch, hab nur keine Zeit dafür... ;)

@Steffi: Ja, Du hast Recht mit dem speziellen Verein, ich hatte ja selbst auch laaaange überlegt, ob ich tatsächlich eintreten sollte, weil mir das ja schon irgendwie bewusst war, was da so zählt. Hatte mich auch eigentlich schon dagegen entschieden, bis dann gerade zu der Zeit Obedience eingeführt wurde! Das fanden wir so toll, dass ich dann doch geblieben bin...

Und tatsächlich gibt´s das ja hier in der Gegend sonst nirgends. :heul:

Allerdings wohl seit neuestem bei Gießen, das werd ich mir mal auf alle Fälle angucken. Überhaupt will ich mir nochmal einiges anderes angucken, hatte zwar schon viel ausprobiert, bevor ich da gelandet bin, aber alles eben doch noch nicht, müßte und würde dann halt auch mal weiter fahren, Hauptsache es is nett für Hund UND mich! Wenn ich nix finde, weiß ich allerdings auch noch net so recht... :???

Naja, schaun mer mal...

LG!

Anja und Hundis

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Hallo Anja!

Da ich in unserem Hundesportverein gerade die Prüfungsgruppe zu leiten habe, möchte ich Dir auch einmal die "andere Seite" vor Augen führen. Natürlich ist es nicht in Ordnung jemanden unter Druck zu setzen eine Prüfung zu laufen - egal ob BH oder sonst eine Prüfung. Und nur weil jemand nicht regelmäßig in's Training kommen kann heißt das noch lange nicht, dass der Hundsport für ihn nicht geeignet ist! Tz tz...also das finde ich einfach nicht ok.

Wir handhaben das in unserer Prüfungsgruppe allerdings auch so, dass wir auf eine relativ regelmäßige Beteiligung im Training bestehen. Natürlich fahren die Teilnehmer auch mal in Urlaub oder haben andere Verpflichtungen -kein Thema! Allerdings gibt es immer wieder Leute die nur alle 3 oder 4 Wo. zum Training erscheinen und zu Hause auch nicht besonders gut mit dem Hund arbeiten. Diese Leute stehlen den anderen in der Prüfungsgruppe einfach die Zeit! Sie hängen dann im Training schon ganz schön nach.....z.B. wenn wir die Theorie für den Sachkundenachweis durchgehen, oder den Stadttteil der Prüfung intensiv üben. Da erwarte ich schon, dass alle die wirklich die Prüfung laufen möchten auch zum Training da sind!

Man kann nicht für jeden Teilnehmer individuelle Trainingstermine ansetzen und wer kaum da ist, bekommt eben nicht viel mit! (Hat nicht immer damit zu tun wie gut der HF mit seinem Hund arbeitet!) Es wird bei uns auch das BH Schema "trocken" also ohne Hund geübt. Immer und immer wieder - wie will man das zu Hause alleine erarbeiten? Auch legen wir großen Wert auf Gruppendynamik - es macht einfach mehr Spaß wenn sich alle kennen und gegenseitig auch helfen. Gerade in der Prüfungsgruppe ist der Zusammenhalt besonders stark...zumindest bei uns ist das so. Es ist ein intensives und Zeitaufwendiges Training. Ich für meinen Teil als Ausbilderin bin bereit alles für meine Prüflinge zu geben (auch Sondertrainings) und ihnen jede Hilfestellung zu geben die ich nur kann damit sie mit Freude und Erfolg in die BH gehen können. Hmmm...also ich finde da kann man von den Hundeführern auch ein wenig Einsatz erwarten oder? Dann ist es auch so, dass jeder sich einen Partner aussucht mit dem er die BH laufen wird. Es ist uns wichtig, dass diese 2 Hunde oft zusammen und in allen Situationen auf dem Platz trainieren damit wir sehen können ob es harmoniert. Was für ein Training ist das für jemanden der einen Partner hat der kaum zum Training kommt....egal jetzt aus welchen Gründen auch immer?

Hattest Du denn mit Deinen Trainern über Deine persönliche Situation gesprochen? Wenn Du zu mir gekommen wärst hätte ich Dir geraten darüber nachzudenken die Prüfung nochmal zurück zu stellen und lieber in der "Vorprüfungsgruppe" mit zu trainieren, wo es nicht so sehr auf die Regelmäßige Beteiligung im Unterricht ankommt. Wenn man so viel Stress und Probleme (und Zeitdruck hat) ist es oftmals besser das Training ausfallen zu lassen als es auf biegen und brechen durchzuziehen. Dein Hund wird es Dir danken....Deine Trainer auch! Eine Prüfung kann man immer mal laufen...

sicherlich hätten Deine Trainer das etwas diplomatischer lösen können als Deine Tauglichkeit für den Hundesport anzuzweiflen...keine Frage! Bitte bedenke aber auch die andere Seite, die ich versucht habe hier mal rüber zu bringen ohne gleich die Lust am Training im Verein zu verlieren!

LG,

Karen mit Bonny + Isa

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(bearbeitet)

@Karen: Also, Dein Beitrag hat mich schon auch etwas nachdenklich gemacht, allerdings muss ich dann dazu doch nochmal schildern, wie das bei uns so abläuft:

1. Es wird jeder Hund einzeln etwa fünf Minuten gearbeitet (mit der Option später nochmal dran zu kommen), wenn nicht zuviele Leute da sind und man rechtzeitig kommt, sonst kommt man evtl. auch gar nicht dran (ist mir schon passiert, obwohl ich pünktlich da war!)!

2. Es wird keine Theorie gemacht.

3. Es wird eigentlich immer ähnlich gearbeitet, rumlaufen, Fuß, Sitz, Platz etc., aber nie das BH-Schema an sich.

4. Wenn Hund mich nicht anschaut, soll ich Leinenruck machen - ich hasse Leinenruck und ich hab auch das Gefühl, dass der Hund dann noch unmotivierter ist. Was ein Grund ist, weshalb ich lieber zuhause mit dem Hund arbeite, ich habe dann auch das Gefühl, dass es besser klappt.

5. Es gibt nur die eine Gruppe, alle trainiern durcheinander, sowohl die Voll-Anfänger, als auch die, die evtl. nächste Woche BH machen wollen, also kann ich nur in dieser Gruppe (ca.10-15 Leute, evtl. kommt man wie gesagt auch gar nicht dran...) trainieren.

6. Habe natürlich über meine Situation geredet, das war ja das, was dabei rauskam, insbesondere nachdem ich erzählt hatte, das gerade meine Oma gestorben ist und ich in einer Woche zweites Staatsexamen mache, war die Reaktion: Überleg Dir, ob Hundesport das Richtige für Dich ist! Und sonst kein Kommentar!

So. Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass mir das Training für die BH irgendwas bringt, ganz ehrlich. Da haben mir die Seminare bei HTS zigmal mehr gebracht. Ich halte auch nix davon, einen Hund mit dünner Leine zum Hochschauen zu "motivieren", wenn man nicht weiß, wie man es korrekt einsetzt. Ich halte auch nix davon, einen Hund mit kurzer Leine anzupflocken, damit er lernt, liegen zu bleiben.

Was mir persönlich und dem Hund etwas bringt, ist das Gerätetraining für den Turnierhundesport, das ist auch absolut ok.

Natürlich sehe ich, wieviel Zeit die Trainer investieren und ich bin auch immer der Ansicht, dass man konsequent mitmachen sollte, wenn man was will, aber der Punkt ist ja, dass ich jetzt halt in einer besonderen Situation war, die sich halt leider etwas hingezogen hat, was aber an den Prüfungsstatuten liegt. Es ist auch ok, dass man mir dann sagt, dass ich dann evtl. die BH nicht laufen kann - auch wenn ich trotzdem denke, dass ich zuhause sehr viel mehr in dem Bereich erreichen kann. Es ist nicht ok, das ansonsten völlig kommentarlos zu lassen und auch nicht, mir quasi zu raten, mich nach was anderem umzusehen.

Wie gesagt, ist es ja auch durchaus nicht so, dass ich mich nicht für den Verein engagieren möchte, ich stehe einmal die Woche (bisher sogar zweimal) als Helferin für die Welpen und Junghunde auf´m Platz. Immer. Trotz Todesfall und trotz Prüfung. Und da fühl ich mich halt insgesamt trotzdem immer noch ungerecht behandelt, auch wenn Dein Beitrag mich wie gesagt sehr nachdenklich gemacht hat.

So, wiedermal viel zu lang, sorry, :holy: irgendwie regt´s mich halt doch noch auf...

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