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Hundeforum Der Hund
gast

@ Anita ---> Die Sache mit dem Film

Empfohlene Beiträge

Huhu!

Vielleicht kann mir da Jemand mal weiterhelfen...

ich gehe mit Angel ganz normal zur Wiese, oft sieht Sie schneller den Bagger als ich und schiebt total Panik...aber da ich den Bagger oft vorher noch gar nicht gesehen habe, kanns ja nicht mein Film sein oder ? Da ich ruhig zur Wiese laufe, müsste Sie ja dann auch cool bleiben ?

LG

Susanne
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46384&goto=889768

Im Grunde genommen hat Anita deine Frage schon beantwortet:

Na ja..

also: Man kann mit einem Film eine Rauferei auslösen, aber das man mit einem "positiven" Film einen Raufer vom Raufen abhält... weiss nicht.

Die Frage ist ja: Wer ist der Hund WIRKLICH?

Und das kannste eben nur OHNE Film feststellen...

Keinen Film zu haben heißt ja nicht, dass der Hund automatisch so wird, wie wir ihn gerne hätten. Er hat ja trotzdem noch seine Persönlichkeit und seine Besonderheiten.

Deswegen stimme ich auch Heiko zu, dass das Abstellen des Films nicht die automatische Lösung aller Schwierigkeiten bedeutet. Es ist ein Schritt, ein wichtiger Schritt, aber eben kein Wunderheilmittel.

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Hallo,

ich denke es ist das beste Beispiel Angel, das auch Hunde einen Film haben, der gar nichts mit unseren Filmen zu tun hat.

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@Martina :knuddel Wie das mit Cleo jetzt ist, ist immer wieder toll zu lesen! =) =)

Und macht immer wieder 'ne Gänsehaut! :knutsch

Hmmm, ich habe jetzt schon dreimal was geschrieben und immer wieder wegradiert, weil ich nicht weiß, wie ich's formulieren soll! :think:

Also ein Allheilmittel mit dem Filmabschalten kann es nicht immer sein, wie Heiko sagt!

Denn wenn ich mit meiner Bekannten rede und wir alle beide die Hunde "vergessen", d. h. keiner von uns achtet auf die Hunde und auf die, die da evtl. kommen, fährt Joey trotzdem total irre hoch, wenn sein Feind kommt! Bei anderen Hunde wird er nur aufmerksam und ich dann auch! Dann passiert aber auch nix dolles, weil ich weiß, och, die sind ja harmlos, bleibe also selber ruhig und Joey somit auch.

Aber bei Charly fährt er total hoch, ob ich den zuerst sehe oder total entspannt laufe, also alles um mich rum ignoriere!

Wobei wir in letzter Zeit festgestellt haben, dass Gracy (gr. Schweizer Sennenhündin), sobald sie einen anderen Hund sieht, sofort Joey sehr aufmerksam beachtet, weil sie weiß, dass er da reagieren wird (wie auch immer, manchmal nur mit Winseln) und ihn mit ihrer Hampelei erst darauf aufmerksam macht! Vielleicht überträgt sie ja auch einen Film auf Joey, auch wenn ich "nix mitbekomme"? :think:

Hoffe, man versteht dieses Wirrwarr ein wenig! :D

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Wenn wir mit unseren Hunden unterwegs sind, sind da als erstes mal Wesen unterwegs mit ganz individuellen Erfahrungen und wegen mir "Filmen".

Es wäre vermessen zu glauben, der Hund wäre nur ein Spiegelbild meiner eigenen Empfindungen!!

Selbstverständlich hat jeder Hund und Mensch seinen ureigenen Charakter, seine ureigene Art, die Welt wahrzunehmen und Schwierigkeiten zu lösen. Wenn man aber als "Rudel" unterwegs ist, setzen gruppendynamische Prozesse ein. Dabei kann es dann passieren, dass einer aus der Gruppe eine "Alarmsituation" auslöst, wo die anderen überhaupt nicht reagiert hätten.

Und für solche Situationen sind wir Menschen prädestiniert. Weil wir nicht diese Situation anschauen und die lösen, sondern weil wir eine Vorstellung - einen Film - darüber im Kopf haben, was passieren könnte.

Und weil wir dann körper- und lautsprachlich dem Hund alle unsere Ängste und Befürchtungen signalisieren. Was dann dazu führt, dass wir entweder seine Sichtweise zu dieser Situation beeinflussen oder er uns nicht mehr glaubt, dass wir die Situation selber kompetent lösen können.

Ich denke nicht, dass man es schaffen kann, seinen "Film" ad hoc abzustellen.

Anita hat mal das beispiel gebracht: " Wenn du dir jetzt vornimmst, 10 Minuten lang nicht an einen rosa Elefanten zu denken, dann wirst du das nicht schaffen!"

Man sollte sich also jetzt nicht noch zusätzlich unter den Druck setzen seinen Film abstellen zu müssen! :winken:

Aber man kann lernen, dem Hund nicht mehr permanent diesen Film zu vermitteln. Und mit jeder guten Erfahrung, die man dadurch macht, verschwindet der Film mehr und mehr!

Was aber nicht heißt, dass der Hund nicht von sich aus in manchen Situationen zu einer Vorgehensweise neigt, die wir so nicht möchten. Und die wir regeln müssen!

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Natürlich hat Riko recht - der Film ist nur ein Teil des Ganzen.

Bei uns ist er eben ein Teil des Startknopfes.

Es gibt genug Tage, da habe ich auch meine Mühe und Not mit Cleo .. da plustert sie sich auf uns fährt sich hoch, weil wir IRGENDWO x-Meter weiter entfernt einen Hund sehen.

Als ich mit Kathi ( Kreacher ) neulich darüber sprach, hat die mir nochmal nahegelegt, zu reagieren, wenn meine Hunde nur dran denken, daß sie gleich Blödsinn machen.

Genau das isses .. da bin ich einfach oft immer noch in der Hoffnungsschleife gefangen, daß es HEUTE doch gutgehen KÖNNTE.. was totaler Blödsinn ist.

Es gibt aber ganz viele Situationen, in denen Cleo früher - vor dem Umzug, mit mehr Stress und weniger Führung meinerseits belastet - einen Grund sah, sich hochzufahren.

Das braucht sie heute nicht mehr ... und es passiert NICHT - und da sind wir wieder beim Film - wenn ICH das dann nicht auslöse.

Also haben wir hier ein Teil eines Puzzles, ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail.

Cleo hat übrigens früher bei Marcus ( der keinen Film hatte und immer vollkommen gutgläubig und blauäugig in alle Situationen hineinschlitterte ) genauso abgespackt wie bei mir.

Daher mein Fazit :

Eine Macke ist eine Macke und ein Film ist etwas, was eine Macke am Leben erhält.

:winken::winken:

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bei uns ist es so, dass ich über den Tag mit den Hunden alleine bin, mein Freund und ich aber die letzte Abendrunde zusammen gehen... am WE gehen wir auch die großen Runden zusammen...

Und ich finde es immer wieder witzig zu sehen, dass mein Freund viel früher Handlungsbedarf sieht wie ich :D Vor allem, weil ich weiß, dass ich mal genauso war...

aber durch das tägliche zusammen sein bin ich lockerer geworden und traue meinen Hunden mehr zu...

Das heißt, in Situationen, wo ich früher prophylaktisch schon reagiert hätte, lass ich es heute alles laufen... eingreifen kann ich immer noch, wenn mein Bauch mir sagt, dass es jetzt besser ist...

Klar gibts auch ab und an Situationen, wo ich hinterher weiß... naja... wäre besser gewesen, wenn ich doch anders gehandelt hätte... aber die gabs früher auch :D

Bei David ist das jetzt immer noch so... und ich lass ihn da auch machen... wenn er sich zurückhält und dafür angespannt ist, ist auch nix gewonnen...

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Also, das kenn ich auch sehr gut. Wenn ich einen bekannten Hund treffe ist alles gut, ich bin locker und Spike bei weiten nicht angespannt und rennt er rennt einfach nur so da locker hin.

Treffe ich aber einen fremden Hund verkrampfe ich sofort und Spike macht sich riesen groß und ganz steif.

Wenn ich den Hund kenne und ihn erst später erkenne ist Spike auch erst locker in dem Moment in dem ich locker werde.

Da sind halt zwei Filme: einmal ach den Hund den kennen wir, mit dem hat Spike ja schon oft gespielt

und einmal: oh, ein fremder Hund, wer weiß ob Spike den mag, ob das wohl gut geht, ach ich geh besser einen anderen Weg.

Ich weiß auch, das ich ihn mit einer total anderen Stimme Spike zu mir ran rufe wenn ich den Hund der uns entgegen kommt nicht kenne aber ich kann es einfach nicht abstellen. :Oo

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Sehr interessante Gedanken!

Verfolge diesen Thread gerne!

:)

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Doch doch Andrea das kannst Du abstellen. Glaube mir vor etwa 10 Jahren hatte ich auch riesen Probleme und HTS kannte ich da nicht.

Bei mir war es learning bei doing und viele viele Seminare und zum Schluss die Arbeit in der Hundeschule des TH-Bochum als Mitarbeiter bevor ich meine eigene aufgemacht habe.

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Ich weiß auch, das ich ihn mit einer total anderen Stimme Spike zu mir ran rufe wenn ich den Hund der uns entgegen kommt nicht kenne aber ich kann es einfach nicht abstellen. :Oo

Hm bei unserem Spaziergang hast du Spike am Anfang aber ganz anders gerufen als zum Schluss...

Also dauert diese Wandlung manchmal nur ein paar Minuten :D

Und zum Thema Film:

O wei, ich hatte viele... Ich glaube, jeder, der dazu neigt, sich zu viele Gedanken zu machen, hat mit Filmen extrem zu kämpfen...

Meine Filme waren z.B.: Oh nein, da kommt wieder Hund x, gleich hängt Peppels in der Leine und kläfft sich nen Wolf, wie peinlich...

Und natürlich hing er in der Leine und kläffte ;)

Als ich das "System" durchschaut habe, hatte ich ganz viele Momente, in denen mein Film wieder anfing und ich mitten drin feststellte, das ich wieder drin bin und dann lachen musste, weil ich mich selbst ertappt habe... Damit fing das bei mir irgendwie, das meine Filme immer weniger wurden...

Aber auch bei mir, sind Filme "nur" ein kleiner, wichtiger Teil vom Ganzen... Mir hat es "einfach" geholfen, mich nicht ständig mit dem Kopf auseinander setzen zu müssen, sondern wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren, dem Bauchgefühl.

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