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polar-chat.de  Der Hund
Freudenfeuer

Welpenwissen aufstocken für Pflegie

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Hallo ihr Lieben,

vermutlich werde ich im nächsten Jahr von unserem Verein einen Welpen zur Pflege nehmen. Da ich noch nie einen Welpen hatte, sondern Nelly mit 6 Monaten bekam, will ich mich mal vorher informieren, was man so mit dem Welp machen soll/kann/muss.

Also erstmal die Frage, ob ein Welpe mit unserem Alltag überhaupt klarkommen könnte!

Ich arbeite in Teilzeit, Nelly geht in der Zeit zur Tagesmutti, die KEINEN zweiten Hund nehmen würde, deshalb würed ich den Welp zu einer Freundin bringen. Soweit so gut, ich denke für vorübergehend bis zur endgültigen Familie wäre das soweit okay. Dort würde er auch Kinder kennen lernen, einen sehr aufdringlichen Rüden und eine sehr ruhige, ältere Hündin und Welp würde auch andere Menschen kennen lernen. Halte ich nicht unbedingt für schlecht, muss ich sagen.

Dann die Frage nach der Sozialisierung. Es gibt ja Welpen(spiel)stunden, die ich für sinnvoll halte und da habe ich auch schon eine Hundeschule im Auge, die sehr gut ist, da war ich früher mit Nelly auch und es gefiel mir gut dort. Nun ist so eine Welpenstunde ja aber nur ein Mal in der Woche.

Ansonsten gehe ich viel in den Hundefreilauf,e in eingezäuntes Gelände, wo in den Öffnungszeiten auch allerhand verschiedene Hunde jeden Alters und jeder Grösse sind.

Nun frage ich mich: Wie lange sollte ein Welpe überhaupt frei spielen dürfen, um ihn nicht zu überanstrengen/überfordern? Wie schafft man am besten Auszeiten, wenn man einen erwachsenen Hund dabei hat, der ja laufen und beschäftigt werden will?

Im Freilauf gäbe es unterschiedliche Möglichkeiten: Entweder ein abgetrennter Bereich, wo Welp aber alles sehen könnte, was auf dem Platz passiert (also kopfmässig noch dabei wäre) oder im Bauwagen das "Kinderzimmer", eine Art Zimmer, in der Hunedkörbchen liegen. Das "Kinderzimmer" ist mit einer Pforte vom restlichen Wagen abgetrennt. Welp würde somit in einem eigenen Abteil ohne Sichtkontakt zu anderen sitzen. Macht das Sinn? Denn ich wäre bei Nelly, da ich ja auf sie gucken muss (und auch will).

Alle 2 Stunden raus, auch nachts, ist klar wegen Stubenreinheit, das ist kein Problem.

Wann kommt ein Welpe eigentlich in den Zahnwechsel? :??? Dass man das weiss wegen Knabberattacken.

Dann würde ich ein Soziprogramm mit dem Knirps starten... also alles mögliche kennen lernen, auch mal einen belebteren Ort besuchen mit vielen Menschen etc.pp.

Nun bin ich mir unsicher: Was ist zu viel, was genau richtig? Letztlich hat man ja nun nicht sooooooooo lange Zeit, um einen Welpen auf sein Leben vorzubereiten und da läuft man dann ja auch Gefahr, den Knirps zu überfordern.

Habt ihr sonst noch irgendwelche Tipps, die speziell Welpen betreffen? Mit Hunden und Erziehung kenne ich mich soweit ganz gut aus, meine Nelly kam mit allerhand Macken hier an, die fast alle weg sind durch Erziehung.

Nur habe ich noch nie näheren Kontakt zu Welpen gehabt und da ich für mich nie einen haben werde, habe ich mich mit dem Thema noch nicht grossartig auseinander gesetzt.

Alles Liebe

MOna

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Wah...:o

Das ist kein Sozi Programm das ist Stress ;) in welchem Zeitrahmen hast du dir das denn gedacht?

Und zu dann geh ich hier hin und dort hin , damit er andere Hunde kennen lernt... Da ist weniger oft mehr ;)

Denn erstens hast du schon einen Hund , dann die Freundin noch 2 und dann noch Welpenkurs und täglich trefft ihr sicher auch welche, das reicht völlig. Da mußt du nicht auch noch gezielt für noch mehr Hundekontakt sorgen.

Und dann kommt es auch noch auf das Alter an. Das du mit 8 Wochen Zwerg nicht so ein Programm durch ziehen kannst ist logisch, ja ? Bedenke auch andere Hunde bedeuten nicht nur Kontakt sondern auch Krankheiten. Der kleine nimmt erst mal alles mit , was da so grasiert. Von daher gut überlegen ob ich wirklich mit dem zu Hundewiesen renne und ab wann. Impfschutz sollte schon in Kraft sein.

Er hat ja Hundekontakt, selbst wenn du nirgends mit ihm hin gehst ;)

Er hat auch Menschen und Kinderkontakt.

Lass es langsam angehen. Denn erstens weißt du ja sicher nicht , wie dieser Welpe so drauf ist. Ist ein "Hoppla hier komme ich" den mußt du eher bremsen oder ein "Oh Gott oh Gott die Welt ist groß" dann mußt du auch mit Fingerspitzengefühl zeigen, das ihm nichts passiert.

Von daher 1. Woche ganz ruhig angehen lassen. Was ihr beim normalen Gassi so erlebt ist Aufregung genug und wenn er dann noch zu deiner Freundin kommt erlebt er noch mehr.

Dein Power "Ich zeige ihm dies und jenes, schlepp ihn hier und da hin" kann getrost warten , bis er so 3-4 Wochen bei dir ist. Evtl sogar noch länger. Das kommt einfach darauf an, wie alt er ist und welcher Typ Hund er ist.

Gruß Iris

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Nachtrag :

Wichtiger als ihm möglichst viel zu zeigen ist ihm zu zeigen das er sich auf seine Menschen verlassen kann ;) Denn dann wird er später überall hin folgen, egal ob er das nun kennt oder nicht.

Gruß Iris

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(bearbeitet)

Hallo Mona,

Du machst Dir schon vorher viele Gedanken, super!! Du sagst Du hast Dich noch nicht mit dem Welpenthema auseinader gestezt, hmmmm, dann würde ich auf jeden fall dieses Buch empfehlen, oder zumindest die 50 Seiten Welpenentwicklung die auch online sind mal lesen:

http://www.malinoisweb.de/Welpe.html

Ist superlieb geschrieben und ich bin mir sicher dass Du Dir da ein paar gute Ideen holen kannst wenn Du mal weisst wie es die Hundemammis machen...

Und noch ein Tipp von mir den man nicht so oft in Büchern findet: schlaf bei/mit ihm gemeinsam am Boden, Stichwort: Schlafsack!! Oder bastel ihm eine Treppe damit er ins Bett kann. Wirst sehen, 2 Wochen gemeinsames Schlafen verbindet ungemein!! Und Du kriegst sofort mit wenn er wach wird und aufs Hundeklo muss..;-))

Und wie Iris sagt: langsam angehen lassen! Nur kan Stress!!;-)

Und ganz wichtig: vergiss Deine Nelly nicht!!! Ich weiss Welpen sind supersüss, aber Nelly darf nicht eifersüchtig/benachteiligt werden! Bezieh sie ruhig voll mit ein, wahrscheinlich wird Nelly sogar noch "wachsen" durch die neue Aufgabe. Erzieht den kleinen Racker ruhig gemeinsam, so Sachen wie "abgetrennter Bereich" würd ich nicht machen. Der Welpe sollte dort sein wo Du und Nelly sind. Er kann mitten unter Euch, auch tagsüber, problemlos schlafen, wenn er seine Ruhe will verzieht er sich eh von selbst in eine ruhige Ecke.

Hoffe es sind ein paar Ideen dabei und noch nen ruhigen Vormittag!

Joachim

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Hallo ihr beiden,

vielen Dank für die Antworten. :)

@ Iris:

Den zusätzlichen Hundekontakt kann ich in gewisser Weise vermeiden, wenn dem Welpen das reichen würde. Dann würde ich ausserhalb der Öffnungszeiten zum Platz gehen. Da Nelly ohne Leine nicht laufen kann, sind wir darauf angewiesen, dass sie dort flitzen kann. Also hingehen müsste ich so oder so, aber dann mache ich es ausserhalb, da sind dann nicht so viele Hunde, kein Problem. ;)

Also ich kenne das bislang so (Hörensagen eben, weil ich mich damit nie eingehender befasst habe ;) ), dass die Prägephase bei Welpen relativ kurz ist und er da so viel wie möglich kennen lernen sollte, ohne überfordert zu werden. Diesen Spagat stelle ich mir unglaublich schwierig vor.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist aber doch mehr Zeit, als ich jetzt annehme, verstehe ich das richtig?

Denn ein Power-Programm mit Überforderungs-Gefahr würde ich ungerne machen, wenn ich mehr Zeit habe, als ich dachte. :D

@ Joachim:

Vielen Dank für den Link! Ist direkt gespeichert. :klatsch:

Das mit dem gemeinsam Schlafen... also von der Sache habe ich mit beiden Vorschlägen kein Problem (Boden/Bett). Nun ist die Frage, ob es so günstig ist, einen Welpen so stark an sich zu binden, denn dieser Welp wird ja später in eine eigene Familie ziehen. Natürlich will ich eine Bindung mit der Nase aufbauen, einfach auch schon aus sozialpsychologischen Gründen und für die Erziehung. Ich habe jetzt ein bisschen Angst, dass wenn ich ihn so stark an mich binde, er Schwierigkeiten haben wird, wenn er in SEINE Familie kommt.

Das habe ich schonmal bei einer ausgewachsenen Hündin erlebt, die sich auf Anhieb stark an mich gebunden hat, nur weil ich sie aus Ungarn mit nach Deutschland gebracht habe und die Nacht in der Zwischenstation gefüttert und pinkeln geführt habe. Das waren kaum mehr als 24 Stunden, die wir miteinander verbracht haben und noch heute klebt sie wie Kaugummi an mir dran. Ich beschwere mich darüber nicht, denn ich liebe diesen Hund abgöttisch, aber es gab anfangs wirklich Schwierigkeiten bei der Freundin, die sie adoptiert hat.

Nelly wird sicherlich nicht vergessen, versprochen. :)

Wie du auch schon sagst, will ich sie ganz aktiv in die Erziehung mit einbeziehen. Sie kann Sachen ganz anders vermitteln als ich - einfach sehr viel hündischer. ;)

Was Welpen angeht, ist sie die absolute Mutti und macht ihren Job sehr gut. Die Welpen auf dem Freilauf sind auch alles ihre und werden von und mit ihr erzogen während des Besuchs auf dem Platz. Sie sorgt dafür, dass die Welps es nicht übertreiben, sich ihre Ruhephase nehmen, niemanden anspringen etc.pp. - sie setzt also meine Regeln durch und fügt ihre eigenen hinzu, was ich überaus gut finde.

Da lasse ich sie auch machen, es kommt in den allerseltensten Fällen vor, dass sie mir zu rabiat wird.

Ausserdem wird Nelly hier mindestens am Anfang die Ranghöhere sein. Den Welpen dann zu bevorzugen, würde dem ja auch mächtig Probleme bringen. Da ist sie ziemlich konsequent - das ranghöhere Tier hat ranghöher behandelt zu werden. Ich hab damit jetzt weniger Probleme, muss ich sagen. ;)

Wegen dem abgetrennten Bereich dachte ich, um dem Welpen während des Freilauf-Besuchs eine Auszeit zu verschaffen, damit er sich selbst nicht überfordert. Aber wenn das nicht nötig ist, ist ja alles okay. :)

Alles Liebe

Mona

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Hallo Mona,

wegen der Bindung: nein, ich glaube Deine Angst ist unbegründet. Ich weiss genau was Du meinst, drum hier meine Erfahrungen dazu. Ich schlafe bei unseren Welpen etwa einen Monat lang im Schlafsack am Boden und danach kommen die ersten schon mit ins Bett oder werfen sich zu den "Grossen" auf nen Haufn zum schlafen. Ich bin den ganzen Tag bei ihnen, und ich denke schon dass sie sich relativ stark an mich binden. Wenn wir zum Beispiel einen unserer Auswanderer besuchen fahren dann kennen mich die Welpen sofort als "ihren" und zeigen das auch, und zwar so dermassen erschreckend überdeutlich mehr als bei meiner Frau dass es schon richtig peinlich ist!;-( Jedenfalls haben wir die Welpen eher lange bei uns vor der Abgabe, die heurigen Welpen sogar 17 Wochen. Und TROZDEM haben alle neuen Familien absolut KEINE Probleme diesbezüglich, das macht dem Hund nix aus, im Gegenteil, ich sehe bei unseen Welpen sogar sie binden ich an ihre neue Familie genauso "leicht" wie bei uns. Einer zum Beispiel kam in eine Familie mit schon 2 Hunden dort und schon am ersten Abend(!) gingen die 3 Hunde gemeinsam Gassi, an der Leine, OHNE Probleme, und das obwohl wir mit unseren Welpen nie "Leine gehen" üben, da waren wir natürlich mächtig stolz auf den kleinen Racker!;-) Bisher war jedes Feedback unserer Welpen nur positiv, ich denke deshalb das hilft mehr als es "schadet", aber vorsicht: das ist nur meine klitzekleine Erfahrung, und was weiss ich schon....?;-)

Ja, wenn Du Dir wegen Nelly bewusst bist wirst auch keine "Anfängerfehler" diesbezügich machen, keine Sorge! Ich dachte nur ich sprechs mal sicherheitshalber an.

Noch nen ruhigen Abend!

Joachim

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Huhu Joachim,

das klingt gut, dann werde ich das so machen. :)

Wegen Ansprechen: Gar kein Problem, lieber so als anders herum, denn es hätte ja auch anders sein können. ;)

Ich werde auch mal schauen, ob ich Nelly evtl. zur Welpenstunde mitnehmen kann, denn sie kann nicht alleine bleiben und ich möchte sie nicht ständig abschieben, weil ich einen Pflegehund da habe. Evtl. geht das ja, so als "Mutti".

Ich bin da ehrlich gesagta uch stolz drauf, dass sie das mit Welpen so klasse meistert, obwohl sie selbst nie welche hatte und auch nie haben wird. Ein echtes "Muttertier" und so kann ich das "Wagnis Welpe" durchaus auch eingehen. :)

Alles Liebe

Mona

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