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Hundeforum Der Hund
Mut_zum_Hund

Brauche viele, viele Tipps von erfahrenen Hundebesitzern

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Hallo @ all,

zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen, auch wenn das hier wahrscheinlich für Vorstellung der falsche Themenbereich ist.

Ich bin 41 Jahre alt, habe 3 Kinder und eine Enkelin. Ich arbeite von zu Hause aus für die Firma meines Mannes im Bereich Webdesign. Unsere jüngste Tochter ist 4 Jahre alt, und damit kommen wir schon gleich zum Thema und zu vielen, vielen Fragen. Meine Tochter hat sich einen Hund gewünscht.

Ich muss dazu sagen, sie ist nicht ein Kind, das alles was sie sieht haben möchte. Im Gegenteil. Ich kann mit ihr durch Spielzeugabteilungen laufen, ohne das sie irgendwas unbedingt haben will. Nein, sie weiß schon sehr wohl was sie will.

Jedenfalls haben wir uns gründlich informiert, viel recherchiert, viel gelesen und sind nun zu dem Entschluss gekommen, wir kaufen einen Hund. Wir haben eine Züchterin mit 30 Jahren Erfahrung gefunden und von ihr einen 8 Wochen alten Cocker Spaniel Rüden erworben.

Eine Anmerkung vornweg, und ich bitte euch, nicht gleich falsch zu urteilen. Ich habe eigentlich Angst vor Hunden, jedenfalls vor Hunden über Kniehöhe und eigentlich nur, wenn sie anfangen zu bellen. Ich weiß auch absolut nicht, woher diese Angst rührt, habe meines Wissens nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ich denke mal, dass ist anerzogen von meiner Mutter, die auch Hunde fürchtete.

Nun ist es jedenfalls so, dass unser neues Familienmitglied Namens Bruno, sich komischerweise mich als "Rudelführer" ausgesucht hat. Er folgt mir auf Schritt und Tritt, er befolgt auch schon Platz und Sitz, er hat sich schon ganz gut an die Leine gewöhnt und lässt sich problemlos von mir kämmen und die Ohren sauber machen.

Wer bis hierher durchgehalten hat, dem danke ich jetzt schon mal.

Mein Problem sind im Moment zwei Dinge (kommen später vielleicht noch mehr :??? ).

1. Zu Anfang als wir ihn geholt hatten, habe ich ihn im Garten ohne Leine sich lösen lassen. Das klappte auch ganz gut. Trotz allem gab es immer mal eine Pfütze im Flur. Ich habe ihn auch - gem. Lehrbuch - ihn nicht dafür bestraft, sondern habe es immer gleich entfernt und bin gleich mit ihm rausgegangen. Wenn ich ihn inflagrantie erwischt habe, habe ich ihn sofort rausgetragen.

Jetzt gehe ich regelmäßig mit Leine mit ihm nach draußen (nicht in den Garten). Er macht sein Bächlein aber kein großes Geschäft. Nein, das macht er nur im Garten oder im Flur :heul:

Frage, was kann ich tun, dass er sich draußen löst?????

2. Unsere Tochter verhält sich Bruno gegenüber vorbildlich. Sie lässt ihn in Ruhe wenn er ruht oder schläft, ist ganz lieb zu ihm und käme gar nicht auf die Idee ihn zu ärgern. Natürlich möchte sie ihn ab und an streicheln wenn er wach ist und das klappt auch ganz gut.

Neuerdings hat er allerdings eine neue Marotte. Er zerrt an den Hosenbeinen. Wenn er es bei mir macht, sage ich NEIN und ignoriere ihn. Meine Tochter kriegt das natürlich noch nicht hin und läuft weg. Er natürlich hinterher und wird dadurch immer wüster. Ich versuche natürlich meiner Tochter beizubringen, dass sie stehen bleiben muss und das ignorieren muss, dann hört er auf. Er hat aber auch kleine spitze Zähnchen, was meiner Tochter natürlich überhaupt nicht passt.

Er bellt und knurrt dabei pausenlos (aber mit wedelndem Schwanz). Das ist der Punkt, an dem ich dann nervös werde. Dies - vermute ich überträgt sich dann noch mit auf Bruno - und er wird immer wilder.

Frage: Ich brauch dringend Tips, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll. Ich arbeite schon viel mit Lob und Leckerlies und manchmal wenn ich "Ruhig" sagen, verstummt er auch. Ich lobe sofort aber danach beginnt das Spiel von vorn.

Wir haben ihn erst eine Woche, aber ich hänge schon sehr an ihm. Ich merke aber auch meine eigene Unsicherheit, ich habe Angst, dass ich irgendwas verkehrt mache, was ihn dann vielleicht zu einem Beißer macht.

Das soll erst mal an Fragen genügen für heute. Ich würde mich wirklich sehr über Antworten, Tips und Ermutigungen von euch freuen und bitte euch einfach um Hilfe, dass ich in der Lage bin, Bruno so gut wie möglich zu erziehen, dass er meiner Tochter vielleicht mal ein sehr guter Freund sein kann.

Liebe Grüße

Monika

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Hallo Monika,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum!

Was das sich lösen in reizarmen Gegenden (Garten und Flur) betrifft, so höre ich das sehr oft. Die Kleinen sind in dem Alter draußen in der großen Welt so sehr mit den zu entdeckenden Dingen beschäftigt, dass sie sich eben nicht "entspannen" bzw. lösen können. Dazu ist ja dann zuhause alle Zeit der Welt... ;) .

Hier würde ich einfach sagen, habt etwas mehr Geduld und haltet Euch noch etwas in einer nicht ganz so spannenden Ecke auf, bevor es wieder rein geht.

Wir haben immer, wenn er ein Geschäft gemacht hat, ein Wort dazu gesagt und danach gelobt. Dieses Wort kann ich heute sagen, dann macht er Haufen oder Pipi auf Kommando! Anfangs geht immer mal was daneben, und gerade, wenn man eben noch draußen war. Also keine Panik, das liegt wirklich nur daran, dass es zu spannend war!

Was das Beißen und Hosezerren betrifft, so ist jede Zuwendung, auch ein normal gesagtes Aus, eine Bestätigung. Wenn Dein Kind dann auch noch zerrt und wegrennt, dann ist das aus Hundesicht ein tolles Spiel, was seine Aktion, den Beginn des Hosebeißens, jedes Mal bestätigt.

Irgnorieren ist klasse, aber man erreicht oft nicht die gewünschte Wirkung damit. Ich warne 2x, eine Hundemutter tut das auch, und beim dritten Mal kommt eine Konsequenz. Das hängt nun sehr von Euch ab. Bei mir wäre das ein Stups mit einem deutlichen NEIN. Alternativ kann man ihm beim Ablassen dann ein Kauspielzeug anbieten und sich entfernen.

Die nächste Möglichkeit ist, im beizeiten ein "auf Dein Bettchen" beizubringen. Das kostet etwas Geduld, wird aber schnell begriffen. Dort kann man es auch mit Kauspielzeug angenehm gestalten. Wenn er da nicht bleibt, kann er auch angeleint werden. Es geht einfach darum, ihm Grenzen zu setzen und sie auch durchzusetzen.

Man sollte es aber nicht zu lange machen, es geht einfach in dem Moment darum, dem Hund ein Privileg zu entziehen, nämlich das, des bei mir sein dürfens.

Wenn die Zähnchen eingesetzt werden, hilft ein hohes Aua-Quietschen und der sofortige Entzug der Streichelhände, denn so würden es die Artgenossen auch machen. Wenns weh tut, wird gequietscht und sich abgewendet.

Einen Rat kann ich Dir noch geben, achte auf Dein Bauchgefühl und denk nicht immer an die Bücher. Ja natürlicher Du Dich dem Welpen gegenüber verhältst, desto mehr wird er Dich/Euch als gute Teampartner anerkennen. Er soll sich an Euch orientieren, nach Euch sehen müssen, nicht umgekehrt. Unsicherheit ist der schlechteste Trainer der Welt!

Viel Glück und Erfolg und liebe Grüße

Anja und Bärenkind

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Also erst mal ein Lob =) das machst Du schon super =)

Dass Bruno Dich bevorzugt ist fast klar..ich nehme an , Du verwaltest die Ressourcen und bist sein persönlicher Dosenöffner ;) Liebe geht ganz klar durch den Magen ;)

Zum einen das Lösen ...ich vermute mal , den Garten und die

Wohnung kennt er gut..da kann er sich entspannen ....der Rest der Welt ist für einen Welpen ja doch voller neuer Gerüche und Geräusche , viellleicht ist er da einfach zu abgelenkt ?? Oder Eure Runden sind zu kurz für ihn ?? Ich kann das schlecht einordnen , aber vielleicht hängt auch der -ihm bekannte- Untergrund damit zusammen ?? Hat der Züchter die Hunde an Grasboden oder Sägespäne gewöhnt , dass er das als "bekannt" einstuft , was er im Garten vorfindet??

Aber normalerweise ist es einfach Übungssache , und kommt mit der Zeit ...gut ist es , wenn man den Zeitpunkt abpassen kann , an dem er sicher muß , z,B. nach dem Fressen, da müssen die doch sofort ;)

Und es gibt immer wieder Diskussionen , ob dann loben , oder nicht , weil es doch eigentlich eine natürliche Körperfunktion ist , aber ich bin der Meinung , wenn er im Lernprozess ist , kann ich es schon loben , wenn er sich draussen löst , und nicht auf meinem Perser ;)

Das Zerren an den Hosenbeinen ist ein beliebtes Welpenspiel...es ist sozusagen das Ü-Ei der Hundekinder..damit haben sie Spiel , Spass Spannung und Aufmerksamkeit :Oo aber Deine Reaktion darauf ist doch goldrichtig. (ignorieren , wegdrehen)

Deine Kleine wird das auch lernen , mit 4 kann sie das schon verstehen , dass Bruno spielen will , aber nicht soll - also, nicht so spielen soll - leider sind Welpenzähne eklig spitz und fies :(

Du schriebst , dass Du eigentlich Angst vor Hunden hast....könntest Du Dich trotzdem zu dem Besuch einer Hundeschule / Welpengruppe /Junghundestunde durchringen ?? Ich finde es ganz wichtig , dass Du Dich sehr genau mit der Körpersprache und den Verhaltensweisen des Hundes auskennst , damit später keine Missverständnisse entstehen , wenn er ausgewachsen ist . Du würdest damit wesentlich an Sicherheit in Deinem Verhalten gewinnen . UND der junge Mann könnte sich

mit gleichaltrigen Hunden müde spielen ...und nicht Deine Tochter dazu verwenden ;)

Bitte berichte , wie es weitergeht :) liebe Grüße

Martins mit Cleo und Tyler

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Zunächst einmal vielen Dank für eure Antworten. Das hat mir schon mal wieder ein bisschen Mut gemacht.

Ich werde gleich am Montag eine Hundeschule in unserer Nähe anrufen und mich dort anmelden. Dort werde ich vielleicht ein paar meiner Unsicherheiten los und kann ihm in den nächsten 4 Wochen noch die Erziehung geben, die notwendig ist, dass er ein gut sozialisierter Hund wird.

Wenn er wie im Moment gerade ruhig hier neben mir liegt, denke ich, ich werde es schon schaffen. Wenn er aber dann seine 5 Minuten bekommt und sich nicht beruhigen will, habe ich immer Angst, dass ich ihn wieder abgeben muss, weil ich nicht in der Lage bin ihn zu beruhigen.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten :D

Übrigens war heute morgen zum ersten Mal der Flur sauber :klatsch:

Liebe Grüße

Moni

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Hallo Moni,

du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Für Bruno ist es tatsächlich nur Spiel wenn er am HOsenbein zerrt. Doch wie in jedem Spiel muss er lernen, dabei Regeln und Grenzen einzuhalten.

Da das Zergeln am Hosenbein etwas freudiges und lustbetontes für ihn ist, bringt dich Ignorieren nicht unbedingt weiter, weil er sich durch die Tätigkeit selbst schon bestätigt. Du musst ihm schon deutlich machen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Und das, bevor deine Tochter wirklich Angst bekommt.

Ein Hund kann in dem Alter wunderbar lernen, dass Beißen in Menschen generell verboten ist (dafür gibt es Spielzeug). Und wenn man Kinder hat, ist diese Regel ein Muss.

Er wird das sehr schnell lernen, wenn du ihn, das nächste Mal, wenn er beißt, ruhig im Nackenfell nimmst (nicht schütteln!!!), ein deutliches Pfui aussprichst und ihn ebenso ruhig wieder absetzt. Nach einigen Malen wird er es verstanden haben (manche Welpen sind aber auch wahre Büffel, wo du schon etwas deutlicher werden musst. Keine Sorge: die Hundemami ist da auch nicht gerade zimperlich).

Ignoriere ihn nach der Korrektur für einige Minuten, nicht dass er denkt, er bekommt die gewünschte Aufmerksamkeit, wenn er beißt.

Dann holst du dir ein Spielzeug und zeigst ihm so, wo er reinbeißen und mit was er spielen darf.

Konsequent durchgezogen dürfte die SAche heute oder in wenigen Tagen vom Tisch sein.

Viel Erfolg

Rosa

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Danke Rosa,

das werde ich heute gleich mal ausprobieren.

Melde mich dann mal, ob es geklappt hat :D

LG Moni

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Hallo Moni,

finde es super daß Du Dich in der Welpen-/Hundeschule anmelden willst.

Du wirst dort Sicherheit im Umgang mit dem Welpchen bekommen und dann werden sich auch viele Deiner jetztigen Ängste in Luft auflösen.

Du hast Dich ja vorab sehr viel über Hundeerziehung und den Umgang mit dem Hund informiert, was wirklich super ist und es wäre sehr wünschenswert wenn alle Neuhund-Besitzer es so tun würden. :respekt:

Du schaffst das mit dem kleinen Kerlchen !

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Hallo Moni,

die Tipps meiner Vorgänger kann ich alle unterschreiben. Noch etwas ist wichtig:

Hunde erkennen Kinder nicht als Ranghöheren an, daher ist es wichtig, das DU dem Hund klar machst, dass er deine Tochter nicht zwicken darf! In eurer Familienordnung steht der Hund an unterster Stelle, noch hinter dem Kind. Allerdings kann das Kind nicht dafür sorgen, wie gesagt, das mußt DU regeln.

Was deine Tochter aber machen kann, ist, dass sie sofort das Spiel abbricht und aus dem Raum heraus geht, wenn du nicht in unmittelbarer Nähe bist. Das konsequent einzuhalten, ist aber für eine Vierjährige sicher auch nicht so einfach (vor allem, wenn der Hund noch im Hosenbein hängt).

Nach meinen Erfahrungen in unserer Kinderhundeschule, sind erst Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren in der Lage, einen Hund selbstständig zu erziehen. Es gibt natürlich vereinzelt Ausnahmen, hängt von der mentalen Reife des Kindes ab und auch von der Auswahl des Hundes.

Noch ein Tipp für das draußen lösen:

Verweile eine Weile an der Stelle, wo dein Hund sich lösen soll, d.h. gehe weniger mit ihm spazieren. Wenn ihr immer weiter lauft, kann er sich nicht mit einer Stelle vertraut machen. Wähle eine Stelle aus, die ruhig ist, aus Hundesicht sicher erscheint. Also ohne ständigen Durchgangsverkehr, Autos, Lärm. Schön noch, wenn sie an ein, zwei Stellen durch Hecke, Mauer etc. geschützt ist.

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Hi und Willkommen!

Hast Du vielleicht schon ein Foto von dem kleinen Racker?

bettel

Lg Petra

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(bearbeitet)

Aber klar doch :D

Die sind zwar nicht so gut, aber ich mache bald noch mal bessere

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