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polar-chat.de  Der Hund
Melli1102

Ich weiß nicht was ich tun soll - behalten, ja oder nein?

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Diese Geschichte wird wohl lang werden ,sorry.

Die meisten habe schon Beiträge von mir gelesen und wissen dass ich öfter Probleme habe mit Niki.

Vielleicht von Anfang an:

Wir haben unsvor ca 3 Monaten nach langem Überlegen (ja,wir haben uns das gut überlegt und ich bin nit Hunden aufgewachsen) dazu entschlossen eine Fellnase aufzunehmen.Ich habe eigentlich gezielt gesucht nach einem lieben Familienhund,der Kinder liebt,gerne spazieren geht,und es gewöhnt ist ein paar Stunden alleine zu bleiben.

In Nikita haben wir uns anhand von Fotos schnell verliebt.Leider war ich so naiv und bin nicht mal mit ihr Gassi gegeangen vorher o.ä.sondern wir haben sofort zugesagt.Die Vorbesitzerin versicherte uns auch,sie sei brav,verschmust,völlig unproblematisch und schon bis zu 4 Stunden alleine.

So,es stellte sich schnell raus,dass Niki eine total verängstigte Hündin aus Rumänien war-Gassi war ein Graus,sie hat sich nur hingelegt.Das geht jetzt gut,nur in die Stadt geht sie immernoch ungern und hat Angst.Andere Menschen gingen gar nicht,sie zog sofort die Rute ein und bekam Panik.

Nach ein paar Tagen wollte ich schon aufgeben,weil ich mir das als Unerfahrene (mit Junghunden)nicht zutraute.Hier im Forum wurde mir aber Mut gemacht und Niki mußte sich ja auch erstmal einleben.

Inzwischen ist sie immernoch vorsichtig-Stadt ist noch schwierig,Züge sind sooooooo furchtbar.Ansonsten ist sie wohl eine für euch normale Junghündin:sie testet,hört ohne Leine null,im Wald oder Feld versucht sie dermaßen in die Leine zu rennen dass ich fast mitfliege bei ihrer Kraft.Und sie möchte zu JEDEM anderen Hund hin.Zerrt an der Leine,ist einer hinter uns schaut sie nur nach hinten usw.

Besucher bei uns werden verbellt,sie knurrt wahnsinnig-manche haben regelrecht Angst vor ihr.Ignoriert man sie aber,hört sie nach ner Weile auf.

Seit einigen Tagen nun bellt sie auch wahllos Passanten an,knurrt,wenn diese sich ihr nähern wollen-ich kann nicht deuten ob das Gehabe ist oder Unsicherheit,ob das schon Anzeichen sind dass sie evtl ne Angstbeißerin wird?!

Es gibt noch vieles,ich weiß ich bin wohl einfach überfordert mit ihrer Erziehung.Hundeschule hatten wir 2x Einzelunterricht und bis jetzt 3x Gruppe.In der Gruppe kann sie aber schlecht auf unsere Probleme gezielt eingehen.Und ständigen Einzelunterricht können wir uns absolut nicht leisten.(63€)

Oft dachte ich in letzter zeit ich müsse aufgeben und dann wieder-nein,ich kämpfe weiter.

Sicherlich wird sie mal ein toller Hund,aber diese "Flegelphase" (wenns denn nur daran liegt) dauert noch so lange....Sind sie nicht erst mit 3 richtig erwachsen?

Ich habe die Vorbesitzerin oft gefragt warum sie nix gesagt hätte-angeblich war sie bei ihr total unproblematisch,hätte nie gebellt,war super alleine daheim.Nur wegen der Kinder hat sie mich komischerweise gefragt ob das gut ginge-Niki kannte Kinder gar nicht!!Aber als "kinderlieb" vermitteln.... :wall: GsD liebt sie meine Jungs und kommt super mit unsrem rüpelhaften 4jährigen klar.

Alleine bleiben ist bei uns auch schlecht,sie weint anfangs und macht vieles kaputt.

Ich weiß,daran kann man alles arbeiten aber ich habe soooo Angst dass ich das nicht schaffe-Hundeschule ist so dermaßen teuer- und alleine?ich weiß nicht mal,wie ich die einzelnen Probleme angehen soll...

Ich überlege ständig hin und her ob ich sie behalten kann,ob das gut für sie ist oder ob sie jemanden braucht der mehr Ahnung hat als wir.Aber sie liebt uns doch auch schon so und wir sie...meine Kinder wären am Boden zerstört und ich heule auch dauernd bei dem Gedanken daran sie weg zu geben.Ausserdem wohin auch?Ins TH käme nicht in Frage und privat vermitteln is auch schwierig-man weiß nie wo sie landen...

Mein Mann überlässt das alles mir,er ist eh 12 Stunden am Tag nicht da und möchte deswegen die Entscheidung bei mir lassen.Nikis Erziehung ist sowieso meine Sache,das war auch so abgesprochen.

Was ratet ihr mir??

Hats jemand geschafft von euch in einem ähnlich Fall?Vielleicht auch ohne Hundeschule?

Was soll ich nur tun?

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Hallo,

puh, da kommt ja ganz schön was zusammen in deinem Bericht.

Zuerst mal ja, wir haben eine Hündin aus Rumänien hier aufgenommen und ja Fly kannte auch nichts. Sie war 2 Jahre alt und NEIN, ich war auch nicht mit ihr in einer Hundeschule.

Ich glaube du setzt dich so dermaßen in deiner Sorge um den Hund und was sein könnte unter Druck, dass deine Hündin das merkt und genauso auch reagiert.

Freu dich an dem, was ihr zusammen schon gepackt habt.

Sie hat doch schon viel bei dir gelernt.

Setzt dich nicht so unter Druck.

Wie lange ist sie bei dir, 3 Monate?

Das ist doch noch gar keine lange Zeit. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Unsere Fly hatte den Vorteil, dass wir schon einen souveränen Rüden im Haus hatten, aber auch sie brauchte Zeit um sich an alles zu gewöhnen und alles kennenzulernen. :)

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Leider kann ich dir keinen Rat geben und wohnst leider 118 Km von mir, sonst hätten wir uns mal treffen können. Meine Freundin ist Verhaltenstherapeutin und hätte dir bestimmt helfen können.

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Meine Einstellung dazu ist: Bevor ich selber monatelang ohne professionelle Anleitung rumwurstle und es vielleicht dadurch schlimmer mache, hole ich mir von Anfang an professionelle Unterstützung.

Ich würde dir raten intensiv mit einem Hundetrainer/Hundepsychologen zu arbeiten, klar ist das nicht gerade billig aber ich denke auf lange Zeit gesehen wird es das Geld wert sein.

Halte dir auch mal vor Augen was du mit der Kleinen schon alles geschafft hast, das ist doch auch schon eine Menge.

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(bearbeitet)

:knuddel

Ich glaube ihr habt sie jetzt 2 Monate, oder?

Also, als ich meinen Hund holte wurde sie mir auch anders verkauft als sie dann wirklich war.

Sie war total ängstlich. Sie hatte eigenltich vor allem Angst (laute Geräusche, große Tiere, fremde MEnschen.......) Sie hatte auch Angst vor mir oder besser vielleicht gesagt kein Vertrauen. Sie wollte nirgends mit mir Spazieren gehen u.s.w.

ABER sie ist jetzt 7 Monate bei mir (die meiste Zeit Flegelphase, momentan aber wird es wieder besser) und sie ist sooooo ein toller Hund. Sie ist oft immer noch unsicher traut sich aber viiiiel mehr zu!!!

Gut, ich kenne das nicht mit dem Bellen. So wie du schreibst hört sich das auch eher nach Angstbellen an.

Ich kann jedenfalls nur sagen:

Wenn man dem hund viel Liebe gibt und immmer am Ball bleibt und grade in Angstsituationen immer spricht (leise und ruhig), dann war es jedenfalls bei mir so, dass es einfach besser und besser wurde.

Ich übe auch viel mit Leckerlie. ALLES was sie gut und richtig macht belohne ich damit. (Bis es richitg gefestigt ist)

Wenn zum Beispiel jemand auf euch zu kommt würde ich mich vor sie stellen und sie ablenken, mit reden oder Sitz und Platz, Pfötchen.. was sie so kann und wenn der Gegenüber vorbei ist egal welche Entfernung und sie ist ruhig geblieben, gelich schwer loben.

Ich weiß nicht die genaue Situaution bei euch....

es ist ja jeder Hund anders.

Aber ich kenne das, wenn man denkt, man packt es nicht.

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Ich würde dir raten intensiv mit einem Hundetrainer/Hundepsychologen zu arbeiten, klar ist das nicht gerade billig aber ich denke auf lange Zeit gesehen wird es das Geld wert sein.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46262&goto=885588

Hallo,

ganz genauso sehe ich das auch, ich würde nicht gleich an das abgeben denken, ihr habt doch schon fortschritte gemacht !!!

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Hallo Melli,

erstmal finde ich schön, dass du so offen und ehrlich geschrieben hast- dafür hast du meinen Respekt. Man muss sich auch überhaupt nicht schämem für solche Gedanken, denn du möchtest sicher zum Wohle des Hundes handeln und deswegen zeugt es von Hundeverstand und "Reife", wenn du solche Überlegungen hast. Das erstmal dazu, damit du dich nicht schlecht fühlst.

Ich höre leider immer wieder von solchen "Fehlvermittlungen"- mir selbst ist das auch schon passiert- das ist aber ein anderes Thema. Denn dieser Hund wurde als "familientauglich", "verträglich mit Artgenossen", "für Senioren geeignet" und jetzt kommts. "für Behinderte geeignet" vermittelt. Nunja es kam ein absolutes Angstpaket- einen solche traumatisierten Hund habe ich noch nicht gesehen- zudem wurde er damals in eine Großstadt vermittelt.

Du bist also sicherlich nicht die Einzige und solche Vermittlungen gehen auch mir gehörig gegen den Strich. Es wird viel zu wenig aufgeklärt, weder über Krankheiten, noch über das Verhalten des Hundes- er wird in blindem Aktionismus schnell vermittelt. Da ist es kein Wunder, dass solche Probleme entstehen.

Man kann es eben nicht wissen und meiner Meinung nach müssten alle Auslandshunde erstmal auf Pflegeplätze vermittelt werden, wo man sie einschätzen und dann richtig vermitteln kann- aber dafür fehlt ja das Geld. Ein Teufelskreis. Ist nun die Frage, ob man mit dieser Art der Vermittlung, wie du sie erlebt hast, alle Beteiligten immer glücklich macht.

Die Entscheidung kann dir letztlich keiner abnehmen. Ich bin mir aber sicher, du würdest sie richtig treffen- lass dich nicht beeinflussen.

Auf der anderen Seite muss ich auch anmerken, dass ihr auch etwas naiv herangegangen seid, man muss eigentlich immer daran denken, dass mitunter ein traumatisiertes Angstpaket ankommen kann- die meisten haben ja keine sonderich rosige Vergangenheit.

Aber nun ist es so und das, was du beschreibst ist typisch für den Konflikt zwischen deinen Erwartungen an den Hund und dem, was er tatsächlich ist/geben kann.

Man kann an einen Auslandshund keine Erwartungen stellen. Du hättest dir vielleicht etwas mehr Zeit nehmen sollen. Aber wie gesagt, das wirst du selbst wissen und gemerkt haben.

Bei dir ist es nun auch noch so, dass du keine Einzelperson bist, sondern auch noch Kinder hast, um die du dich kümmern musst- das ist sicherlich nicht leicht.

Zur Hundeschule muss ich sagen, wenn du dich für deinen Hund entscheidest, dann musst du dich um einen kompetenten Trainer bemühen, denn sonst hast du vielleicht am Ende wirklich noch einen Angstbeißer.

Und Geld für Hundeschule etc muss man eigentlich immer mit einberechnen.

Also bliebe für mich nur die Wahl zwischen : Hund behalten und ordentlich ranklotzen (mit Trainer) oder ihr sucht ein schönes neues Zuhause. Ist es nicht aber so, dass der Hund in jedem Fall wieder an die Orga zurückmuss? Oder ist er nicht von einer Organisation?

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Meine Einstellung dazu ist: Bevor ich selber monatelang ohne professionelle Anleitung rumwurstle und es vielleicht dadurch schlimmer mache, hole ich mir von Anfang an professionelle Unterstützung.

Ich würde dir raten intensiv mit einem Hundetrainer/Hundepsychologen zu arbeiten, klar ist das nicht gerade billig aber ich denke auf lange Zeit gesehen wird es das Geld wert sein.

Halte dir auch mal vor Augen was du mit der Kleinen schon alles geschafft hast, das ist doch auch schon eine Menge.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46262&goto=885588

Den oberen Teil sehe ich genauso. Wobei ich eher dazu geneigt bin zur Abgabe zu raten.

Allerdings, denke ich, kann nur die TE entscheiden, inwieweit noch Motivation da ist.

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Motivation?

So wie ich das lese, liebt sie den Hund sonst hätte sie das Thema gar nicht eröffnet. ;)

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Mein Eindruck ist, dass die TE grundsätzlich motiviert ist aber gerade in einem Loch steckt.

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